Zuletzt aktualisiert am 11.06.2026
Effective and Responsible AI Usage
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Roland Schroll
Übersicht über den dreistufige didaktische Pfad
Ars Docendi Kategorie
Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur
Ars Docendi Kriterien
- Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz
- Innovative Hochschuldidaktik
- Studierenden- und Kompetenzorientierung
- Partizipation und Mitgestaltung
Gruppengröße
< 20
Anreißer (Teaser)
Von unreflektierten KonsumentInnen zu aktiven GestalterInnen: Studierende entwickeln KIAssistenten mit gesellschaftlichem Nutzen. Ein Projekt, das „AI Literacy“ mittels Constructive Alignment schafft.
Kurzzusammenfassung des Projekts
Das Projekt „Effective and Responsible AI Usage“ begegnet der disruptiven Kraft generativer Künstlicher Intelligenz (KI) durch einen konsequenten „Student-as-Producer“-Ansatz. In einer Zeit, in der KI-Systeme viele professionelle Felder transformieren, befähigt das Projekt Studierende, die Rolle passiver KonsumentInnen zu verlassen und zu aktiven ArchitektInnen und kritischen ReflektorInnen digitaler Lösungen zu werden. Das Herzstück dieses Constructive Alignment Ansatzes bildet die Entwicklung eigener, spezialisierter KI-Assistenten (CustomGPTs / Gemini Gems), wodurch die Studierenden lernen, das erworbene theoretische Wissen praktisch umzusetzen. Ein zentrales Ziel ist die Vermittlung einer umfassenden „Critical AI Literacy“: Durch die Auseinandersetzung mit der internen Logik von LLMs – wie Context Windows, Bias und Halluzinationen – entwickeln die Teilnehmenden eine reflektierte Haltung, die menschliche Urteilskraft als unverzichtbares Korrektiv begreift.
Ein zentrales Element ist die innovative Prüfungskultur: Anstatt nur das Endprodukt zu bewerten, steht die detaillierte Dokumentation des Entwicklungsweges im Fokus. Diese macht Iterationen, Fehlerkorrekturen und methodische Prompting-Strategien transparent. Das Projekt zeigt beispielhaft auf, wie Hochschullehre den rasanten Wandel aktiv gestalten kann, indem sie Studierende zu souveränen und verantwortungsbewussten Akteuren der digitalen Transformation ausbildet, die LLMs verantwortungsvoll und effektiv nützen können.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
The project "Effective and Responsible AI Usage" addresses the challenges of digital transformation through a rigorous "Student-as-Producer" approach, grounded in Constructive Alignment. In an era where generative AI reshapes professional landscapes, this course empowers students to become active architects of digital solutions rather than passive users.
A significant innovation is the assessment culture: moving away from grading final outputs, the course evaluates the entire developmental journey through detailed process documentation. This approach makes iterations, error corrections, and methodological prompting strategies transparent and gradable. Furthermore, the project fosters "Critical AI Literacy" by integrating ethical reflection on topics such as bias, hallucinations, and the societal impact of AI in marketing.
By utilizing peer-learning and systematic peer-feedback loops, the course effectively manages student heterogeneity, turning diverse backgrounds into a resource for collaborative problemsolving. The resulting AI assistants remain permanently available to the public, providing longterm value. This project serves as a blueprint for modern, outcome-oriented higher education in the age of artificial intelligence.
Nähere Beschreibung des Projekts
Ausgangslage und gesellschaftlicher Kontext: Die breite Verfügbarkeit von Large Language Models (LLMs) markiert einen tiefgreifenden Wendepunkt in der Wissensarbeit und der akademischen Bildung. Wir befinden uns in einer Ära, in der generative Künstliche Intelligenz (KI) nicht mehr nur ein technologisches Nischenphänomen ist, sondern viele Bereiche der professionellen Welt und des privaten Alltags durchdringt. Die Fähigkeit, komplexe Analysen zu erstellen, Texte zu generieren oder kreative Konzepte in Sekundenschnelle zu entwerfen, verändert die Anforderungen an künftige Absolventinnen und Absolventen fundamental und fächerübergreifend, vor allem aber auch im Marketing. Es reicht heute nicht mehr aus, diese Tools lediglich oberflächlich anzuwenden. Um in einer digitalisierten Gesellschaft souverän agieren zu können, wird die Kompetenz, die interne Logik dieser Technologien zu verstehen, ihre systemimmanenten Grenzen zu erkennen und sie als reflektiertes Werkzeug zielgerichtet zu steuern, zu einer neuen kulturellen Basiskompetenz. Mit dem Projekt „Effective and Responsible AI Usage“ wollte ich im WS 2025/26 im Seminar „Konsum- und Technologieverhalten“ unmittelbar auf diese Entwicklung reagieren. Das übergeordnete Ziel war es, Studierende aus einer unreflektierten und passiven Konsumhaltung, in der KI-Ergebnisse oft ungeprüft übernommen werden, herauszuführen und sie zu aktiven ArchitektInnen (effective AI usage) und kritischen ReflektorInnen (responsible AI usage) dieser Technologie zu machen. Nur wer die Schwachstellen von LLMs kennt, kann den Output sinnvoll bewerten und nur wer die Funktionsweise von LLMs kennt, kann diese Technologie effektiv nutzen. Das didaktische Rückgrat bildet das Prinzip des Constructive Alignment: Die Lernergebnisse (Gestaltungskompetenz und Kritikfähigkeit) sind präzise mit den Lehrmethoden (Student-asProducer) und der Leistungsfeststellung (Prozessbewertung) verzahnt.
Die Zielgruppe und die Herausforderung der Heterogenität: Eine Herausforderung besteht in der Heterogenität der Studierenden hinsichtlich ihrer Einstellung und Erfahrung mit KI. Während einige Teilnehmende bereits eine hohe Affinität zu KI-Systemen mitbrachten, begegneten andere der Technologie mit Skepsis oder fühlten sich von der rasanten Entwicklung überfordert. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, wurde ein inklusives Lehrdesign implementiert. Durch den Einsatz von No-Code-Umgebungen wurde sichergestellt, dass die Einstiegshürden für alle niedrig blieben, sodass jede und jeder unabhängig vom Hintergrund sofort Gestaltungserfahrungen sammeln konnte. Gleichzeitig ermöglichte die Offenheit der Aufgabenstellung den technisch versierteren Studierenden, komplexe Architekturen zu entwerfen und die Grenzen der Systeme auszuloten. In den individuellen Coaching-Einheiten konnte ich ebenfalls auf diese unterschiedlichen Voraussetzungen reagieren und die Studierenden(gruppen) individuell in ihren Projekten begleiten.
Der dreistufige didaktische Pfad: Die Vermittlung der Lehrinhalte folgte einer klaren Progression, die die theoretische Reflexion untrennbar mit der praktischen Anwendung verknüpft.
1) Theoretisches Wissen: Im ersten Teil, der theoretischen Fundierung, wurde die technologische Basis von LLMs demystifiziert. Die Studierenden setzten sich mit der Funktionsweise von LLMs auseinander, lernten Prinzipien wie Tokenisierung und Wahrscheinlichkeitsrechnung kennen und diskutierten die Entstehung von Bias in Trainingsdaten. Ziel war es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass KI-Modelle keine „Wahrheitsmaschinen“ sind, die Inhalte tatsächlich verstehen, sondern statistische Vorhersagesysteme, deren Output einer ständigen menschlichen Validierung bedarf. Zentral war zu verstehen, was LLMs können und wo ihre Grenzen liegen. Dies wurde anhand vieler Beispiele demonstriert. Ich stellte z.B. eine Frage in den Raum (Kann ChatGPT zwei große Zahlen miteinander multiplizieren?), demonstrierte das Ergebnis live, und erklärte im Anschluss, bezugnehmend auf die Funktionsweise von LLMs, warum bzw. wann ein LLM diese Aufgabe nicht meistern kann. Neben der technischen Funktionsweise, lag ein weiterer Schwerpunkt auf den gesellschaftlichen Implikationen. Wir diskutierten nicht nur darüber, wie Biases in Trainingsdaten entstehen, sondern auch darüber, welche weitreichenden Implikationen das hat. Eine letzte Input-Einheit widmet sich den Reaktionen von KonsumentInnen auf KIgenerierte Inhalte und Algorithmen. Besonders für die Marketing-Ausbildung ist es wichtig, auch diese KonsumentInnen-Sicht zu verstehen. Um KI erfolgreich einzusetzen, reicht es nicht, nur die Funktionsweise und Schwachstellen von LLMs zu verstehen, sondern ich muss auch verstehen, wie, wann und warum KonsumentInnen KI ablehnen bzw. akzeptieren. Erklärt und diskutiert wurden Konzepte wie „Algorithm Aversion“ und Interventionen, die die Akzeptanz von KIgenerierten Inhalten beeinflussen.
2) Methodische Befähigung: Darauf aufbauend widmete sich der zweite Baustein dermethodischen Befähigung. Hier wurde das Prompting als eine neue Form der Instruktion und des strukturierten Denkens vermittelt. Die Studierenden lernten fortgeschrittene Strategien wie Chainof-Thought-Prompting oder Meta-Prompting als Werkzeuge, um LLMs effektiver nutzen zu können. Dies schärfte die Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit digitalen Systemen. Wichtig war es mir, dass die Studierenden diese Methoden unmittelbar anwenden und ihre Erfahrungen sowie Best-Practice-Beispiele in jeder Einheit durch kurze Präsentationen miteinander teilen.
3) Praktische Anwendung: Der letzte Baustein war die praktische Transformation im Sinne des „Student-as-Producer“-Ansatzes. Die Studierenden (in Teams) erhielten den Auftrag, funktionale KI-Assistenten zu entwickeln, die, aufbauend auf vertrauenswürdiger Literatur, einen realen Nutzen bieten. In dieser Phase schlüpften die Studierenden in die Rolle von Entwicklern und Kuratoren. Sie mussten spezialisierte Wissensdatenbanken aufbauen, präzise Systeminstruktionen formulieren und ihre Assistenten in iterativen Zyklen testen und verbessern. Die Themen der KI-Assistenten und die eingesetzten KI-Systeme konnten die Gruppen frei wählen, um die Motivation hochzuhalten. Eine weitere Einheit war als Feedback- und CoachingEinheit konzipiert. Ich wollte sicherstellen, dass die Gruppen auf einem guten Weg sind und den Studierenden die Möglichkeit geben, Fragen und Probleme frühzeitig zu adressieren. Die entstandenen Prototypen adressierten vielfältige Problemstellungen, von der Analyse von persönlichen Ernährungsgewohnheiten bis hin zu sicherheitsrelevanten Anwendungen im alpinen Bereich. Dieser Prozess machte die Wirksamkeit des zuvor erlernten theoretischen Wissens unmittelbar erlebbar und stärkte das Vertrauen in die eigene Gestaltungsmacht in einer technisierten Welt. In der letzten Einheit präsentierten die Gruppen ihre KI-Assistenten und beschrieben ihre Lernerfahrungen. Ziel war es, alle Studierenden an den Erfahrungen und BestPractice-Lösungen aller Gruppen teilhaben zu lassen.
Innovative Prüfungskultur und Prozessdokumentation: In Bezug auf die Bewertung der KIAssistenten wurde ein Ansatz gewählt, der sich nicht primär auf das Endresultat stützt. Das Kernstück der Leistungsbeurteilung der KI-Assistenten war die umfassende Dokumentation der Entwicklungsschritte. Die Studierenden mussten ihren gesamten Lern- und Arbeitsprozess offenlegen und reflektieren. Bewertet wurde, wie sie auf Fehlleistungen der KI reagierten, wie sie ihre Prompting-Strategien auf Basis von Tests optimierten und wie sie die Verlässlichkeit ihrer Assistenten sicherstellten. Diese Dokumentationspflicht bewertete die individuelle Problemlösungskompetenz sowie die Tiefe der Auseinandersetzung mit der Technologie. Damit wurde ein faires und zukunftsorientiertes Prüfungsformat geschaffen, das echtes Verständnis und Reflexion belohnt und den reinen Output (was) von der methodischen Leistung (wie) trennt.
Reflexion der Lehrperson und allgemeine didaktische Herausforderungen: Die Begleitung dieses Projekts war für mich als Lehrender herausfordernd. Eine didaktische Herausforderung bestand darin, die anfängliche Begeisterung über die scheinbare Allmacht der KI in eine fundierte, professionelle Skepsis zu kanalisieren. Das Ziel war die Ausbildung einer „Critical AI Literacy“ – einer Kompetenz, die es ermöglicht, die enormen Potenziale der Technologie auszuschöpfen, ohne die diversen Schwachstellen außer Acht zu lassen. Herausfordernd war auch, mit der rasanten Weiterentwicklung von LLMs Schritt zu halten. Manchmal wussten einige Studierende mehr über aktuelle Entwicklungen als ich. Dies war herausfordernd, weil es von mir eine Neudefinition meiner Rolle erforderte. In einem Feld, das sich fast wöchentlich verändert, kann die Lehrperson nicht mehr die alleinige Wissensinstanz sein, sondern agiert primär als Mentor, Kurator und kritischer Begleiter.
Akzeptanz und Resonanz
Die Akzeptanz der Lehrveranstaltung war sehr hoch, was sich sowohl in den quantitativen Ergebnissen der formalen Lehrevaluation als auch in der qualitativen Tiefe des studentischen Feedbacks widerspiegelt. Die quantitative Evaluation ergab einen exzellenten Gesamtwert von 1,2, wobei insbesondere die Dimensionen „Interesse der Lehrperson am Lernerfolg der Studierenden“, „Didaktische Strukturierung“ und „Praxisrelevanz“ durchgehend mit Bestnoten bewertet wurden. Ein Student fasste dies folgendermaßen zusammen: „Endlich mal ein Kurs, der sich aktiv mit einer effektiven Nutzung von AI auseinandersetzt und nicht dagegen sträubt! Super wichtig!“
In den qualitativen Rückmeldungen wird vor allem der Empowerment-Charakter der Veranstaltung hervorgehoben. Eine Studentin formulierte in ihrem Feedback sehr prägnant, dass sie erst durch diesen Kurs verstand, dass die Nutzung von KI weit über die bloße Texteingabe hinausgeht und vielmehr eine „Kunst an sich“ darstellt. Diese Erkenntnis markiert den erfolgreichen Übergang zu einer tiefgehenden methodischen Kompetenz. Besonders betont wurde dabei die Balance zwischen Technik und Menschlichkeit: „We learned to use AI but not to underestimate humans and humanity.“
Ein weiterer zentraler Aspekt der Resonanz betrifft den unmittelbaren Transferwert des Gelernten. Zahlreiche Studierende gaben an, dass die erworbenen Kompetenzen bereits während des laufenden Semesters in anderen Lehrveranstaltungen Anwendung fanden: „The biggest aspect for me [...] is that we directly could apply the contents of this course in our other courses for example, with the prompting.“ Eine Rückmeldung unterstrich explizit, dass es äußerst wertvoll gewesen sei, LLMs endlich nicht mehr nur als „Blackbox“, sondern als strukturiertes Werkzeug in den Studienalltag zu integrieren.
Besonders hervorzuheben ist zudem die positive Wahrnehmung des Lernklimas. Die Studierenden lobten das „druckfreie Umfeld“, da es „just about learning and understanding the content“ ging. Da die Entwicklung der KI-Assistenten ein iterativer Prozess ist, war die psychologische Sicherheit im Seminarraum eine wesentliche Voraussetzung. Das Feedback macht deutlich, dass gerade der Verzicht auf starre Ergebniskontrolle zugunsten einer prozessorientierten Begleitung die Motivation massiv gesteigert hat: „I want to say that I think that this course is really encouraging and supporting the students in their own timeline and methodology of study.“
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Projekt aus Studierendensicht hilfreich war. Die Studierenden forderten in ihren Rückmeldungen sogar, dass ein solches Format bereits zu Beginn des Studiums verpflichtend sein sollte: „I would like to emphasise that it would be useful to take a course like Mr Schroll's at the beginning of one's studies, as only an intelligent approach to AI will give us the greatest benefit for our studies.“
Nutzen und Mehrwert
Der Mehrwert des Projekts manifestiert sich in der Synthese von technologischer Kompetenz, kritischer Reflexion und sofortiger Anwendung. Das Projekt fördert ein kritisches Bewusstsein, das über bloße KI-Euphorie hinausgeht. Im Zentrum der Lehre steht die Entwicklung einer sogenannten „Critical AI Literacy“. Die Studierenden werden nicht nur in der Anwendung geschult, sondern lernen, die systemimmanenten Schwachstellen, Biases und Halluzinationstendenzen von Large Language Models systematisch zu identifizieren und darauf zu reagieren. Diese reflektierte Haltung ist in der heutigen Berufswelt von hohem Wert, da sie einen verantwortungsvollen Umgang mit KI sicherstellt und im Einklang mit der Digitalisierungsstrategie der Universität Innsbruck ist.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der gesellschaftliche Nutzen der studentischen Arbeiten (entwickelten KI-Assistenten). Alle KI-Assistenten sind der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Darunter die KI-Assistenten „Nutri“ bzw. „MacroMaster“, die auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, Ernährungsgewohnheiten analysieren und Verbesserungsvorschläge machen. Oder der KI-Assistent „VentureMetrics“, der Startup-Ideen analysiert und bewertet, aufgrund wissenschaftlicher Publikationen und Best-Practice-Beispiele. Oder „AvalancheX“, ein KI-Assistent, der komplexe Zusammenhänge der alpinen Lawinensicherheit verständlich und interaktiv vermittelt.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2025
Langlebigkeit: Das Lehrprojekt ist konsequent auf Nachhaltigkeit ausgelegt, da es universelle methodische Prinzipien vermittelt. Die Ausbildung in Bereichen wie Sprachmodell-Logik, strukturiertem Instructional Design und kritischer Output-Validierung stellt sicher, dass das erlernte Wissen auch bei künftigen technologischen Sprüngen, wie etwa dem Übergang zu autonomen Agenten-Systemen vollumfänglich relevant bleibt. Die Studierenden sind nun in der Lage, individuelle KI-Assistenten für jegliche Aufgaben (privat und beruflich) zu entwickeln. Ein weiterer Pfeiler der Langlebigkeit ist zudem die dauerhafte öffentliche Verfügbarkeit der entwickelten KI-Assistenten. Diese werden der Allgemeinheit sowie künftigen Studierendengenerationen dauerhaft zur Verfügung gestellt und stiften so einen praktischen Nutzen über den Kurskontext hinaus.
Übertragbarkeit: Der dreistufige didaktische Pfad (theoretisches Basiswissen verknüpft mit unmittelbarer Anwendung) lässt sich auf andere Kurse und Themen übertragen. Auch die Kernidee der KI-Assistenten – die Übersetzung fachspezifischen Expertenwissens in intelligente, digitale Assistenzsysteme unter ständiger reflexiver Begleitung – lässt sich auf viele andere Fachgebiete übertragen. Das Modell bietet somit eine Vorlage für „Digital Literacy“-Formate und kann als Inspiration dienen, um Studierende auf die Anforderungen einer KI-gestützten Arbeitswelt vorzubereiten und zu kompetenten KI-Architekten auszubilden.
Institutionelle Unterstützung
Das Projekt wurde durch die bestehende digitale Infrastruktur der Universität Innsbruck unterstützt (Bereitstellung von Lernplattformen, Zugang zu Forschungsliteratur). Es fügt sich nahtlos in die Digitalisierungsstrategie der Universität ein, die darauf abzielt, „durch eine kritische Reflexion der technischen und sozialen Entwicklung die Bildung einer aufgeklärten digitalen Gesellschaft zu fördern.“ Zudem profitierte die LV vom Austausch innerhalb des Instituts für Management und Marketing. Künftige Kohorten werden zudem von den bereits entwickelten „Best Practices“ der ersten Studierendengeneration profitieren können.
Das Feedback der Studierenden wurde analysiert und dazu benützt, den Kurs für das kommende Wintersemester zu verbessern.