Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026
Business Planning and Performance Management, PI (prüfungsimmanente Lehrveranstaltung) Unterrichtssprache: Englisch
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
WU Wien, Lucia Ugena, Joseph Krpelan
Das Poster wurde für "The Art of Teaching 2024" an der WU Wien in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Lucía Ugena erstellt und beschreibt das für den Ars Docendi 2023 nominierte LV-Design (Kategorie Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur).
Ars Docendi Kategorie
Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur
Ars Docendi Kriterien
- Innovative Hochschuldidaktik
- Studierenden- und Kompetenzorientierung
- Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
Gruppengröße
20-49
Anreißer (Teaser)
Im Kurs „Business Planning and Performance Management“ entwickeln Studierende in internationalen Teams Businesspläne, lösen Fallstudien, reflektieren kulturelle Unterschiede und präsentieren ihre Ergebnisse vor einer Jury aus Wirtschaftsexpert*innen.
Kurzzusammenfassung des Projekts
Die Lehrveranstaltung Business Planning and Performance Management findet im zweiten Semester des Master-Studiengangs Strategy, Innovation and Management Control (SIMC) statt. Ein zentrales Element der Lehrveranstaltung ist ein Unternehmensplanspiel, in welchem die Studierenden in internationalen Teams eigenständig einen Business Plan für ein fiktives Unternehmen entwickeln und diesen im Laufe des Semesters an die Rahmenbedingungen verschiedener globaler Märkte anpassen. Die Studierendengruppen werden dabei durch Coaching Sessions mit den Lehrenden und Feedbackschleifen mit den Kommiliton*innen unterstützt. Zum Abschluss des Semesters präsentieren die Studierenden ihren Business Plan einer Jury aus nationalen und internationalen Geschäftsleuten. Durch das Planspiel und weitere Eckpfeiler des Kurses werden eine Reihe an Transferable Skills, wie etwa die Kommunikation in internationalen Teams, die Reflexion kultureller Prägungen oder Komplexitätsmanagement gefördert.
Darüber hinaus bietet die Lehrveranstaltung Einblicke in die Unternehmens- und Non-Profit-Welt durch Fallstudien, die die Studierenden in Gruppen zu lösen haben. Gastredner*innen aus verschiedensten Industriebereichen, sowie Vertreter*innen der nationalen und internationalen Start-up-Szene vertiefen das Verständnis der Teilnehmer*innen für Geschäftspraktiken in unterschiedlichen internationalen Umgebungen.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
The Business Planning and Performance Management course is part of the Master in Strategy, Innovation and Management Control (SIMC). It takes place in the second semester of the program. This course is tailored to the needs of master students who seek to excel their proficiency in developing a business plan, testing it in a global market and work in mixed international teams. On top of that, the course offers insights from the corporate and non-profit world through case studies student teams have to solve. Guest speakers from various sectors, as well as representatives from the national and international start-up scene the understanding of participants regarding business practices in different international environments.
Teams develop a strategic business plan for “their” company in a virtual simulation game. Through constantly refining and assessing simulation results, they fine-tune their plan, develop and present it in front of a reputable jury (including national and international industry representatives). Case studies deepen the understanding of strategy further and teams learn to address international corporate challenges.
The pedagogy involves the use of a simulation game, guest lectures and case studies. Support for student groups is guaranteed through systematic guidance and coaching by the instructors and feedback loops among students.
Nähere Beschreibung des Projekts
Die PI besteht aus drei zentralen Kernelementen, welche in wechselseitiger Verbindung zueinanderstehen:
- Ein strategisches, virtuelles Unternehmensplanspiel
- Die stufenweise Entwicklung eines Geschäftsplans
- Zentrale Problemstellungen und Vorträge aus der Wirtschaftspraxis
Um die Lehr-Lernmethode in Bezug auf die dargestellten Kernelemente bestmöglich erklären zu können, werden im folgenden Abschnitt Charakteristika der Lehrveranstaltung aufgezeigt.
1. Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur
1.1 Einsatz innovativer Lehr- und Lernformen zur Umsetzung kompetenzorientierter Curricula
Um den Studierenden den Erwerb der benannten Kompetenzen zu ermöglichen, haben wir unterschiedlichste Lehr- und Lernformen entwickelt. So ist beispielsweise die Erstellung des Geschäftsplans stufenweise im Kurs eingebettet. Zunächst wollen wir den Studierenden Raum für ihre individuelle, strategische Ideenfindung geben. Dies ermöglicht es ihnen, bereits erlernte strategische Planungstools auf den konkreten Fall anzuwenden. Angeleitet durch individuelles Feedback der LV-Leiter*innen wird der erste kollektive Geschäftsplan der einzelnen Studierendengruppen entwickelt. Ein Workshop zu Praktiken der Geschäftsplanerstellung dient den Gruppen hierzu als Unterstützung. Es soll ein Raum geschaffen werden, um gängige Geschäftsplanbeispiele zu präsentieren, gegenseitig zu diskutieren bzw. kommentieren. Das angeregte Peer-Feedback seitens der Studierenden stellt hierbei eine markante Lehr-/Lernmethode dar. Angereichert wird dieser Austausch mit ergänzenden Kommentaren der LV-Verantwortlichen. Die daraus resultierenden Geschäftspläne werden im Anschluss von den LV-Leitern abermals in individuellen Gruppencoachings reflektiert und kommentiert. Durch diese Lehr- und Lernformen werden unter anderem die Kompetenzfelder Anwendung von Planungstools und Erstellung eines Unternehmensgeschäftsplans bedient. Als Transferable Skills werden effiziente Arbeitsweisen in Teams, als auch die Stärkung der wechselseitigen Feedbackkompetenz erzielt.
Um reale Veränderungen der Marktgegebenheiten zu simulieren, verbinden wir dieses Kurselement mit dem spielerisch, kompetitiven Element des Unternehmensplanspiels. Entwicklungen in der virtuellen Planspielwelt sollen sich auf Strategieentscheidungen und-adaptierungen im Geschäftsplan niederschlagen. So sind die Studierenden angehalten, die Ursprungsversion ihres Geschäftsplans zu editieren und an die momentanen Gegebenheiten im „Markt“ zu adaptieren. Das Kompetenzfeld der zielgerichteten Marktevaluierung bzw. Adaptierung auf neue Marktgegebenheiten wird durch diese Lehr- und Lernform gestärkt.
Den Abschluss dieser stufenweisen Geschäftsplanentwicklung bildet die Präsentation der zukünftigen Geschäftsentwicklung in der letzten Einheit des Kurses. Nach Abschluss der finalen Planspieleinheit sind die einzelnen Gruppen dazu angehalten, Entwicklungspotenziale ihres Unternehmens herauszufiltern und einer Fachjury aus Industrieexpert*innen zu präsentieren. Eine Kompetenzstärkung in den Bereichen Präsentationsfähigkeit bzw. Feedbackhandhabung geht damit einher (Beispielausarbeitungen finden Sie in der Dokumentensammlung).
Um in dieser Lehrveranstaltung nicht nur virtuelle Praxisgegebenheiten zu simulieren, sondern auch Anbindungen an die Arbeitswelt zu schaffen, sind die Studierenden des Weiteren mit der Beantwortung zentraler Problemstellungen zweier realer Unternehmungen betreut, welche parallel zu der Geschäftsplanaufgabe abläuft. Die Stärkung des Komplexitätsmanagements der Studierenden steht hier, neben der Evaluierung realer Marktgegebenheiten, im Fokus.
1.2 Neue Konzepte zur Überprüfung erworbener Kompetenzen bzw. deren Umsetzung
Verschiedenste Prüfungsmethoden stellen den Erwerb der beschriebenen Kompetenzen sicher. Neben der Bewertung der haptischen Studierendenausarbeitungen durch die LV-Leiter*innen, fließen auch Präsentationsfähigkeiten, Feedbackkompetenz und der kompetente Umgang mit kritischen Fragestellungen in die Bewertung mit ein. Um allen Gruppenmitgliedern die Möglichkeit zur Partizipation im Kurs zu geben und Anreize zur individuellen Aktivität innerhalb der Gruppe zu geben, haben wir neben dem Peer-Feedback auch ein anonymes Peer-Rating in die Kursstruktur integriert. Ergebnisse des Peer-Rating fließen in die finale Notengebung des Kurses mit ein.
1.3 Abgleich von Lehr-/Lernformen mit lernergebnisorientierten Leistungsfeststellungs- und Prüfungsmethoden
Diese Lehrveranstaltung besteht aus einer Vielzahl von Leistungsfeststellungkriterien. Unsere Herangehensweise hinsichtlich des Constructive Alignments möchten wir nun an Hand eines Beispiels darstellen. Abermals gehen wir dabei auf die stufenweise Erstellung des Geschäftsplans ein. Dieser umschließt folgende Lernergebnisse:
- strategische Planungstools (Frameworks) verstehen und anwenden
- einen Geschäftsplan (Business Plan) für ein Unternehmen erstellen
- Marktgegebenheiten evaluieren und auf reale Veränderungen des Marktes eingehen
- Entscheidungen vor einer erfahrenen Fachjury rechtfertigen
Darüber hinaus steht diese Aufgabe in Verbindung mit Erfahrungen in den folgenden Bereichen:
- Effiziente Arbeit und Kommunikation in diversen Teamsettings
- Weiterentwicklung verbaler und nonverbaler Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten unter Verwendung verschiedenster Vortragstechnologien
- Stärkung der wechselseitigen Feedbackkompetenz
Studierende lernen individuell und in der Gruppe einen realen Geschäftsplan im Rahmen des Planspiels zu erstellen. Dafür werden Sie in Gruppen eingeteilt und entwickeln eine Unternehmensidentität. Die schrittweise Erstellung eines Business Plans ist durch folgende Leistungsbereiche der Studierenden abgebildet:
- Erstellung eines individuellen Strategieplans
- Erstellung einer Präsentation zur Workshop-Vorbereitung
- Ersterstellung des Geschäftsplans als Gruppe auf Basis und Integration von i)
- Adaptierung des Geschäftsplans auf Basis des Feedbacks der LV-Leiter*innen
- Finale Jury-Präsentation der Zukunftsentwicklung des Unternehmens
Die schriftliche Abfassung eines individuellen Strategieplans gibt den Studierenden die Möglichkeit, theoretische Modelle auf ihr eigenes Unternehmen und dessen Strategieentwicklung anzuwenden. Schriftliches Individualfeedback hilft dabei, Fehler in der eigenen Anwendung zu reflektieren und in späterer Folge der Lehrveranstaltung zu adaptieren. Diese Individualleistung fließt direkt in die Endnote mit ein.
Um erstmalig einen Wirtschaftsgeschäftsplan erstellen zu können, benötigt es Grundüberlegungen zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens (abgedeckt durch den Individualstrategieplan), als auch Hinweise zur richtigen Erstellung eines Geschäftsplans („Best-Practice“ Beispiele). Das Setting eines Workshops stellt sich hierbei als optimale Möglichkeit dar, dieses Lernergebnis zu erreichen. Studierende bereiten verschiedenste Geschäftsplanbeispiele für die Workshop-Einheit vor, um diese dann unter den Kommiliton*innen zu präsentieren bzw. gegenseitig zu kommentieren. Die Stärkung der wechselseitigen Feedbackkompetenz steht hier, neben der inhaltlichen Komponente, an zentraler Stelle. Die Vorbereitung auf diese Workshop-Einheit (Erstellung einer Geschäftsplanpräsentation an Hand eines Beispiels) fließt als Gruppenleistung in die Endnote mit ein.
Aus diesen Erfahrungen werden dann erste Gruppen-Geschäftspläne entwickelt. Die Zusammenführung einzelner Strategieüberlegungen zu einem Gesamtplan verlangen effiziente Arbeit und Kommunikation innerhalb der diversen Teams. Die schriftliche Beurteilung der Ausarbeitungen, als auch gruppenspezifische Feedbacksessions seitens der Lehrenden führen zu einer lernergebnisorientierten Feststellung des Kompetenzerwerbs.
Gezogene Lehren aus der ersten Geschäftsplanerstellung können in der späteren Adaptierungsphase angewandt werden. In diesem Schritt lernen die Studierenden des Weiteren, Marktgegebenheiten zu evaluieren und auf Veränderungen des Marktes einzugehen. Dies geschieht durch die Adaptierung des Geschäftsplans in Verbindung mit den Gegebenheiten innerhalb des Unternehmensplanspiels. Sowohl die Bewertung der Erstversion des Unternehmensgeschäftsplans, als auch der Adaptierung fließen in die finale Kursendnote mit ein.
Im letzten Schritt sind die Studierenden daran angehalten, die Weiterentwicklung ihres Unternehmens außerhalb des Planspieluniversums zu simulieren. In dem Zug müssen sie Zukunftsszenarien des Unternehmens aufzeichnen und daraus resultierende Geschäftsideen einer Fachjury in Form einer Pitch-Präsentation vorzeigen. Dabei lernen die Studierenden, getroffene Entscheidungen vor einer erfahrenen Fachjury zu rechtfertigen. Die Weiterentwicklung verbaler und nonverbaler Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten wird durch diesen Abschnitt, aber auch weitere Präsentationen innerhalb des Kurses erreicht. Die Bewertung der Gruppenpräsentation stellt einen weiteren Baustein der finalen Endnote dar.
2. Kriterienfelder guter Lehre
2.1 Innovative Hochschuldidaktik
Der Einsatz verschiedenster lernergebnisorientierter Lehrmethoden zur stufenweisen Erstellung des Wirtschaftsgeschäftsplans, als auch die kreative Verzahnung zwischen den Erfolgen im Unternehmensplanspiel und der Adaptierung des Geschäftsplans kann als innovativstes Element dieses Kurses angesehen werden.
2.2 Studierendenzentrierung und Heterogenität
Uns ist die Heterogenität unserer Studierendengruppe durchwegs bewusst. So treffen unterschiedlichste Lebensrealitäten in diesem Kurs aufeinander. Um uns das diverse Vorwissen der Studierenden zu Nutze zu machen und das gegenseitige Lernen innerhalb der Gruppe anzuregen, legen wir besonderen Wert auf die Zusammensetzung der Studierendengruppen. So werden vor dem Kursstart Kernkompetenzfelder der Studierenden abgefragt, um in jeder Gruppe eine/n Expert*in aus den unterschiedlichsten Wirtschaftsfachbereichen vorgeben zu können (so z.B. Marketing). Somit können innerhalb der Gruppe individuelle Stärken ausgespielt, Schwächen ausgeglichen und gegenseitiges Lernen sichergestellt werden. Die aktive LV-Gestaltung seitens der Studierenden wird in den Erläuterungen zum Workshop-Setting, als auch der Einbindung der Reflexionsschreiben in Qualitätsverbesserungsmaßnahmen näher beschrieben (ein Beispiel solch eines Reflexionsschreibens ist in der Dokumentensammlung angefügt).
2.3 Kompetenzorientierung
Im ersten Abschnitt zur lernergebnisorientierten Lehr- und Prüfungskultur wird ausführlich die Kompetenzorientierung des Kurses beschrieben. Um sicherzustellen, dass den Studierenden ein strukturiertes, jederzeit nachvollziehbares Konzept vorliegt, ist es uns wichtig, die Kursbausteine klar und transparent zu kommunizieren. Daher legen wir besonderen Wert darauf, die Kurselemente in der ersten Einheit, als auch im umfangreichen Syllabus klar und strukturiert darzustellen (siehe dazu die Syllabi sowie Kurseinführungsfolien in der Dokumentensammlung).
Durch den Einbau zweier Praxisfallbeispiele stellen wir des Weiteren eine starke Verbindung zwischen gelernter Theorie und Praxis sicher. So kommt die Anwendung strategischer Planungstools nicht nur in der individuellen Strategieentwicklung in Verbindung mit dem Planspiel zu tragen, sondern auch bei der Beantwortung der Problemstellungen unserer Kooperationspartner.
2.4 Blick über den „Tellerrand“
Eine Erweiterung der persönlichen, fachlichen und geographischen Horizonte der Studierenden passiert in mehrfacher Weise. Die zielgerichtete Gruppeneinteilung legt Strukturen für einen erweiternden Erfahrungsaustausch fest. Darüber hinaus haben wir versucht, sowohl unsere Gastvortragenden, als auch die Praxisprojekte so international wie möglich auszurichten. Somit werden nicht nur nationale Sichtweisen und Herangehensweisen im Kurs miteinbezogen, sondern auch über den österreichischen Tellerrand hinausgeschaut.
Nutzen und Mehrwert
Unabhängig vom Kompetenzerwerb der Studierenden, welcher immer den zentralen Mehrwert einer Lehrveranstaltung darstellen sollte, erzeugt dieses Lehrkonzept einen erheblichen Mehrwert in etlicher Hinsicht. Wir möchten hier vor allem den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zwischen Industrie und Hochschule anmerken. Ein Teil dieser Lehrveranstaltung beinhaltet praxisbezogene Fallbeispiele. Neben dem Kompetenzerwerb der Studierenden entsteht ein erheblicher Mehrwert auf Seiten der kooperierenden Unternehmen. Dieser Mehrwert kann unter anderem in Form von Ausarbeitungsergebnissen, frischen Sicht- und Denkweisen, aber auch neuen Rekrutierungsmöglichkeiten entstehen.
Ein authentisches Beispiel dafür war die Bereitstellung eines Praktikumsplatzes des United Nations World Food Programms für einen unserer Studierenden. Diese Möglichkeit hat sich im Laufe der Kooperation ergeben, obwohl ursprünglich nicht angedacht. Positive Erfahrungen der Organisation mit unseren Kursteilnehmer*innen (bzw. deren Ausarbeitungen) haben diesen Schritt ermöglicht. Nur eines von vielen Beispielen, dass in Verbindung mit dem Kurs als „Knowledge Transfer to Society“ bezeichnet werden kann.
In Bezug auf den Bereich der Gastvortragenden profitieren nicht nur Studierenden von den Anregungen und Impulsen der Expert*innen aus der Praxis. Kritische Fragestellungen der Studierendenkohorte regen Vortragende zur Selbstreflexion an und erweitern deren Sichtweise auf ihre eigene Unternehmung.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2020
Etliche Elemente der Lehrveranstaltung sind auf andere Bereiche bzw. Situationen übertragbar, unabhängig vom tatsächlichen Lehrgegenstand. Darunter fällt unter anderem die Übertragung von virtuellen Erfahrungsschritten in die Realität. In unserem Fall nehmen wir Entwicklungen im virtuellen Unternehmensplanspiel zum Anlass, um einen haptischen Geschäftsplan zu überdenken bzw. eine ursprünglich gesetzte Unternehmensstrategie zu überarbeiten. Diese sinnvolle Verbindung von virtuellen Erfahrungen mit realen Praktiken kann in etliche Lehr- und Lernbereiche übertragen werden (wie z.B. die Simulation eines Krankheitsverlaufs im medizinischen Bereich mit der Erstellung/Adaptierung einer Diagnose von Schulungsteilnehmer*innen).
Das Konzept des Praxisbezugs (Fallbeispiele sowie Gastvortragende aus der Wirtschaft) ist einfach auf andere Bereiche übertragbar. Dazu zählt auch die Bewertung von Präsentationsleistungen durch erfahrene Manger*innen aus der Praxis. Natürlich wird eine sinnvolle Verknüpfung dieses Praxisbezugs mit den übrigen Kurselementen vorausgesetzt. Die gegenseitige Evaluierung von Studierenden (Peer-Feedback, als auch Peer-Review) in Verbindung mit den verschiedensten Kursaufgaben stellt eine weitere Disseminationsmöglichkeit des Kurses dar.
Institutionelle Unterstützung
Neben der infrastrukturellen Unterstützung in Verbindung mit den Räumlichkeiten, werden die Lizenzkosten für das Unternehmensplanspiel vom Studiengang gedeckt. Darüber hinaus steht den Vortragenden ein/e Lehrtutor*in zur Verfügung. Die Aufgaben der/des Lehrtutor*in umfassen administrative und ablaufoperative Tätigkeiten, unterstützende Prüfungstätigkeiten, sowie die Funktion als direkte Ansprechperson der Studierenden.
Uns ist es wichtig, additiv zu unseren eigenen Ansichten, die Außenwahrnehmung des Kurskonzeptes abbilden zu können. Unsere derzeitige Tutorin, welche selbst eine Kursteilnehmerin war, hat sich dazu bereit erklärt, ihre eigenen Erfahrungen in Verbindung mit dem Planspiel kurz zusammenzufassen:
„Heutzutage finden sich Unternehmen in einem hochdynamischen Wettbewerbsumfeld wieder. Agilität und organisationale Ambidextrie zählen zu den Buzzwords des modernen Wirtschaftsalltags. Und genau hier wird im Zuge des Kurses angesetzt. Das Planspiel erlaubt uns Studierenden, strategische Überlegungen mit Tiefgang anzustellen, echte Weltmarktsituation in Simulation zu erleben und uns in freundschaftlicher Rivalität mit Kommiliton*innen zu messen. Darüber hinaus fungiert es als Instrument zur Förderung unserer Soft Skills. Die dabei erworbenen Kommunikations- und Teamfähigkeitskompetenzen, sowie das geschärfte Problemverständnis und unternehmerische Denken, dienen in weiterer Folge als zusätzliche Differenzierungsmöglichkeiten bei potenziellen Arbeitgeber*innen.“