Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026
digiWERKSTATT: Ein hochschulübergreifendes kooperatives Lehr- und Lernmodell mit realen kommunalen Challenge Ownern
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Isabell Grundschober
Hackathon-Teams beim Paper-Prototyping
Ars Docendi Kategorie
Kooperative Lehr- und Arbeitsformen
Ars Docendi Kriterien
- Innovative Hochschuldidaktik
- Partizipation und Mitgestaltung
Gruppengröße
20-49
Anreißer (Teaser)
Reale Verwaltungsherausforderungen statt fiktiver Fallstudien: In der digiWERKSTATT entwickeln Studierende gemeinsam mit Gemeinden und IT-Unternehmen innerhalb von 33 Stunden prototypische digitale Lösungen. Interdisziplinär, innovativ, praxiswirksam
Kurzzusammenfassung des Projekts
Die "digiWERKSTATT - der Gemeinde-Hackathon" ist ein hochschulübergreifendes, kooperatives Lehrformat, in dem Studierende gemeinsam mit Gemeinden und IT-Klein- und Mittelunternehmen reale kommunale Verwaltungsherausforderungen bearbeiten und digitale Lösungsansätze prototypisch entwickeln. Das Format wurde im Haus der Digitalisierung in Kooperation mit der Geschäftsstelle für Technologie & Digitalisierung des Landes Niederösterreich durchgeführt und didaktisch durch die Universität für Weiterbildung Krems verantwortet. Im Zentrum steht ein strukturiert gestalteter Innovations- und Lernraum, der interdisziplinäre Zusammenarbeit, authentische Problemstellungen und iterative Entwicklungsprozesse systematisch verbindet. Reale Challenge Owner aus Gemeinden bringen konkrete Aufgabenstellungen ein; Studierende arbeiten in interprofessionellen Teams und werden durch Facilitators methodisch begleitet. Das Lehr- und Lernmodell fördert insbesondere kollaborative Problemlösekompetenz, reflektierte Entscheidungsfähigkeit, digitale Innovationskompetenz sowie die Fähigkeit, komplexe Stakeholder-Perspektiven zu integrieren. Neben prototypischen digitalen Lösungen für die kommunale Praxis entsteht ein nachhaltiger Kompetenzgewinn für die Teilnehmenden. Die digiWERKSTATT zeigt exemplarisch, wie ein Hackathon-Format didaktisch gerahmt und als curricular anschlussfähiges, übertragbares Modell kooperativer Hochschullehre gestaltet werden kann.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
"digiWERKSTATT - The Municipal Hackathon" is an inter-university, cooperative teaching format in which students work together with municipalities and small and medium-sized IT enterprises to address real-world administrative challenges and develop prototypical digital solutions. The format was implemented at the House of Digitalization in cooperation with the Office for Technology and Digitalization of the Federal State of Lower Austria and is academically led by the University for Continuing Education Krems.
At its core is a structured innovation and learning space that systematically combines interdisciplinary collaboration, authentic problem contexts, and iterative development processes. Municipal challenge owners contribute concrete tasks; students work in interprofessional teams and are methodologically supported by facilitators.
The teaching and learning model particularly fosters collaborative problem-solving competence, reflective decision-making, digital innovation skills, and the ability to integrate complex stakeholder perspectives. In addition to prototypical digital solutions for municipal practice, the format generates sustainable competence development among participants.
The DigiWerkstatt exemplifies how a hackathon format can be pedagogically framed and implemented as a transferable, curriculum-integrated model of cooperative higher education.
Nähere Beschreibung des Projekts
Die "digiWERKSTATT - der Gemeinde-Hackathon" ist ein hochschulübergreifend konzipiertes, kooperatives Lehrformat, in dem Studierende gemeinsam mit niederösterreichischen Gemeinden und IT-Klein- und Mittelunternehmen reale Verwaltungsherausforderungen bearbeiten und digitale Lösungsansätze prototypisch entwickeln. Das Format wird im Haus der Digitalisierung durchgeführt und in Kooperation mit der Geschäftsstelle für Technologie & Digitalisierung Land Niederösterreich umgesetzt. Fachlich und didaktisch verantwortet wird es durch die Universität für Weiterbildung Krems, insbesondere durch das Department für eGovernance und das Department für Weiterbildungsforschung und Bildungstechnologien im Rahmen des Interreg-Projekts BRIE - Building Regional Innovation Ecosystems. Im Zentrum steht die Gestaltung eines strukturierten Innovations- und Lernraums, in dem kooperative Problemlösung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Praxisintegration systematisch orchestriert werden. Das Format schärft das Verständnis für digitale Transformationsprozesse als gesamtgesellschaftliche Herausforderung und fördert reflektierte Innovationsfähigkeit in öffentlichen Kontexten.
Ausgangslage und didaktische Zielsetzung
Kommunale Verwaltungen stehen vor der Herausforderung, digitale Transformationsprozesse mit begrenzten Ressourcen zu gestalten. Gleichzeitig fehlt Studierenden häufig die Möglichkeit, komplexe Verwaltungsrealitäten in einem authentischen Kontext kennenzulernen und interdisziplinär zu bearbeiten. Die DigiWerkstatt reagiert auf diese doppelte Herausforderung mit einem kooperativen Lehrdesign, das reale Problemstellungen aus Gemeinden als Ausgangspunkt für einen strukturierten Lernprozess nutzt. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Studierende nicht nur digitale Lösungen entwickeln, sondern kooperative Innovationsprozesse erleben, reflektieren und aktiv mitgestalten und dabei berufsrelevante Kompetenzen im Bereich interdisziplinärer Zusammenarbeit, digitaler Problemlösung und kooperativer Entscheidungsfindung erwerben.
Didaktisches Modell
Das Lehr- und Lernformat orientiert sich an Prinzipien des Challenge-based Learning, des kooperativen Lernens sowie transdisziplinärer Wissensintegration. Die DigiWerkstatt ist als klar strukturierter Prozess mit definierten Rollen, Phasen und Feedbackmechanismen konzipiert. Zentrale Gestaltungsprinzipien sind:
- reale Herausforderungen als authentischer Lernanlass
- interdisziplinäre und interprofessionelle Teamzusammensetzung
- klar definierte Rollen und Verantwortlichkeiten
- iterative Arbeitsphasen mit Feedbackschleifen
- öffentliche Präsentation der Ergebnisse
Damit wird Kooperation nicht als zufälliges Nebeneinander, sondern als bewusst gestaltetes didaktisches Prinzip umgesetzt.
Lernergebnisse
Die Teilnehmenden sind nach Abschluss der digiWERKSTATT in der Lage,
- komplexe kommunale Problemstellungen systematisch zu analysieren und in klar definierte Handlungs- und Entscheidungsfelder zu strukturieren,
- Perspektiven unterschiedlicher Stakeholder:innen (Verwaltung, Bürger:innen, Wirtschaft) in Lösungsprozesse zu integrieren,
- digitale Lösungsansätze iterativ zu entwickeln und prototypisch umzusetzen,
- in interdisziplinären Teams selbstorganisiert und verantwortungsvoll zu arbeiten,
- Entscheidungsprozesse zu begründen und öffentlich zu kommunizieren,
- kooperative Innovationsprozesse zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Neben fachlichen Kompetenzen werden insbesondere kollaborative Problemlösefähigkeit, Kommunikationskompetenz und Selbstorganisation gefördert.
Kooperative Architektur und Rollenmodell
Die DigiWerkstatt basiert auf einer klaren Kooperationsarchitektur:
- Gemeinden fungieren als Challenge Owner und bringen reale Problemstellungen aus ihrem Arbeitsalltag ein.
- Studierende, Mitarbeiter:innen in der Gemeindeverwaltung sowie Mitarbeiter:innen kleiner oder mittelgroßer IT-Unternehmen aus Niederösterreich arbeiten in interdisziplinären und interprofessionellen Teams.
- Facilitators (wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, Lehrende) moderieren den Arbeitsprozess, sichern methodische Qualität und unterstützen bei Aushandlungsprozessen.
- Externe Expert:innen geben punktuelle Impulse und Feedback.
Durch diese Rollenverteilung werden unterschiedliche Wissensformen (wissenschaftlich, administrativ und unternehmerisch) systematisch zusammengeführt. Kooperation wird dabei als strukturierter Aushandlungs-, Lern- und Verantwortungsprozess gestaltet, nicht als reine Arbeitsteilung.
Lernprozessdesign
Der Lernprozess ist in mehrere Phasen gegliedert:
- Online-Onboarding: Vorstellung der Challenges, Teamfindung, Einführung in Methoden.
- Analyse- und Konzeptphase: Problemverständnis, Stakeholder-Mapping, Entwicklung erster Lösungsansätze.
- Iterative Entwicklungsphase: Prototyping, Testen, Feedbackschleifen.
- Öffentliche Präsentation: Vorstellung der Ergebnisse vor Vertreter:innen aus Verwaltung, Hochschulen und Wirtschaft.
Begleitende Workshops (z. B. Service Design, Paper-Prototyping, Vibe Coding) sind unmittelbar anwendungsorientiert und in den Arbeitsprozess integriert. Die Phasenstruktur gewährleistet Transparenz, Verbindlichkeit und klare Verantwortungsübernahme innerhalb der Teams.
Reflexion und Feedback
Neben der Produktentwicklung ist die Reflexion des kooperativen Prozesses integraler Bestandteil des Formats. In moderierten Feedbackschleifen reflektieren die Teams:
- die Zusammenarbeit im interdisziplinären Setting,
- Entscheidungs- und Aushandlungsprozesse,
- die Integration unterschiedlicher Perspektiven,
- Herausforderungen und Lernmomente im Umgang mit realen Stakeholder:innen.
Diese Reflexionsphasen machen Kompetenzentwicklung sichtbar und unterstützen nachhaltige Lernerfahrungen. Die Reflexionsphasen dienen nicht nur der Rückschau, sondern fördern die bewusste Wahrnehmung von Entscheidungslogiken, impliziten Annahmen und Kooperationsdynamiken.
Ergebnisse und Wirkung
Am Ende der digiWERKSTATT präsentieren die Teams prototypische digitale Lösungen, beispielsweise Buchungssysteme, Energiedashboards oder Community-Apps. Mehrere Gemeinden prüfen die Weiterentwicklung einzelner Ansätze. Neben konkreten Lösungsimpulsen für die kommunale Praxis zeigt sich der Wert des Lehr- und Lernformats insbesondere in der Kompetenzentwicklung der Studierenden: Sie erleben reale Verantwortung, lernen mit externen Auftraggeber:innen zu kommunizieren und erfahren kooperative Innovationsprozesse in einem authentischen Setting. Die öffentliche Präsentation erhöht die Sichtbarkeit der Lernergebnisse und stärkt den Transfer in die regionale Praxis.
An der DigiWerkstatt nahmen 31 Studierende aus zwei Hochschulen sowie Vertreter:innen mehrerer Gemeinden und Mitarbeiter:innen aus IT-Klein- und Mittelunternehmen teil. In neun interdisziplinären Teams wurden neun innovative digitale Lösungsansätze entwickelt. Die Zusammenarbeit mit realen Praxispartner:innen wurde als besonders lernwirksam beschrieben und eröffnete neue Perspektiven für berufliche Handlungsfähigkeit. Rückmeldungen aus den beteiligten Gemeinden zeigen, dass die entwickelten Ansätze konkrete Impulse für die Weiterentwicklung digitaler Services liefern. Hier ein paar Zitate von Teilnehmenden zum Hackathon:
"Als Teilnehmer des Gemeinde-Hackathons im Haus der Digitalisierung war ich beeindruckt, was wir in nur zwei Tagen aktiver Zusammenarbeit und durch das Zusammenspiel unterschiedlichster Expertisen erreichen konnten." (Studierender)
"Auf dieser Bühne zu stehen und unsere Lösung zu präsentieren...das war pure Energie. Leidenschaft. Teamgeist. Kreativität. Genau diese Mischung liebe ich an Co-Creation-Formaten.." (IT-KMU)
Resonanz, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung
Zur Qualitätssicherung wurde im Anschluss an die Durchführung eine strukturierte Fokusgruppe mit den beteiligten Facilitators sowie Vertreter:innen der Kooperationspartner durchgeführt. Ziel war es, Stärken, Lernwirksamkeit und Optimierungspotenziale systematisch zu erfassen. Die Ergebnisse der Fokusgruppe wurden systematisch dokumentiert und in konkrete Maßnahmen für die nächste Durchführung überführt. Als besonders positiv hervorgehoben wurden:
- die hohe Motivation und das „Can-do-Mindset“ der Teilnehmenden,
- die produktive Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams,
- die offene Arbeitsatmosphäre,
- die Praxisnähe und Reife einzelner entwickelter Lösungen,
- das professionelle Setting im Haus der Digitalisierung.
Gleichzeitig wurden konkrete Weiterentwicklungspotenziale identifiziert, etwa hinsichtlich der Rolle der Facilitators, der Gestaltung von Feedbackphasen und der Einbindung der Challenge Owner vor Ort. Diese Rückmeldungen wurden dokumentiert und fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung der nächsten Durchführung ein. Die Fokusgruppe zeigte deutlich, dass insbesondere die Zusammenarbeit mit realen Praxispartner:innen als lernwirksam wahrgenommen wurde und das Format ein hohes Potenzial für nachhaltige Kompetenzentwicklung bietet. Für die kommende Durchführung ist eine ergänzende standardisierte Befragung der Teilnehmenden geplant, um die Kompetenzentwicklung noch systematischer zu erfassen.
Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale
Die DigiWerkstatt unterscheidet sich von klassischen Hackathons durch:
- die systematische didaktische Strukturierung des Kooperationsprozesses,
- die Einbindung realer kommunaler Challenge Owner mit konkretem Umsetzungsinteresse,
- die hochschulübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlicher Studienrichtungen,
- die gezielte Moderation interdisziplinärer Aushandlungsprozesse,
- die Verankerung in regionalen Innovations- und Entwicklungsstrukturen,
- die explizite didaktische Rahmung eines Hackathon-Formats als curricular anschlussfähiges Lehrmodell.
Das Format ist als wiederholbares, curricular anschlussfähiges Lehr- und Lernmodell konzipiert und aufgrund seiner klaren Prozessarchitektur auf andere Hochschulen und Kooperationskontexte übertragbar. Es wird im Mai 2026 mit erweiterter Themenausrichtung und zusätzlicher Hochschulbeteiligung fortgeführt.
Die DigiWerkstatt zeigt exemplarisch, wie kooperative Hochschullehre als strukturierter Innovationsraum gestaltet werden kann, in dem reale gesellschaftliche Herausforderungen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und kompetenzorientiertes Lernen systematisch zusammengeführt werden.
Akzeptanz und Resonanz
Die digiWERKSTATT wurde von den teilnehmenden Studierenden sehr positiv aufgenommen. Besonders hervorgehoben wurde die Möglichkeit, an realen kommunalen Herausforderungen zu arbeiten und Verantwortung in einem interdisziplinären Setting zu übernehmen. Die Zusammenarbeit mit externen Challenge-Ownern aus Gemeinden sowie mit IT-Klein- und Mittelunternehmen wurde als besonders motivierend und lernwirksam beschrieben.
In informellen Rückmeldungen und im Rahmen der Abschlussrunde betonten Studierende insbesondere:
- die hohe Praxisrelevanz der Aufgabenstellungen,
- den intensiven Lernzuwachs durch die interdisziplinäre Teamarbeit,
- die Erfahrung realer Verantwortungsübernahme,
- die öffentliche Präsentation der Ergebnisse als besonders wirksamen Lernmoment.
Ein Studierender formulierte:
"Als Teilnehmer des Gemeinde-Hackathons im Haus der Digitalisierung war ich beeindruckt, was wir in nur zwei Tagen aktiver Zusammenarbeit und durch das Zusammenspiel unterschiedlichster Expertisen erreichen konnten." (Studierender)
Zur systematischen Qualitätssicherung wurde im Anschluss an die Durchführung eine strukturierte Fokusgruppe mit den beteiligten Facilitators und Kooperationspartnern durchgeführt. Diese bestätigte die hohe Motivation der Studierenden sowie die wahrgenommene Lernwirksamkeit des Formats. Die Ergebnisse wurden dokumentiert und in konkrete Maßnahmen für die nächste Durchführung überführt. Für die kommende Durchführung ist eine ergänzende standardisierte Befragung der Studierenden geplant, um die Kompetenzentwicklung künftig auch quantitativ zu erfassen.
Nutzen und Mehrwert
Der besondere Mehrwert der digiWERKSTATT liegt in der systematischen didaktischen Rahmung eines Hackathon-Formats als curricular anschlussfähiges Lehrmodell. Während Hackathons häufig als einmalige Innovationsveranstaltungen konzipiert sind, wird die DigiWerkstatt als strukturierter Lernraum gestaltet, in dem kooperative Problemlösung, Kompetenzentwicklung und Praxisintegration gezielt miteinander verbunden werden.
Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist die Einbindung realer kommunaler Challenge Owner mit konkretem Umsetzungsinteresse. Studierende bearbeiten keine simulierten Fallstudien, sondern authentische Verwaltungsherausforderungen mit unmittelbarem gesellschaftlichem Bezug. Dadurch entsteht ein Lernsetting, das reale Verantwortung, Entscheidungsfähigkeit und reflektierte Innovationspraxis fördert.
Darüber hinaus zeichnet sich das Projekt durch eine klar definierte Kooperationsarchitektur aus: Hochschulen, Gemeinden und IT-Klein- und Mittelunternehmen arbeiten in interprofessionellen Teams zusammen. Unterschiedliche Wissensformen (wissenschaftlich, administrativ und unternehmerisch) werden systematisch integriert. Facilitators moderieren den Prozess und sichern die didaktische Qualität.
Der didaktische Wert zeigt sich insbesondere in:
- der Förderung interdisziplinärer und kooperativer Problemlösekompetenz,
- der Verbindung von Theorie, Praxis und gesellschaftlicher Verantwortung,
- der Sichtbarmachung von Kompetenzentwicklung durch strukturierte Reflexionsphasen,
- der Übertragbarkeit des Modells auf andere Hochschulen und Kooperationskontexte.
Die digiWERKSTATT leistet damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung kooperativer Hochschullehre, indem sie Innovationsdynamik, Praxisnähe und didaktische Struktur in einem nachhaltigen Lehr-Lern-Modell vereint.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2025
Die digiWERKSTATT ist als wiederkehrendes Lehrformat konzipiert und wird im Mai 2026 mit erweiterter Themenausrichtung sowie zusätzlicher Hochschulbeteiligung fortgeführt. Ziel ist es, das Format schrittweise curricular zu verstetigen und als festen Bestandteil kooperativer, praxisorientierter Lehrangebote zu etablieren.
Die systematische Dokumentation der ersten Durchführung sowie die Auswertung der Fokusgruppe mit Facilitators und Kooperationspartnern bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung des didaktischen Designs. Identifizierte Optimierungspotenziale, etwa hinsichtlich der Rolle der Facilitators, der Struktur von Feedbackphasen und der Einbindung der Challenge Owner, werden in der nächsten Durchführung gezielt berücksichtigt. Ergänzend ist eine standardisierte Befragung der Studierenden geplant, um die Kompetenzentwicklung künftig systematischer zu erfassen und datenbasiert weiterzuentwickeln.
Das zugrunde liegende Konzept ist aufgrund seiner klaren Prozessarchitektur, definierten Rollenstruktur und modularen Phasenlogik auf andere Lehrveranstaltungen und Kontexte übertragbar. Die digiWERKSTATT kann sowohl in wirtschafts-, verwaltungs- und technikorientierten Studiengängen als auch in interdisziplinären Projektmodulen eingesetzt werden. Ebenso ist eine Adaption für andere Kooperationspartner, etwa zivilgesellschaftliche Organisationen oder regionale Innovationsinitiativen, möglich.
Durch die Verbindung von authentischen Problemstellungen, strukturierter Kooperation und reflektierter Kompetenzentwicklung bietet das Modell ein skalierbares Format für kooperative Hochschullehre innerhalb und außerhalb der Hochschule.
Institutionelle Unterstützung
Die digiWERKSTATT ist institutionell in die Aktivitäten der Universität für Weiterbildung Krems eingebettet und wird durch das Department für eGovernance in Wirtschaft und Verwaltung sowie das Department für Weiterbildungsforschung und Bildungstechnologien fachlich, didaktisch und koordinierend getragen. Die beteiligten Departments stellen personelle Ressourcen für Konzeption, didaktische Ausgestaltung, Moderation und Qualitätssicherung des Formats zur Verfügung.
Darüber hinaus ist das Projekt in das Interreg-Projekt BRIE (Building Regional Innovation Ecosystems) eingebunden, wodurch eine strategische Anbindung an regionale Innovations- und Kooperationsstrukturen gewährleistet ist. Die Durchführung erfolgt im Haus der Digitalisierung und in enger Kooperation mit der Geschäftsstelle für Technologie & Digitalisierung des Landes Niederösterreich, die infrastrukturelle Rahmenbedingungen sowie organisatorische Unterstützung bereitstellt.
Die institutionelle Verankerung zeigt sich zudem in der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit und der Einbindung weiterer Lehrender sowie externer Expert:innen. Durch diese strukturelle Unterstützung sind die nachhaltige Weiterführung und Weiterentwicklung des Formats abgesichert.
Die digiWERKSTATT ist in die Qualitätsentwicklungsprozesse der beteiligten Departments eingebettet. Rückmeldungen aus der Durchführung werden systematisch dokumentiert und im Rahmen interner Abstimmungen reflektiert. Die strukturierte Fokusgruppe mit Facilitators und Kooperationspartnern diente dabei als zentrales Instrument zur Identifikation von Stärken und Optimierungspotenzialen. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in konkrete Weiterentwicklungsmaßnahmen überführt, etwa hinsichtlich der Ausgestaltung von Feedbackphasen, der Rollenklärung der Facilitators sowie der frühzeitigen Einbindung der Challenge-Owner. Damit folgt die Weiterentwicklung des Formats einem iterativen Qualitätskreislauf aus Planung, Durchführung, Reflexion und Anpassung. Für zukünftige Durchführungen ist ergänzend eine standardisierte Studierendenbefragung vorgesehen, um die Kompetenzentwicklung systematischer zu erfassen und die Weiterentwicklung datenbasiert zu unterstützen. Durch diese Rückkopplungsschleifen ist das Projekt nicht als einmaliges Format angelegt, sondern als lernendes Lehrmodell, das kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Kooperationspartner/innen
Weitere inländische Hochschulen
- IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems GmbH
- Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten GmbH