Zuletzt aktualisiert am 12.06.2026
Von der Kontroverse zur Kompetenz: Diskussionskultur als Praxisvorbereitung für Apotheker
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Klinische Pharmazie
Poster zur Lehrveranstaltung
Ars Docendi Kategorie
Gesellschafts- und Nachhaltigkeitsorientierte Lehre
Ars Docendi Kriterien
- Innovative Hochschuldidaktik
Gruppengröße
< 20
Anreißer (Teaser)
Studierende diskutieren evidenzbasiert praxisrelevante Themen, reflektieren ihre Leistungen und vertiefen den Diskurs interdisziplinär, wodurch professionelle Identität, Selbstwirksamkeit und transversale Kompetenzen gefördert werden.
Kurzzusammenfassung des Projekts
Das Pflichtseminar Arzneimitteltherapiesicherheit im Masterstudium Pharmazie an der Universität Innsbruck bereitet angehende PharmazeutInnen mit einem innovativen Ansatz auf kommunikative und ethische Herausforderungen der Apothekenpraxis vor. Im Zentrum steht ein strukturiertes Diskussionsformat in vier Phasen.
Phase 1: Vorbereitung
Studierende werden per Losverfahren einer „Pro-“ oder „Contra-Position“ zugeteilt und müssen diese – unabhängig von ihrer Überzeugung – evidenzbasiert vorbereiten und vertreten.
Phase 2: Diskussion
Nach 45-minütiger Vorbereitung in Kleingruppen folgt eine 60-minütige moderierte Plenumsdiskussion. Abschließend dürfen Studierende ihre persönliche Meinung artikulieren und die Komplexität des Themas erfassen.
Phase 3: Reflexion
Studierende reflektieren über ihre Leistungen und bewerten sich in den Kategorien „Kommunikation“, „Beitrag“ und „Teamarbeit“. Die Selbsteinschätzung wird im Einzelgespräch mit der Projektleiterin besprochen.
Phase 4: Praxistransfer
In Kooperation mit der Apothekerkammer werden öffentliche Diskussionsabende organisiert, bei denen dieselben Themen mit Master-, Medizinstudierenden und PharmazeutInnen im Praktischen Jahr diskutiert und von einem Panel aus Apothekern, akademischen Vertretern und Kammermitgliedern moderiert werden. Dieses Lehrformat fördert evidenzbasierte Dialogfähigkeit, kritisches Denkvermögen, Teamfähigkeit und reflexive Praxiskompetenz – Schlüsselqualifikationen für moderne GesundheitsdienstleisterInnen.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
The compulsory seminar on Medication Therapy Safety within the Master's programme in Pharmacy at the University of Innsbruck prepares future pharmacists through an innovative approach for the communicative and ethical challenges of pharmacy practice. Central to this is a structured debate format comprising four phases.
Phase 1: Preparation
Students are randomly assigned a "pro" or "contra" position and must prepare and defend this stance with evidence-based arguments, regardless of their personal conviction.
Phase 2: Debate
Following a 45-minute preparation in small groups, a 60-minute moderated plenary debate takes place. In the concluding phase, students may articulate their personal views and engage with the full complexity of the topic.
Phase 3: Reflection
Students reflect on their performance and self-assess across the categories "Communication", "Contribution" and "Teamwork". This self-evaluation is discussed in an individual meeting with the project lead.
Phase 4: Transfer to Practice
In cooperation with the Austrian Chamber of Pharmacists, public discussion evenings are organised where the same topics are debated by master's students, medical students and pharmacists in their practical year, moderated by a panel of experienced pharmacists, academic representatives and chamber members.
This teaching format fosters evidence-based dialogue skills, critical thinking, teamwork and reflective practice competence — key qualifications for modern healthcare professionals.
Nähere Beschreibung des Projekts
Ausgangssituation und Problemstellung
Die pharmazeutische Berufspraxis hat sich in den letzten Jahren fundamental gewandelt.
Apotheken sind längst nicht mehr nur Arzneimittelabgabestellen, sondern werden zunehmend als erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem wahrgenommen. ApothekerInnen müssen Patientinnen und Patienten zu komplexen Therapieentscheidungen beraten, ethische Dilemmata (z.B. bei Medikamentenengpässen) navigieren und in interdisziplinären Teams kommunizieren. Gleichzeitig sehen sie sich mit einer Flut kontroverser Themen konfrontiert: von der Impfung durch Apotheker über den Umgang mit KI im Alltag bis hin zu Fragen der Notfallkontrazeption oder der indirekten Sterbehilfe. Traditionelle universitäre Lehrformate – Vorlesungen, klassische Seminare mit Referaten – bereiten Studierende nur unzureichend auf diese kommunikative Realität vor. Absolventen berichten häufig von Unsicherheit in Beratungsgesprächen, mangelndem Selbstvertrauen bei kontroversen Themen und Schwierigkeiten, ihr Fachwissen auch kommunikativ umzusetzen. Es besteht eine deutliche Lücke zwischen dem an der Universität vermittelten Fachwissen und der praktischen Handlungskompetenz, die in der modernen öffentlichen oder Spitalsapothekenpraxis gefordert wird. Genau hier setzt das Seminar Arzneimitteltherapiesicherheit an: Es bringt kontroverse und aktuelle pharmazeutische Praxisthemen in einen geschützten universitären Lernraum und erlaubt Studierenden, systematisch jene Schlüsselkompetenzen zu entwickeln, die für eine erfolgreiche und selbstbewusste Berufsausübung unerlässlich sind.
Projektbeschreibung
Das didaktische Konzept beruht auf einem vierstufigen Diskussionsformat, das auf den Prinzipien des konstruktiven Kontroversen Lernens und des Peer-Teachings basiert.
Phase 1: Vorbereitung
Eine Woche vor dem Ersten und am Ende jedes darauffolgenden der sechs Seminartermine wird ein neues zu diskutierendes Thema aus der Apothekenpraxis bekannt gegeben (z. B. „Impfen durch Apotheker gefährdet die PatientInnensicherheit“). Die Studierenden ziehen per Los entweder die „Pro-" oder die „Contra-Position“. Dadurch wird sichergestellt, dass die Gruppen von Woche zu Woche neu zusammengestellt werden und keine Zeit bleibt, um standardisierte Teamrollen zu entwickeln, um jeden Studierenden dazu zu bringen, sich mit seinen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Die Randomisierung in eine „Pro-" oder „Contra-Position“ ist didaktisch zentral. Sie fordert Studierende auf, sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, die möglicherweise ihrer eigenen Überzeugung widersprechen. Dies fördert kritisches Denken, Perspektivenwechsel und die Fähigkeit, auch unbequeme Standpunkte nachvollziehbar zu vertreten – eine Schlüsselkompetenz in der Patientenberatung. Studierende haben dann eine Woche Zeit, sich auf das zu diskutierende Thema evidenzbasiert vorzubereiten. Studierende werden dazu ermutigt, dies in Kleingruppen zu tun und nicht in Isolation.
Phase 2: Diskussion
Zu Beginn jedes Seminars erhalten die Studierenden 45 Minuten Zeit, um in homogenen Kleingruppen (nicht mehr als 3 Personen pro „Pro“ und 3 Personen in der „Contra“-Gruppe) ihre Argumente zu schärfen, Evidenz zu prüfen und Gegenargumente zu antizipieren. Dieser geschützte Raum ermöglicht es auch zurückhaltenden Studierenden, ihre Gedanken zu formulieren und Unsicherheiten zu äußern, bevor sie in der Großgruppe auftreten. Nach dieser 45-minütigen Vorbereitungsphase treten die beiden Gruppen in einen strukturierten Dialog mit allen SeminarteilnehmerInnen (ca. 60 Minuten Die Studierenden müssen ihre Position mit wissenschaftlichen Quellen belegen, auf Gegenargumente reagieren und ihre Rhetorik an die Dynamik der Diskussion anpassen. Die Lehrperson agiert bewusst zurückhaltend als stille Beobachterin und greift erst ein, wenn die Diskussion repetitiv wird, wichtige Aspekte unberücksichtigt bleiben, die Diskussion in eine unsachliche Richtung abweicht oder ein offensichtlicher Irrtum bezüglich Fakten korrigiert werden muss. Diese Zurückhaltung ist methodisch begründet: Studierende sollen die Diskussion selbst gestalten und erleben, dass sie auch ohne permanente Moderation zu einem strukturierten Austausch fähig sind. Dies stärkt Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung. Gegen Ende der Diskussion löst die Lehrperson die künstliche Pro-/Kontra-Struktur auf. Nun dürfen und sollen die Studierenden ihre tatsächliche Meinung äußern, Grauzonen benennen und die Komplexität des Themas in ihrer Ganzheit erfassen. Fragen wie „Was bedeutet Professionalität?“ oder „Was bedeutet eine patientenzentrierte Betreuung?“ werden hier im Kontext des Praxisaspektes reflektiert. Diese Phase integriert das selbstorganisierte Lernen mit Expertenwissen und gibt den Studierenden Orientierung, ohne ihre eigenständige Meinungsbildung zu überschreiben. Dies ist entscheidend für die Entwicklung einer eigenen professionellen Identität.
Phase 3: Reflexion
Das Seminar verzichtet bewusst auf traditionelle Prüfungsformen (Klausur, Referat) und setzt stattdessen auf ein entwicklungsorientiertes Selbstreflexions-Portfolio.
Studierende bewerten sich am Semesterende selbst in drei Dimensionen auf einer Skala von 1–5 und begründen ihre Bewertung schriftlich. Diese Dimensionen beinhalten
- Professionelle Kommunikationskompetenz (Klarheit und Struktur der Argumentation; Evidenzbasierung der Aussagen; respektvoller, sachlicher Kommunikationsstil; Angemessenheit von Sprache und Tonfall)
- Eigenständiger Diskussionsbeitrag (Häufigkeit und Qualität der Wortmeldungen; Einbringen neuer Perspektiven; Mut, auch unbequeme Positionen zu vertreten; Fähigkeit, auf Gegenargumente einzugehen)
- Teamfähigkeit und Kooperation (Unterstützung anderer in der Kleingruppenphase; aktives Zuhören in der Plenumsdiskussion; konstruktiver Umgang mit Meinungsverschiedenheiten; Beitrag zu einer produktiven Diskussionskultur).
Zentral ist, dass Studierende ihre Einschätzung mit konkreten Beispielen aus dem Seminar belegen. Nach Abgabe des Portfolios findet ein ca. 30-minütiges Einzelgespräch zwischen Studierendem und Lehrender statt. Dieses ist bewusst als entwicklungsorientierter Dialog konzipiert, nicht als Rechtfertigungsgespräch, und ist oft transformativ für Studierende. Leitfragen sind: „Wo sehen Sie Ihre größten Fortschritte im Semesterverlauf?“, „Welche Situationen waren besonders herausfordernd? Was haben Sie daraus gelernt?“, „Haben Sie bei manchen Themen Ihre persönliche Meinung angepasst oder geändert?“, „Wie passt Ihre Kommunikationskompetenz zu Ihrem angestrebten Berufsfeld?“ (Offizin vs. Krankenhaus vs. Industrie erfordern unterschiedliche Schwerpunkte), „Was möchten Sie bis zum Berufseinstieg noch weiterentwickeln?“. Die Seminarleiterin spiegelt seine Beobachtungen aus dem Seminar, würdigt Stärken und benennt konstruktiv Entwicklungsfelder. Die finale Benotung erfolgt konsensual, wobei die Selbsteinschätzung der Studierenden in der Regel übernommen wird, wenn sie plausibel begründet ist. Die didaktische Intention ist, ein reflektiertes Selbstbewusstsein zu entwickeln anstelle von Prüfungsangst („Assessment for Learning“, nicht „Learning for Assessment“).
Phase 4: Übertragung auf die Praxis
Ein innovatives und bislang einzigartiges Element des Gesamtkonzepts ist die Verzahnung des universitären Seminars mit öffentlichen Diskussionsveranstaltungen. Diese werden gemeinsam mit der österreichischen Apothekerkammer in Tirol organisiert und finden dreimal pro Semester am Abend (19:00 – 21:00 Uhr) statt. Eingeladen sind Masterstudierende der Pharmazie (Universität Innsbruck), Medizinstudierende (Medizinische Universität Innsbruck) und Pharmaziestudierende im Praktischen Jahr aus Tirol. Die Themen entsprechen exakt jenen des universitären Seminars. Dies ermöglicht den Studierenden, ihre Vorbereitung aus dem Seminar unmittelbar zu nutzen, ihre Argumente in einem erweiterten Kontext zu testen und mit einem angemessenen Selbstbewusstsein aufzutreten. Die Diskussionen werden jeweils von zwei bis drei erfahrenen Apothekern aus verschiedenen Settings (Offizin, Krankenhaus, öffentliches Gesundheitswesen), einer/m akademischen Vertreter/in (Professor/in für Klinische Pharmazie) und einer/m Vertreter/in der österreichischen Apothekerkammer unterstützt, um immer wieder neue Denkanstöße zu bringen. Diese vertikale Integrationszusammensetzung ermöglicht authentische Einblicke in die Berufsrealität und liefert Denkanstöße aus verschiedenen Perspektiven, ohne die Studierenden durch ein zu erfahrenes Publikum zu verunsichern.
Didaktische Begründung in theoretische Fundierung
Das Projekt basiert auf dem didaktischen Ansatz der „Structured Academic Controversy“ (Johnson & Johnson, 1996). Das bewusste Einnehmen gegensätzlicher Positionen fördert kognitiven Konflikt (Studierende müssen ihre Vorannahmen hinterfragen), vertieft Verständnis (die Notwendigkeit, die Gegenseite zu verstehen, führt zu differenzierterem Denken), trainiert Perspektivenübernahme (eine Schlüsselkompetenz in der Patientenkommunikation) und entwickelt Ambiguitätstoleranz (Studierende lernen, mit Unsicherheit und Grauzonen umzugehen). Die Kleingruppenarbeit nutzt die Kraft des Peer-Learnings. Studierende lernen oft effektiver voneinander als vom Experten, da die Sprache näher am eigenen Wissensstand ist, Peers ähnliche Verständnisschwierigkeiten hatten und die Hemmschwelle, Fragen zu stellen, niedriger ist. Das Projekt zielt explizit auf den Erwerb von Kompetenzen ab, die im "Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Pharmazie“ (NKLP) verankert sind [Fachkompetenz: evidenzbasierte Bewertung von Therapieoptionen;
Methodenkompetenz: Literaturrecherche, kritische Bewertung wissenschaftlicher Quellen; Sozialkompetenz: Argumentations- und Diskussionsfähigkeit, Teamarbeit; Selbstkompetenz: Reflexionsfähigkeit, professionelle Identitätsentwicklung]. Der NKLP ist ein zentrales Instrument, das im Zuge der geplanten Novellierung der Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) in Deutschland entwickelt wurde. Er orientiert sich in seiner Struktur an dem bereits existierenden Lernzielkatalog für das Medizinstudium (NKLM) und der auch in Österreich gültigen novellierten EU-Richtlinie 2024/782 für die Apothekerausbildung.
Akzeptanz und Resonanz
Die Lehrveranstaltung erhielt die letzten Jahre sehr gute Evaluierungen. Frau Univ.-Prof. Dr. Anita Weidmann wurde von den Studierenden der Fakultät für Chemie und Pharmazie Lehre-Preis 2024/2025 nominiert und erzielte den ersten Platz.
Ausgewählte Kommentare aus der Lehreevaluierung des Seminars:
- „Gut gefallen hat mir bei dieser LV das Gespräch mit den Medizinern, um einen Austausch zuhaben und diese Situation zu üben. Der Fakt, dass das Seminar uns gut vorbereitet auf das Apotheker-Dasein, auf kontrovers diskutierte Themen“
- „dass erstmals in diesem Studium ein Rahmen geboten wurde, in dem man sich darin übenkonnte, über aktuelle, wichtige Themen zu diskutieren OHNE dabei runtergemacht zu werden oder in irgendeiner Form bewertet wurde. Es war eine tolle Atmosphäre in diesem Seminar und man hat sich richtig darauf gefreut und man hat richtig gemerkt, wie alle StudentInnen motiviert und aktiv waren. Diese LV bzw. das ganze Modul war der perfekte Abschluss für mein Studium.“
- „Ich würde mir wünschen, dass Frau Prof. Weidmann weiterhin so enthusiastisch und mitvoller Motivation lehrt und dass sie sich weiterhin so viel Zeit für jeden nimmt und alle
StudentInnen so ein inspirierendes, aufbauendes Abschlussgespräch mit ihr führen können.“
- „Das persönliche Gespräch mit der Frau Professor Weidmann, da dies noch mehr als die
Lehrveranstaltung selbst zum Nachdenken angeregt hat und da man dadurch ein richtiges
Feedback bekommen hat und seine Stärken und Schwächen selber besser einschätzen kann.“
Nutzen und Mehrwert
Das Projekt hat folgenden Nutzen und Mehrwert:
- Stärkung von kreativem und kritischem Denken, Dialogfähigkeit, Teamfähigkeit undnachhaltigem Handeln (Future Skills)
- Einbeziehung gesellschaftlichen Engagements in Lehr- und Lernprozesse (Service Learning)sowie Reflexion gesellschaftlicher Verantwortung
- Stärkung von Fähigkeiten zur Kommunikation wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse
- Transdisziplinäre Lehr- und Lernsettings, in denen sowohl verschiedene Fächer als auchPraxispartner:innen zusammenarbeiten. Das Format trainiert systematisch Schlüsselkompetenzen für die Berufspraxis.
- Für Lehrende bietet das Format die Möglichkeit, Studierende als aktive Partner imLernprozess zu erleben statt als passive Empfänger.
- Die öffentlichen Diskussionsabende stärken den Dialog zwischen Universität undBerufsstand.
Letztlich profitiert das Gesundheitssystem insgesamt von Pharmazeutinnen undPharmazeuten, die nicht nur fachlich kompetent, sondern auch kommunikationsstark und reflexionsfähig sind.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2021
Das didaktische Konzept ist mit geringem Ressourcenaufwand auf andere Disziplinen übertragbar – überall dort, wo es nicht um die Vermittlung eindeutiger Fakten geht, sondern um die Entwicklung von Urteilskraft, Argumentationsfähigkeit und professioneller Identität. Medizin, Pflege, Rechtswissenschaften, Politikwissenschaft oder Wirtschaftsethik sind naheliegende Anwendungsfelder. Das Format ist flexibel an verschiedene Gruppengrößen anpassbar und durch die studentische Eigenverantwortung nachhaltig implementierbar. Die Kombination aus universitärer Lehre und praxisnahen öffentlichen Diskussionen schafft ein Modell, das die oft beklagte Theorie-Praxis-Lücke wirksam überbrückt und Studierende als selbstbewusste, reflektierte Gesundheitsdienstleiter in den Beruf entlässt.
Das Projekt läuft seit 2021. Die Lehrveranstaltung wird auch in den kommenden Semestern in ähnlicher Form angeboten.
Institutionelle Unterstützung
Der Service für Lehrende umfasst Lehrplanung und Teaching-Support.. Es wurde eine UIBK-interne Lehrveranstaltungsanalyse durchgeführt.