Zuletzt aktualisiert am 25.12.2025
E&I Project Course: Industry & Innovation
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
WU Wien und Quirin Babl/Richard Klippfeld
Das Poster wurde für "The Art of Teaching 2025" an der WU Wien in Zusammenarbeit mit den Künstlern Quirin Babl und Richard Klippfeld erstellt und beschreibt das für den Ars Docendi 2024 nominierte LV-Design von Benjamin Monsorno und Jakob Pohlisch.
Ars Docendi Kategorie
Qualitätsverbesserung von Lehre und Studierbarkeit
Ars Docendi Kriterien
- Digitale Transformation
- Innovative Hochschuldidaktik
- Studierenden- und Kompetenzorientierung
- Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
- Partizipation und Mitgestaltung
Gruppengröße
20-49
Anreißer (Teaser)
Studierende lernen, Lösungen für reale Innovationsprobleme zu entwickeln, indem sie mit Industriepartnern zusammenarbeiten. (Peer)-Feedback und Coachings begleiten den Lernprozess, die Ergebnisse werden vor 300 Personen & einer Fachjury präsentiert.
Kurzzusammenfassung des Projekts
Angesichts der heutigen VUCA (volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen) Welt erfordern reale Innovationsprobleme von Industrieunternehmen einen neuen Lösungsansatz. Der Kurs "Industry & Innovation" bietet Bachelor-Studierenden an der WU Wien eine neuartige Möglichkeit, durch Systemdenken, agiles Projektmanagement (Scrum) und hypothesengetriebene Innovationsberatung innovative Lösungen für reale Problemstellungen zu entwickeln.
Um eine ausgewogene Arbeitsbelastung der Studierenden sicherzustellen, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, darunter eine Mischung aus individueller und Teamleistung, Peer-Reviews, regelmäßige Abstimmungen mit Projektpartner*innen und Lektor*innen sowie sogenannte Lead-Student Treffen zur Weiterentwicklung des Kursformats. Darüber hinaus werden Evaluierungen und kreative Videos zur Reflexion bereitgestellt, um zukünftige Studierende über das Kursformat zu informieren.
Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den zwei Dozenten und Studierenden werden durch regelmäßige Coachingeinheiten und Präsentationen vor anderen Teams sowie internationalen Expert*innen gefördert. Abschlusspräsentationen vor rund 300 Personen (Studierende, Alumni, Praxispartner) und einer Expert*innenjury sowie die Teilnahme an Veranstaltungen wie dem Alpbacher Finanzsymposium bieten den Studierenden die Möglichkeit, ihre Ergebnisse einem breiteren Publikum vorzustellen und wertvolles Feedback zu erhalten.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
Given today's VUCA (volatile, uncertain, complex, and ambiguous) world, real innovation challenges facing industrial companies require a new approach to solutions. But how does one prepare students for this? The course "Industry & Innovation" offers students a novel opportunity to develop innovative solutions for real problems through systems thinking, agile project management (Scrum), and hypothesis-driven innovation consulting.
To ensure a balanced workload for students, various measures are taken, including a mix of individual and team performance, peer reviews, regular consultations with project partners and lecturers, and so-called Lead-Student meetings for further development of the course format. Additionally, evaluations and creative videos for reflection are provided to inform future students about the course format.
The exchange and collaboration between the two instructors (who act as "Scrum Masters") and students are fostered through regular coaching sessions and presentations before other teams as well as international experts. Final presentations in front of around 300 people (students, alumni, industry partners) and an expert jury, as well as participation in events such as the Alpbacher Financial Symposium, provide students with the opportunity to present their results to a wider audience and receive valuable feedback.
Nähere Beschreibung des Projekts
1. Ausgangslage
Die Lehrveranstaltung "Industrie & Innovation" wird im Rahmen der Spezialisierung "Entrepreneurship und Innovation" als Wahlfachprojektkurs für BA-Studierende der WU Wien angeboten. Die Teilnehmer*innen des Kurses lernen und trainieren holistisches Denken durch agiles Projektmanagement (Scrum) und hypothesengetriebene Innovationsberatung. Angesichts der heutigen volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen (VUCA) Welt erfordern reale Innovationsprobleme industrieller Unternehmen einen neuen Lösungsansatz. Die Studierenden in unserem Kurs lernen solche komplexen Systeme als Ganzes zu betrachten, anstatt sich nur auf einzelne Teile zu konzentrieren. Sie strukturieren das Problem, indem sie die Beziehungen zwischen verschiedenen Teilen des Innovationsproblems im industriellen Kontext analysieren und verstehen. Sie entwickeln und validieren/revidieren Hypothesen bezüglich des Problems iterativ im Laufe des Semesters. In Zusammenarbeit mit zwei als „Scrum Master“ fungierenden Dozenten und internationalen Coaches (z.B. Schlüsselvertreter*innen von PwC, IPlytics, Bosch, Pioneers und Accenture) entwickeln die Studierenden ein ganzheitliches Verständnis für ein komplexes Innovationsproblem (z.B. Business Model Innovationen – Lenzing AG, Digitale Transformation von Kundensupport-Prozessen – Euroglas GmbH, Employer Branding Strategie – AMAG AG, Markteintrittsstrategie – Varta AG, Produktentwicklung für in-car entertainment – AUDI AG), konzipieren effektive Lösungen und antizipieren unbeabsichtigte Folgen.
Das didaktische Konzept umfasst systemisches (holistisches) Denken, Scrum (ein flexibles Vorgehensmodell für Teams, um Projekte in kurzen Abschnitten zu planen, durchzuführen und regelmäßig anzupassen), hypothesengetriebene Innovationsberatung sowie die Konfrontation mit realen Innovationsherausforderungen. Die Unterstützung für Studierendengruppen ist durch systematische Anleitung und zweiwöchentlich stattfindende "Sprint"-Sitzungen mit den Dozenten sowie Feedbackschleifen mit anderen Studierenden und internationalen Coaches garantiert.
2. Lernziele und Prüfungsanforderungen
Während des Kurses übernehmen die Studierenden die Rolle von Innovationsberater*innen und arbeiten mit ihrem Team zusammen, um spezifische, hochrelevante Geschäftsprobleme zu lösen. In enger Zusammenarbeit mit zwei Dozenten (in der Rolle der Scrum Master - leitende agile Projektmanager), internationalen Expert*innen/Coaches und Projektpartner*innen (Start-ups, Scale-ups sowie etablierte Industrieunternehmen) lernen die Studierenden,
- ein ganzheitliches Verständnis für wichtige Innovationsherausforderungen im Industriesektor zu entwickeln,
- die Grundursachen komplexer Probleme zu identifizieren und analysieren,
- komplexe Probleme nach agilen Projektmanagementprinzipien zu strukturieren,
- Hypothesen iterativ zu validieren/revidieren, die das Geschäftsproblem berücksichtigen und einen angemessenen analytischen Ansatz für dessen Lösung definieren und entwickeln,
- den Einsatz von Daten und Experimenten zu betonen, um Hypothesen über potenzielle Lösungen zu testen und zu validieren (z.B. Datenvisualisierung),
- potenzielle Lösungen zu entwickeln und bewerten sowie unbeabsichtigte Folgen zu antizipieren,
- diese Lösungen vor Mitstudierenden und Praxispartnern zu präsentieren und zu verteidigen.
Darüber hinaus stärken Studierende durch Absolvierung dieses Kurses ihre Fähigkeit,
- effizient mit Teammitgliedern, internationalen Coaches und verschiedenen wichtigen Interessengruppen auf verschiedenen Managementebenen zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren
- konstruktives Feedback zu geben und zu empfangen
- sich mündlich und schriftlich auszudrücken und überzeugende Präsentationen zu geben
- in einer sich schnell verändernden, komplexen Umgebung zielorientiert und flexibel zu handeln
Die Prüfungsanforderungen sind:
- Literaturtest (20 von 200 Punkte - Individualleistung)
- Engagement im Projekt (Anwesenheit, Beiträge, Coachings und Workshops, Fähigkeit und Bereitschaft, Feedback umzusetzen) (50 von 200 Punkten - Individualleistung)
- Präsentationen (Zwischen- und Abschlusspräsentation) (50 von 200 Punkten - Teamleistung)
- Berichte (Zwischen- und Abschlussbericht) (60 von 200 Punkten - Teamleistung)
- Touchdown-Präsentation (10 von 200 Punkten - Teamleistung)
- Reflection Reel (Video) (10 von 200 Punkten - Individualleistung)
3. Kursstruktur
Der Kurs besteht aus drei Hauptkomponenten, die durch eine solide theoretische Grundlage unterstützt werden:
- Systemisches Denken
- Scrum (agiles Projektmanagement) und hypothesengetriebene Innovationsberatung
- Reale Innovationsherausforderungen/Phänomene
3.1 Theorie: Die Prinzipien hinter unserem Kurs
Der erste (Selbststudien-)Teil des Kurses legt die theoretische Grundlage für die Herangehensweise an die anschließende reale Innovationsherausforderung. Dieser theoretische Inhalt besteht aus Agile-Project-Management-Literatur, Lehrbüchern zur allgemeinen Betriebswirtschaftslehre (v.a. Open Innovation Theorie) sowie Systemtheorie und -ansätzen. Eine schriftliche Prüfung zum Inhalt wird durchgeführt.
3.2 Das richtige Problem finden: Problemstruktur und Projektvorschlag
Um die komplexe Innovationsherausforderung unseres Projektpartners besser zu verstehen, entwickeln Studierendengruppen beim Kick-off (Semestereröffnung) ein erstes ganzheitliches "Big Picture" ihrer Struktur. Sie vertiefen ihr Verständnis der Beziehungen zwischen verschiedenen Teilen des Problems in den ersten zwei Wochen durch sekundäre Recherchen (z.B. Datenbankrecherchen) und primäre Recherchen (z.B. Interviews). Basierend darauf entwickeln die Studierenden
- erste Arbeits-Hypothesen und
- einen Scrum-Projektvorschlag, der die Hauptkomponenten ihres agilen Problemlösungsansatzes beschreibt (z.B. Rollen, Zeitpläne, Meilensteine/Definition von Fertigstellung, Backlogs).
3.3 Lernen durch Handeln: Die realen Innovationsherausforderungen
Basierend auf der Systemtheorie arbeiten die Studierenden während des Semesters an der Innovationsherausforderung des Projektpartners, indem sie dem Scrum-Framework folgen und hypothesengetriebene Innovationsberatung anwenden. Die Aufgaben, ein ganzheitliches Verständnis des Problems sowie eine effektive Lösung zu entwickeln, können in zwei Hauptteile unterteilt werden:
- einen schriftlichen Bericht und
- Präsentationen.
Beide Aufgaben werden sowohl in der Mitte als auch am Ende des Semesters bewertet. Wir arbeiten mit Industriepartnern zusammen, um den Studierenden reale Projekte zu bieten, an denen sie arbeiten können. Wir beziehen außerdem internationale Coaches ein, die je nach Innovationsproblem die Studierendenteams auch während des Semesters unterstützen. Wir haben sogar Dry Runs unserer Zwischen- und Abschlusspräsentationen beim Accenture Future Camp in Wien durchgeführt, wo verschiedene leitende Berater*innen Feedback zu den Lösungen unserer Studierendenteams gaben. Weitere Coaches sind Schlüsselvertreter*innen von Bosch, PwC oder IPLytics.
Touchdown: Abschließend präsentieren die Studierendengruppen ihre endgültige Lösung vor einer Jury, ihren Kommiliton*innen sowie Projektpartnern. Die Studierenden bewerten auch ihre Teammitglieder am Ende des Kurses. Darüber hinaus müssen die individuellen und Gruppen-Lernerfahrungen von den Studierenden im Rahmen der Kursreflexion sowie des Abschlussberichts reflektiert werden.
4. Methoden und Lehr-/Lernformate
Den Studierenden wird die Möglichkeit zur Teilnahme an kooperativen Lernaktivitäten, wie Gruppenprojekten oder Diskussionen geboten, um die Bedeutung von Teamarbeit und Zusammenarbeit zu unterstreichen.
Jedes Team erhält von den Dozenten in den zweiwöchentlichen Sprint-Sitzungen kontinuierliche Bewertung und Feedback. Internationale Expert*innen und Coaches, die auf agiles Projektmanagement sowie hypothesengetriebene Beratung spezialisiert sind, bieten während des Semesters zusätzliche Unterstützung.
Der Kurs verwendet verschiedene Online- und Offline-Lernmethoden, um die genannten Themen zu vermitteln. Dazu gehören agile Projektmanagement-Tools (z.B. Trello), Lektüre, Podcasts, Videos, Online-Meetings, Gruppenarbeit, individuelle Aufgaben, offene Klassendiskussionen und zweiwöchentliche individuelle Gruppensitzungen (Sprints). Darüber hinaus muss jedes Gruppenmitglied mindestens einmal pro Semester bei der Zwischenpräsentation, Abschlusspräsentation oder dem E&I Touchdown präsentieren.
In Kombination fördern unsere Methoden systemisches Denken, was den Studierenden hilft, einen ganzheitlicheren und integrierten Ansatz für Problemlösung, Entscheidungsfindung und Zusammenarbeit zu entwickeln. Wir glauben, dass die Synthese zwischen agilen Projektmanagement- und hypothesengetriebenen Innovationsberatungsansätzen Unternehmen sowie Studierenden hilft, neue Lösungen in zunehmend komplexen Innovationsumgebungen zu entwickeln und bereitzustellen. Indem unsere agilen Studierendenteams schnell iterieren und Feedback von verschiedenen wichtigen Interessengruppen einholen, können sie Hypothesen über potenzielle Lösungen auf schnelle und effiziente Weise testen und verfeinern. Dies macht "Industry & Innovation" zu einem neuen leistungsstarken Kursformat.
5. Ergebnisse und Qualitätsverbesserung
Durch die Förderung systemischen Denkens stärken wir die Teamarbeit, indem wir die Studierenden ermutigen, zusammenzuarbeiten, um komplexe Probleme zu analysieren und zu lösen. Durch die gemeinsame Analyse komplexer Systeme können Studierende Fähigkeiten in Kommunikation und Teamwork erwerben, die in verschiedenen Bereichen entscheidend für Erfolg sind.
Zweitens lehren wir agile, hypothesengetriebene Innovationsberatung, was einen neuen und einzigartigen Ansatz für Innovation darstellt. Dies unterscheidet unseren Kurs von traditionellen Kursen, die sich auf lineare, schrittweise Ansätze zur Innovation konzentrieren. Wir sehen dies als klaren Beleg für unseren innovativen Ansatz zur Förderung innovativer Zusammenarbeit und Partnerschaften in der Lehre an der WU.
Basierend auf dem Feedback, das wir erhalten haben, schätzten die Studierenden den Aufwand, den wir in jede Vorlesung und jede zweiwöchentliche Sprint-Sitzung stecken. Darüber hinaus profitierten sie sowohl von einem anfänglichen ganzheitlichen Blick auf ein komplexes Problem und seine Struktur als auch von iterativen Problemlösungsansätzen und -methoden, um sie zu lösen. Sie profitierten weiterhin von unseren eigenen Erfahrungen sowie von externen Erfahrungen unserer internationalen Coaches. Darüber hinaus bot jeder Projektpartner unseren Studierenden am Ende des Kurses eine Praktikums- oder Trainee-Stelle an, was die Relevanz und Bedeutung von zukünftigen Entscheidungsträger*innen unterstreicht, die mit Fähigkeiten für die Problemlösung in einer komplexen Innovationsumgebung ausgestattet sind. Schließlich half uns die klare Kursstruktur, klare Erwartungen zu setzen und plötzliche Überraschungen zu vermeiden.
Zur Weiterentwicklung des Kursformats integrierten wir sogenannte Lead-Student Treffen mit dem Ziel eines auf Augenhöhe stattfindenden Austausches über Kursinhalte, Lehr- und Prüfungsmethoden sowie Arbeitsbelastung. Diese Treffen ermöglichen es den Studierenden, ihre Perspektiven und Anregungen zu teilen, um die Lehrveranstaltung besser auf ihre Bedürfnisse abstimmen zu können. Darüber hinaus stellen wir Evaluierungen und kreative Reflexionsvideos bereit, um zukünftige Studierende über das Kursformat zu informieren. Diese Materialien ermöglichen es potenziellen Teilnehmer*innen, sich ein umfassendes Bild von den Lehr-/Lernmethoden sowie den Lernzielen und Anforderungen zu machen.
Akzeptanz und Resonanz
Die Studierenden haben in ihren Rückmeldungen besonders folgende Punkte positiv hervorgehoben:
Praxisnahe Problemlösung: Der Kurs bietet den Studierenden die Möglichkeit, reale Innovationsherausforderungen in der Industrie anzugehen. Dies ermöglicht es ihnen, ihr theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden und konkrete Problemlösungen zu entwickeln.
- “It is the best course I have had so far in WU. I learned a lot through the variety and workshops and the work with project partners. I leveraged my skills to work in a team and much more!”
- „The hands-on mentality of the whole course was great. Nearly all theory session were really helpful for the actual project work. I especially liked that we had many guest lecturers from consulting firms and so on. Through the whole course it felt more like being coached than being taught. The relation with our coaches was also on eye level and by that supporting and motivating.“
- “The real- life experience of working with a corporate partner.”
Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Projektpartnern aus der Industrie sowie internationalen Coaches werden die Studierenden mit einem breiten Spektrum an Perspektiven und Fachkenntnissen konfrontiert. Dies fördert den interdisziplinären Austausch und ermöglicht es den Studierenden, von verschiedenen Blickwinkeln zu lernen und ihre eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
- „The project partner and the subject were exciting, and we got a lot of support and data from them whenever we needed it. Our supervisors also had short answering times and supported us throughout the semester with anything that could help us improve our report or presentation.“
- “very practical, a lot of freedom, great profs!”
- “Getting to work on real problems with companies like Varta. Also the ability to take on actual responsibility for the results.”
Agiles Projektmanagement: Die Anwendung von agilen Projektmanagementmethoden wie Scrum ermöglicht den Studierenden, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und ihre Arbeitsweise kontinuierlich zu verbessern. Dies vermittelt ihnen nicht nur wichtige Fähigkeiten für ihre berufliche Zukunft, sondern trägt auch dazu bei, dass sie sich während des Kurses erfolgreich fühlen und ihre Ziele erreichen können.
- „The biweekly sprint sessions with the feedback loops.”
- “Freedom, Professors as agile coaches.”
- “Applying the SCRUM method.“
Kontinuierliches Feedback: Die regelmäßigen Sprint-Sitzungen und Feedbackschleifen ermöglichen es den Studierenden, kontinuierlich Rückmeldungen zu ihrer Arbeit zu erhalten und sich entsprechend weiterzuentwickeln. Dies schafft eine unterstützende Lernumgebung, in der die Studierenden sich sicher fühlen, Risiken einzugehen und aus Fehlern zu lernen.
- “I really liked the hands on mentality and how the professors worked with us as coaches on eye level.”
- „Ich war sehr zufrieden mit der Kommunikation und wie die Stunden abgehalten wurden, da es immer eine sehr freundliche Atmosphäre war.“
- „Jakob und Ben sind großartige Lehrende. Sehr respektvoll, symphatisch und bodenständig. Beide waren sehr bemüht. Aber das Beste an den Beiden ist meiner Meinung nach ihr Feedback. Kaum Lehrende auf der WU schaffen es respektvoll und gleichzeitig kritisch Feedback über die Präsentationen usw zu geben. Weiters tun sich die Wenigsten die Mühe an so umfangreich Feedback zu geben. Selbst wenn scheinbar eine Abgabe richtig gut war, haben sie trotzdem noch sinnvolles Feedback gegeben um das Projekt weiter zu verbessern. Ich wünschte alle Lehrenden könnten so gut Feedback geben - die Meisten können sich eindeutig etwas von den Beiden abschauen! Die Atmosphäre im Kurs empfand ich immer als sehr sehr angenehm und entspannt. Die Projektpartner und Projekte waren alle durchwegs sehr interessant. Obwohl ich anfangs Zweifel hatte empfand ich die Dry Runs als sehr hilfreich. Besonders gefallen hat mir die Session bei Accenture. Die Leute von Accenture waren super nett und hilfreich und das Future Camp ist eine tolle Location. Das Kick-off war gut gemacht, hilfreich und interessant. Und das Essen mit den Projektpartnern war natürlich ein Highlight. Der mit Abstand beste Workshop war der Data Visualization Workshop von Jakob. Gut zusammengefasst und sehr praxisbezogen. Man merkt das Jakob aus der Statistik kommt und in diesem Bereich sehr hohe Fachkenntnis hat.“
- “Good teaching style from sophie and ben - interesting companies.”
Klare Struktur und Erwartungen: Der Kurs ist klar strukturiert, und die Erwartungen an die Studierenden sind von Anfang an transparent. Dies hilft den Studierenden, sich zu orientieren und sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren, ohne sich überfordert zu fühlen. Es trägt auch dazu bei, Verwirrung und Unsicherheit zu minimieren, was zu einer positiven Lernerfahrung beiträgt
- „The structure of the course - the different topics we covered and "activities" we did (presentation, slides, ideating...) The direct and open feedback showed that you highly care about our results."
Nutzen und Mehrwert
Der besondere Vorteil und Mehrwert dieses Kurses für die Studierenden liegt in folgenden Gründen:
- Praxisorientierung: Der Kurs bietet den Studierenden die Möglichkeit, reale Innovationsherausforderungen in der Industrie zu bewältigen. Dies ermöglicht es ihnen, ihr theoretisches Wissen in konkrete Anwendungen umzusetzen und wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Industriepartnern und internationalen Coaches aus unterschiedlichen Branchen und Fachgebieten erhalten die Studierenden Einblicke in verschiedene Perspektiven und Arbeitsweisen. Diese Vielfalt fördert nicht nur ihr Verständnis für komplexe Probleme, sondern auch ihre Fähigkeit, in interdisziplinären Teams effektiv zu arbeiten.
- Förderung von Soft Skills: Der Kurs legt einen starken Schwerpunkt auf die Entwicklung von Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kommunikation, Problemlösung und Kreativität. Die Studierenden lernen, in dynamischen Umgebungen zu navigieren, mit Unsicherheit umzugehen und innovative Lösungen zu entwickeln.
- Anwendung von agilen Methoden: Durch die Anwendung von agilen Projektmanagementmethoden wie Scrum lernen die Studierenden, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und ihre Arbeitsweise kontinuierlich zu verbessern.
- Feedback und Unterstützung: Die Studierenden erhalten kontinuierliches Feedback von Dozenten, Coaches und ihren Kommilitonen, was es ihnen ermöglicht, sich während des Kurses weiterzuentwickeln und zu verbessern. Darüber hinaus werden sie aktiv unterstützt und ermutigt, Herausforderungen anzunehmen und über sich hinauszuwachsen.
Insgesamt bietet dieser Kurs den Studierenden eine einzigartige Gelegenheit, ihre akademischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Der spezielle Vorteil und Mehrwert dieses Kurses liegt daher in seiner Fähigkeit, die Studierenden optimal auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorzubereiten.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2022
Gegebenenfalls geplanter Endzeitpunkt: Aktuell kein Endzeitpunkt geplant
Im Wintersemester 2024 wird der Kurs durch das Einbinden von Studierenden der Wirtschaftsinformatik (FH Technikum Wien – Prof. Meyer und TU Wien – Prof. Biffl) weiterentwickelt. Im Rahmen eines Wahlfaches haben die Studierenden die Möglichkeit an unserem Kurs teilzunehmen. Diese Studierenden werden Softwarelösungen für unsere Projektpartner entwickeln bzw. erhalten die Möglichkeit, ihre eigenen Innovationen im Kurs einzubringen (z. B. Innovation im industriellen Kontext – unsere Studierenden würden dann beispielsweise hierzu je nach Bedarf Markt- und Konkurrenzanalysen durchführen oder einen Business Plan sowie ein Geschäftsmodell entwickeln).
Diese Integration hat mehrere Ziele:
- Praktische Relevanz: Durch die Einbeziehung von Studierenden der Wirtschaftsinformatik wird eine enge Verbindung zwischen den theoretischen Konzepten des Kurses und ihrer praktischen Anwendung in Form von Softwarelösungen bzw. Analysen hergestellt.
- Brücken schlagen: Die Zusammenarbeit zwischen Studierenden der Wirtschaftsinformatik und der Wirtschaftswissenschaften fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen. Fähigkeiten und Perspektiven verschiedener Fachrichtungen werden zusammengeführt, was zu einer ganzheitlichen Herangehensweise an komplexe Probleme führt.
Diese Erweiterung schafft eine dynamische, interdisziplinäre Lernumgebung, in der Studierende vielfältige Kompetenzen entwickeln und sich auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorbereiten können.
Institutionelle Unterstützung
Die WU Wirtschaftsuniversität Wien unterstützt den Kurs "Industry & Innovation" durch umfassende Maßnahmen. Die Bereitstellung von Räumlichkeiten für Präsentationen und das Abschlussevent "Touchdown" sowie das Future Learning Experience Center, in welchem unsere Studierenden den Einsatz von modernsten Educational Technologies (z. B. Virtual Reality, audiovisuelle Medien, Apps oder innovative Video Tools) erläutert bekommen und erlernen, fördern den Einsatz neuer Technologien und bieten einen professionellen Rahmen für Projektergebnisse.
Ein zentraler Bestandteil der Unterstützung ist der Secondary Research Workshop von Frau Kugler (WU-Bibliothek), der am Anfang des Semesters stattfindet. Dieser Workshop vertieft die Fähigkeiten der Studierenden in Sekundärforschung, was essenziell für ihre Projekte ist. Die Online-Lernumgebung (z. B. MS Teams, Canvas) ermöglicht zudem flexibles Lernen, Zugang zu Ressourcen und fördert den Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden. Ein LV-Evaluierungsbogen sammelt Rückmeldungen zur kontinuierlichen Verbesserung des Kurses am Ende des Semesters ein. Diese Maßnahmen zeigen das Engagement der WU für eine hochwertige Bildung und die Förderung innovativer Lernansätze.
In diesem Kurs wird Qualitätsmanagement auf verschiedenen Ebenen integriert:
Die Studierenden evaluieren die Lehrveranstaltung regelmäßig im Rahmen der WU-Lehrveranstaltungsevaluierung. Mithilfe eines von der WU zur Verfügung gestellten Evaluierungsbogens bewerten die Studierenden unseren Kurs am Ende des Semesters auf verschiedenen Ebenen und erhalten die Möglichkeit, in einem Kommentarfeld ihre persönlichen Meinungen/Verbesserungsvorschläge zu teilen.
Darüber hinaus setzen die Lehrenden verschiedene weitere Qualitätsmanagement-Maßnahmen. Diese beinhalten regelmäßige Coaching und Feedback Sessions sowohl mit den Lehrenden als auch mit den internationalen Coaches, zwei Peer-Bewertungen pro Semester, Reflexionsvideos der Studierenden zu ihren Erfahrungen und Lernzielen mit wichtigen Einblicken für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lehrveranstaltung sowie die Abhaltung eines sogenannten Lead-Student-Meetings, wo besonders proaktive Studierende ihre Erfahrungen und konkreten Ideen zur Verbesserung des Kurses mit den Lehrenden teilen. Basierend darauf wurde bereits bspw. das Erwartungsmanagement gegenüber der Projektpartner verbessert (zwei Abstimmungsmeetings vor Semesterbeginn) oder die Coachingsessions auf einer zweiwöchentlichen Basis eingeführt. Zudem stellen wir den Studierenden vor Semesterbeginn neben wissenschaftlicher Literatur auch Podcasts und Blogbeiträge zu relevanten Themenbereichen wie bspw. Innovationen im industriellen Kontext bereit.