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Zuletzt aktualisiert am 02.06.2026

Hybrides Arbeiten und der Betrieb als sozialer Ort: Eine Herausforderung für Betriebsräte

Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung

Ursula Rami

Von der Forschung zur Praxis

Ars Docendi Kategorie

Forschungsbezogene bzw. kunstgeleitete Lehre

Ars Docendi Kriterien

  • Innovative Hochschuldidaktik
  • Studierenden- und Kompetenzorientierung
  • Partizipation und Mitgestaltung

Gruppengröße

< 20

Anreißer (Teaser)

Homeoffice, Zoom & leere Büros – was bleibt vom Betrieb als sozialem Ort?

Soziologie-Studierende der JKU Linz gingen mit Interviews auf Spurensuche und zeigen, wie Betriebsräte Zusammenhalt und Mitbestimmung im hybriden Arbeitsalltag neu erfinden.

Kurzzusammenfassung des Projekts

Das Forschungspraktikum in empirischer Sozialforschung im Bachelorstudium Soziologie an der JKU Linz zielte darauf ab, Studierende zu befähigen, ein sozialwissenschaftliches Forschungsprojekt weitgehend selbstständig durchzuführen. Im Zentrum stand das Thema „Hybrides Arbeiten und der Betrieb als sozialer Ort“ mit Fokus auf die Rolle von Betriebsräten. Die Studierenden wurden aktiv in die Themenfindung eingebunden und entwickelten Problemstellung sowie zentrale Forschungsfragen zur sozialen Interaktion, zum Zusammenhalt der Belegschaft und zu Handlungsspielräumen von Betriebsräten in hybriden Arbeitskontexten. In Kleingruppen setzten sich 19 Studierende mit theoretischen Ansätzen zu New Work, hybriden Arbeitsmodellen und Betriebsratsarbeit auseinander. Auf dieser Basis wurde ein qualitativer Leitfaden entwickelt. Parallel übernahmen die Studierenden die Kontaktaufnahme mit oö. Unternehmen aus Industrie und Gesundheitswesen und organisierten teilstandardisierte Interviews mit Betriebsratsvorsitzenden.

Die Interviews wurden aufgezeichnet, transkribiert und in Gruppen qualitativ ausgewertet. Als Ergebnis entstand ein studentischer Endbericht sowie eine Präsentation an der JKU vor beteiligten Unternehmen. Der Endbericht bildete die Grundlage für eine Präsentation an der JKU vor beteiligten Unternehmen. Der Endbericht bildete die Grundlage für eine Präsentation beim 28. Kongress der ÖGS und zeigte, dass studentische Forschung relevante wissenschaftliche Beiträge leisten kann.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The two-semester research practicum in empirical social research in the bachelor's degree program in sociology at JKU Linz aimed to enable students to carry out a social science research project largely independently. The project focused on “hybrid work and the workplace as a social space” , with a specific emphasis on the role of works councils. Students were actively involved in identifying research topicsand developed problem statements,as well ascentral research questions on social interaction, workforce cohesion, and the scope of action of works councils in hybrid work contexts.

Divided into small groups, 19 students examined theoretical approaches to new work, the transformation of work, hybrid work models, and works council activities. Based on this, a qualitative interview guide was developed. At the same time, students independently contacted Upper Austrian companies from the industrial and healthcare sectors and organized semi-structured interviews with works council chairpersons.

The interviews were recorded, transcribed, and qualitatively analysed in groups. The result was a final report produced by the students as well as a presentation at JKU based on the final report for the participating companies. Moreover, the final report formed the basis for a presentation at the 28th Congress of the Austrian Sociological Association (ÖGS), underlining that student research can make relevant scientific contributions.

Nähere Beschreibung des Projekts

Das zweisemestrige Forschungspraktikum in empirischer Sozialforschung im Bachelorstudium Soziologie an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz hat das Ziel Studierende zu befähigen, ein sozialwissenschaftliches Forschungsprojekt relativ selbstständig durchzuführen. Die Lehrveranstaltungsleiterin hatte das Ziel, im Rahmen der curricularen Vorgaben eine längerfristige Basis zu schaffen, bei der den Studierenden einerseits die Relevanz von (Lehr-)Forschung vermittelt und andererseits aufgezeigt wird, dass studentische Forschung bedeutsame wissenschaftliche Erkenntnisse produzieren kann, die innerhalb und außerhalb der JKU Anwendung finden.

Ausgangspunkt zur Umsetzung des empirischen Praktikums war die Einbeziehung der Studierenden zur Themenfindung und dadurch zur Mitbestimmung und Mitentwicklung der Problemstellung und der relevanten Forschungsfragen.

Entsprechend der wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Fragestellung sollten die Studierenden (19 Personen) erste Erfahrungen und Eindrücke gewinnen. Die Behandlung solcher Fragestellungen ermöglicht Studierenden, Wissenschaft als lebendigen und wirksamen Teil gesellschaftlicher Prozesse zu erfahren. Sie lernen nicht nur über gesellschaftliche Herausforderungen, sondern arbeiten aktiv an ihnen mit. Dadurch wird akademisches Wissen in einen sinnvollen Kontext eingebettet, Motivation und Eigenverantwortung werden gestärkt, und abstrakte Theorien erhalten praktische Bedeutung. Diese Form der Lehre fördert ein reflektiertes Verständnis von Verantwortung, Handlungsspielräumen und den sozialen Konsequenzen ökonomischer Entscheidungen – Kompetenzen, die für die Gestaltung einer komplexen Gegenwartsgesellschaft unverzichtbar sind.

Um in das Thema einzusteigen wurde zum aktuellen Thema seitens der Studierenden recherchiert als auch der Forschungsstand aufgearbeitet. Es ergaben sich folgende forschungsleitende Fragen:

 

  • Wie beeinflusst hybrides Arbeiten die soziale Interaktion und den Zusammenhalt der Belegschaft in Unternehmen, und welche Rolle spielen dabei Betriebsräte?
  • Welche Herausforderungen ergeben sich für Betriebsräte, um das Bedürfnis nach sozialem Austausch und Zugehörigkeit der Mitarbeitenden im Kontext hybrider Arbeitsmodelle zu fördern?
  • Welche Strategien und Maßnahmen können Betriebsräte entwickeln und umsetzen, um die Rolle des Unternehmens als sozialen Ort im hybriden Arbeitskontext zu stärken?

 

Im Anschluss an die Entwicklung der Problemstellung und Festlegung der zentralen Forschungsfragen arbeiteten die Studierenden in Kleingruppen mit spezifischen thematischen Schwerpunktsetzungen weiter. Die Studierenden setzten sich dabei mit theoretischen wie auch inhaltlichen Aspekten zu Themen wie, Wandel der Arbeitswelt, New Work, hybride Arbeitsmodelle und Betriebsratsarbeit auseinander. Für die weiteren Teilschritte im Forschungsprozess wurden inhaltliche Inputs seitens der Lehrenden gegeben und von den Studierenden in deren einzelnen Arbeitsgruppen weiterbearbeitet und schlussendlich konkret umgesetzt.

Um die verschiedenen Aspekte der theoretischen Überlegungen aus der Literatur in einem qualitativen Leitfaden (Erhebungsinstrument) abfragen zu können, wurden die Kleingruppen von den Lehrenden prozesshaft begleitet. In Plenumssitzungen fanden (Zwischen-)Präsentationen und Diskussionen von Arbeitsergebnissen statt. So konnte sichergestellt werden, dass auch wirklich das abgefragt wird was zur Beantwortung der Forschungsfragen relevant ist.

Parallel zu den Tätigkeiten erfolgten organisatorische Vorarbeiten. Oberösterreichische Unternehmen aus den Bereichen Industrie und Gesundheit wurden aufgelistet und recherchiert in welchen Unternehmen es auch einen Betriebsrat gibt. Anschließend wurde den Studierenden einzelne Unternehmen zugeordnet und die Studierenden mussten selbstständig die Betriebsratsvorsitzenden kontaktieren und um einen Termin für ein teilstandardisiertes Interview sorgen. Diese Phase stärkte die Problemlösungskompetenz der Studierenden, denn indem Studierende die Kontaktaufnahme zu Unternehmen und deren Betriebsräten sowie die Terminabstimmung eigenständig übernehmen, erleben sie Problemlösung als offenen, nicht vollständig planbaren Prozess. Sie müssen Kommunikationsstrategien entwickeln, mit Absagen oder Verzögerungen umgehen und ihre Vorgehensweise laufend anpassen. Diese Erfahrungen fördern die Fähigkeit, Herausforderungen selbstständig zu analysieren, Handlungsoptionen abzuwägen und tragfähige Lösungen unter realen Bedingungen zu entwickeln. Gleichzeitig stärkt die eigenverantwortliche Organisation das Vertrauen in die eigenen Handlungskompetenzen und fördert eine reflektierte, praxisnahe Problemlösungskompetenz.

Die face-to-face Interviews wurden von den Studierenden mit ihren Smartphones aufgezeichnet und anschließend wortwörtlich transkribiert. Die gewonnenen Daten wurden in Kleingruppen analysiert und aufbereitet. Plenumssitzungen wurden genutzt um sich gegenseitig über die Ergebnisse zu informieren und im Rahmen des Forschungspraktikums auszutauschen. Der Austausch diente außerdem dazu, Herausforderungen die im Forschungsprozess aufgetreten sind gemeinsam zu reflektieren und zu bewältigen, sowie Entscheidungen hinsichtlich des weiteren Forschungsverlaufs gemeinsam zu treffen.

Nach Ende des Forschungsprozesses wurden die Studierenden angehalten über diverse Wissenschaftskommunikationsmodelle zu reflektieren und das Material auch dementsprechend aufzubereiten. So entstand neben einem umfangreichen studentischen Endbericht (238 Seiten) auch eine Präsentation, die die Studierenden vor den teilnehmenden Unternehmen, v. a. deren Betriebsratsvorsitzenden, an der JKU präsentiert und diskutiert haben.

Der studentische Endbericht (https://www.jku.at/fileadmin/gruppen/119/WOS/Forschung/Forschungsberichte/Endbericht_Haube.pdf) bildete die Basis für eine Präsentation am 28. Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) in Graz (https://oegs.ac.at/wp-content/uploads/2025/06/OeGS_Kongress_2025_Programm_digital.pdf). Die Nutzung des studentischen Endberichts als Ausgangsbasis für eine Kongresspräsentation macht für Studierende sichtbar, dass ihre Forschungsergebnisse relevanten wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und weiterverwendet werden können. Sie erwerben dadurch Einblicke in wissenschaftliche Verwertungs- und Kommunikationsprozesse und entwickeln ein reflektiertes Verständnis dafür, wie Forschungsergebnisse aufbereitet, verdichtet und adressatengerecht präsentiert werden. Der Übergang vom Seminarprodukt zum wissenschaftlichen Output stärkt zentrale Kompetenzen wie wissenschaftliches Schreiben, Ergebnisreflexion und den bewussten Umgang mit Autor*innenschaft und Verantwortung.

Akzeptanz und Resonanz

Das Forschungspraktikum wurde von den Studierenden sehr positiv angenommen. Besonders hervorgehoben wurde die Möglichkeit, ein eigenständiges Forschungsprojekt von der Themenfindung bis zur wissenschaftlichen Verwertung aktiv mitzugestalten. Die Mitbestimmung bei der Entwicklung der Problemstellung führte zu einer hohen Identifikation mit dem Forschungsvorhaben und einer entsprechend ausgeprägten intrinsischen Motivation.

Die Studierenden schätzten insbesondere:

  • die eigenverantwortliche Kontaktaufnahme mit Unternehmen und Betriebsratsvorsitzenden,
  • die Durchführung realer Interviews außerhalb des universitären Settings,
  • die Erfahrung, mit nicht planbaren Situationen im Feld umgehen zu müssen,
  • die gemeinsame Reflexion methodischer und organisatorischer Herausforderungen im Plenum,
  • sowie die Sichtbarkeit ihrer Ergebnisse über das Seminar hinaus.

Die Verbindlichkeit des Praxisbezugs – insbesondere durch die Präsentation der Ergebnisse vor Vertreter*innen der Unternehmen sowie die Weiterverwendung des studentischen Endberichts als Grundlage für eine Präsentation beim 28. Kongress der Österreichische Gesellschaft für Soziologie – wurde von den Studierenden als besonders wertschätzend erlebt. Sie nahmen wahr, dass ihre Arbeit wissenschaftlichen Qualitätsansprüchen genügt und gesellschaftliche Relevanz besitzt.

Auch der Umfang und die Qualität des studentischen Endberichts (238 Seiten) sowie das hohe Engagement in den Arbeitsgruppen und Plenumsdiskussionen lassen auf eine starke Beteiligung und Verantwortungsübernahme schließen. Die Studierenden entwickelten ein ausgeprägtes Bewusstsein für wissenschaftliche Autor*innenschaft, methodische Sorgfalt und kollektive Forschungsprozesse.

Rückmeldungen im Rahmen einer mündlichen Lehrveranstaltungsevaluation sowie informelle Feedbackrunden zeigten, dass insbesondere die Verbindung von Theorie, empirischer Praxis und Wissenschaftskommunikation als lernwirksam und sinnstiftend wahrgenommen wurde. Mehrere Studierende äußerten, erstmals „wirklich Forschung gemacht“ zu haben und nicht nur Methoden theoretisch kennengelernt zu haben.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass das Lehrprojekt zu einer hohen Aktivierung, Identifikation und nachhaltigen Kompetenzentwicklung der Studierenden beigetragen hat.

Nutzen und Mehrwert

Das Lehrprojekt zeichnet sich durch eine konsequente Verzahnung von forschungsgeleiteter Lehre, studentischer Mitbestimmung und realer gesellschaftlicher Praxis aus. Sein besonderer Mehrwert liegt nicht allein in der Durchführung eines empirischen Projekts, sondern in der strukturellen Gestaltung eines wissenschaftlichen Prozesses, der von Studierenden maßgeblich getragen wird.

Forschung als realer gesellschaftlicher Interventionsraum

Im Unterschied zu klassischen Lehrforschungsprojekten verbleibt das Vorhaben nicht im universitären Rahmen. Die Studierenden arbeiten zu einer hochaktuellen arbeitssoziologischen Fragestellung – hybrides Arbeiten und der Betrieb als sozialer Ort – und treten dabei in direkten Austausch mit Unternehmen und Betriebsräten. Dadurch wird Wissenschaft als handlungsrelevanter Bestandteil gesellschaftlicher Prozesse erfahrbar.

Die Ergebnisse wurden nicht nur im Seminar diskutiert, sondern:

  • vor Vertreter*innen der beteiligten Unternehmen präsentiert,
  • in einem umfangreichen Endbericht dokumentiert,
  • und als Grundlage für eine Präsentation beim 28. Kongress der Österreichische Gesellschaft für Soziologie genutzt.

Studierende erleben, dass ihre Arbeit reale Resonanz erzeugt.

Mitbestimmung als didaktisches Strukturprinzip

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist die frühzeitige Einbindung der Studierenden in die Themenentwicklung und Problemdefinition. Die Forschungsfragen wurden nicht vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt. Dadurch entsteht eine hohe Identifikation mit dem Projekt sowie eine Verschiebung von passiver Wissensrezeption hin zu aktiver Wissensproduktion.

Forschungsprozess als Kompetenzraum

Das Projekt bildet den gesamten empirischen Forschungsprozess ab:

  • Theoretische Fundierung
  • Entwicklung eines qualitativen Erhebungsinstruments
  • Feldzugang und eigenständige Kontaktaufnahme
  • Datenerhebung
  • Transkription und Auswertung
  • kollektive Ergebnisreflexion
  • adressatengerechte Wissenschaftskommunikation

Studierende durchlaufen somit keine isolierten Methodenübungen, sondern übernehmen reale Verantwortung für ein kohärentes Forschungsprojekt. Dadurch werden neben methodischen Kompetenzen insbesondere Selbstorganisation, Problemlösungsfähigkeit, wissenschaftliche Urteilskraft und Verantwortungsbewusstsein gestärkt.

Verbindung von Wissenschaft, Arbeitswelt und gesellschaftlicher Verantwortung

Übertragbarkeit und Langlebigkeit

Das Projekt läuft seit 2024

Gegebenenfalls geplanter Endzeitpunkt: grundsätzlich ist das Lehrprojekt im Curriculum verankert

Das entwickelte Lehrkonzept ist thematisch offen und somit auf jeden Fall strukturell übertragbar. Das Hauptaugenmerk liegt nicht im spezifischen Forschungsgegenstand, sondern in der didaktischen Architektur: der konsequenten Verbindung von studentischer Mitbestimmung, vollständigem Durchlaufen des Forschungsprozesses, einem realem Feldzugang und externer Wissenschaftskommunikation.

Strukturprinzipien, die übertragbar sind:

  • Mitentwicklung der Forschungsfragen durch Studierende: Erhöht Identifikation und intrinsische Motivation unabhängig vom Thema.
  • Zwei- oder mehrsemestriges Format: Ermöglicht vertiefte Auseinandersetzung und vollständige Abbildung des Forschungsprozesses.
  • Realer Feldzugang und externe Kooperationen: Übertragbar auf Unternehmen, NGOs, öffentliche Institutionen, Bildungseinrichtungen etc.
  • Verbindliche Ergebnispräsentation außerhalb des Seminars: z. B. Praxispartner, Fachöffentlichkeit, Tagungen oder Publikationsformate.
  • Reflexion von Wissenschaftskommunikation: Vermittelt nachhaltige Kompetenzen im Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse.

 

Für die Übertragung sind keine außergewöhnlichen Ressourcen erforderlich. Notwendig sind:

  • eine klare didaktische Struktur,
  • begleitende methodische Inputs,
  • sowie eine koordinierte Betreuung der studentischen Arbeitsgruppen.

Die Erfahrungen im Projekt zeigen, dass Studierende auch im Bachelorstudium in der Lage sind, komplexe empirische Projekte eigenständig umzusetzen, wenn sie strukturiert begleitet werden.

Institutionelle Unterstützung

Das Lehrprojekt ist im Curriculum des Bachelorstudium Soziologie verpflichtend verankert. Somit wird gewährleistet, dass die Lehrveranstaltungen regelmäßig (in diesem Fall jedes Semester) angeboten werden. Die Lehrveranstaltungen werden jeweils gemeinsam von internem Personal sowie externem Personal (Lektor*innen) abgehalten. Sollte aufgrund von zu hohen Anmeldezahlen zu den Lehrveranstaltungen ein Mehrbedarf entstehen, wird dies in der zentralen Lehr- und Studienkoordination auch während des Anmeldezeitraumes noch berücksichtigt und ggf. eine weitere Lehrveranstaltung angeboten. Die Personalressourcen werden seitens der Universitätsleitung zur Verfügung gestellt. Ebenso erfolgt dies für die sächlichen Ressourcen (multimediafähige Räume am Campus, IT-Infrastruktur, Learning Center, digital libraries, etc.)

Die Lehrveranstaltungen sind in das zentrale Qualitätsmanagementsystem eingebunden. Es erfolgt jedes Semester eine Befragung durch die Studierenden, es sind sowohl geschlossene als auch offene Fragen vorgesehen. Feedback wird einerseits von den Lehrenden selbst zur Weiterentwicklung der Lehrveranstaltung genutzt - hierzu wird den Lehrenden nach Abschluss der Befragung der Bericht per Mail zugesandt. Den Studienkommissionen werden die Ergebnisse der Gesamtzufriedenheitsbewertung sowie zu den Fragen zum Workload zur Verfügung gestellt. Der Vizerektor für Lehre und Studierende kontaktiert im Anschluss an die Befragungen persönlich Lehrende von LVA-Befragungen mit besonders guten, aber auch mit negativen Ergebnissen, um die vermuteten Gründe für die Ergebnisse zu nennen. Die Ergebnisse aus den LVA-Befragungen finden darüber hinaus Eingang in den jährlichen Prozess der Verleihung der Kepler Awards for Excellence in Teaching. Für die Vergabe in der Preiskategorie „Best Teacher Award“ sind die Ergebnisse aus den LVA-Befragungen entscheidend.