Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026
Zukunft mit KI
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Pädagogische Hochschule Steiermark
Lehrkräfte von heute und morgen sind essentielle Multiplikator:innen von KI-Wissen. Denn wenn wir KI verstehen, können wir Entwicklungen mündig im Sinne des Gemeinwohls lenken und an vorderster Front mitentwickeln.
Ars Docendi Kategorie
Forschungsbezogene bzw. kunstgeleitete Lehre
Ars Docendi Kriterien
- Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz
- Innovative Hochschuldidaktik
- Studierenden- und Kompetenzorientierung
- Partizipation und Mitgestaltung
Gruppengröße
20-49
Anreißer (Teaser)
Wir bereiten Lehrkräfte von heute auf die Welt von morgen vor – eine Welt mit künstlicher Intelligenz. Dabei arbeiten wir forschungsgestützt und evidenzbasiert und fördern Medienkompetenz und technisches Verständnis für unterschiedliche KI-Systeme.
Kurzzusammenfassung des Projekts
In einer zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Welt ist es essenziell, Lehrkräfte – insbesondere in den Fächern Informatik und Digitale Grundbildung – mit einem fundierten Rüstzeug auszustatten, um das Thema KI umfassend unterrichten zu können. Während die Entwicklung generativer KI und KI-Agenten unseren Alltag direkt beeinflusst, bleiben Fortschritte in Materialforschung, Robotik oder Bioinformatik oft verborgen. Dabei gibt es zwischen Systemen oft überraschende Gemeinsamkeiten: AlphaFold zur Proteinstrukturvorhersage weist Parallelen zu Chatbots auf und RFdiffusion für Proteinstrukturen verwendet Prinzipien von Bildgeneratoren wie DALL-E. Oder Unterschiede: Spezialisierte Übersetzungstools wie DeepL setzen auf Encoder-Decoder-Strukturen, im Gegensatz zur „Decoder-only“-Struktur gängiger Chatbots.
Ein solides Grundverständnis dieser Technologien erlaubt es uns abzuschätzen, welche Systeme fehleranfällig sind, ob wir ihnen Autonomie zutrauen oder persönliche Daten anvertrauen dürfen. Meine Lehrveranstaltungen stützen sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Frameworks wie T-PACK oder die Bloom’sche Taxonomie. Selbst entwickelte Lehr- und Lernspiele befähigen Lernende spielerisch zur kritischen Evaluierung und zum eigenständigen Erschaffen spezialisierter KI-Systeme. Als Lehrkräfte haben sie den Auftrag, dieses Wissen weiterzugeben, damit wir Österreicher:innen KI verstehen, Entwicklungen mündig lenken und in diesem Sektor an vorderster Front mitentwickeln.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
In a world increasingly shaped by AI, it is essential to equip teachers – especially in Computer Science and Digital Education – with the tools to teach AI comprehensively. While the development of generative AI and AI agents directly impacts our daily lives, progress in materials science, robotics, or bioinformatics often remains hidden. Interestingly, there are often commonalities between seemingly different systems: AlphaFold for protein structure prediction shares parallels with common chatbots. RFdiffusion for protein structures is technically more similar to image generators like DALL-E. Translation tools like DeepL use Encoder-Decoder Transformer structures, unlike the "Decoder-only" structure of popular chatbots.
A solid basic understanding of these technologies allows us to assess which systems are error-prone, whether we can grant them autonomy, or entrust them with personal data. My courses are based on scientific findings and recognized frameworks such as T-PACK or Bloom's Taxonomy. Self-developed educational games enable learners to critically evaluate and even create specialized AI systems themselves. As educators, these learners have a vital mission: to pass on this knowledge so that we can understand AI, guide its development responsibly for the common good, and remain at the forefront of development in this future-oriented sector.
Nähere Beschreibung des Projekts
Ausgangslage und gesellschaftliche Vision: In einer zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Welt ist es essenziell, alle Lehrkräfte und insbesondere jene der Unterrichtsgegenstände „Informatik“ und „Digitale Grundbildung“ mit einem fundierten Rüstzeug auszustatten, um diesen Themenkomplex „KI“ umfassend, vielseitig und kritisch unterrichten zu können.
Derzeit schreitet die Entwicklung verschiedenster KI-Systeme rasant voran. Fortschritte bei generativer KI und autonomen KI-Agenten beeinflussen unseren Lebensalltag direkt und sichtbar, während ähnlich große, geradezu revolutionäre Entwicklungsschritte in der Materialforschung, Wirkstoffentwicklung, Robotik, Lagerlogistik, Softwareentwicklung, Bioinformatik und Biomedizin für die breite Öffentlichkeit oft im Verborgenen bleiben.
Dabei gibt es zwischen vermeintlich völlig unterschiedlichen Systemen oft fundamentale Gemeinsamkeiten: AlphaFold zur Vorhersage von Proteinstrukturen oder ESM-3 zur Biologie-Modellierung weisen in ihrer grundlegenden Architektur Parallelen zu gängigen Text-Chatbots auf. Gleichzeitig basieren vermeintlich ähnliche Systeme oft auf völlig unterschiedlichen Technologien: Auch mit RFdiffusion können neue Proteinstrukturen geschaffen werden, jedoch ist dieses System im Gegensatz zu den vorherigen Beispielen technisch eher wie Bildgeneratoren (z.B. „DALL-E“) oder Musiktools (wie „Suno“) aufgebaut. Spezialisierte Übersetzungstools wie DeepL nutzen die Vorteile einer Encoder-Decoder-Transformerstruktur, während die gängigsten Allrounder unter den Chatbots (wie ChatGPT) auf eine reine „Decoder-only“-Struktur setzen.
Klingt technisch? Ja! Aber genau ein solches solides Grundverständnis zu diesen zugrundeliegenden Technologien lässt uns überhaupt erst abschätzen, welche Technologie fehlerbehaftet oder garantiert fehlerfrei funktioniert (beispielsweise eine KI, die rein regelbasiert Sudokus löst), ob wir dieser Technologie Autonomie zutrauen und persönliche Daten anvertrauen dürfen und wann ein naiver Einsatz fatale Folgen für die Gesellschaft haben könnte.
Wissenschaftliche Fundierung und das AI T-PACK: Meine Lehrveranstaltungen im Bereich KI stützen sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus eigener und fremder Forschung sowie auf anerkannte pädagogische Frameworks wie die Bloom’sche Taxonomie und das T-PACK-Modell (Technological Pedagogical Content Knowledge). Eigene Vorstudien zur AI Literacy bei Lehrkräften der Digitalen Grundbildung haben gezeigt: Die Adoptionsrate von generativer KI ist zwar hoch (über 80 % nutzen Chatbots zur Unterrichtsvorbereitung), doch das tiefere, technisch-konzeptionelle Verständnis für die Mechanismen hinter diesen Tools fehlt oft.
Hier setzt mein Lehrkonzept an: Ziel ist es, das volle AI T-PACK zu vermitteln. Lehrkräfte müssen die Technologie verstehen (Technological Knowledge), das spezifische KI-Fachwissen beherrschen (Content Knowledge) und beides didaktisch wertvoll aufbereiten können (Pedagogical Knowledge). Um dieses Wissensfundament strukturiert und evidenzbasiert abzusichern, führte und führe ich Studien durch. Durch einen datengetriebenen und durch Fachexpert:innen validierten Ansatz wird eine Taxonomie entwickelt, die das „Artificial Intelligence Content Knowledge (AI-CK)“ in 11 essenzielle Cluster gliedert – von symbolischer KI bis hin zu modernen datengetriebenen Architekturen. Diese laufende Forschung fließt direkt in die Lehre ein und stellt sicher, dass nicht kurzfristige Hypes, sondern langfristig relevante KI-Konzepte unterrichtet werden.
Niederschwelliger Einstieg und Embodied Cognition: Um Berührungsängste abzubauen, beginnt die didaktische Reise im Unterricht nicht mit abstraktem Code, sondern mit erfahrbarem Lernen (Embodied Cognition). In einem ca. 30-minütigen Durchlauf programmieren die Teilnehmer:innen mittels Scratch und der Plattform „Machine Learning for Kids“ eine Augmented-Reality-Gesichtsmaske.
Die Lernenden nutzen dabei vorgegebene Gesichtsausdrücke, sammeln Daten, labeln diese und trainieren damit ein vorgefertigtes Convolutional Neural Network (CNN). Durch diese körperliche Einbindung (Body Syntonicity) spüren sie unmittelbar die "Data-Performance-Link": Die Qualität des Modells hängt direkt von den eigenen Trainingsdaten ab. Dieser Aufbau ermöglicht es auch, das hochkomplexe Thema Algorithmischer Bias (Voreingenommenheit) aus der rein philosophischen Ecke in die technische Praxis zu holen. In einem späteren Durchlauf können die Trainingsdaten bewusst manipuliert werden – etwa indem ein Gesichtsausdruck immer vor dem gleichen Hintergrund fotografiert wird. Das Modell lernt eine falsche Korrelation, und Phänomene wie der Omitted Variable Bias oder Representation Bias (durch ungleich verteilte Trainingsdaten) werden im Klassenzimmer technisch reproduzierbar und tiefgreifend verstanden. Aufbauend können auch historische Biases in Trainingsdaten aus Bereichen wie Gleichstellung, Gender oder Diversität nachvollzogen werden.
Kontrastives Lernen durch Interaktive Spiele: Selbst entwickelte und programmierte Lehr- und Lernspiele befähigen Lernende spielerisch zur kritischen Evaluierung von KI. Auf einer eigens entwickelten browserbasierten Plattform stehen 9 interaktive Module zur Verfügung. Der didaktische Kern ist das kontrastive Lernen: Anstatt KI als Blackbox zu präsentieren, erleben die Lernenden die Unterschiede zwischen symbolischer, statistischer und neuro-symbolischer KI im direkten Vergleich.
- Symbolische KI: Das Modul Sudoku macht deterministisches, regelbasiertes und energiesparendes Problemlösen sichtbar. Transparenz und garantierte Lösungswege stehen im Vordergrund. Denn bei der ganzen Aufmerksamkeit, die Chatbots und Co. genießen wird oft vergessen: Nicht jede KI macht Fehler.
- Statistische KI: Im Spiel Catch the Fruit (mit trainierbarer Gestensteuerung via MediaPipe) erleben die Lernenden das genaue Gegenteil: Verhalten wird nicht programmiert, sondern durch Daten induziert. Fehler werden hier jedoch wahrscheinlicher und Trainingsprozesse können energieintensiv sein. Generative-AI-Anwendungen der letzten Jahre lassen sich in erster Linie der statistischen KI zuordnen.
- Neuro-symbolische (hybride) KI: Das an Sokoban angelehnte Spiel Warehouse zeigt die Grenzen reiner Logik auf und demonstriert, wie statistische Heuristiken mit symbolischer Planung verschmelzen, um komplexe Probleme lösbar zu machen. Das ist auch die Richtung, die bei vielen KI-Systemen in der Praxis angestrebt wird. Denn: neuro-symbolische KI verbindet die Vorteile von symbolischer und statistischer KI.
- Entmystifizierung komplexer Konzepte: Weitere Spiele machen hochkomplexe Mechanismen ohne Differentialrechnung verständlich. Snake visualisiert die Falle von lokalen gegenüber globalen Optima (Greedy Behavior). 2048 thematisiert Entscheidungsfindung unter stochastischer Unsicherheit. Der Gradient Descent Playground veranschaulicht das KI-Lernprinzip der Fehlerminimierung als Schatzsuche auf dem Meeresgrund. Das Adversarial Attacks Lab zeigt eindrücklich die Verwundbarkeit statistischer Computer-Vision-Systeme durch unsichtbare Bildmanipulationen, während der MLP MNIST Visualizer den Einfluss von Architektur (Layer, Neuronen) auf die Modellkapazität live simuliert.
Von der Medienbildung zur Python-Programmierung: Um tiefere Einblicke in Faltungsnetzwerke (CNNs) zu geben, verzichte ich initial auf mathematische Formeln und nutze Synergien zur Medienbildung. Faltungsoperationen (Convolution) werden den Lehrkräften visuell durch bekannte Bildbearbeitungstechniken wie Weichzeichner oder Kantenerkennung (Frequenztrennung) erklärt. Auch die Architektur von großen Sprachmodellen (LLMs) wird dekonstruiert, sodass Konzepte wie Tokenisierung, Word-Embeddings und autoregressive Vorhersage logisch nachvollziehbar werden.
Die entscheidende didaktische Brücke ist jedoch der anschließende Wechsel zur textbasierten Programmierung. Hier definieren, trainieren und evaluieren die Teilnehmer:innen selbst ein neuronales Netz mit Python, Keras und TensorFlow. Warum ist dieser Schritt in den echten Programmcode auch für weniger technikaffine Personen so essenziell? Die Antwort lautet: Ermächtigung. Wenn Lehrkräfte sehen, dass das Grundgerüst eines neuronalen Netzes in Python aus nur wenigen, verständlichen Codezeilen besteht, verliert KI endgültig ihre mystische Aura. Sie erkennen, dass diese Architektur eine einfach übertragbare mächtige, universelle Blaupause ist: Dieselbe Struktur, die Bilder klassifiziert, oder das Alter von Muscheln aufgrund von Abmessungen und Gewicht errät, kann morgen durch bloßes Austauschen der Trainingsdaten zur Vorhersage von benötigten Lagerbeständen oder zur Entdeckung für Biomarker zur Früherkennung einer Krankheit genutzt werden. Es befähigt die Lernenden, KI-Systeme nicht nur zu konsumieren, sondern als formbares Werkzeug auf unterschiedlichste Problemstellungen anzuwenden. Denn das eigenständige Erschaffen von KI-Systemen ist, didaktisch richtig aufbereitet, einfacher, als man vermuten würde. Und eine schnelle Verbreitung von diesem Wissen sorgt dafür, dass am Standort Österreich in unterschiedlichsten Disziplinen mit neuester Technik geforscht und gearbeitet wird. Denn so können wir Wohlstand im Land erhalten.
Angewandte Mediengestaltung und Vibe-Coding Dass KI auch eine revolutionäre kreative Kraft besitzt, wird in der Lehrveranstaltung „Angewandte Mediengestaltung inklusive Projektarbeit“ bewiesen. Hier nutzen die Studierenden die neuesten Transformer- und Diffusion-Modelle für einen ganzheitlichen Gestaltungsprozess: Mit Chatbots werden Songtexte konzipiert, Bildgeneratoren erschaffen Cover-Artworks, und Tools wie Suno generieren vollständige Songs im gewünschten Genre.
Ein Highlight dieses Kurses ist die Erstellung eines eigenen Online-Musikalbums. Dabei kommt das sogenannte „Vibe-Coding“ zum Einsatz. Die Teilnehmer:innen nutzen KI-Sprachmodelle, um sich völlig ohne tiefe Webdesign-Vorkenntnisse den HTML-, CSS- und JavaScript-Code für eine interaktive Webplayer-Website (ähnlich einem Spotify-Webplayer) generieren zu lassen. Der beste Webplayer wird für das Projekt online gestellt. Da diese Form der KI-gestützten Softwareentwicklung die Zukunft prägen wird, haben wir seit diesem Jahr zudem eine neue Fortbildungs-LV angesetzt, die Einsteiger:innen gezielt in die Entwicklung von Programmen und Code mithilfe von Chatbots einführt.
Fazit und Ausblick Durch diese methodische Vielfalt – von körperbasiertem Lernen mit AR-Masken über kontrastive Spielmechaniken und Python-Programmierung bis hin zu kreativem Vibe-Coding – wird die „Motorhaube“ der Künstlichen Intelligenz für Lehramtsstudierende und aktive Lehrpersonen geöffnet.
Als Lehrkräfte von heute und morgen haben diese Lernenden nämlich einen überaus wichtigen gesellschaftlichen Auftrag: Dieses fundierte, de-mystifizierte Wissen an unsere Schüler:innen und Mitbürger:innen weiterzugeben. Nur so stellen wir sicher, dass wir Österreicher:innen KI erstens technologisch und konzeptionell tiefgreifend verstehen, zweitens mit Mündigkeit die Entwicklungen im Sinne des Gemeinwohls kritisch evaluieren und lenken können und drittens in diesem zukunftsträchtigen Sektor an vorderster Front selbstbewusst und gestaltend mitentwickeln dürfen.
Akzeptanz und Resonanz
Die unbeeinflusste Zusammenfassung Gemini Pro der kopierten Rückmeldungen mit Mittelwerten und Standardabweichungen lieferte:
"Die Evaluation der Lehrveranstaltungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz belegt eine überaus professionelle und präzise strukturierte Lehre. Ein herausragendes Merkmal ist die didaktische Qualität: Die Lehrenden vermitteln komplexe Sachverhalte durch eine klare Gliederung und den gezielten Einsatz von Beispielen so verständlich, dass die Gestaltung der Einheiten maßgeblich zum tiefen Inhaltsverständnis beiträgt. Diese strukturierte Aufbereitung spiegelt sich auch in der Vorbereitung wider, die zusammen mit einer exzellenten Erreichbarkeit für Anfragen eine verlässliche Basis für den Lernerfolg schafft.
Besonders hervorzuheben ist die Relevanz und Motivationskraft der Inhalte. Da das Thema KI als gesellschaftlich und beruflich hochgradig bedeutsam eingestuft wird, gelingt es den Lehrenden, die vorhandene Neugier der Studierenden aufzugreifen und durch eine interessante Aufbereitung weiter zu fördern. Diese positive Lernatmosphäre wird durch eine punktgenaue Planung ergänzt: Der tatsächliche Workload wird von den Studierenden als stimmig und den ECTS-Vorgaben entsprechend wahrgenommen. Insgesamt zeigt die Auswertung, dass die klare Kommunikation von Zielen und Verantwortlichkeiten eine hocheffiziente Vermittlung ermöglicht, die weit über die reine Wissensweitergabe hinausgeht."
Ausgewählte Textrückmeldungen liefern:
"Das war die beste Fortbildung seit langem!"
"Auch für die Themen Systemadministration, Netzwerke, Sicherheit und Hacking. Bitte mehr Fortbildungen wie diese, die in die Tiefe gehen und nicht nur
einen oberflächlichen Überblick geben!"
"alles sehr gut"
"Danke für die abwechslungsreichen Inhalte! Es war trotz der vielen Arbeitsaufträge (manchmal war es zeitlich sehr anspruchsvoll)
eine tolle LV"
Nutzen und Mehrwert
- Forschungsintegrierte Vermittlung des „AI T-PACK“: Das Projekt vermittelt das vollständige AI T-PACK (Technological, Pedagogical & Content Knowledge) und geht damit über reine Anwenderschulungen hinaus. Laufende eigene Forschungen fließen direkt in die Lehre ein und sichern eine wissenschaftlich fundierte Wissensvermittlung.
- Niederschwelliger Zugang durch „Embodied Cognition“: Um Berührungsängste insbesondere bei fachfremden Lehrkräften abzubauen, wird körperbasiertes Lernen eingesetzt. Das Trainieren von Modellen mittels eigener Webcam macht abstrakte algorithmische Prozesse und Phänomene wie Bias durch gezielte Datenmanipulation praktisch am eigenen Körper "greifbar" nachvollziehbar - bei voller Datensicherheit dank Verarbeitung nur im eigenen Gerät.
- Eigenentwickelte Plattform für kontrastives Lernen: Browserbasierte, interaktive Lernspiele flexibilisieren die Lehre durch asynchrone Nutzungsmöglichkeiten. Der didaktische Fokus liegt auf dem kontrastiven Lernen: Die Teilnehmenden vergleichen die Funktionsweisen symbolischer, statistischer und hybrider KI spielerisch, wodurch die zugrundeliegenden technologischen Unterschiede spielerisch transparent werden.
- Coding und Entwicklung im Kontext KI: Lernende lernen visuelles Programmieren (Scratch), die textbasierte Programmierung (Python/TensorFlow) bis zur KI-gestützten Web-App-Entwicklung („Vibe-Coding“), um unterschiedliche technische Vorkenntnisse gezielt zu Entwicklerfertigkeiten zu erweitern. Und ja: Das klappt auch in der Unterstufe.
- Partizipation und Multiplikatoreneffekt: Die Lehrkräfte entwickeln sich von reinen Anwendern zu kritischen Gestaltern. Durch das fundierte technische Verständnis der KI-Mechanismen entsteht ein Multiplikatoreneffekt, der darauf abzielt, Schüler:innen eine kompetente und mündige Teilhabe an technologischen Entwicklungen zu ermöglichen.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2024
Derzeit schreiten die Entwicklungen im Bereich schnell voran. Die Ausrichtungen der Lehrveranstaltungen zielen jedoch darauf ab, beständiges Wissen und Verständnis zu künstlicher Intelligenz abseits kurzfristiger Hypes zu fördern. Dadurch bleiben die vermittelten Inhalte längerfristig relevant.
Das Konzept ist auf andere Hochschulen und verschiedenste Schultypen übertragbar. Die Kommunikation von Wissen, das derzeit hauptsächlich an technischen Universitäten und in technikaffinen Blasen existiert, sowie die Vermittlung der zugehörigen Kompetenzen nach außen sind klare Ziele der Lehrveranstaltungen. Je schneller, desto besser - denn diese Kompetenzen sind für den Wirtschaftsstandort Österreich wichtig.
Institutionelle Unterstützung
Das Projekt konnte vollständig mit bereits vorhandener Infrastruktur umgesetzt werden, zusätzliche Anschaffungen waren nicht nötig.
Es gibt eine Anbindung an das hochschulinterne Qualitätsmanagement - die angebotenen Lehrveranstaltungen werden im Evaluierungssystem mit vorgefertigtem Fragebogen sowie teilweise direkt innerhalb der letzten Einheit evaluiert.