Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026
Tracing Stone Legacies: Documentation and Conservation of a Unique Collection of Building Stone Specimens
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Universität für angewandte Kunst Wien / Institut für Konservierung und Restaurierung
Schubladen eines Regalsystems mit verschiedenen Gesteinshandstücken, die für die langfristige Aufbewahrung (Staubschutz , Übersichtsfoto und Schubladenbeschriftung) vorbereitet werden
Ars Docendi Kategorie
Kooperative Lehr- und Arbeitsformen
Ars Docendi Kriterien
- Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
Gruppengröße
20-49
Anreißer (Teaser)
„Tracing Stone Legacies“ verbindet Forschung, Praxis und internationalen Austausch – und legt damit einen wichtigen Grundstein für die nachhaltige Bewahrung des steinernen Kulturerbes Europas.
Kurzzusammenfassung des Projekts
Die Lehrveranstaltung „Tracing Stone Legacies“ im Rahmen eines Erasmus+ Blended Intensive Program widmete sich der wissenschaftlichen Erschließung der Bau- und Dekorsteinsammlung des österreichischen Denkmalgeologen Alois Kieslinger (1900–1975). Ziel war die praxisnahe Vermittlung von Gesteinskunde, Dokumentationstechniken und konservatorischen Methoden für Studierende der Restaurierung.
Vom 29.09. bis 03.10.2025 bearbeiteten 24 Studierende aus Kroatien, Tschechien und Österreich im Informations- und Weiterbildungszentrum für Baudenkmalpflege des Bundesdenkmalamtes systematisch einen Teil der über 3.500 Gesteinshandstücke. Die Handstücke wurden beschrieben, fotografisch erfasst, digital inventarisiert, konservatorisch gesichert, historische Etiketten dokumentiert, neue Inventarnummern zugeordnet und für die langfristige Lagerung vorbereitet.
Das Programm kombinierte einen theoretischen Teil zu regionalen Gesteinsarten, historischer Nutzung und makroskopischer Bestimmung mit einer praktischen Phase interdisziplinärer Gruppenarbeit unter fachlicher Begleitung.
Durch die Verbindung von Theorie und Praxis förderte die Veranstaltung das Verständnis historischer Materialtraditionen, die Anwendung konservatorischer Techniken und die internationale Zusammenarbeit junger Fachkräfte. „Tracing Stone Legacies“ stärkte so nachhaltig die Ausbildung in Denkmalpflege, Materialforschung und Restaurierung.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
Within “Tracing Stone Legacies” (September 29–October 3, 2025), as part of the Erasmus+ Blended Intensive Program, the extensive teaching stone collection of geologist Alois Kieslinger (1900–1975) was systematically documented, photographed, digitally inventoried, and conserved. The collection comprises over 3,500 building and decorative stone samples, mainly from the former Austro-Hungarian Monarchy and neighbouring regions.
Central to the project was the complete digital cataloguing of the samples, including Kieslinger’s handwritten notes and historical labels. Each specimen received a new inventory number, was photographed on both sides, and underwent basic conservation measures such as cleaning, reattaching fragments and labels, and improving storage conditions.
The program involved 24 students and a total of 35 participants from the University of Pardubice (Czech Republic), the University of Split (Croatia), and the University of Applied Arts Vienna (Austria). Work was carried out at the Austrian Federal Monuments Authority’s Training and Information Centre in the Charterhouse of Mauerbach, combining theoretical input with hands-on practice and virtual follow-up sessions.
Through close international collaboration, participants deepened their understanding of natural stone materials, their provenance, and historical applications, while strengthening a professional network dedicated to preserving stone-built cultural heritage.
Nähere Beschreibung des Projekts
Die Lehrveranstaltung „Tracing Stone Legacies“, durchgeführt im Rahmen eines Erasmus+ Blended Intensive Program (BIP), widmete sich der wissenschaftlichen Erschließung und Kontextualisierung der umfangreichen Bau- und Dekorsteinsammlung des österreichischen Denkmalgeologen Alois Kieslinger (1900–1975). Während seiner Professur diente die Sammlung am Institut für Geologie der Technischen Universität als zentrale Lehr- und Vergleichssammlung und prägte Generationen von Studierenden in ihrer materialkundlichen Ausbildung.
Der Bestand umfasst nicht nur von Kieslinger selbst zusammengetragene Gesteinshandstücke, sondern integriert auch Teile der Sammlung der ehemaligen K. K. Geologischen Reichsanstalt. Diese Institution wurde im Vorfeld der Errichtung der Wiener Ringstraße ins Leben gerufen, um geeignete Natursteine systematisch zu erfassen und in ausreichender qualitativer wie quantitativer Vielfalt für die rege Bautätigkeit nach Wien zu bringen.
Die Handstücke stammen überwiegend aus dem Gebiet der ehemaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie sowie aus angrenzenden Regionen. Damit dokumentiert die Sammlung nicht nur geologische Diversität, sondern auch historische Handelswege, Abbaugebiete und Materialpräferenzen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sie stellt somit eine bedeutende Quelle für die Erforschung historischer Bau- und Dekorsteine sowie für denkmalpflegerische Fragestellungen dar.
Im Zeitraum vom 29.09. bis 03.10.2025 wurde ein ausgewählter Teil der insgesamt mehr als 3.500 Gesteinsproben umfassenden Sammlung, die sich mittlerweile im Informations- und Weiterbildungszentrum für Baudenkmalpflege des Bundesdenkmalamtes in der Kartause Mauerbach befindet, systematisch bearbeitet: Die Objekte wurden wissenschaftlich beschrieben, fotografisch dokumentiert, digital inventarisiert und einer ersten konservatorischen Sicherung unterzogen. Damit wurde ein wesentlicher Schritt zur nachhaltigen Erschließung und langfristigen Sicherung dieses kultur- und wissenschaftshistorisch bedeutsamen Bestandes gesetzt.
Durchgeführt wurde das Projekt im Lapidarium des Informations- und Weiterbildungszentrum für Baudenkmalpflege des Bundesdenkmalamtes in der Kartause Mauerbach und vereinte Studierende sowie Lehrende aus drei europäischen Hochschulen:
- University Pardubice – Faculty of Restoration
- University of Split / Arts Academy -Conservation-Restoration Department
- Universität für angewandte Kunst Wien – Institut für Konservierung und Restaurierung
Zentrales Ziel war die digitale Inventarisierung und systematische Erfassung der vorhandenen Informationen sowie das fachgerechte Anbringen entsprechender Inventarnummern an den einzelnen Handstücken. Darüber hinaus umfasste das Projekt die konservatorische Sicherung eines Teils der Denkmalgesteine der Lehrsammlung, die unter anderem Gesteine aus Kroatien, Österreich und Tschechien umfasst.
Darüber hinaus verfolgte das Projekt folgende Ziele:
- Sicherung und langfristige Erhaltung der Sammlung
- Dokumentation historischer Etiketten und handschriftlicher Notizen
- Vermittlung methodischer Grundlagen der Gesteinsdokumentation
- Förderung des Verständnisses historischer Material- und Handelswege
- Stärkung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Stein- und Denkmalforschung
Die Zielgruppe umfasste 24 Studierende aus den Bereichen Konservierung und Restaurierung sowie Lehrende, Forschende, Konservator:innen und Geolog:innen der beteiligten Institutionen. Insgesamt nahmen 35 Personen teil. Das Programm richtete sich insbesondere an angehende Fachkräfte im Bereich Restaurierung, Denkmalpflege und Materialforschung.
Das Programm gliederte sich in einen zweiteiligen theoretischen Abschnitt sowie einen praktischen Teil und umfasste zudem eine Exkursion. Diese wurde in Kooperation mit der Dombauhütte Wien und dem Bundesdenkmalamt organisiert und bot praxisnahe Einblicke in die historische Gesteinsverwendung sowie in aktuelle und frühere Restaurierungsmaßnahmen. Die Führung fand im Stephansdom sowie in der Dombauhütte statt; neben architekturgebundenen (zum Teil polychromen) bildhauerischen Arbeiten wurden auch die wichtigsten Epitaphe und deren Gesteine besichtigt und diskutiert.
Theoretische Phase:
- Austausch über regionale Gesteinsarten der ehemaligen Monarchie
- Makroskopische Bestimmung und Zuordnung unterschiedlicher Gesteine
- Einführung in die historische Verwendung von Bau- und Dekorsteinen in den beteiligten Ländern
Praktische Phase:
Die praktische Arbeit erfolgte in internationalen, interdisziplinären Gruppen unter fachlicher Begleitung.
- Interdisziplinäre Gruppenarbeit unter fachlicher Begleitung
- Konservatorische Maßnahmen (u.a. Reinigung der Proben, Verkleben von Fragmenten, Sicherung beschädigter Etiketten, Optimierung der Lagerbedingungen [Staubschutz, Trennlagen])
- Erfassung der Eckdaten der vorhandenen Handstücke (Größe, Bearbeitung des Steins, Farbe des Gesteins anhand des Munsell-Farbsystems)
- Erfassung historischer Etiketten und Notizen
- Vergabe neuer Inventarnummern
- Fotografische Dokumentation (Aufbau eines minimalen Fotostudios; Fotografien der Vorder- und Rückseite sowie Übersichtsfotos der Lagerung)
Theoretische Phase (nach dem Projekt):
Zur Vertiefung der erarbeiteten Inhalte fanden vier virtuelle Meetings statt:
- Einführung und Auffrischung der Gesteinskunde
- Wichtige Baugesteine in Tschechien, ihre Hauptschadensphänomene und typische Restaurierungsmaßnahmen
- Marmor und dichte Kalksteine in Kroatien
- Bau- und Dekorgesteine an der Wiener Ringstraße
Diese Nachbereitung stärkte die nachhaltige Verankerung der erarbeiteten Kenntnisse.
Das Projekt führte zu folgenden Ergebnissen:
- Digitale Inventarisierung zentraler Denkmalgesteine
- Verbesserte konservatorische Sicherung der Sammlung
- Erweiterung des Wissens über Natursteinmaterialien, deren Herkunft und historische Nutzung
- Vertieftes Verständnis regionaler Materialtraditionen der ehemaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie
- Aufbau und Stärkung eines internationalen Netzwerks junger Fachkräfte
„Tracing Stone Legacies“ leistete somit einen nachhaltigen Beitrag zur Erforschung, Dokumentation und Bewahrung des steinernen Kulturerbes Mitteleuropas.
Akzeptanz und Resonanz
Die Lehrveranstaltung wurde insgesamt positiv aufgenommen und stieß auf breite Zustimmung seitens der Studierenden. Die im Vorfeld bereitgestellten Informationen wurden als ausreichend und klar strukturiert bewertet, sodass eine gute inhaltliche Vorbereitung möglich war. Auch das Studienniveau wurde von der Mehrheit als angemessen eingeschätzt. Die Räumlichkeiten erwiesen sich als gut geeignet und unterstützten ein konzentriertes sowie praxisorientiertes Arbeiten.
Kritisch angemerkt wurde die zeitliche Dichte des Programms. Die Dauer wurde von vielen als zu knapp bemessen empfunden, wodurch der potenzielle Lernertrag nicht vollständig ausgeschöpft werden konnte. Eine stärkere inhaltliche Vertiefung einzelner Themenbereiche wäre wünschenswert gewesen. Zwar war keine verpflichtende Nachbereitung über die Lehrveranstaltung hinaus erforderlich, die vermittelten Inhalte wurden jedoch als klar studien- und berufsrelevant wahrgenommen.
Fachlich konnten grundlegende Kompetenzen – etwa eine grobe eigenständige Gesteinsbestimmung – mehrheitlich erworben werden. Dennoch äußerten einige Studierende Unsicherheiten hinsichtlich einer vollständig selbstständigen praktischen Umsetzung. Die Inhalte zu Sammlungs- und Inventarisierungsfragen wurden überwiegend als nachvollziehbar und anwendbar beurteilt. Zur eigenständigen Erstellung und Strukturierung einer Datenbank für eine Sammlung besteht jedoch weiterer Vertiefungsbedarf. Zudem kamen nicht alle Teilnehmenden gleichermaßen gut mit der vorgegebenen Datenbankstruktur zurecht.
Die internationale Vernetzung wurde grundsätzlich positiv bewertet, jedoch teilweise zurückhaltend eingeschätzt. Dies war weniger auf organisatorische Aspekte als vielmehr auf sprachliche Unsicherheiten zurückzuführen. Viele Studierende fühlten sich im englischen Sprachgebrauch – insbesondere im fachlichen Vokabular – nicht vollständig sicher, was die aktive Beteiligung und den fachlichen Austausch teilweise hemmte. Hier zeigt sich Potenzial für eine stärkere sprachliche Vorbereitung oder die gezielte Vermittlung fachspezifischer Terminologie im Vorfeld.
Besonders hervorgehoben wurden die Qualitäten der Lehrveranstaltungsleitung: Sehr gute Organisationsfähigkeit, hohe Fachkompetenz sowie die Fähigkeit, eine motivierende und wertschätzende Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
Insgesamt zeigt die Resonanz eine hohe Akzeptanz der Lehrveranstaltung, verbunden mit konstruktiven Hinweisen auf zeitliche Ausweitung, inhaltliche Vertiefung und sprachliche Unterstützung im internationalen Kontext.
Nutzen und Mehrwert
Das Projekt leistet einen konkreten fachlichen und strukturellen Nutzen für Lehre, Forschung und Sammlungserhalt. Durch die digitale Inventarisierung und konservatorische Sicherung ausgewählter Gesteinshandstücke der rund 3.500 Objekte umfassenden ehemaligen Lehrsammlung wurde eine nachhaltig nutzbare Forschungs- und Lehrgrundlage geschaffen. Die systematische Erfassung, fotografische Dokumentation und konservatorische Bearbeitung gewährleisten langfristige Bestandssicherung und erhöhen zugleich die wissenschaftliche Zugänglichkeit der Sammlung.
Ein wesentlicher Nutzen liegt zudem in der praxisnahen Kompetenzvermittlung. Die Durchführung in der Kartause Mauerbach ermöglichte forschungsgeleitete Lehre unter realen Bedingungen. Studierende arbeiteten eigenständig an Originalobjekten und übernahmen Verantwortung für Dokumentation, Inventarisierung und konservatorische Maßnahmen. Dadurch wurden fachliche Kenntnisse im Bereich Naturstein, Dokumentation und Bestandserhaltung vertieft sowie methodische Sicherheit im Umgang mit historischen Materialien entwickelt. Die Verbindung von virtuellen und physischen Lehrformaten unterstützte darüber hinaus eine flexible und zeitgemäße Lehrorganisation.
Der besondere Mehrwert des Projekts liegt in der konsequenten Verzahnung von Sammlungspflege, Digitalisierung, konservatorischer Praxis und internationaler Kooperation. Die Zusammenarbeit zwischen der Universität für angewandte Kunst Wien, der University of Pardubice und der Academy of Fine Arts in Split schuf ein belastbares akademisches Netzwerk und förderte den fachlichen Austausch im Bereich der Denkmalpflege.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist die partizipative Struktur: Studierende waren aktiv in Entscheidungsprozesse und Arbeitsabläufe eingebunden und arbeiteten in internationalen Teams. Dadurch wurden neben fachlichen Kompetenzen auch Teamfähigkeit, Problemlösungsstrategien und interkulturelle Kommunikationsfähigkeit gestärkt.
Insgesamt verbindet das Projekt nachhaltige Bestandssicherung mit innovativer, international vernetzter Hochschullehre und stellt ein modellhaftes Format für praxisorientierte Ausbildung im Bereich der Konservierung und Restaurierung dar.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2025
Das Lehrprojekt ist auf nachhaltige Nutzung und kontinuierliche Weiterentwicklung ausgerichtet. Die digitale Inventarisierung der Gesteinshandstücke aus Österreich, Tschechien und Kroatien – einschließlich historischer Notizen und Etiketten – schafft eine dauerhaft verfügbare Forschungs- und Lehrgrundlage. Die neu vergebenen Inventarnummern, die systematische fotografische Dokumentation sowie die durchgeführten konservatorischen Maßnahmen sichern den Bestand langfristig und ermöglichen dessen gezielte Einbindung in künftige Lehrveranstaltungen, insbesondere in den Bereichen Baudenkmalpflege, Geologie und Steinkonservierung und -restaurierung.
Die praktische Umsetzung in der Kartause Mauerbach hat sich als tragfähiges Modell forschungsgeleiteter Lehre bewährt. Die Zusammenarbeit zwischen der drei Universitäten bildet ein belastbares internationales Netzwerk, das die Grundlage für weitere gemeinsame Projekte schafft.
Didaktisch ist eine Optimierung durch vorgezogene Virtual Lectures, klar strukturierte Phasenpläne, verbindliche Kommunikationsleitfäden sowie englischsprachige Handouts mit eindeutig definierten Arbeitsschritten vorgesehen. Dies ermöglicht eine effizientere Betreuung der teilnehmenden Studierenden und eine präzisere Abstimmung zwischen den Partnerinstitutionen.
Das Konzept ist grundsätzlich übertragbar: Innerhalb der Hochschule auf andere Sammlungsbestände und materialbezogene Lehrformate, außerhalb auf kooperative Projekte mit Denkmalinstitutionen, Museen oder Restaurierwerkstätten. Die Verbindung von Digitalisierung, konservatorischer Praxis und internationaler Teamarbeit stellt ein skalierbares Modell projektbasierte Lehre im Bereich des kulturellen Erbes dar.
Institutionelle Unterstützung
Das Projekt wurde umfassend durch die Hochschule unterstützt. Als ERASMUS+ Blended Intensive Program (BIP) war insbesondere das International Office der Universität für angewandte Kunst Wien maßgeblich in die organisatorische und administrative Abwicklung eingebunden. Dazu zählten die Koordination der Mobilitäten, die Betreuung der Fördermodalitäten sowie die Unterstützung bei vertraglichen und programmbezogenen Fragen.
Seitens des BIP stand ein eigenes Budget zur Verfügung, das wesentliche Kostenpunkte abdeckte. Finanziert wurden insbesondere Reise- und Aufenthaltskosten sowie Verpflegung aller Teilnehmenden während des Projektes. Diese finanzielle Absicherung bildete eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung und ermöglichte eine breite Teilnahme.
Innerhalb der Angewandten erfolgte die Umsetzung mit großer Verlässlichkeit und Effizienz. Administrative Abläufe waren klar strukturiert, wodurch Planung und Organisation reibungslos gestaltet werden konnten. Im Austausch mit internationalen Partnerinstitutionen zeigte sich jedoch, dass Kenntnisse über EU-Förderinstrumente und deren Abwicklung teilweise unterschiedlich ausgeprägt waren. Dies führte vereinzelt zu organisatorischen Abstimmungsbedarfen und verdeutlicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen und klar strukturierten Kommunikation.
Aus fachlicher Perspektive wäre es darüber hinaus wünschenswert gewesen, auch Fakultäten außerhalb der EU einzubeziehen, um den internationalen Austausch weiter auszubauen. Im Rahmen des ERASMUS+ BIP war dies aufgrund der programmspezifischen Förderbedingungen jedoch nicht realisierbar.
Ja, das Projekt ist klar in das hochschulinterne Qualitätsmanagement eingebunden. Im Rahmen der Durchführung wurde ein internes Dokument „Learnings“ erstellt, das zentrale organisatorische, didaktische und administrative Erfahrungen zusammenfasst. Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse dauerhaft zu sichern und für zukünftige Projekte nutzbar zu machen.
Auf Grundlage dieser Analyse wurde ein universitätsinterner Leitfaden für die Einreichung, Planung und Abwicklung von ERASMUS+ Blended Intensive Programs entwickelt. Darin sind empfohlene Zeitpläne, Zuständigkeiten, Kommunikationswege sowie Schnittstellen zwischen Studienrichtung, International Office und Partnerinstitutionen klar festgehalten. Gleichzeitig werden potenzielle organisatorische Hürden – etwa unterschiedliche Kenntnisstände zu EU-Förderinstrumenten oder Abstimmungsbedarfe mit internationalen Partnern – transparent dargestellt.
Auch das Feedback der Studierenden und Lehrenden floss in die Auswertung ein. Hinweise zur zeitlichen Struktur, zur sprachlichen Vorbereitung und zur organisatorischen Abstimmung wurden aufgenommen und in konkrete Empfehlungen überführt. So dient das Projekt nicht nur als erfolgreiches Lehrformat, sondern auch als Basis für strukturelle Optimierungen innerhalb der Hochschule.
Insgesamt wird Rückmeldung aktiv genutzt, um die Qualität zukünftiger BIP-Projekte zu sichern: Erfahrungen werden systematisch dokumentiert, analysiert und in verbindliche Handlungsempfehlungen überführt. Dadurch werden Abläufe effizienter, organisatorische Hürden frühzeitig adressiert und die Umsetzung zukünftiger Programme nachhaltig verbessert.