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Zuletzt aktualisiert am 15.05.2025

Analyzing and Simulating European Multi-Level Governance

Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung

Ars Docendi Kategorie

Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur

Ars Docendi Kriterien

  • Digitale Transformation
  • Innovative Hochschuldidaktik
  • Studierenden- und Kompetenzorientierung
  • Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
  • Partizipation und Mitgestaltung

Gruppengröße

20-49

Anreißer (Teaser)

Innovativer Ansatz in der Vermittlung des politischen Systems der EU. Mithilfe eines Mix an didaktischen Methoden und digitalen Tools wird ein kompetenzorientiertes Lernsetting geschaffen, welches ermöglicht, sich Stoffgebiete eigenständig zu erarbeiten und im simulierten Praxistest zu erfahren.

Kurzzusammenfassung des Projekts

Das Lehrkonzept geht neue Wege in der Vermittlung der Grundlagen des politischen Systems der EU und des Gesetzgebungsverfahrens. Das Konzept besticht mit seinem Praxisbezug und einem hohen Grad an Interaktivität und innovativen Lehransätzen. Mithilfe des Einsatzes aus einem Mix an didaktischen Methoden und digitalen Tools wird ein kompetenzorientiertes Lernsetting geschaffen, welches es den Kursteilnehmer:innen ermöglicht, sich die Stoffgebiete eigenständig zu erarbeiten und im Praxistest zu erfahren. Dazu gehören u.a. asynchrone Angebote zum Wissenserwerb und zur Lernfortschrittskontrolle sowie realgetreue Übungsaufgaben. Am Ende der Lehrveranstaltung werden die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen schlussendlich einem real nachempfundenen Praxistest unterzogen.

Im Rahmen einer virtuellen Simulation des EU-Gesetzgebungsverfahren gelingt eine gute Identifikation mit realen Entscheidungsträger:innen und ein selbsterfahren der Herausforderungen, mit denen diese bei der Entscheidungsfindung konfrontiert sind. Diese Art der kompetenzorientierten Lehre spiegelt sich dann schlussendlich auch in der Art der Fragestellungen in der Abschlussprüfung wider und sorgt insgesamt für eine gesteigerte Wahrnehmung der Relevanz des Stoffgebietes sowie mehr Motivation sich auf das Fachgebiet einzulassen.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The teaching concept “Analyzing and Simulating European Multi-Level Governance” aims to take a new path of teaching EU-politics aimed to gain a better understanding of the genesis and effectiveness of the EU's political system. The concept stands out with its practical relevance and a high degree of interactivity and innovation. By employing a mix of didactic methods and digital tools, a competency-oriented learning environment is created, allowing course participants to independently work on the subject matter and experience it by dealing with real-life problems. This includes, among other things, asynchronous offerings for knowledge acquisition and learning progress monitoring, as well as realistic exercises.

At the end of the course, the acquired knowledge and competencies are ultimately subjected to a simulation of the European legislative procedure. Within the framework of a virtual simulation of the EU legislative process, a strong identification with decision-makers is achieved, along with a firsthand experience of the challenges they face in decision-making. This type of competency-oriented teaching is reflected in the nature of the questions in the final exam, ultimately contributing to an increased perception of the relevance of the subject matter.

Nähere Beschreibung des Projekts

Die Lehrveranstaltung wurde von einem ursprünglich als Frontalvortrag konzipierten Kurs innerhalb von 4 Jahren in ein problembasiertes und anwendungsorientiertes Lern-Setting umgestaltet. Zum einen werden den einzelnen Stoffgebieten praxisrelevante und tagesaktuelle Fragestellungen vorangestellt und mit den zu vermittelten Inhalten kontextualisiert. Kursteilnehmer:innen diskutieren diese anhand der vermittelten Kursinhalte zunächst in Kleingruppen und abschließend gemeinsam im Plenum. Diese Fragestellungen bilden in ähnlicher Form auch die Grundlage für die Abschlussprüfung und dahingehend ist der Grad an Beteiligung gesichert (siehe Pkt. h). Zum anderen werden mithilfe unterschiedlicher didaktischer Methoden (blended learning, anwendungsorientierter Übungsaufgaben, Quizzes, Simulation/Rollenspiel) und digitaler Hilfsmittel (Moodle, padlet, Kahoot, Youtube-Erklärvideo, Rechercheseiten der EU, frame.VR) die Kursteilnehmer:innen aktiv in die Erarbeitung sowie Anwendung der Kursinhalte eingebunden. Anhand realgetreuer Aufgabenstellungen und asynchroner Lehrangebote wird eine studierendenzentrierte Lehre praktiziert. Der Einsatz unterschiedlicher Methoden dient der Ermöglichung erfahrungsbasierten Lernens, des Ausprobierens und Anwendens erlernten Wissens und erworbener Kompetenzen zur Lösung bzw. Erklärung realer Problemstellungen und fördert die Kollaboration und Eigenverantwortlichkeit mit dem Ziel eines selbstorganisierten und -gesteuerten Lernens.

Die gestellten Übungsaufgaben beziehen sich jedes Jahr auf ein jeweilig tagesaktuelles Gesetzgebungsverfahren. Dadurch soll die Relevanz des Stoffgebietes klar veranschaulicht werden, welche zusätzlich durch die mediale und öffentliche Aufmerksamkeit unterstrichen wird. Im Jahr 2023 wurde, z.B., der Gesetzesantrag zum sogenannten „Lieferkettengesetz“ für diesen Zweck herangezogen. Zudem diente eine parallel zum Kurs stattgefundene Podiumsdiskussion den Studierenden als Nachweis der Aktualität und Relevanz der Stoffgebiete sowie als eine gute Gelegenheit, mit dem erlernten Wissen in den Dialog mit Personen aus der Praxis zu treten.

Der Mix an eingesetzten Methoden fördert u.a.:

  • Die Reflexion des Stoffgebiets durch unmittelbare (Murmelgruppe & Gedankenspeicher, Gruppenpuzzle) und mittelbare (Reflexionspapier) Methoden. Die zur Diskussion gestellten Fragestellungen sind stark kompetenzorientiert und bereiten inhaltlich auf die Abschlussprüfung vor.
  • Die Anwendung des Lehrstoffs anhand von Fallstudien und tagespolitischen Problemstellungen in Form von Übungsaufgaben. Die Studierenden erhalten zeitnah inhaltliches Feedback auf ihre Abgaben.
  • einen praxisbezogenen Blick hinter die Kulissen Europäischer Politikgestaltung zu ermöglichen
  • Freiwillige Zwischenüberprüfungen des Lernfortschritts durch begleitende Übungsaufgaben und Quizze zum Abschluss von Stoffgebieten.
  • Die Vertiefung des Stoffgebietes anhand von selbstangefertigte Erklärvideos, inkl. verbindlicher Überprüfung des Lernfortschritts anhand eines Moodle-Quiz.
  • Das selbst Erleben und Erfahren der Lehrinhalte, in dem die Kursteilnehmer:innen in die Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlaments schlüpfen und den EU-Gesetzgebungsprozess anhand eines aktuellen Gesetzesantrags simulieren.
  • Kompetenzorientierte Prüfungsfragen zu tagesaktuellen Problemstellungen

Umsetzung

Im Rahmen der LV „Acting in a Multilevel Governance System“ im BA-Studiengang wurde dies im SoSe 2023 wie folgt umgesetzt:

Fragestellungen erarbeiten

Aufwerfen von Fragestellungen, welche eine Verknüpfung zum erlernten Vorwissen aus dem Kurs „Introduction into Political Science“ aus dem Vorsemester herstellen. Grundlagen politischer Theorie dienen folglich dazu, Fragestellungen wie z.B.: Staatlichkeit der EU; Messbarmachung der Demokratiequalität der EU; Genese der Europäischen Primärverträge auf Basis der Verfassungstheorie; Föderalismus; Dimensionen an Legitimation Europäischen Regierens; der Europäische Politik-Zyklus, das politische System besser erfassen zu können. So wird z.B. das EU-Gesetzgebungsverfahren anhand des Policy-Cycles nachgebildet sowie Fragen des EU-Demokratiedefizits anhand des Politischen Systemansatzes sowie der Input-, Throughput-, und Output-Legitimation diskutiert.

Grundwissen zum Europäischen Gesetzgebungsverfahren

1. Teilleistung, 10% der Gesamtbeurteilung: Aneignung von Grundwissen zum Europäischen Gesetzgebungsverfahren auf Basis von zwei Erklärvideos. Diese wurden speziell für den Kurs angefertigt und stehen in starkem Wiedererkennungswert zu den PPT.-Folien. Die Videos stehen den Kursteilnehmer:innen jederzeit zur Verfügung. Zu einem am Semesterbeginn festgelegten Termin findet eine Wissensüberprüfung via Moodle-Quiz statt. Aufgrund der Analysemöglichkeit auf Moodle werden die Fragen, die von vielen falsch beantwortet worden sind, in der Folgeeinheit gemeinsam besprochen. (Links zu den zwei Erklärvideos: youtu.be/b4-kQ1bk3Ak und https://youtu.be/MxYrElRA85I)

Stakeholder-Mapping

2. Teilleistung, 10% der Gesamtbeurteilung: Kursteilnehmer:innen identifizieren und recherchieren reale Entscheidungsträger:innen (= Stakeholder-Mapping) anhand spezifischer und aktueller Gesetzesanträge im EU-Gesetzgebungsverfahren innerhalb der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, des Rats der EU und auf nationaler Ebene (spez. Ministerien und Bundeskanzleramt). Die Studierenden werden dazu vorab in die jeweiligen Online-Recherchetools eingeschult. Die Fragestellungen erfordern eine Vorab-Bewertung der Bedeutung jeweiliger Entscheidungsträger:innen für das Verhandlungsergebnis zu den vorangestellten Gesetzesanträgen.

Policy-Analyse

3. Teilleistung, 10% der Gesamtbeurteilung: In Vorbereitung auf die Simulation (siehe Pkt. e) führen die Studierenden eigenständig eine Policy-Analyse eines spezifischen Gesetzesantrages durch, um ihre Verhandlungsziele als Ausschussmitglied des Europäischen Parlaments zu erarbeiten. Dieses Strategiepapier wird zusammen mit einem Reflexionspapier, im Anschluss an die durchgeführte Simulation, zur Bewertung auf Moodle eingereicht.

Simulation/Rollenspiel

Durchführung einer virtuellen Simulation des Europäischen Gesetzgebungsverfahren. Die Studierenden schlüpfen dabei in die Rolle eines realen Mitglieds eines parlamentarischen Ausschusses, welcher den konkreten Gesetzesvorschlag (SoSe 2023: Lieferkettengesetz) behandelt. Dazu werden auf der virtuellen Plattform Frame-VR entsprechende Kommunikationsmöglichkeiten und Räume (Ausschusssaal, Plenum, Meetingräume der Fraktionen, Trilogtreffen mit dem Rat der EU und der entsprechenden GD in der Kommission sowie Lounges für bilaterale Gespräche) zur Verfügung gestellt. (siehe URL: framevr.io/qnh-leh-izh (Passwort: UAS BFI Vienna))

Die Simulation beginnt mit den Eröffnungsstatements der Teilnehmer:innen im parl. Ausschuss, indem diese ihren Standpunkt zum Gesetzesantrag darlegen. Im Anschluss daran finden sich die Teilnehmer:innen zu Sitzungen innerhalb ihrer politischen Fraktionen zusammen, bei denen eine gemeinsame Position zu möglichen Änderungen erarbeitet und eine gemeinsame Verhandlungsstrategie festgelegt wird. Darüber hinaus geben die Fraktionen ihre Berichterstatter bzw. Schattenberichterstatter bekannt. Danach beginnen die Gespräche mit Abgeordneten anderer Parteifraktionen. In der Zwischenzeit nehmen die Berichterstatter:innen und die Schattenberichterstatter:innen an der Trilogsitzung teil, um die Positionen der Europäischen Kommission und des Rates der EU anzuhören. Am Ende dieser Gespräche stehen Änderungsanträge der Fraktionen, welche dem Ausschuss zur Abstimmung vorgelegt werden. Im finalen Schritt wird der Entwurf dem Plenum vorgelegt. Das Voting im Plenum erfolgt dahingehend, dass die Stimmen der Teilnehmer:innen aufgrund ihrer Fraktionsgröße hochgerechnet werden und dies somit vor Augen führt, dass nicht nur die Mehrheit im Ausschuss, sondern final im Plenum zu erreichen ist, und dadurch andere Allianzen als ursprünglich gedacht zu suchen sind. Begleitet wird die Simulation durch eine akribische und begleitete Vorbereitung (Policy Analysis) sowie einer Nachbereitung in Form eines Reflexionspapiers zu den gewonnenen Erkenntnissen nach Absolvierung der Simulation.

Podiumsdiskussion

Diskussion inkl. opt. Gesprächsprotokoll: Veranschaulichung der Praxisrelevanz und Aktualität anhand einer begleitend stattfindenden Podiumsdiskussion in Anlehnung an die gewählte Fallstudie des Jahres (siehe z.B. die Podiumsdiskussion am 23.3.2023 zum „Lieferkettengesetz“ am mit der Beteiligung von MEP Mag.a Evelyn Regner, WIFO-Direktor Prof. Dr. Gabriel Felbermayr, Universitätslektor und GL von FIAN Österreich Mag. Lukas Schmidt sowie Rektor Dr. Andreas Breinbauer)

Freiwilligen Lernfortschrittskontrolle

Parallel zu den Stoffgebieten stehen den Kursteilnehmer:innen Kahoot-Quizzes zu Verfügung, um ihr Wissen jeweils abprüfen zu können. (Siehe: URL: https://create.kahoot.it/profiles/111f9d9b-4883-43cd-8978-737274f80fb7)

Kompetenzorientierte Abschlussprüfung

70% der Gesamtbeurteilung: Die Kompetenzorientierung in der Lehre spiegelt sich schlussendlich auch in einer kompetenzorientierten Abschlussprüfung wider. Dazu werden entsprechende Fragestellungen vorab während der LV bereits diskutiert und besprochen und somit gemeinsam erarbeitet. Diese kennzeichnen sich durch ihren analytischen Anspruch und tagespolitischen Bezug aus, wie z.B.:

  • „The current President of the Commission, Ursula von der Leyen, would like to hold the office of President of the Commission again in the coming 2024-2029 legislative period. Describe step by step which hurdles she must overcome to be able to resume her work in the Commission with a new college in October 2024.”
  • “The EU has imposed sanctions on the Russian Federation based on the martial attacks in Ukraine since February 24th. Using the four instruments of the CFSP/CSDP, explain step-by-step how different actors and EU institutions were involved in the decision on sanctions.”
  • “You are the Ukrainian government's european policy adviser. The head of government has the following questions for you regarding their application for EU-membership.”
  • “Explain the targets of the fiscal compact treaty that Austria must adhere to when preparing their annual state budget?”

Nachhaltigkeit

Im Kurs werden Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt, welche in nachfolgenden Kursen wie z.B. im 3. Semester: „Policy Analysis in Europe“ oder im 4. Semester: „Interest Group Politics“ wieder Anwendung finden. Auch werden im Kurs bereits relevante Fragestellungen für eine mögliche BA-Arbeit identifiziert und besprochen.

Ergebnis

Dieses aufeinander Aufbauen unterschiedlicher Teilleistungen und die Zusammenführung in der finalen Simulation führen dazu, dass sich die Studierenden von Anfang an stark mit den Übungsaufgaben identifizieren und sich aktiv einbringen können. Wichtig ist die unmittelbare Rückmeldung von möglichen Verbesserungshinweisen auf die Teilleistungen, um aus möglichen Mängeln zu lernen und für die finale Aufgabenstellung korrigieren zu können. Auch sichert der Mix an unterschiedlichen Methoden und Tools, dass die Studierenden mit Neugierde und Offenheit an die Absolvierung der Übungsaufgaben herangehen und sich auf den Prozess bewusst einlassen. Das kumulierte Wissen stellt dann die Grundlage für die Abschlussprüfung dar.

Akzeptanz und Resonanz

Für mich persönlich zeigt sich der Erfolg und die Akzeptanz der LV-Didaktik unmittelbar bei den Ergebnissen der Übungsaufgaben, aber natürlich auch in der Beteiligung im Kurs und schlussendlich bei den Prüfungsergebnissen im Vergleich zu den Vorjahren.

Die Simulation wurde von allen befragten Teilnehmer:innen als sehr lehrreich und interessant angenommen. Im Rahmen einer Begleitevaluierung der virtuellen Simulation haben sich Studierende, anonym, wie folgt zu Wort gemeldet.

“What are the advantages of the format?”

  • It is more gaming learning, fun learning. You learn better with a game. The process in the EU is very complicated, but as game easy to understand.
  • I agree, to read about the process is abstract. The format makes it more accessible; I like the idea.
  • The knowledge stays longer when transferred through a game, you are part of the process, you experience it. It’s great.
  • I agree. The EU can be confusing about how it works. It makes you understand it better.

“Should this way of learning about the EU be maintained - Did it increase knowledge about EU legal processes?”

  • Yes, and was fun. You could think of it that way.
  • I agree.
  • You get awareness of the process, it made it easy to understand and follow.
  • I understand the processes better and remember it better this way.
  • I can remember it better for the exam at the end.

Nutzen und Mehrwert

  • Flexiblere Lernbegleitung durch asynchrone Teilleistungen und Lernfortschrittskontrollen: Den Studierenden stehen asynchrone Möglichkeiten der Lernbegleitung (in Form von Erklärvideos), und unverbindliche (7 Kahoot-Quizzes zu den jeweiligen Stoffgebieten) und verbindliche (Moolde-Quiz) Lernfortschrittskontrollen zur Verfügung. Parallel zu den Stoffgebieten dienen aufeinander aufbauende Übungsaufgaben dazu, dass Studierende sich die Teilbereiche aneignen und bereits zu einem frühen Zeitpunkt im Semester rückgemeldet bekommen, ob sie die Inhalte bereits ausreichend erarbeitet haben.
  • Motivation und Identifikation durch Praxisrelevanz: Durch den starken Praxisbezug und relevante Fragestellungen, steigt das Interesse sich zu beteiligen sowie sich mit den Übungsaufgaben zu identifizieren. Vor allem die Simulation und die parallel stattfindende Podiumsdiskussion verdeutlicht die Relevanz des erlernten Wissens und der erworbenen Kompetenzen.
  • Kollaboration: Studierende gehen verstärkt in den Austausch miteinander und müssen im Rahmen der Simulation die Zusammenarbeit suchen, um ihr Verhandlungsziel erreichen zu können.
  • Nachhaltiger Kompetenzerwerb: Durch die kompetenzorientierte Lehre und die sukzessive Erarbeitung der Stoffgebiete anhand von Übungsaufgaben und im Zuge der Simulation, zeigt sich ein erheblicher Lernfortschritt, welcher sich in den Prüfungsleistungen positiv niederschlägt. Auch profitieren nachfolgende Kurse von erworbenen und vertieften Kompetenzen.
  • Internationalisierung und Hochschulpartnerschaften: Es ist geplant, die virtuelle Simulation zukünftig auch mit Studierenden unterschiedlicher Hochschulen durchzuführen. Entweder im Rahmen von Erasmus + geförderten Collaborative Online Learning (COIL) Formaten und/oder im Rahmen von Jean Monnet Modules. Im September 2023 wurde die entwickelte Simulation in Präsenz im Rahmen eines Erasmus + Lehraufenthalts mit Studierenden der Universität Volda erprobt. Für 2024 ist eine Fortsetzung geplant. Diesmal soll die Simulation im virtuellen Raum mit Studierenden beider Hochschulen durchgeführt werden.

Übertragbarkeit und Langlebigkeit

Das Projekt läuft seit 2023

Eine Ausweitung des Lehrkonzepts und der virtuellen Simulation ist geplant.

Für das SoSe 2024 ist bereits der Einsatz in 2 weiteren Kursen im deutschsprachigen BA-Studiengang und einem MA-Kurs der FH des BFI Wiens geplant.

Für das SoSe 2025 ist eine Verschränkung adäquater Kurse in BA- und MA-Studiengängen in der Durchführung der Simulation angedacht. Wobei Studierende des MA-Kurses die Entscheidungsfindung im Rat der EU und des BA-Kurses die Entscheidungsfindung im Europäischen Parlament simulieren sollen. Weiters soll ein train-the-trainers Ansatz ausprobiert werden, in dem MA-Studierende den BA-Studierenden den EU-Gesetzgebungsprozess anhand des Simulationsspiels näherbringen.

Darüber hinaus wurde im Februar 2024 ein Erasmus-Antrag gestellt, um die virtuelle Simulation ab dem Studienjahr 2024/25, im Rahmen von Jean Monnet Lectures, mit Studierenden unterschiedlicher Hochschulen in Österreich sowie europaweit durchzuführen. Studierende der jeweiligen Hochschulen sollen dabei gemeinsam und in Kollaboration, den EU-Gesetzgebungsprozess in unterschiedlichen Rollen simulieren.

Institutionelle Unterstützung

Das Lehrkonzept wurde parallel zu besuchten Weiterbildungen in den letzten fünf Jahren entwickelt. Diese wurden in erster Linie durch das Teaching and Learning Center der FH des BFI Wien durch interne Expert:innen oder mithilfe externer Vortragenden durchgeführt.

Einzelne Maßnahmen, wie die Erstellung des Erklärvideos oder die virtuelle Simulation, sind im Zuge von Drittmittelprojekten an der FH des BFI Wien entstanden und im Anschluss sukzessive in die Lehre integriert worden. Dem Lektor wurde im Rahmen dieser Projekte Arbeitszeit, technischer und didaktischer Support und die nötige Infrastruktur von Seite unseres Teaching and Learning Center bereitgestellt.

Es findet am Ende der Lehrveranstaltung eine verbindlich durchzuführende Evaluierung statt. Zusätzlich gibt es, pro Semester, Gespräche zwischen Jahrgangssprecher:innen und der Studiengangsleitung hinsichtlich einer Evaluierung der Lehre und der Vortagenden.

Die Kursleitung erhält die Ergebnisse unmittelbar am 15. des Folgemonats. Zudem werden die Ergebnisse parallel der Fachbereichsleitung und der Studiengangsleitung mitgeteilt und ist Gegenstand der zweimal pro Jahr stattfindende Mitarbeiter:innegespräche im Fall von internen Lektor:innen.

Die virtuelle Simulation wurde im Sommersemester 2023 zusätzlich im Rahmen einer Peer-Group, begleitet von Seiten unseres Teaching and Learning Centers, evaluiert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden den Kursleitern unmittelbar mitgeteilt und bei auffallend negativen Resultaten gesondert besprochen.