Zuletzt aktualisiert am 15.05.2025
Überleben in Kunst und Kultur
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Ars Docendi Kategorie
Forschungsbezogene bzw. kunstgeleitete Lehre
Ars Docendi Kriterien
- Digitale Transformation
- Innovative Hochschuldidaktik
- Studierenden- und Kompetenzorientierung
- Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
- Partizipation und Mitgestaltung
Gruppengröße
< 20
Anreißer (Teaser)
"Überleben in Kunst und Kultur" ist eine innovative und zukunftsweisende Lehrveranstaltung, die Studierende auf die Herausforderungen einer sich ständig wandelnden Gesellschaft vorbereitet. Die Verbindung von klassischer Kunstausbildung mit wirtschaftlichem Know-how und Wissenschaftskommunikation befähigt Studierende, ihre künstlerische Praxis erfolgreich in den beruflichen Kontext zu integrieren.
Kurzzusammenfassung des Projekts
"Überleben in Kunst und Kultur" an der Kunstuniversität Linz markiert einen innovativen Ansatz in der Kunstausbildung, indem die Lehrveranstaltung eine Brücke zwischen der Kunstuniversität und der Öffentlichkeit schlägt. Diese Verbindung zielt darauf ab, die klassischen Kunstausbildung mit dem notwendigen wirtschaftlichen Know-how zu verbinden und gleichzeitig die Wissenschaftskommunikation zu fördern, um Künstler*innen optimal auf die vielfältigen Herausforderungen einer sich ständig wandelnden Gesellschaft vorzubereiten. Durch ein ausgewogenes Curriculum, das theoretische Grundlagen mit praktischen Anwendungen kombiniert, werden die Studierenden dazu befähigt, ihre künstlerische Praxis erfolgreich in den beruflichen Kontext zu integrieren.
Die harmonische Verzahnung von künstlerischer Freiheit und ökonomischer Vernunft bereitet die Studierenden darauf vor, sowohl als freischaffende Künstlerinnen als auch in neuen Formen der Selbstständigkeit erfolgreich zu arbeiten. Im Wintersemester 2023 wurden die Studierenden durch die Auseinandersetzung mit der Förderlandschaft, der Erstellung von Finanzplänen und der Bedeutung einer überzeugenden Künstlerinnen-Biografie dazu befähigt, ihre Projekte zielgerichtet zu konzipieren und zu präsentieren. Die Aneignung von Wissen über Verwertungsgesellschaften und Netzwerke sowie die Erarbeitung von Verhandlungsstrategien und Vertragsgestaltung stellten weitere zentrale Bausteine dar.
Die Lehrveranstaltung förderte auch Schlüsselkompetenzen wie kritische Reflexionsfähigkeit, kreative Problemlösung und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Durch die aktive Einbindung der Studierenden in den Lehrprozess, insbesondere durch die Erstellung und Diskussion eigener Projekte, entsteht ein lebendiges Lernumfeld, das den Ideenaustausch und die Erfahrungsteilung fördert. Dieser Ansatz ermöglicht den Studierenden, theoretisches Wissen nicht nur zu erwerben, sondern auch praktisch anzuwenden und weiterzuentwickeln.
"Überleben in Kunst und Kultur" steht exemplarisch für eine Lehre, die darauf abzielt, die Studierenden umfassend auf die digitale Transformation und die damit verbundenen Herausforderungen im Kunst- und Kultursektor vorzubereiten. Das Seminar leistet einen wichtigen Beitrag, eine nächste Generation von Künstler*innen mit den notwendigen Fähigkeiten und dem Wissen auszustatten, um sowohl kreativ als auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Die Einbindung von Gastvorträgen und die Netzwerkbildung mit lokalen Kunstinstitutionen erweitern die Perspektiven der Studierenden und fördern ein Verständnis für globale Kunst- und Kulturstrategien, wodurch die Lehrveranstaltung ein herausragendes Beispiel für die Integration von Lehre und Forschung darstellt.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
"Survival in Art and Culture" at the University of Art and Design Linz represents an innovative approach to art education in that the course builds a bridge between the University of Art and Design and the public. The aim of this connection is to combine classical art education with the necessary economic know-how and at the same time to promote scientific communication in order to optimally prepare artists for the diverse challenges of an ever-changing society. Through a balanced curriculum that combines theoretical foundations with practical applications, students are enabled to successfully integrate their artistic practice into a professional context.
The harmonious combination of artistic freedom and economic rationality prepares students to work successfully as freelance artists and in new forms of self-employment. In the winter semester of 2023, students will be enabled to conceive and present their projects in a targeted manner by dealing with the funding landscape, the creation of financial plans, and the importance of a convincing artist biography. Knowledge of collecting societies and networks, as well as the development of negotiation strategies and contract drafting, were other key building blocks.
The course also fostered key skills such as critical reflection, creative problem solving, and interdisciplinary collaboration. The active involvement of students in the teaching process, particularly through the creation and discussion of their own projects, creates a lively learning environment that encourages the exchange of ideas and the sharing of experiences. This approach enables students not only to acquire theoretical knowledge, but also to apply and develop it in practice.
"Survival in Art and Culture" is an example of a course that aims to fully prepare students for the digital transformation and related challenges in the arts and culture sector. The seminar is an important contribution to equipping the next generation of artists with the necessary skills and knowledge to be both creatively and commercially successful. The integration of guest lectures and networking with local arts institutions broadens students' perspectives and fosters an understanding of global arts and cultural strategies, making the course an outstanding example of the integration of teaching and research.
Nähere Beschreibung des Projekts
"Überleben in Kunst und Kultur" steht exemplarisch für eine Lehre, die darauf abzielt, die Studierenden umfassend auf die digitale Transformation und die damit verbundenen Herausforderungen im Kunst- und Kultursektor vorzubereiten. Das Seminar leistet einen wichtigen Beitrag, eine nächste Generation von Künstler*innen mit den notwendigen Fähigkeiten und dem Wissen auszustatten, um sowohl kreativ als auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Die Einbindung von Gastvorträgen und die Netzwerkbildung mit lokalen Kunstinstitutionen erweitern die Perspektiven der Studierenden und fördern ein Verständnis für globale Kunst- und Kulturstrategien, wodurch die Lehrveranstaltung ein herausragendes Beispiel für die Integration von Lehre und Forschung darstellt.
Die Lehrveranstaltung zeichnet sich durch den Einsatz innovativer hochschuldidaktischer Methoden aus, die darauf abzielen, die Studierenden aktiv in den Lernprozess einzubinden und ihre fachübergreifenden Kompetenzen zu fördern. Konkrete Beispiele hierfür sind:
- Rollenspiele insbesondere in Verhandlungen oder bei Bewerbungen. Diese Methode ermöglicht es den Studierenden, in realitätsnahen Szenarien ihre Interessen zu vertreten und Verhandlungsgeschick zu entwickeln. Durch die Simulation von realen Situationen, wie z. B. Honorarverhandlungen mit Galerien oder Auftraggeber*innen, erwerben die Studierenden praktische Fähigkeiten, die für ihre berufliche Laufbahn als Künstler*innen oder Kulturschaffende von entscheidender Bedeutung sind. Diese interaktive Methode fördert nicht nur kommunikative Fähigkeiten, sondern auch Selbstbewusstsein und professionelles Auftreten.
- Peer-Feedback und Diskussionen: Die Studierenden werden ermutigt, ihre Arbeiten gegenseitig zu bewerten und konstruktives Feedback zu geben. Diese Methode stärkt die Fähigkeit zur kritischen Reflexion und zur konstruktiven Kritik, die für die persönliche und künstlerische Entwicklung unerlässlich ist. Durch moderierte Diskussionen, in denen die Studierenden ihre Meinungen und Perspektiven austauschen können, wird zudem ein offener Dialog gefördert. Diese Ansätze gewährleisten, dass alle Studierenden gleichermaßen zu Wort kommen und tragen zu einer inklusiven Lernumgebung bei.
- Barrierefreiheit: Die Sicherstellung der Barrierefreiheit in allen Räumlichkeiten und Diskussionen ermöglicht es allen Studierenden, unabhängig von körperlichen oder sensorischen Einschränkungen, gleichberechtigt teilzunehmen und trägt zu einer inklusiven Hochschulkultur bei.
Die Lehrveranstaltung berücksichtigt die unterschiedlichen Vorkenntnisse und Bildungsbiografien der Studierenden. Durch die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und individuelle Betreuung werden die Studierenden in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützt. Unter anderem durch:
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die Lehrveranstaltung ist für Studierende aus allen Kunstsparten wie Film, bildende Kunst, darstellende Kunst, Medienkunst, Lehramt, Architektur, Design und Musik entwickelt. Durch die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren die Studierenden von einem breiten Spektrum an Perspektiven und Methoden, die sie in ihre eigene künstlerische Praxis integrieren können.
- Individuelle Betreuung: Die Dozentin bringt langjährige Beratungserfahrung ein, um ein Konzept zu entwickeln, das unabhängig von der jeweiligen Kunstsparte anwendbar ist. Dies ermöglicht eine individuelle Betreuung, bei der sowohl Einsteiger*innen als auch Fortgeschrittene die Möglichkeit erhalten, sich entsprechend ihres Kenntnisstandes und ihres Fachgebietes weiterzubilden.
- Aktive Beteiligung und Konzeptentwicklung: Die Studierenden werden aktiv in den Lernprozess eingebunden, indem sie eigene Konzepte erstellen, die dann innerhalb der Gruppe diskutiert und weiterentwickelt werden. Dieser Ansatz fördert die kollaborative Arbeitsweise, flache Hierarchien und ermöglicht es den Studierenden, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Die Lehrveranstaltung integriert aktuelle Forschungsthemen und -komponenten, um eine enge Verbindung zwischen Lehre und Forschung herzustellen. Die Diskussion um Kunst und KI, die Reflexion über Narrativität in der Kunst und die Untersuchung der finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Kunst- und Kulturbetriebs bieten den Studierenden die Möglichkeit, ihre Kenntnisse zu vertiefen und internationale Unterschiede zu verstehen. Die Auseinandersetzung mit der Rolle von Staaten und internationalen Organisationen zum Schutz kultureller Rechte, fördert das Bewusstsein für die Bedeutung von Kunst und Kultur als Menschenrecht.
- Forschung an der Schnittstelle von Kunst und KI: Die Frage, ob und wie KI Kunst schaffen kann, reflektiert tiefgreifende Veränderungen in der Kunstproduktion und -rezeption und wird in der Lehrveranstaltung bearbeitet. Die Studierenden setzen sich mit den Konzepten von Imitation und Imagination auseinander und erkunden, wie KI-Technologien kreative Prozesse beeinflussen können.
- Kulturelle Identität: Durch die Analyse von Kunstwerken, die sich narrativer Elemente bedienen, erlernen die Studierenden, die vielschichtigen Beziehungen zwischen Kunst, Geschichte und Gesellschaft zu dekodieren. Sie werden ermutigt, kritisch zu hinterfragen, wie künstlerische Biografien und narrative Darstellungen in der Kunst genutzt werden können, um etablierte historische Narrative herauszufordern und alternative Perspektiven zu bieten.
- Rechtliche Dimensionen der Kunst: Erörterung im Kontext des freien Wissenszugangs gegen geistiges Eigentum und in der Diskussion um internationale Praktiken. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die ihre künstlerische Arbeit beeinflussen, zu erlernen und unterschiedliche Rechtsformen und internationale Unterschiede zu verstehen.
- Kulturelle Forschung: Die Prüfungstätigkeit des Rechnungshofes im Kunst- und Kulturbereich bietet einen weiteren Ansatzpunkt, um die Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Ökonomie zu beleuchten. Die Studierenden erhalten Einblicke in die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Kunst- und Kulturbetriebs und diskutieren die Auswirkungen auf die künstlerische Freiheit und Unabhängigkeit.
- Kulturelle Nachhaltigkeit: Wie Kunstprojekte und -initiativen dazu beitragen können, kulturelles Erbe zu bewahren und nachhaltige Praktiken in der Kunstproduktion und -präsentation zu fördern. Durch die Diskussion über die Verantwortung von Staaten und internationalen Organisationen, wie der UNESCO, im Schutz kultureller Rechte, werden die Studierenden dazu angeregt, über die Implikationen von Kulturpolitik und -förderung nachzudenken. Die Einbindung von Gastvorträgen durch Expert*innen, die in diesem Bereich tätig sind, ermöglicht einen direkten Einblick in die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Menschenrechten ergeben.
- Internationale Fallstudien: Die Einbindung internationaler Fallstudien in den Unterricht erweitert die Perspektiven der Studierenden und fördert ein Verständnis für globale Kunst- und Kulturstrategien
Didaktischer Zugang
Die aktive Teilnahme an Lehr-Lernprozessen wird durch verschiedene didaktische Ansätze gefördert, die darauf abzielen, die Studierenden nicht nur als passive Empfänger*innen von Wissen zu sehen, sondern als aktive Mitgestalter*innen ihrer eigenen Bildungserfahrung.
- Gastvorträge und Netzwerkbildung: Die Einbindung von Gastvorträgen durch internationale Künstler*innen und Expert*innen, die ihre Werke und Arbeitsmethoden vorstellen, fördert ein lebendiges Miteinander zwischen Lehrenden, Lernenden und der Kunstgemeinschaft. Diese Interaktionen begünstigen nicht nur den Aufbau von Netzwerken, sondern fördern ebenso die berufliche Entwicklung der Studierenden.
- Outreach und Community-Engagement: Die Lehrveranstaltung baut Partnerschaften mit lokalen Netzwerken und Kunstinstitutionen auf, um den Studierenden praktische Einblicke und direkte Anknüpfungspunkte zur Kunstszene zu bieten. Durch diese Kooperationen wird ein Austausch zwischen Universität und Öffentlichkeit gefördert, wobei die Universität ihre Expertise und Ressourcen mit der Gemeinschaft teilt. Die Studierenden profitieren von der Möglichkeit, ihre Arbeiten und Projekte einem breiteren Publikum zu präsentieren und erhalten wertvolles Feedback von außerhalb des akademischen Rahmens.
Akzeptanz und Resonanz
Das Lehrprojekt "Überleben in Kunst und Kultur" an der Kunstuniversität Linz ist ein innovatives und erfolgreiches Lehrprojekt, das von den Studierenden sehr gut angenommen wird. Dies zeigt sich in den positiven Feedbacks und Evaluierungen, die von den Studierenden abgegeben wurden.
Ein Studierender schreibt beispielsweise: "Schönen guten Tag, etwas verspätet möchte ich ein Feedback zur Lv ,,Überleben in Kunst und Kultur" geben, die im letzten Semester von Oona Serbest abgehalten wurde. Oona hat sehr viel Wert darauf gelegt, keine Hierarchien entstehen zu lassen, was sehr gut gelungen ist. Es konnte alles gefragt werden, ohne sich dumm oder naiv vorzukommen, weil Oona auf selber Augenhöhe wie man selbst war. Ich habe durch die LV mehr ehrliche Eindrücke in die Strukturen hinter Kunst- und Kulturförderungen bekommen und finde, dass alle Studierenden, die Lust darauf haben, auch in den nächsten Semestern eine Möglichkeit dazu bekommen, in dem die Lv bestehen bleibt."
Ein weiterer Studierender schreibt: "Ich habe aber eben eine Mail an das Rektorat vorgeschrieben, auch weil dieses spärliche Angebot in auf die Realität vorbereitenden LVs bei uns (bin in der Studierendenvertretung) öfters schon angesprochen wurde. Aber vor allem auch, weil es sich in meinen Augen enorm hervorgetan hat einfach durch diese tolle professionelle Arbeitsweise, die Du an den Tag gelegt hast. Das ist leider nicht die Norm, aber hat mir sehr gefallen."
Ein dritter Studierender schreibt: "Ich finde deinen Kurs sinnvoll und motivierend für mich. Ich hoffe, dass ich vielleicht anhand des Materials nachvollziehen kann, was ihr dann gemacht habt."
Diese Feedbacks zeigen, dass das Lehrprojekt "Überleben in Kunst und Kultur" von den Studierenden als sehr positiv und bereichernd wahrgenommen wird. Es wird insbesondere die professionelle Arbeitsweise der Lehrenden, die Vermittlung von praxisrelevanten Inhalten und die Schaffung einer angenehmen Lernatmosphäre hervorgehoben.
Das Lehrprojekt wird daher auch in Zukunft angeboten und weiterentwickelt werden, um den Studierenden eine bestmögliche Vorbereitung auf die Herausforderungen des Kunst- und Kulturbetriebs zu bieten. Dabei wird auch auf die Rückmeldungen und Anregungen der Studierenden eingegangen, um das Lehrprojekt kontinuierlich zu verbessern und an die Bedürfnisse der Studierenden anzupassen.
Nutzen und Mehrwert
Innovative Hochschuldidaktik
Die Lehrveranstaltung zeichnet sich durch den Einsatz innovativer hochschuldidaktischer Methoden aus, die darauf abzielen, die Studierenden aktiv in den Lernprozess einzubinden und ihre fachübergreifenden Kompetenzen zu fördern. Konkrete Beispiele hierfür sind:
- Rollenspiele insbesondere in Verhandlungen oder bei Bewerbungen. Diese Methode ermöglicht es den Studierenden, in realitätsnahen Szenarien ihre Interessen zu vertreten und Verhandlungsgeschick zu entwickeln. Durch die Simulation von realen Situationen, wie z.B. Honorarverhandlungen mit Galerien oder Auftraggeber*innen, erwerben die Studierenden praktische Fähigkeiten, die für ihre berufliche Laufbahn als Künstler*innen oder Kulturschaffende von entscheidender Bedeutung sind. Diese interaktive Methode fördert nicht nur kommunikative Fähigkeiten, sondern auch Selbstbewusstsein und professionelles Auftreten.
- Peer-Feedback und Diskussionen: Die Studierenden werden ermutigt, ihre Arbeiten gegenseitig zu bewerten und konstruktives Feedback zu geben. Diese Methode stärkt die Fähigkeit zur kritischen Reflexion und zur konstruktiven Kritik, die für die persönliche und künstlerische Entwicklung unerlässlich ist. Durch moderierte Diskussionen, in denen die Studierenden ihre Meinungen und Perspektiven austauschen können, wird zudem ein offener Dialog gefördert. Diese Ansätze gewährleisten, dass alle Studierenden gleichermaßen zu Wort kommen und tragen zu einer inklusiven Lernumgebung bei.
- Barrierefreiheit: Die Sicherstellung der Barrierefreiheit in allen Räumlichkeiten und Diskussionen ermöglicht es allen Studierenden, unabhängig von körperlichen oder sensorischen Einschränkungen, gleichberechtigt teilzunehmen und trägt zu einer inklusiven Hochschulkultur bei.
Studierenden- und Kompetenzorientierung:
Die Lehrveranstaltung berücksichtigt die unterschiedlichen Vorkenntnisse und Bildungsbiografien der Studierenden. Durch die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und individuelle Betreuung werden die Studierenden in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützt. Unter anderem durch:
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die Lehrveranstaltung ist für Studierende aus allen Kunstsparten wie Film, bildende Kunst, darstellende Kunst, Medienkunst, Lehramt, Architektur, Design und Musik entwickelt. Durch die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren die Studierenden von einem breiten Spektrum an Perspektiven und Methoden, die sie in ihre eigene künstlerische Praxis integrieren können.
- Individuelle Betreuung: Die Dozentin bringt langjährige Beratungserfahrung ein, um ein Konzept zu entwickeln, das unabhängig von der jeweiligen Kunstsparte anwendbar ist. Dies ermöglicht eine individuelle Betreuung, bei der sowohl Einsteiger*innen als auch Fortgeschrittene die Möglichkeit erhalten, sich entsprechend ihres Kenntnisstandes und ihres Fachgebietes weiterzubilden.
- Aktive Beteiligung und Konzeptentwicklung: Die Studierenden werden aktiv in den Lernprozess eingebunden, indem sie eigene Konzepte erstellen, die dann innerhalb der Gruppe diskutiert und weiterentwickelt werden. Dieser Ansatz fördert die kollaborative Arbeitsweise, flache Hierarchien und ermöglicht es den Studierenden, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
Die Lehrveranstaltung integriert aktuelle Forschungsthemen und -komponenten, um eine enge Verbindung zwischen Lehre und Forschung herzustellen.
Die Diskussion um Kunst und KI, die Reflexion über Narrativität in der Kunst und die Untersuchung der finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Kunst- und Kulturbetriebs bieten den Studierenden die Möglichkeit, ihre Kenntnisse zu vertiefen und internationale Unterschiede zu verstehen. Die Auseinandersetzung mit der Rolle von Staaten und internationalen Organisationen zum Schutz kultureller Rechte, fördert das Bewusstsein für die Bedeutung von Kunst und Kultur als Menschenrecht.
- Forschung an der Schnittstelle von Kunst und KI: Die Frage, ob und wie KI Kunst schaffen kann, reflektiert tiefgreifende Veränderungen in der Kunstproduktion und -rezeption und wird in der Lehrveranstaltung bearbeitet. Die Studierenden setzen sich mit den Konzepten von Imitation und Imagination auseinander und erkunden, wie KI-Technologien kreative Prozesse beeinflussen können.
- Kulturelle Identität: Durch die Analyse von Kunstwerken, die sich narrativer Elemente bedienen, erlernen die Studierenden, die vielschichtigen Beziehungen zwischen Kunst, Geschichte und Gesellschaft zu dekodieren. Sie werden ermutigt, kritisch zu hinterfragen, wie künstlerische Biografien und narrative Darstellungen in der Kunst genutzt werden können, um etablierte historische Narrative herauszufordern und alternative Perspektiven zu bieten.
- Rechtliche Dimensionen der Kunst: Erörterung im Kontext des freien Wissenszugangs gegen geistiges Eigentum und in der Diskussion um internationale Praktiken. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die ihre künstlerische Arbeit beeinflussen, zu erlernen und unterschiedliche Rechtsformen und internationale Unterschiede zu verstehen.
- Kulturelle Forschung: Die Prüfungstätigkeit des Rechnungshofes im Kunst- und Kulturbereich bietet einen weiteren Ansatzpunkt, um die Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Ökonomie zu beleuchten. Die Studierenden erhalten Einblicke in die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Kunst- und Kulturbetriebs und diskutieren die Auswirkungen auf die künstlerische Freiheit und Unabhängigkeit.
- Kulturelle Nachhaltigkeit: Wie Kunstprojekte und -initiativen dazu beitragen können, kulturelles Erbe zu bewahren und nachhaltige Praktiken in der Kunstproduktion und -präsentation zu fördern. Durch die Diskussion über die Verantwortung von Staaten und internationalen Organisationen, wie der UNESCO, im Schutz kultureller Rechte, werden die Studierenden dazu angeregt, über die Implikationen von Kulturpolitik und -förderung nachzudenken. Die Einbindung von Gastvorträgen durch Expert*innen, die in diesem Bereich tätig sind, ermöglicht einen direkten Einblick in die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Menschenrechten ergeben.
- Internationale Fallstudien: Die Einbindung internationaler Fallstudien in den Unterricht erweitert die Perspektiven der Studierenden und fördert ein Verständnis für globale Kunst- und Kulturstrategien.
Partizipation und Mitgestaltung
Die aktive Teilnahme an Lehr-Lernprozessen wird durch verschiedene didaktische Ansätze gefördert, die darauf abzielen, die Studierenden nicht nur als passive Empfänger von Wissen zu sehen, sondern als aktive Mitgestalter*innen ihrer eigenen Bildungserfahrung.
- Gastvorträge und Netzwerkbildung: Durch die Einbindung von Gastvorträgen durch internationale Künstler*innen und Expert*innen, die ihre Werke und Arbeitsmethoden vorstellen, fördert ein lebendiges Miteinander zwischen Lehrenden, Lernenden und der Kunstgemeinschaft. Diese Interaktionen begünstigen nicht nur den Aufbau von Netzwerken, sondern fördern ebenso die berufliche Entwicklung der Studierenden.
- Outreach und Community-Engagement: Die Lehrveranstaltung baut Partnerschaften mit lokalen Netzwerken und Kunstinstitutionen auf, um den Studierenden praktische Einblicke und direkte Anknüpfungspunkte zur Kunstszene zu bieten. Durch diese Kooperationen wird ein Austausch zwischen Universität und Öffentlichkeit gefördert, wobei die Universität ihre Expertise und Ressourcen mit der Gemeinschaft teilt. Die Studierenden profitieren von der Möglichkeit, ihre Arbeiten und Projekte einem breiteren Publikum zu präsentieren und erhalten wertvolles Feedback von außerhalb des akademischen Rahmens.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2023
Insgesamt ist das Lehrprojekt "Überleben in Kunst und Kultur" ein herausragendes Beispiel für eine Lehre, die darauf abzielt, Studierende umfassend auf die digitale Transformation und die damit verbundenen Herausforderungen im Kunst- und Kultursektor vorzubereiten. Das Konzept ist auf andere Lehrveranstaltungen bzw. Lehrsituationen innerhalb und außerhalb der Hochschule übertragbar und kann dazu beitragen, Studierende optimal auf die Herausforderungen einer sich ständig wandelnden Gesellschaft vorzubereiten.
Institutionelle Unterstützung
Zusätzliches Personal, Lehrende