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Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026

Sehen – Erkennen – Verstehen: Digitalisierung transformiert die histologische Morphologie und verankert Wissen nachhaltig

Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung

Screenshot des Moodle-Kurses erstellt von Nina Zila

Übersicht des Moodle-Kurses zur Lehrveranstaltung "Histologische Morphologie", inkl. Detailansicht zum Block Ösophagus

Ars Docendi Kategorie

Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur

Ars Docendi Kriterien

  • Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz
  • Innovative Hochschuldidaktik
  • Studierenden- und Kompetenzorientierung

Gruppengröße

50-150

Anreißer (Teaser)

Digitale Lernvideos, virtuelle Mikroskopie, Lernkartei und Selbsttests: Die Lehrveranstaltung kombiniert flexible Online-Lernphasen mit praxisorientierten Präsenzübungen und ermöglicht damit ein orts- und zeitunabhängiges, selbstgesteuertes Lernen.

Kurzzusammenfassung des Projekts

Die Lehrveranstaltung „Histologische Morphologie“ im Studiengang Biomedizinische Analytik an der Hochschule Campus Wien wurde umfassend digital weiterentwickelt, um ein flexibles, studierendenzentriertes Lernkonzept zu schaffen. Traditionelle Lehrformate wurden durch digitale Selbstlernphasen und praxisorientierte Präsenzübungen ergänzt.

Zentrales Element ist ein didaktisch strukturierter Moodle-Kurs, der Inhalte nach Organsystemen organisiert. Zu jedem Themengebiet stehen Skriptum, Präsentationen, eigens produzierte Lernvideos, interaktive H5P-Lernkarteien sowie Selbstüberprüfungs-Quizzes zur Verfügung. Diese fördern abwechslungsreiche Wissensvermittlung und selbstgesteuertes Lernen.

Ein wesentlicher Bestandteil ist die virtuelle Mikroskopie: Studierende erhalten über eine digitale Plattform Zugang zu hochauflösenden Scans histologischer Präparate, die orts- und zeitunabhängig sowie beliebig oft untersucht werden können.

Eine im Moodle-Kurs integrierte Bedingungslogik strukturiert den Lernprozess und stellt sicher, dass Grundlagen vor komplexeren Inhalten bearbeitet werden.

Die digitalen Lernphasen werden durch Präsenzübungen ergänzt, in denen reale Präparate mikroskopiert, Fragen geklärt und fachlicher Austausch gefördert wird. Das Konzept unterstützt besonders berufstätige Studierende durch eine bessere Vereinbarkeit von Studium und Beruf.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The course “Histological Morphology” in the Biomedical Science program at the University of Applied Sciences Campus Vienna was redesigned to create a flexible, student-centered learning environment by combining digital learning with practical on-site sessions.

At the core of the concept is a structured Moodle course organized by organ systems. Each topic includes lecture notes, presentations, self-produced learning videos, interactive H5P flashcards, and self-assessment quizzes. These resources support different learning styles and promote self-directed learning.

A key component is the integration of virtual microscopy. Via an Olympus platform, students access a large collection of histological specimens as high-resolution digital slides that can be explored similarly to a real microscope, allowing repeated and location-independent study.

Conditional progression within the Moodle course structures the learning process and ensures that essential content is completed before advancing to more complex topics.

Online learning phases are complemented by on-site practice sessions where students work with real specimens, clarify questions, and exchange ideas with lecturers and peers.

The concept supports both full-time and part-time students, particularly benefiting working students through flexible asynchronous learning.

Nähere Beschreibung des Projekts

Die Lehrveranstaltung „Histologische Morphologie“ ist ein zentrales Grundlagenfach im Studiengang Biomedizinische Analytik an der Hochschule Campus Wien. Traditionell wurde die Vermittlung der Inhalte überwiegend in Präsenz durchgeführt, wobei Studierende histologische Präparate im Mikroskop untersuchten und begleitende theoretische Inhalte in klassischen Lehrformaten vermittelt wurden. Diese Lehrform stellte jedoch sowohl für Lehrende als auch für Studierende organisatorische und didaktische Herausforderungen dar: Die Lerninhalte sind umfangreich, die praktische Mikroskopie erfordert viel Zeit, und die Lern- und Übungsmöglichkeiten waren stark an Präsenzzeiten gebunden.

Vor diesem Hintergrund wurde die Lehrveranstaltung umfassend digital weiterentwickelt. Ziel des Projekts war es, ein flexibles, studierendenzentriertes Lernkonzept zu entwickeln, das die Präsenzlehre sinnvoll ergänzt, selbstgesteuertes Lernen unterstützt und gleichzeitig die Qualität der praktischen Ausbildung erhält.

Im Zentrum des Projekts steht ein didaktisch strukturierter Moodle-Kurs, der die Inhalte nach Organsystemen gliedert. Für jedes Themengebiet stehen mehrere digitale Lernressourcen zur Verfügung: eigens produzierte Lernvideos, interaktive H5P-Lernkarteien sowie digitale Selbstüberprüfungs-Quizzes. Diese Elemente ermöglichen eine abwechslungsreiche, multimodale Wissensvermittlung und unterstützen unterschiedliche Lernstile. Durch integrierte Selbsttests können Studierende ihren Lernfortschritt kontinuierlich überprüfen und Wissenslücken frühzeitig erkennen.

Ein wesentliches Element des Projekts ist die Integration virtueller Mikroskopie. Über eine digitale Plattform erhalten Studierende Zugang zu einer umfangreichen Sammlung histologischer Präparate, die als hochauflösende digitale Scans zur Verfügung stehen. Diese Präparate können ähnlich wie an einem realen Mikroskop untersucht werden; eine Praxis, die in der Routine als digitale Pathologie bereits etabliert ist. Dadurch wird ein orts- und zeitunabhängiger Zugang zu Lernmaterial ermöglicht, und die Studierenden können das mikroskopische Arbeiten beliebig oft wiederholen.

Zur didaktischen Strukturierung des Lernprozesses wurde im Moodle-Kurs eine Bedingungslogik implementiert. Bestimmte Inhalte müssen abgeschlossen werden, bevor das nächste Organsystem freigeschaltet wird. Diese Struktur unterstützt einen systematischen Lernfortschritt und stellt sicher, dass grundlegende Inhalte verstanden wurden, bevor komplexere Themen bearbeitet werden.

Die digitalen Selbstlernphasen werden durch gezielte Präsenzübungen ergänzt. In diesen Einheiten haben Studierende die Möglichkeit, histologische Präparate selbstständig zu mikroskopieren, Fragen zur Theorie zu klären und gemeinsam mit Lehrenden sowie Mitstudierenden zu diskutieren. Dadurch entsteht eine didaktisch sinnvolle Verbindung von asynchronem Online-Lernen und praktischer Anwendung vor Ort.

Das Lehrprojekt richtet sich an Studierende des Studiengangs Biomedizinische Analytik in Vollzeit sowie im berufsbegleitenden Studienformat. Gerade für berufsbegleitend Studierende bietet die flexible Struktur erhebliche Vorteile: Lerninhalte können zeit- und ortsunabhängig bearbeitet werden, was die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und privaten Verpflichtungen erleichtert. Gleichzeitig profitieren auch Vollzeitstudierende von der Möglichkeit, Inhalte individuell zu wiederholen und ihr Lerntempo anzupassen.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, Studierende stärker in die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess einzubinden. Die Kombination aus digitalen Lernmaterialien, interaktiven Übungen, virtueller Mikroskopie und praktischen Präsenzphasen fördert sowohl selbstständiges Lernen als auch kollaborativen Austausch.

Die Erfahrungen aus der bisherigen Umsetzung zeigen, dass das Konzept zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den Lerninhalten führt. Studierende nutzen die digitalen Ressourcen aktiv zur Vorbereitung und Wiederholung der Inhalte, wodurch Präsenzzeiten verstärkt für vertiefende Diskussionen und praktische Übungen genutzt werden können.

Das Projekt stellt somit ein Beispiel für eine moderne, hybride Lehrgestaltung dar, die digitale Technologien gezielt einsetzt, um Lernprozesse flexibler, nachhaltiger und studierendenorientierter zu gestalten.

Akzeptanz und Resonanz

Das Lehrprojekt wird von den Studierenden sehr positiv angenommen. Besonders geschätzt wird die Möglichkeit, Lerninhalte zeit- und ortsunabhängig bearbeiten zu können und diese bei Bedarf beliebig oft zu wiederholen. Die digitalen Lernvideos sowie die interaktiven Selbstüberprüfungsformate werden regelmäßig genutzt, um Inhalte eigenständig zu erarbeiten oder zur Prüfungsvorbereitung zu wiederholen.

Rückmeldungen aus Lehrveranstaltungsevaluierungen zeigen, dass Studierende insbesondere die klare Struktur des Moodle-Kurses sowie die Gliederung der Inhalte nach Organsystemen als hilfreich empfinden. Auch die Kombination aus digitalen Selbstlernphasen und praktischen Präsenzübungen wird als didaktisch sinnvoll bewertet, da sie sowohl eigenständiges Lernen als auch persönlichen Austausch ermöglicht.

Die virtuelle Mikroskopie wird ebenfalls sehr positiv bewertet. Studierende berichten, dass sie durch die digitalen Präparate die Möglichkeit haben, mikroskopische Strukturen intensiver zu studieren als in klassischen Präsenzformaten, da sie nicht an begrenzte Laborzeiten gebunden sind.

Besonders für Studierende im berufsbegleitenden Studienformat stellt das flexible Lernangebot einen großen Vorteil dar. Die Möglichkeit, Lerninhalte asynchron zu bearbeiten, erleichtert die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und privaten Verpflichtungen erheblich.

Auch aus didaktischer Sicht zeigt sich eine positive Entwicklung: Da sich Studierende bereits vor den Präsenzübungen intensiv mit den Inhalten auseinandersetzen, können die gemeinsamen Einheiten stärker für vertiefende Fragen, Diskussionen und praktische Übungen genutzt werden.

Insgesamt zeigt sich, dass das Projekt nicht nur die Lernmöglichkeiten erweitert, sondern auch zu einer aktiveren Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten beiträgt. Da die Lehrveranstaltung als Basis für die Lehrveranstaltungen „Histologische Labordiagnostik 1 + 2“ dient, können die Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt erneut abgerufen werden, was zu einem nachhaltigen Wissenserwerb führt.

Nutzen und Mehrwert

Das Lehrprojekt bietet einen besonderen Mehrwert durch die gezielte Kombination digitaler Lernmethoden mit praxisorientierter Präsenzlehre. Anstelle einer rein traditionellen Wissensvermittlung wird ein hybrides Lernkonzept umgesetzt, das selbstgesteuertes Lernen, flexible Lernzeiten und praktische Anwendung miteinander verbindet.

Ein zentraler Mehrwert liegt in der Flexibilisierung der Lehre. Durch digitale Lernvideos, interaktive Lernmaterialien und virtuelle Mikroskopie können Studierende Lerninhalte orts- und zeitunabhängig bearbeiten und in ihrem individuellen Lerntempo wiederholen. Dies unterstützt unterschiedliche Lernstrategien und ermöglicht eine nachhaltigere Wissensaneignung.

Die Integration virtueller Mikroskopie stellt ein besonderes didaktisches Alleinstellungsmerkmal dar. Studierende können histologische Präparate jederzeit digital analysieren und mikroskopische Strukturen gezielt erkunden. Dadurch wird das praktische Lernen erweitert und die Vorbereitung auf Präsenzübungen verbessert.

Gleichzeitig bleiben zentrale Elemente der praktischen Ausbildung erhalten: In den Präsenzübungen arbeiten Studierende mit physischen Präparaten, wenden ihr Wissen praktisch an und können Fragen direkt mit Lehrenden klären. Dadurch entsteht eine didaktisch sinnvolle Verbindung von digitalem Lernen und praktischer Erfahrung.

Ein weiterer Mehrwert liegt in der verbesserten Studierbarkeit für unterschiedliche Studierendengruppen. Das flexible Lernkonzept kommt insbesondere berufsbegleitend Studierenden zugute, da es ihnen ermöglicht, Studium und Erwerbstätigkeit besser zu vereinbaren. Damit trägt das Projekt auch zu sozialer Teilhabe und finanzieller Stabilität während des Studiums bei.

Insgesamt schafft das Projekt eine moderne Lernumgebung, die digitale Technologien gezielt nutzt, um Lernprozesse effizienter, flexibler und studierendenorientierter zu gestalten.

Übertragbarkeit und Langlebigkeit

Das Projekt läuft seit 2025

Das Lehrprojekt zur digitalen und hybriden Gestaltung der Lehrveranstaltung „Histologische Morphologie“ ist langfristig angelegt und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Seit der Einführung der digitalen Lernformate werden Inhalte regelmäßig evaluiert und auf Basis von Studierendenfeedback sowie didaktischen Erfahrungen optimiert.

Ein zentrales Ziel ist die laufende Erweiterung und Verbesserung der digitalen Lernressourcen. Dazu zählen die Aktualisierung und Ergänzung der Lernvideos, die Weiterentwicklung interaktiver Lernmodule sowie der Ausbau der digitalen Präparatesammlung für die virtuelle Mikroskopie.

Das Konzept ist nachhaltig konzipiert und auf andere Lehrveranstaltungen übertragbar, insbesondere in Studiengängen mit praktischen oder laborbasierten Lernanteilen. Die Kombination aus asynchronen Online-Lernphasen, interaktiven Selbstüberprüfungen und gezielten Präsenzübungen kann auch in naturwissenschaftlichen, medizinischen oder technischen Ausbildungsbereichen eingesetzt werden.

Besonders relevant ist das Modell für Studienprogramme in Vollzeit und berufsbegleitender Form. Die flexible Struktur erleichtert die Vereinbarkeit von Studium und Beruf.

Langfristig bietet das Projekt Potenzial für hochschulübergreifende Kooperationen und kann als Best-Practice-Beispiel Impulse für die Weiterentwicklung digitaler Lehre geben.

Institutionelle Unterstützung

Die Umsetzung des Lehrprojekts wird durch die Hochschule Campus Wien auf mehreren Ebenen unterstützt. Die Hochschule stellt die notwendige digitale Infrastruktur bereit, insbesondere durch die Nutzung der Lernplattform Moodle sowie durch den Zugang zu digitalen Tools für interaktive Lernformate und virtuelle Mikroskopie.

Darüber hinaus ermöglicht die institutionelle Infrastruktur die Integration digitaler Lehrmethoden in bestehende Studienprogramme. Technische Ressourcen, Plattformlösungen sowie organisatorische Unterstützung tragen dazu bei, dass digitale und hybride Lehrformate nachhaltig umgesetzt werden können.

Auch hochschuldidaktische Angebote unterstützen Lehrende bei der Entwicklung innovativer Lehrkonzepte. Weiterbildungsangebote und interne Austauschformate fördern die kontinuierliche Weiterentwicklung digitaler Lehrmethoden und ermöglichen die Qualitätssicherung der Lehrveranstaltungen.

Die Umsetzung des Projekts steht im Einklang mit den strategischen Zielen der Hochschule, innovative Lehrformate zu fördern, die Studierbarkeit zu verbessern und flexible Studienmodelle zu unterstützen. Besonders im Studiengang Biomedizinische Analytik, der sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend angeboten wird, trägt die digitale Erweiterung der Lehre wesentlich dazu bei, unterschiedliche Lebensrealitäten der Studierenden zu berücksichtigen.

Damit unterstützt die Hochschule nicht nur die didaktische Innovation, sondern leistet auch einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Studium und Erwerbstätigkeit sowie zur langfristigen Sicherung qualifizierter Fachkräfte im Gesundheitswesen.