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Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026

Die 15-Minuten-Stadt in den Wiener Stadträndern

Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung

Loeschenbrand/Tobisch/Psenner/Giolai

Collage ausgewählter Lehrveranstaltungsposter

Ars Docendi Kategorie

Forschungsbezogene bzw. kunstgeleitete Lehre

Ars Docendi Kriterien

  • Innovative Hochschuldidaktik
  • Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
  • Partizipation und Mitgestaltung

Gruppengröße

< 20

Anreißer (Teaser)

TUWien erforscht die 15min Stadt an den Wiener Stadträndern: forschungsgeleitete Design Studios und Seminare entwickeln smarte Nahversorgungs & Mobilitätslösungen, stärken lokale Kreisläufe und testen chronourbanistische Methoden im DUT EMC2 Projekt

Kurzzusammenfassung des Projekts

Die Lehrveranstaltungsreihe „15-min-Stadt in den Wiener Stadträndern“ ist ein innovatives und forschungsgeleitetes Lehrformat, das über drei plus ein Semester konzipiert ist und insgesamt sieben Lehrveranstaltungen umfasst. In jeweils drei Seminaren und Design Studios (+ ein abschließendes) wurde mit über 90 Studierenden erörtert, wie sich die Stadtrandbereiche Wiens morphologisch entwickelt haben und wie sie sich unter dem Schwerpunkt einer 15-min-Stadt weiterentwickeln können. Dabei werden gegenwärtige urbane Herausforderungen adressiert — Keywords: Umwelt- und Klimaschutz, Stärkung lokaler Kreisläufe und Gemeinschaften, Förderung aktiver Mobilität — und es wird ein gesonderter Fokus auf die Inklusion der aktuell prägenden Straßen- und Angerdörfer gelegt, die hochrelevant für die lokale Identität sind. Den Rahmen für diese Lehrveranstaltungsreihe bildet das DUT- Forschungsprojekt “EMC2 – The Evolutive Meshed Compact City: A pragmatic transition pathway to the 15-minute City for European metropolitan peripheries”.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The course series ‘15-minute city in the outskirts of Vienna’ is an innovative and research-led teaching format designed to run over three plus one semester and comprising a total of seven courses. In three seminars and three design studios (+ a final one), more than 90 students discussed how the outskirts of Vienna have developed morphologically and how they might/should evolve with a focus on a 15-minute city. Current urban challenges are addressed — keywords: environmental and climate protection, strengthening local cycles and communities, promoting active mobility — and a special focus is placed on the inclusion of the currently still dominant Straßen- und Angerdörfer, which are highly relevant to local identity. The framework for this series of courses is provided by the DUT research project ‘EMC2 – The Evolutive Meshed Compact City: A pragmatic transition pathway to the 15-minute City for European metropolitan peripheries’.

Nähere Beschreibung des Projekts

Intro

Die Lehrveranstaltungsreihe „15-Minuten-Stadt in den Wiener Stadträndern“ ist ein für vier Semester konzipiertes, innovatives und forschungsgeleitetes Lehrformat mit der Zielsetzung, die peripheren Stadtrandlagen Wiens im Hinblick urbaner Herausforderungen zu untersuchen und weiterzuentwickeln. Als potenzielle Lösung ist das Konzept der 15-Minuten-Stadt hierzu äußerst vielversprechend und inkludiert Themen wie: Förderung der Lebensqualität für Bewohner*innen, Umwelt- und Klimaschutz, Reduzierung von Emissionen, Stärkung lokaler Kreisläufe und Gemeinschaften, Förderung aktiver Mobilität, Gesundheitsaspekte etc. Die für die 15-Minuten-Stadt erforderliche Dichte von Einrichtungen und Infrastrukturen, welche wir im konsolidierten Stadtbereich eher vorfinden, benötigt am Stadtrand jedoch angepasste und intelligente Lösungen. Die Entwicklung dieser intelligenten Lösungsansätze ist integraler Bestandteil des Forschungsprojektes „EMC2“ sowie insbesondere der in der Auseinandersetzung zwischen Lehrenden und Architekturstudierenden im Rahmen der Lehrveranstaltungsreihe „15min Stadt in den Wiener Stadträndern“.

Die von Carlos Moreno vorgestellte Konzeption der 15-Minuten-Stadt stieß in den vergangenen Jahren auf große Resonanz, beeinflusste Strömungen in der Stadtplanung und entwickelte sich zu einem zentralen Element in der urbanistischen Forschungswelt. Das Konzept ist inzwischen wesentlicher Bestandteil von Forschungscalls, wie beispielsweise beim Driving Urban Transitions Partnership (DUT), welches durch die Europäische Kommission kofinanziert wird. Ein solches DUT-Forschungsprojekt, das sich mit der Implementierung der 15-Minuten-Stadt in Stadtrandgebieten befasst, ist das „EMC2 – The Evolutive Meshed Compact City: A pragmatic transition pathway to the 15-minute City for European metropolitan peripheries“ (Laufzeit 2023-2026). Zusammen mit Projektpartnern aus Nizza (FR), Pisa (I) und Göteborg (S) arbeitet die Forschungsgruppe um Angelika Psenner (FoB Städtebau, TUW) mit ihren Projektassistent*innen Daniel Löschenbrand und Susanne Tobisch an diesem internationalen Forschungsprojekt.

Im Zuge dessen wurde die hier zur Einreichung gebrachte Lehrveranstaltungsreihe – u.a. im Austausch mit den Historiker Friedrich Hauer und mit Vanessa Giolai – für die TU Wien entwickelt. Wesentlich für die Konzeption der LVA war die Ausrichtung als forschungsgeleitete Lehre sowie die Durchführung eines Design-Studios und eines Wahlseminars als „Lehrveranstaltungs-Tandem“ pro Semester (in Summe drei Tandems bzw. sechs Lehrveranstaltungen, plus ein abschließendes Design-Studio im aktuellen Semester). Die Kooperation dieser beiden Lehrveranstaltungsformate innerhalb eines Semesters führte einerseits zu einem wertvollen Wissenstransfer zwischen den beiden LVA’s und andererseits zu überzeugenden Resultaten seitens der Studierenden, sowie zu fundierteren Rückschlüssen für das Forschungsprojekt. Relevant hierfür war die Integration von „Research by Design“ als Zugang für die Design-Studios sowie die Arbeit mit klaren Analysetemplates für die Studierenden in den Design-Studios und Seminaren. Während sich die Design-Studios der perspektivischen Weiterentwicklung auf Basis forschungsrelevanter Inhalte widmeten, fokussierten die Wahlseminare auf die Aufarbeitung der historischen Genese der entsprechenden Untersuchungsräume mittels Literaturrecherche und lieferten eine vertiefte Analyse.

Background

Um zu verstehen, wie die 15-Minuten-Stadt in die Wiener Stadtränder implementiert werden kann, ist vor allem ein fundiertes und morphologisches Wissen über diesen räumlichen Kontext relevant. Sowohl historisch als auch gegenwärtig sind die Stadtränder Wiens durch historische Straßen- und Angerdörfer charakterisiert, die einen Ring um die konsolidierten Stadtbereiche Wiens bilden. Hierbei finden sich teilweise sehr regelmäßige Abstände von ca. 30 Minuten zwischen diesen einzelnen Dorfstrukturen, wodurch sich dieses historisch gewachsene dörfliche Basislayout ideal für chronourbanistische Stadtplanungskonzepte wie die 15-Minuten-Stadt eignet. Dementsprechend bildeten die Straßen- und Angerdörfer den zentralen Ankerpunkt innerhalb der Lehrveranstaltungsreihe. Aufgrund der Häufigkeit der Straßen- und Angerdörfer und der Größe des Untersuchungsraums Wien wurde dieser vorab von den Lehrenden in drei Bereiche unterteilt. Diese Dreiteilung, die geografisch sehr unterschiedliche Situationen innerhalb des Untersuchungsraums fasst, spiegelt sich in der über drei Semester konzipierten Lehre, und wird im vierten, dem abschließenden Semester zusammengefasst.

Methoden & Studierendenperspektive

In den ersten drei Semestern wurde jeweils ein Design-Studio und ein Seminar durchgeführt. In den daraus resultierenden 6 Lehrveranstaltungen wurde mit in Summe mit über 70 Studierende zusammengearbeitet. Erfreulich hierbei war auch, dass sich eine Anzahl von Studierenden fand, welche Design-Studio gemeinsam mit dem Seminar belegten – trotzdem dies vom allgemeinen Lehrplan nicht so vorgesehen ist – die LVAs sind im normalen Ablauf zeitlich versetzt gelegt.

Kooperative Termine

Für das Lehrveranstaltungs-Tandem bestehend aus Design-Studio und Seminar wurden für das jeweilige Semester getrennte sowie gemeinsame Termine vorgesehen.

  • Kick Off Event

Zu Semesterbeginn wurde jeweils ein gemeinsamer Kick Off beider Lehrveranstaltungen organisiert. Die Studierenden erhielten dabei eine Vielzahl von Inputs, mit Bezug zum Forschungsprojekt oder hinsichtlich des Untersuchungsraums. Für die Kick Off Veranstaltungen zum zweiten und dritten Semester wurden darüber hinaus, die jeweils vorangegangen Semester aufgearbeitet und den Studierenden als Orientierung präsentiert.

  • Kooperativer Workshop

Einmal pro Semester wurde ein kooperativer Workshop mit beiden Lehrveranstaltungen organisiert. Der Fokus lag auf dem Wissenstransfer zwischen den Lehrveranstaltungen. Die Studierenden des Design-Studios sollten von den vertieften Analysen aus dem Seminar profitieren und vice versa sollten die Studierende des Seminars für die Findung ihres Seminararbeitsthemas von dem eher konzeptionell geprägten Zugang aus dem Design-Studio Nutzen ziehen.

  • Symposium

Um Lehre sichtbar(er) zu machen und um Fachleute gezielt anzusprechen wurde jeweils zum Semesterende ein öffentlich zugängliches Symposium – zumeist in der IG-Architektur in Wien – veranstaltet (Dissemination to Public; Förderung der Außenwirkung), in dem beide Lehrveranstaltungen ihre Schlusspräsentationen abhielten. Im Rahmen dieser Symposien fanden ergänzend dazu Stadtspaziergänge, Workshops mit den Studierenden sowie Inputs und Keynotes von externen Expert*innen statt. Zu diesem – zumeist zweitägigen Event - wurden ebenso die internationalen universitären Konsortiums-Mitglieder des Forschungsprojektes nach Wien eingeladen, welche im Zuge dessen teilweise auch als Gastkritiker*innen fungierten.

Analysetemplates und Vorarbeiten

Im Hinblick auf die forschungsgeleitete Lehre und die Verwertung der Ergebnisse der Studierenden aus dem Design-Studio und dem Seminar im Rahmen des Forschungsprojekts, lag ein besonderer Fokus auf entsprechenden Templates zu bestimmten Entwurfsthemen und Schwerpunktanalysen (bspw. Infrastruktur-Mapping, morphogenetische Aufarbeitung der Untersuchungsräume etc.). Um diese Erkenntnisse weiterzubearbeiten, war es darüber hinaus relevant, Arbeitsstandards und Dateiformate für die Studierenden festzulegen. Die Erstellung und Definition dieser Standards und Templates erforderte von den Lehrenden im Vorfeld eine vergleichsweise hohe Arbeitsleistung.

Ziele

Neben den allgemein gültigen Zielsetzungen — der Auseinandersetzung und dem Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten im Seminar sowie der Kompetenz städtebauliche Entwürfe im Rahmen der Design Studios zu erlernen — lassen sich in Bezug auf die Lehrveranstaltungsreihe vier Zielsetzungen besonders hervorheben:

  • Zugang zu vertieften Forschungsmethoden für Studierende

Im Vergleich zu anderen Studiengängen müssen sich Architekturstudierende in ihrem Studium weniger mit dem Verfassen wissenschaftlicher Texte und der dazugehörigen Untersuchungen auseinandersetzen. Der Fokus der Ausbildung liegt auf der praktischen Anwendung der Planungs-, Kommunikations- und Verhandlungs-Skills für planende Ingenieure und Ingenieurinnen. Vor allem die Design-Studios sind normalerweise weniger forschungs- als praxis-orientiert. Dementsprechend war es eine konkrete Zielsetzung, Methoden und Zugänge aus dem Bereich Design Research bzw. Research by Design anzuwenden und den Studierenden dieses Themenfeld im Rahmen von forschungsgeleiteter Lehre zu öffnen.

Im Wahlseminar wurde ein gesonderter Fokus auf die Erstellung morphogenetischer Diagramme gelegt, also die Visualisierung und Untersuchung der baulichen Genese anhand einzelner Zeitschnitte für jedes Straßen- und Angerdorf. Die Vermittlung dieser speziellen Methodik, die im Bereich Urban Morphology verortet ist, war eine zentrale Zielsetzung.

  • Generierung relevanter Inhalte für das Forschungsprojekt

Eine weitere Zielsetzung war es die Tätigkeiten der Studierenden mit ihren Analysen und Untersuchungen so zu organisieren, dass relevante und verwertbare Inhalte für das Forschungsprojekt entstehen. Dabei wurde den Studierenden auch vermittelt, dass sie somit Teil der Forschungsgruppe sind und ihn diesem Projekt partizipieren. Ein Faktor der laut mündlichem Feedback der Studierenden besonders geschätzt wurde.

  • Vermittlung systemisches Denken

Ein wesentlicher Aspekt der 15-Minuten-Stadt-Konzeption ist auf einer systemischen Ebene verortet, wenn sich Themen aus der Soziologie, Ökologie, Ökonomie etc. sich in Bezug zu gebauten Strukturen als komplexes Ganzes verhalten und unterschiedliche Konsequenzen und Korrelationen auf verschiedenen Ebenen hervorrufen. Um im Bereich Städtebau und Urbanismus perspektivisch nachhaltige Designs zu entwickeln, insbesondere angesichts begrenzter Ressourcen und klimatischer Veränderungen, ist besonders für Planer*innen genau dieses systemische Denken erforderlich.

  • Neue Lehrformate & Inklusion

Die über vier Semester durchgetaktete Lehrveranstaltungsreihe zeichnet sich durch eine methodische Konsistenz aus und bot dennoch immer wieder Raum, unterschiedliche pädagogische Formate, vor allem im Design-Studio, zu integrieren und zu testen. So wurde beispielsweise im Design-Studio 2 ein prozesshafter Schwerpunkt gewählt. Die Studierenden mussten sich mehrfach im Semester in Workshop-Formaten eigenständig über Organisation, Abgabeumfang und Ablauf der Termine einigen. Die Betreuenden moderierten diese Entscheidungsfindungen, zogen sich in entscheidenden Phasen jedoch auch immer wieder zurück, um selbstständiges Verhandeln und Sich-gemeinschaftlich-Einigen zu fördern. Die daraus resultierenden Beschlüsse zum Ablauf und Format wurden anschließend von den Lehrenden für die nächsten Wochen bzw. Monate übernommen. 

Akzeptanz und Resonanz

Vor allem im Hinblick auf den forschungsbasierten und teilweise experimentellen Ansatz innerhalb dieser Lehrveranstaltung war umfassendes Feedback der Studierenden für die Lehrenden von höchster Relevanz. Dementsprechend wurden unter anderem die Symposien genutzt, um mit jedem/jeder Studierenden ein persönliches, bis zu 20-minütiges Feedbackgespräch zu führen. Dieses Feedback war besonders wichtig, da die Studierenden wenig vertraut mit forschungsbezogenen Arbeitsweisen und sich dadurch teilweise sehr gefordert fühlten. Das Feedback floss iterativ direkt in die weitere Konzeption der LVA-Reihe ein.

Der in Relation zu anderen vergleichbaren Lehrveranstaltungen höhere Analyse- bzw. Arbeitsaufwand für die Studierenden, hauptsächlich resultierend aus den intensiven forschungsbezogenen Arbeitsweise, führte laut den Studierenden zwar zu Mehraufwänden, jedoch auch zu überzeugenderen Ergebnissen in den jeweiligen Formaten. Trotz der anspruchsvollen Aufgabenstellungen kommunizierten die Studierenden durchweg sehr positives Feedback, da sie sich durch die intensiven Auseinandersetzungen besser auf spätere Herausforderungen vorbereitet sahen.

Nutzen und Mehrwert

Neues Format

Eine derartige forschungsbasierte Lehrveranstaltungsreihe, die jeweils ein Design-Studio und ein Seminar kombiniert und darüber hinaus über mehrere Semester fortgesetzt – und dabei weiterentwickelt – wird, ist nach dem Kenntnisstand der Lehrenden gänzlich neu an unserer Fakultät.

Innerhalb der drei plus eins Design-Studios konnten darüber hinaus unterschiedliche inhaltliche, wie auch pädagogische Konzepte getestet werden. So wurde beispielsweise der prozessorientierte Fokus im Design-Studio 2 in der Retrospektive als sehr wertvoll wahrgenommen wird, wofür die Studierenden jedoch eine intensive angeleitete Eingewöhnungszeit benötigten um in Folge selbstbestimmt über den weiteren Semesterablauf zu verhandeln und zu entscheiden. Derartige Formate fördern demnach die Fähigkeit zu Selbstbestimmung und Emanzipation der Studierenden. Dadurch sie besser für die Herausforderungen der Berufswelt und unserer Zukunft im Allgemeinen gerüstet.

Forschungsresultate & Inklusion

Die tatsächliche und durch die Lehrende vermittelte Inklusion in das Forschungsvorhaben, sowie die Möglichkeit der Präsentation der Studierendenarbeiten bei den Symposien führte bei den Studierenden zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema, sowie zu einer verstärkten Identifikation mit der Aufgabenstellung. Es entstanden in Folge besonders hochwertige Arbeiten.

Mithilfe der Templates, Arbeitsstandards und ergänzenden Feedbackschleifen zu den Aufgaben konnten ebenfalls zahlreiche für das Forschungsprojekt verwertbare Inhalte generiert werden. Exemplarisch seien hierzu die morphogenetischen Diagramme zu ausgewählten Straßen- und Angerdörfern mit vier Zeitschnitten genannt. Die morphogenetischen Analyse-Resultate der Studierenden wurden von Seiten der Projektassitent*innen und Lehrenden geprüft, ggf. korrigiert und final überarbeitet und zuletzt mit zwei weiteren Zeitschnitten ergänzt.

Transdisziplinarität

Innerhalb des Forschungsprojektes EMC2 sind neben Architekt*innen und Stadtplaner*innen vor allem auch Urbane Geograf*innen ­­vertreten. Durch die Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsprojektes, erhielten die Lehrenden an der TU Wien Zugang zu Wissen und Methoden aus dem Bereich Urban Geography. Dieses Know-How wurde wiederum an die Studierenden weitergegeben.

Übertragbarkeit und Langlebigkeit

Das Projekt läuft seit 2023

Gegebenenfalls geplanter Endzeitpunkt: 2026

Angedacht ist, dass die Lehrveranstaltungsreihe langfristig verankert, verbreitet und weiterentwickelt werden soll. Grundvoraussetzung hierfür ist eine weitere Projektfinanzierung. Aktuell arbeiten wir mit dem aktuellen Projektlead Giovanni Fusco an einer weiteren DUT-Einreichung. Jedenfalls soll mit einer Kombination aus offenen Standards, digitaler Infrastruktur, internationalen Partnerschaften und systematischer Evaluation die Lehrveranstaltungsreihe langfristig nutzbar, skalierbar und an neue urbane Kontexte übertragbar bleiben

Internationalisierung und Skalierung

  • Nutzung des EMC2‑Netzwerks (Nizza, Pisa, Göteborg) für gemeinsame Semesteraufgaben, Peer‑Reviews und Joint‑Studios.
  • Übertragung der Methode auf andere europäische Metropolränder (vergleichbare Straßen‑/Angerdorf‑Morphologien, polyzentrische Ränder).

Transfer in Praxis und Weiterbildung

  • Fortführung öffentlicher Symposien und Stadtspaziergänge als Verstetigungsformat; Einbindung kommunaler Akteur:innen (Bezirke, MA‑Stellen, ÖPNV‑Betreiber).

Alumni- und Mentoring-Struktur

  • Aufbau eines Alumni‑Netzwerks mit Mentoring für neue Kohorten und Gastkritiken aus Praxis und Forschung.
  • Einige Studierende aus den LVA-Gruppen werden nun von den Lehrende in ihrer Diplomarbeit, die sich thematisch jeweils an das behandelte Themenspektrum anlehnt, betreut
  • Geplant ist außerdem eine Dokumentation von Abschlussarbeiten/Projekten in einem öffentlich zugänglichen Online‑Atlas „15‑Minuten‑Stadtränder Wien“.

Die Möglichkeit zur curricularen Verankerung und Verstetigung ist derzeit aufgrund der aktuellen Finanzierungs- und Planungssituation an der TUW und der Fakultät für Architektur und Raumplanung leider (noch) nicht gegeben.

Institutionelle Unterstützung

Die Lehrveranstaltungsreihe wurde auf unterschiedlichen Ebenen seitens der Hochschule und durch das Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen unterstützt. Für ein Symposium erfolgten beispielsweise Zuschüsse für Catering oder für Reisekosten internationaler Gäste. Ebenso wurde uns Tutor*innen zur Seite gestellt, welche organisatorische Arbeiten vereinzelt übernahmen. Ebenso unterstützt das Institut mit den Studienassistent*innen die Lehrenden in der Anwerbung und Sichtbarmachung der Lehrveranstaltungen über Social Media und andere Kanäle.