Projekte entdecken

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026

ASSIST HEIDI - Co-Designing and Implementing Assistive Tools for People with Disabilities

Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung

FH Technikum Wien

Gruppenfoto Teilnehmer:innen der ASSIST HEIDI Summer School 2022 stehen vor einer Wand mit dem Schriftzug "Change our tomorrow". Die erste Reihe enthält hockende Personen, zwei Personen mit einem Blindenstock und eine Person im Rollstuhl sitzend..

Ars Docendi Kategorie

Gesellschafts- und Nachhaltigkeitsorientierte Lehre

Ars Docendi Kriterien

  • Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz
  • Innovative Hochschuldidaktik
  • Studierenden- und Kompetenzorientierung
  • Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
  • Partizipation und Mitgestaltung

Gruppengröße

< 20

Anreißer (Teaser)

Das internationale Lehrformat ASSIST HEIDI vereint Studierende und Co-Designer:innen mit Behinderung. Gemeinsam entwickeln sie Open-Source-Technik für Inklusion und digitale Teilhabe in Bildung und Alltag.

Kurzzusammenfassung des Projekts

ASSIST HEIDI macht gesellschafts- und nachhaltigkeitsorientierte Lehre praktisch erlebbar, und ist ein problem-zentriertes Lehrformat, bei der internationale Teams aus Studierenden und Menschen mit Behinderungen (Co-Designer:innen) zusammenkommen, um gemeinsam Prototypen für technische Hilfsmittel zu entwerfen und zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse der realen Welt zugeschnitten sind.

Das Projekt zeigt, dass technische Entwicklung kein Selbstzweck ist, sondern als Instrument zur Stärkung der individuellen Selbstbestimmung eingesetzt werden muss.

Der Beitrag liegt im partnerschaftlichen Miteinander: Im Co-Design-Prozess begegnen sich Studierende und Menschen mit Behinderung auf Augenhöhe. Dieser Rollentausch macht die Co-Designer:innen zu aktiven Innovator:innen und sensibilisiert die Studierenden gleichzeitig für die soziale Relevanz ihrer Arbeit. Die Technik wird zum Mittel für Inklusion und gegenseitiges Verständnis. Diversität wird dabei als Stärke in der Gruppenarbeit wahrgenommen und leistet einen wichtigen Beitrag zu Future Skills, wie Teamfähigkeit und Inclusive Design.

Die gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltiges Handeln werden durch das Open-Source-Prinzip gelebt. Indem Wissen geteilt statt monopolisiert wird, fördert das Projekt soziale Gerechtigkeit und globale Teilhabe (SDGs 4, 8, 10). ASSIST HEIDI bildet so eine neue Generation von Techniker:innen aus, für die ethische Werte und Transparenz integrale Bestandteile jeder Innovation sind.

Vorstellungsvideo ASSIST HEIDI Designing & Implementing Assistive Tools for People with Disabilities

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

ASSIST HEIDI is a socially and sustainability-oriented teaching format that is problem-centred in nature. It involves international teams of students and people with disabilities (co-designers) working collectively to design and develop prototypes for technical aids that are tailored to real-world needs.

The project demonstrates that technical development should not be regarded as an end in itself; rather, it should be employed as a means to empower individual self-determination.

The contribution lies in partnership-based cooperation: in the co-design process, students and people with disabilities meet on equal terms. This role reversal has two main consequences. Firstly, it renders the co-designers active innovators. Secondly, it sensitises the students to the social relevance of their work. Technology can function as a catalyst for inclusivity and mutual comprehension. The concept of diversity is widely regarded as a strength within the context of group work, with its ability to foster future skills like teamwork and inclusive design.

The open-source principle is instrumental in facilitating the integration of social responsibility and sustainable action. The promotion of social justice and global participation (SDG 4, 8, 10) is facilitated by the project, which encourages the dissemination of knowledge as opposed to its monopolisation. The format is thus training a new generation of engineers for whom ethical values and transparency are integral parts of every innovation

Nähere Beschreibung des Projekts

Einleitung

Das internationale Lehrformat ASSIST HEIDI vereint Studierende und Co-Designer:innen mit Behinderung. Gemeinsam entwickeln sie Open-Source-Technik für Inklusion und digitale Teilhabe in Bildung und Alltag. Das Lehrformat wurde 2025 mit dem internationalen Profformance+ Award (Platz 1: Inklusion & Diversität) ausgezeichnet und beim Digitalen Humanismus in der Praxis Award 2026 eingereicht.

Ausgangslage

Technische Hilfsmittel erfüllen häufig nicht die Bedürfnisse ihrer Nutzer:innen, da Menschen mit Behinderung (MmB) selten in den Entwicklungsprozess einbezogen werden. Gleichzeitig fehlt unterrepräsentierten Studierendengruppen (z.B. berufsbegleitende Studierende oder Studierende mit Betreuungspflichten) der Zugang zu internationalen Lernerfahrungen. Eine Umfrage (WS 2016) der FH Technikum Wien (FHTW) zeigt, dass ein Auslandssemester für 65–96 % dieser Studierenden nur schwer oder gar nicht realisierbar ist. Hier setzt ASSIST HEIDI an: Das Lehrformat verbindet technische Innovation mit sozialer Verantwortung und schafft inklusive, internationale Lernräume.

Hintergrund & Rahmenbedingungen

ASSIST HEIDI wurde im Rahmen von geförderten Projekten der Stadt Wien (MA23, StudyATHome Internationally, Nr. 22-07 und Inclusion International, Nr. 33-02) entwickelt und seit Juli 2022 in Form von 2 Summer Schools und 4 Semesterkursen umgesetzt. Das Lehrformat wird als extracurriculares Angebot in der Fakultät Electronic Engineering & Entrepreneurship (Fak. EEE) sowohl für Studierende der FHTW als auch für internationale Studierende (ERASMUS+) angeboten und mit Englisch als Unterrichtssprache in den Räumlichkeiten des Smart Living Labs abgehalten. ASSIST HEIDI wird von Lehrenden aus zwei Fakultäten (Fak. EEE, Fak. Life Sciences Engineering) sowie mehreren Co-Designer:innen (MmB) als externe Lektor:innen durchgeführt.

Ziele

ASSIST HEIDI verfolgt drei zentrale Ziele:

  1. Co-Design von technischen Hilfsmitteln in interdisziplinären, internationalen Teams – unter Einbindung von MmB als gleichberechtigte Partner:innen.
  2. Anrechenbare Maßnahme für Internationalisierung Zuhause im Rahmen des verpflichtenden „International Skills“-Moduls der FHTW, um allen Studierenden – unabhängig von ihrer Mobilität – internationale Lernerfahrungen zu ermöglichen.
  3. Erwerb von Future Skills, insbesondere in den Bereichen Intercultural Exchange, Co-Design, Inclusive Design, Teamfähigkeit und Innovation mit sozialer Verantwortung

Zielgruppe

Die Zielgruppe umfasst Bachelorstudierende der FHTW sowie internationale Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen und mit unterschiedlichen Vorerfahrungen. Dadurch wird Diversität als Bereicherung erlebt und interkulturelle Kompetenz aktiv gefördert.

Transformative Lehr- und Lernformen

ASSIST HEIDI setzt auf transformative Lehrformate, die Studierende befähigen, kreativ, kritisch und verantwortungsbewusst zu handeln:

  • Kreatives und kritisches Denken durch Design Thinking:
  • Studierende durchlaufen iterative Prozesse, in denen sie Problemstellungen analysieren, Lösungsansätze entwickeln und kontinuierlich reflektieren.
  • Dialogfähigkeit durch Englisch als Arbeitssprache:
  • Die Kommunikation in internationalen Teams erfolgt auf Englisch. Dies stärkt nicht nur die sprachliche Kompetenz, sondern auch die Fähigkeit, kulturelle Unterschiede zu überwinden und sich in diversen Kontexten auszudrücken.
  • Teamfähigkeit durch projektbasierte Arbeit:
  • Die internationalen Teams (3–4 Personen) arbeiten interdisziplinär zusammen. Durch Teambuilding, Rollenklärung und kollaborative Projektarbeit lernen Studierende, diverse Perspektiven zu integrieren und gemeinsam Ergebnisse zu erarbeiten.
  • Nachhaltiges Handeln durch Co-Design und Open-Source-Prinzip:
  • Im Mittelpunkt steht die soziale Verantwortung: Studierende entwickeln technische Hilfsmittel, die menschenzentriert, inklusiv und nachhaltig sind.

Methode

ASSIST HEIDI wurde seit Juli 2022 in mehreren Varianten (Summer Schools, Semesterkurse) und Revisionen durchgeführt (siehe :“ASSIST-HEIDI-Methodology_Project-Inclusion-International_Poster-v2.pdf“, cloud.technikum-wien.at/s/QWq638w9gKNRKwy).

Revision 1 war gekennzeichnet durch mehrere Impulsvorträge und fachliche Workshops in der ersten Phase, um notwendige Grundlagen für Studierende mit unterschiedlichem Background sicherzustellen. Revision 2 legt den Fokus auf die verstärkte Nutzung der Vielfalt und unterschiedlichen Skills in einem interdisziplinären Studierendenteam.

Die Studierenden werden anhand des „Co-Creation-Leitfadens“ durch den Prozess geführt und erleben dabei praxisnah den Entwicklungsprozess in 2 Strängen: Teamentwicklung und Produktentwicklung.

Im Rahmen der Teamentwicklung werden Regeln für die Zusammenarbeit definiert und die eigenen Stärken, der eigene Beitrag und die eigene Rolle im Team reflektiert.

Die Produktentwicklung enthält die wichtigsten Elemente des Design-Thinking-Prozesses, wie „Problem verstehen“, „Ideen entwickeln“, „Prototypen entwickeln und testen“ und „Dokumentieren und Teilen“, welche jeweils unter Beteiligung der Co-Designer:innen stattfinden. Diese schildern zu Beginn das Problem und definieren gemeinsam mit den Studierenden die Aufgabenstellung. Gemeinsam werden Ideen ausgearbeitet, getestet, bewertet und iterativ weiterentwickelt, stehts im Einklang mit den Anforderungen der Aufgabenstellung. Die dabei enstehenden Prototypen werden laufend optimiert und im Rahmen der vier Co-Designtermine getestet und etwaige Verbesserungsvorschläge der Co-Designer:innen diskutiert.

Abschließend werden die Prototypen fertiggestellt und eine nachhaltige Nutzung durch eine technische Dokumentation und eine Benutzerdokumentation gesichert. Fotos und ein kurzes Demovideo dienen der Veranschaulichung des Projektes und fördern die Kommunikationsfähigkeiten der Studierenden. Die gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltiges Handeln werden durch die Veröffentlichung der technischen Hilfsmittel unter einer Open-Source-Lizenz wahrgenommen.

Die Leistungsbeurteilung der Semesterkursvariante erfolgt durch zwei benotete Gruppenübungen mit je 10% Anteil an der Gesamtnote. Übung 1 besteht aus 3D-Druck und Zusammenbau eines Eingabeschalters, welcher üblicherweise als technisches Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung verwendet wird. Dabei entwickeln die Studierenden für die Prototypenentwicklung notwendige Fertigkeiten, wie 3D-Druck und Löten elekronischer Bauteile. Übung 2 besteht aus der Abgabe ausgefüllter Co-Design-Dokumente (z.B. Beobachtungsbogen für Interviews, Notizen von Ideen aus Brainstorming-Sessions oder technische Skizzen für die Prototypenentwicklung), welche den Studierenden als Vorlage und als Begleitung zum Design-Thinking-Prozess zur Verfügung gestellt werden. Der Großteil der Note setzt sich aus der Gruppenbewertung der Projektumsetzung und Dokumentation (40%) und der Abschlusspräsentation (40%) zusammen.

Die Summer School wird ohne Leistungsbeurteilung, aber ebenfalls mit einer Abschlusspräsentation und einem Teilnahmezertifikat abgeschlossen.

Nach der Abschlußpräsentation werden die im Rahmen der Lehrveranstaltung erworbenen Fähigkeiten gemeinsam reflektiert und die Studierenden gebeten, die Lehrveranstaltung mittels anonymer Umfrage zu evaluieren.

Service Learning und gesellschaftliche Verantwortung:

Die Veröffentlichung der technischen Hilfsmittel unter einer Open-Source-Lizenz schafft einen direkten Nutzen für die Co-Designer:innen und fördert soziale Gerechtigkeit und globale Teilhabe (SDGs 4, 8, 10).

Horizontale Dimensionen

1. Digitale Transformation und KI

ASSIST HEIDI integriert digitale Technologien und KI-basierte Lösungen als zentrale Elemente des Lehrkonzepts. Studierende arbeiten mit Mikrocontrollern, 3D-Druck, KI-gestützten Tools (z. B. Text-to-Speech) und kollaborativen Plattformen, um Prototypen für technische Hilfsmittel zu entwickeln. Diese Tools ermöglichen es, individuelle Lösungen für MmB zu schaffen und gleichzeitig digitale Kompetenzen wie Versionskontrolle, Datenmanagement und anforderungsgerechtes KI-Prompting zu vermitteln.

2. Innovative Hochschuldidaktik

ASSIST HEIDI setzt auf ein transformatives Lehrmodell, das technische Ausbildung mit sozialer Verantwortung verbindet. Statt isolierter Wissensvermittlung werden Studierende in einen Dialog mit menschlicher Vielfalt eingebunden. Dieser Ansatz stellt sicher, dass technisches Wissen immer im Kontext gesellschaftlicher Bedürfnisse vermittelt wird.

Die Co-Designer:innen werden als aktive Mitgestaltende einbezogen, was Empathie und soziales Bewusstsein stärkt. Durch Design-Thinking-Methoden und iterative Prototyping-Prozesse entsteht eine Kultur der Innovation, die technische Lösungen für reale Probleme mit ethischer Verantwortung verbindet.

3. Studierenden- und Kompetenzorientierung

ASSIST HEIDI legt Wert auf individuelle Lernpfade und die Förderung persönlicher Stärken:

Flexible Kurszeiten und digitale Tools ermöglichen Teilhabe unabhängig von physischen oder zeitlichen Einschränkungen. Der Semesterkurse fanden unmittelbar vor Beginn des Abendunterrichts statt, damit berufsbegleitende Studierende keine zusätzlichen Fahrzeiten benötigen. Die Summer Schools wurden jeweils geblockt in 10 Werktagen durchgeführt.

Adaptive Lehrmethoden werden durch Workshops nach Bedarf, Co-Design-Sitzungen und individuelle Feedbackschleifen sichergestellt.

Die Bewertung der Abgaben als Gruppenleistung belohnt die Stärken der Gruppe und ermöglicht die Kompensation von individuellen Schwächen durch andere Teammitglieder.

4. Perspektivenerweiterung und Internationalisierung

ASSIST HEIDI fördert Internationalisierung Zuhause für FHTW-Studierende durch multikulturelle Teams und die Zusammenarbeit von Studierenden verschiedener Nationalitäten. Englisch als Arbeitssprache stärkt die interkulturelle Kommunikation. Das Bearbeiten globaler Themen, wie Inklusion und Barrierefreiheit schafft ein internationales Lernumfeld, das Studierende auf eine globalisierte Arbeitswelt vorbereitet.

5. Partizipation und Mitgestaltung

Die aktive Einbindung der Co-Designer:innen als gleichberechtigte Praxisartner:innen und die studierendenzentrierte Projektarbeit auf Basis des „Co-Creation-Leitfadens“ unterstützen selbstständiges und kreatives Arbeiten und ermöglichen Partizipation und Mitgestaltung sowohl für Studierende, als auch für Co-Designer:innen. Die gemeinschaftliche Reflexion im Rahmen der Co-Design-Termine fördert konstruktive Mitgestaltung und kontinuierliche Verbesserung.

Akzeptanz und Resonanz

Regelmäßiges Feedback von Studierenden (anonyme Umfrage am Ende der LV) und von Lehrenden fließt in iterative Verbesserungen des Lehrformats ein. So wurde die Rückmeldung, dass mehr Zeit in der Projektphase benötigt würde, in Revision 2 des Lehrformats berücksichtigt und der Fokus von Impulsvorträgen und Workshops auf mehr selbstgesteuertes Lernen in der Projektphase verschoben.

Studierendenfeedback Summer Schools

Summer School 2022

Anzahl Teilnehmde: 17, Antworten (Vollständig/Gesamt): 6/11, Fragen (Skala 1-5): 21, Durchschn. Bewertung (Vollständige Antworten): 1,23±0,3

Why did you want to attend the SS?

„It has always been my dream to use my knowledge and thoughts to help others who might need me, but since I'm so young, I hadn't had the opportunity to do it yet, so this summer school was the first time I was able to do it, and it proved my dream right.“

What did you like most?

„The collaboration with people from all over the world was amazing. Its a great way to share perspectives on knowledge, cultures, things that came across the lectures etc. The fun activities apart from the schoolprogram was really great as well. It was reallys nice to design something for a real heidi and hear their stories. It makes the project a project that matters.“

What did you not like and why?

„The little time for the project. I believe we could have started it earlier and have different division through the schedule, as example, theory+practical classes in the morning and afternoon for projects, or part of afternoon“

Summer School 2025

Anzahl Teilnehmde: 18, Antworten (Vollständig/Gesamt): 5/7, Fragen (Skala 1-5): 21, Durchschn. Bewertung (Vollständige Antworten): 1,33±0,5

Why did you want to attend the SS?

„To have experience with students in different field to mine, learn a lot new ideas, and actually try to develop something that really is assistive“

„To gain knew knowledge about accessibility in games and get to know experts.“

What did you like most?

„Meeting new people and also talking to people with an impairment and get to know their point of

view and experiences.“

„Interaction with diverse students with diverse ideas, also interaction with tools that were not limited to us in any way“

What did you not like and why?

„It was a bit short to actually create something useful without being too stressed.“

„Did not like that there was not enough time to actually complete the best version possible of a product“

Studierendenfeedback Semesterkurse

SS2023

Teilnehmde: 11, nach der LV, Antworten (Vollständig/Gesamt): 1/1, Fragen (Skala 1-5): 10, Durchschn. Bewertung (Vollständige Antworten): 2,25±0,89

An der Lehrveranstaltung hat mir besonders gut gefallen:

„i liked the concept of helping people with disabilities as a course at FH a lot, this should definitely be continued.“

Für die Lehrveranstaltung möchte ich Folgendes anregen:

„oftentimes the lecturers didn’t complete the course materials as the lection was over, this resulted in missed opportunities to discuss the projects as students had to go to their next lecture already. also the final projects were way too software oriented for EE students. In general it would be nice to dedicate the entire LV to only developing one big project as many lessons were out of touch with the actual project each team had to accomplish.“

WS2023

Keine abschließende Evaluierung durchgeführt.

SS2024

Teilnehmde: 17, nach der LV, Antworten (Vollständig/Gesamt): 1/1, Fragen (Skala 1-5): 10, Durchschn. Bewertung (Vollständige Antworten): 1,3±0,95

An der Lehrveranstaltung hat mir besonders gut gefallen:

„The course is really interesting, many people from different sectors came together to work on the same project“

Zusätzliches Feedback:

„This course was one of the best ones I experienced during my degree due to its innovative and inclusive approach. It effectively connected engineering students with individuals with disabilities, working together to improve their day to day life by solving specific issues and real-life problems. As a result, technical skills and social responsibility are enhanced, creating a meaningful learning experience.“

„As an inernational student I don’t have any type of courses like in my home university. It was a pleasure to have a course that has an actual positive impact to society. With this course I learned a lot about people w. Disabilities and how my engineering studies could help them.“

WS2025

Teilnehmde: 10, während LV, Antworten (Vollständig/Gesamt): 9/10, Fragen (Skala 1-5): 10, Durchschn. Bewertung (Vollständige Antworten): 1,65±0,3

An der Lehrveranstaltung hat mir besonders gut gefallen:

„Working on a solution to help someone overcome difficulties in regards to a specific challenge.“

„I liked work on a real project and face real problems“

Für die Lehrveranstaltung möchte ich Folgendes anregen:

„more time with the co-designers if possible especially in the later stages of prototyping“

„more time with codesinner, starting the prototipe early, ...."

Nutzen und Mehrwert

Nutzen und Mehrwert des Lehrformats sind auf mehreren Ebenen deutlich sichtbar:

Individuelle Ebene (Studierende, Co-Designer):

Die Umsetzung ist durch vier Semesterkurse (SS2023, WS2023, SS2024, WS2025) sowie zwei internationale Summer Schools (Juli 2022, Juli 2025) erfolgreich belegt und durch funktionale Prototypen, wie ein System zur Digitalisierung historischer Braille-Unikate, adaptierte Joysticks für Rollstuhl oder Gaming und taktile Spiele für blinde Personen (z. B. Domino), messbar. Nationale und Internationale Studierende (>80 bisher) entwickeln ein „humanistisches Mindset“, das soziale Verantwortung als Kernkompetenz technischer Innovation verankert.

Das Projekt ist skalierbar. Durch die konsequente Open-Source-Strategie sind alle Lösungen weltweit frei zugänglich und replizierbar. Das didaktische Modell lässt sich nahtlos auf andere Hochschulstandorte übertragen, was durch den ersten Platz beim internationalen Profformance+ Award („Inclusion & Diversity“) bestätigt wurde. Der Beitrag zu den SDGs 4, 8 und 10 unterstreicht die langfristige gesellschaftliche Relevanz und Nachhaltigkeit dieses Formats.

Fakultätsebene:

  • Fakultät für EEE: Internationalisierung zu Hause für berufsbegleitende Studierende
  • Fakultät für LSE: Förderung des neuen Spezialisierungsprogramms „Assistive Technologies Engineering” des Bachelor-Studiengangs Biomedical Engineering.

Institutionelle Ebene:

  • Institutionelle Ebene: Beitrag zur Internationalisierungsstrategie 2025 und 2030 der FHTW, die obligatorische Internationalisierungsaktivitäten für Bachelor-Studierende vorsieht.
  • EHEA-Ebene: Steigerung der Attraktivität der Hochschule für die Mobilität von Studierenden innerhalb des EHEA-Netzwerks

Nationale/internationale Ebene:

  • Beitrag zum Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 4 – Inklusive und gleichberechtigte Bildung gewährleisten und Möglichkeiten für lebenslanges Lernen fördern
  • Im Einklang mit dem Umfang und den langfristigen Auswirkungen der EHEA-Ziele des Kommuniqués von Paris/Jerewan in Bezug auf
  • Innovatives Lernen und Lehren in Form von studierendenzentriertem Lernen und Förderung der Digitalisierung
  • Soziale Dimension und Inklusion durch Einbeziehung unterrepräsentierter Studierendengruppen (berufsbegleitende Studierende), Co-Design von technischen Hilfsmitteln und Sensibilisierung für Behinderung.

 

Übertragbarkeit und Langlebigkeit

Das Projekt läuft seit 2022

ASSIST HEIDI wurde im Rahmen der geförderten Projekte StudyATHome Internationally (1 Summer School) und Inclusion International (4 Semesterkurse, 1 Summer School) durchgeführt und wird zukünftig über den Campus International, welcher vom International Office der FHTW betrieben wird, angeboten. Eine langfristige Finanzierung des Lehrendenteams und der Co-Designer:innen ist durch ERASMUS+ Budget zur Förderung von Aktivitäten im Bereich Internationalisierung Zuhause gesichert.

Das Kursdesign kann direkt an anderen Einrichtungen als Wahlfach oder ohne Änderungen in einen Lehrplan integriert werden. Allerdings könnte das Finden von geeigneten Co-Designer:innen schwierig sein, welche über ihre Herausforderungen sprechen möchten oder kognitiv in der Lage sind, entsprechende Anforderungen für einen Prototypen auszudrücken. In diesem Fall könnte der Kurs als Blended- oder Virtual-Mobility in Zusammenarbeit mit einer Partneruniversität aufgesetzt werden und Co-Design-Sessions und Projektbetreuungen virtuell oder in Form einer Kurzzeitmobilität umgesetzt werden. Für die Kurzzeitmobilität könnte das erfolgreich erprobte Format der Summer School Variante herangezogen und adaptiert werden. Es wäre auch möglich, die Co-Design-Sessions in Form von mehreren Hackathon-Tagen über ein Semester zu verteilen.

Institutionelle Unterstützung

Das Lehrformat wird als extracurriculares Angebot sowohl für Studierende der FHTW als auch für internationale Studierende (ERASMUS+) angeboten und mit Englisch als Unterrichtssprache in den Räumlichkeiten des Smart Living Labs abgehalten, welches von der Fak. EEE zur Verfügung gestellt wird.

Das Smart Living Lab (https://youtu.be/qv6cvPn4fNU) der FHTW ist mit Smart-Home-Technologien, 3D-Druckern, elektronischen Komponenten und Lötwerkzeugen ausgestattet und bietet die ideale Umgebung für projektbasiertes Arbeiten und Projekte im Bereich technische Hilfsmittel.

Die Organisation, Adminstration und Durchführung des Lehrformates wird aktuell im geförderten Projekt Inclusion International finanziert und zukünftig durch ERASMUS+ Budget mit Unterstützung des International Offices gesichert, da es als anrechenbare Maßnahme für das verpflichtende „International Skills“-Modul der FHTW einen wertvollen Beitrag zu Internationalisierung leistet. Ein Mitarbeiter des International Offices hilft bei der Administration und Einschreibung der internationalen Studierenden.

ASSIST HEIDI wird von Lehrenden aus zwei Fakultäten (Fak. EEE, Fak. Life Sciences Engineering) sowie drei Co-Designer:innen als externe Lehrende inklusive Aufwandsentschädigung durchgeführt. Bei Bedarf werden einmalig weitere Co-Designer:innen beauftragt.

Die IT-Abteilung der FHTW stellt eine e-Learning-Plattform (Moodle) und eine File-Sharing-Plattform zur Verfügung, welche für Lernaktivitäten und das Hochladen erforderlicher Abgaben verwendet werden.

Regelmäßiges Feedback von Studierenden (anonyme Umfrage am Ende der LV) und von Lehrenden fließt in iterative Verbesserungen des Lehrformats ein.

Die Evaluierungsplatform und die gestellten Fragen werden vom hochschulinternen Qualitätsmanagement zur Verfügung gestellt und zentral gesammelt. Die Evaluierung enthält Fragen, bei denen die Zustimmung (Skala 1-5) ausgewählt werden muss und abschließend auch Freitextfragen für zusätzliche Anregungen, wie "An der Lehrveranstaltung hat mir besonders gut gefallen:" oder "Für die Lehrveranstaltung möchte ich Folgendes anregen:". Der Evaluierungsprozess erfordert eine abschließende Selbstreflexion, mit dem Ziel die Antworten der Studierenden zu interpretieren.

So wurde die Rückmeldung, dass mehr Zeit in der Projektphase benötigt würde, in Revision 2 des Lehrformats berücksichtigt und der Fokus von Impulsvorträgen und Workshops auf mehr selbstgesteuertes Lernen in der Projektphase verschoben.