Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026
Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Icon für Moodle-Kachel aus MS-Word wurde entsprechend angepasst durch Beate Elvira Lamprecht
Moodle Kachel der Lehrveranstaltung Aktuelle Berufsentwicklung Repräsentation ABR Jahrgänge 2024 und 2025, Trend nach oben in den Farben der jeweiligen Jahrgänge JG25 blau, JG24 gelb
Ars Docendi Kategorie
Gesellschafts- und Nachhaltigkeitsorientierte Lehre
Ars Docendi Kriterien
- Innovative Hochschuldidaktik
- Studierenden- und Kompetenzorientierung
- Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
- Partizipation und Mitgestaltung
Gruppengröße
20-49
Anreißer (Teaser)
Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation: Studierende gestalten ihre berufliche Entwicklung aktiv mit, sammeln ECTS durch Repräsentation, Peer-Teaching & Fortbildungen – und legen den Grundstein für lebenslanges Lernen im Hebammenberuf.
Kurzzusammenfassung des Projekts
Die Lehrveranstaltung „Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation (ABR)“ wurde im Curriculum „Heb 5.0“ als selbstgesteuertes Format eingeführt, um lebenslanges Lernen im Hebammenberuf sowie die Repräsentation von Studium und Beruf zu fördern.
Absolvent:innen sollen die Bedeutung kontinuierlicher Weiterbildung erkennen und anwenden, wodurch fachliche, persönliche und gesellschaftliche Kompetenzen erweitert sowie neue Lösungsansätze und Ideen entwickelt werden.
Verpflichtend sind mindestens eine Präsentation des Studiengangs bei Informationsveranstaltungen der Fachhochschule Salzburg sowie Peer-Teaching zwischen Studienjahrgängen. Zusätzlich können vielfältige Aktivitäten angerechnet werden, etwa Fortbildungen (z. B. anerkannte Kurse, Kongresse), Studierendenvertretung, interdisziplinäre Vernetzung, Forschungsmitarbeit, Internationalisierung, Social-Media-Arbeit oder Mitwirkung an Lehrformaten.
Bis zum Ende des 6. Semesters sind insgesamt 1,5 ECTS (37,5 Stunden) zu erbringen, verteilt auf drei Ausbildungsjahre. Anerkannte Aktivitäten werden über Moodle kommuniziert; Teilnahmebestätigungen sammeln Studierende und reichen sie gesammelt ein. Mehrleistungen können im Freifach ABF dokumentiert werden.
Das Format bereitet auf die Fortbildungsverpflichtung laut Hebammengesetz vor.
Da Kongresse oft kostenintensiv sind, stellt die FH Salzburg auch kostenlose und flexible (z. B. Online-) Angebote bereit, die besonders Studierenden mit Betreuungspflichten zugutekommen.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
Current Professional Development and Representation (Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation ABR) is a student-led course in the “Heb 5.0” midwifery curriculum. It prepares students for lifelong learning and for representing their study program and the midwifery profession.
Students learn why continuous education and professional representation are important. This helps them improve knowledge, skills, and professional confidence, and supports new ideas and solutions.
Required activities include at least one presentation of the midwifery program at information events at Salzburg University of Applied Sciences and at least one peer-teaching session for younger students. Student representatives can also receive ECTS credits for some of their voluntary work.
Students can join many activities, such as continuing education courses, conferences, research projects, international events, networking, social media projects, and professional presentations. Some activities are suggested by the program, but students can also propose new ones.
By the end of the 6th semester, students must complete 1.5 ECTS (37.5 hours). Activities are documented and confirmed before being recorded in the university system. Extra hours can be listed as an elective in the Diploma Supplement.
The course also supports legal continuing education requirements for midwives in Austria. Free and online learning options are offered to make participation easier for students.
Nähere Beschreibung des Projekts
Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation (ABR)
wurde im Curriculum "Heb 5.0" als von den Studierenden selbstgesteuerte Lehrveranstaltung eingeführt und bietet somit eine Vorbereitung auf Lebenslanges Lernen im Hebammenberuf und Repräsentation des Studiums sowie des Berufes.
Als Lernergebnis dieser Lehrveranstaltung sind Absolvent:innen in der Lage, die Bedeutung von lebenslangem Lernen und Repräsentation im Berufsfeld der Hebamme zu erkennen und anzuwenden. Dies führt zu Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen in verschiedenen Bereichen, wie auch Erweiterung persönlicher, bürgergesellschaftlicher, sozialer oder beschäftigungsbezogener Perspektiven, um neue Einsichten, Lösungsansätze und kreative Ideen zu gewinnen.
Verpflichtend sind die mindestens einmalige Repräsentation des Studienganges Hebammen bei Informationsveranstaltungen zum Hebammenstudium an der Fachhochschule Salzburg sowie ein Peer-Teaching höherer Jahrgänge bei Studierenden unterer Jahrgänge im Rahmen der Lehrveranstaltung Synthese (Trainingseinheiten im Sinne eines Skillstrainings in Kleingruppen).
Die Implementierung dieses Faches bietet zudem Studierendenvertreter:innen die Möglichkeit, zumindest einen Teil ihrer unentgeltlichen Repräsentationsarbeit abzubilden und ECTS dafür zu erhalten.
Zum Teil werden die Inhalte von Seiten des Studienganges vorgegeben (mindestens einmalige Repräsentation gegenüber am Studium interessierten Personen und Bewerber:innen sowie Peer-Teaching) und vorgeschlagen, es besteht aber die Möglichkeit, dass Studierende Vorschläge zur Anerkennung von Tätigkeiten oder Veranstaltungen einbringen, die als relevant anerkannt und über Moodle allen Studierenden bekannt gemacht werden. Somit können aktuelle oder innovative Lehrinhalte durch die Studierenden selbst oder durch Hinweise anderer Lehrenden eingebracht werden, noch ehe diese in der Curriculumsentwicklung umgesetzt werden können.
- Fortbildungen, die in Präsenz, online oder hybrid angeboten werden, insbesondere Teilnahme an vom österreichischen Hebammengremium (ÖHG), der gesetzlichen Interessensvertretung der Hebammen in Österreich, mit Fortbildungspunkten anerkannte Fortbildungen
- Kongresse mit spezifischen Inhalten wie Hebammenkongresse des ÖHG oder der Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (ÖGGG)
- Präsentation des Studienganges Hebammen bei Informationsveranstaltungen der Fachhochschule Salzburg "Info Day", "Open House", "Info-Session" (online Präsentation des Hebammenstudiums, inklusive Vorbereitung/Adaption der Präsentation, was Bewerberinnen die direkte Kontaktaufnahme mit Studierenden ermöglicht), Berufsinformationsmessen (Studierende am Stand der FH Salzburg), je eine Veranstaltung mindestens einmal während des gesamten Studiums.
- Studierendenvertretung – Repräsentation des Studienganges etwa FH-Kollegium, Departmentkollegium, gewählte Jahrgangssprecherin, Vertreter:innen der "Österreichischen Hochschüler_innenschaft ÖH" max. 10 Stunden Stunden je Ausbildungsjahr (von der mindestens einmalig verpflichtenden Informationsveranstaltung über den Studiengang entbunden)
- Peer-Teaching im Lernlabor: mindestens einmal im Studium, um die für Hebammen wichtigen Anleitungskompetenzen zu entwickeln und als anleitende Studierende Rückmeldung von einer Mitstudierenden zu erhalten.
- Teilnahme als Figuranten (Schauspielpatient:innen) in der Lehre oder bei Prüfungen anderer Gesundheitsstudiengänge,
- Interdisziplinäre und Interprofessionelle Vernetzung: Change.Climate.Resilience, Kamingespräche im gesundheitswissenschaftlichen Bereich und an der gesamten Fachhochschule Salzburg, Teilnahme an Bachelorpräsentationen aus den Gesundheitsbereichen (auch öffentliche Bachelorpräsentationen anderer Studiengänge Hebammen, Beispiele für Wissenschaftliches Arbeiten und gute Wissenschaftliche Praxis)
- Angebote der FH Salzburg: Antrittsvorlesungen
- Internationalisierung: Teilnahme an Internationalisierungsmaßnahmen, Internationale Kongresse
- Mitwirkung bei Forschungsvorhaben bzw. Forschungsumsetzung
- Gemeinsame Umsetzung von Videoprojekten und Podcasts (beispielsweise Hebammen mit anderen Studierenden der Gesundheits- und Krankenpflege)
- Organisation und Begleitung von „Studieren Probieren“
- Beauftragte Social-Media-Arbeit (z.B. Reels zum Studiengang oder zur Hebammenarbeit für die Veröffentlichung über den Gesundheitswissenschaftlichen Instagram-Account erstellen)
Die Lehrveranstaltung ist ausschließlich mit ECTS hinterlegt, bis zum Ende des 6. Semesters sind 1,5 ECTS zu leisten. Die Studierenden entscheiden selbst, in welchem Semester sie die Arbeitsleitung erbringen.
In jedem Ausbildungsjahr (ABJ 1, 2, 3) 0,5 ECTS, entsprechend 12,5 Vollstunden für die Lehrveranstaltung Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation:
AB1 0,5 ECTS 12,5 Vollstunden (Abbildung in Viertelstunden möglich)
AB2 0,5 ECTS 12,5 Vollstunden (Abbildung in Viertelstunden möglich)
AB3 0,5 ECTS 12,5 Vollstunden (Abbildung in Viertelstunden möglich)
Summe 1,5 ECTS 37,5 Vollstunden
Ablauf:
- Die anerkannten Lehrveranstaltungen und/oder Tätigkeiten werden über einen Moodle-Ordner, der für alle sechs Semester der Ausbildung zur Verfügung steht, bekannt gegeben.
- Studierende können auf Veranstaltungen aufmerksam machen, welche in die Auflistung der durch die Studiengangsleitung Hebammen anerkannten aufgenommen werden sollten.
- Die Individuelle Anerkennung von Teilnahmen ist möglich, wird aber nur im Ausnahmefall genehmigt, weil Studierende das Wissen und aktuelle Themen und Fortbildungen miteinander teilen sollen. (Beispielsweise die Studierende ist in einem Auslandspraktikum und nimmt dort an einer Klinikfortbildung teil.)
- Studierende sammeln die Teilnahmebestätigungen und legen diese spätestens im 6. Semester ihrer Mentorin vor, welche auch die Praktikumsunterlagen der Studierenden überprüft und freigibt.
- Danach erfolgt die Eintragung der absolvierten Stunden aus der Praxis und der Lehrveranstaltung Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation ins FH-System.
- Werden bei einer Veranstaltung keine Teilnahmebestätigungen ausgestellt, übernimmt das Office des Studienganges die Ausstellung und lässt den Studierenden die Teilnahmebestätigungen zukommen, damit diese gesammelt und eingereicht werden können. (Etwa Teilnahme am "Tag der offenen Tür" am Kinderzentrum der Salzburger Landeskrankenanstalten, die zuständige Abteilungsleitung übermittelt die Namen der Studierenden und Dauer der Veranstaltung per Mail, das Office bestätigt dies für die Studierenden)
Studierende, die mehr als die geforderten 37,5 Vollstunden vorweisen, können die besuchten Fortbildungen oder erbrachten Tätigkeiten im Freifach "Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation Freifach ABF" einreichen und anrechnen lassen, dies wird im Diploma Supplement abgebildet.
Die Abbildung in 15-Minuten-Einheiten entspricht einem Fortbildungspunkt beim Österreichischen Hebammengremium. Mit Abschluss des Studiums und Aufnahme der Berufstätigkeit müssen Hebammen gemäß dem Hebammengesetz die Erfüllung ihrer Fortbildungsverpflichtung kontinuierlich nachzuweisen.
Die Teilnahme an nationalen oder internationalen Kongressen ist mit finanziellem Aufwand verbunden, weshalb jedenfalls eine ausreichende Anzahl an kostenfreien Teilnahmemöglichkeiten an der Fachhochschule Salzburg angeboten werden. Onlineformate sind bei Studierenden, vor allem solchen mit Betreuungspflichten, sehr beliebt.
Akzeptanz und Resonanz
Die Lehrveranstaltung „Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation (ABR)“ wird von den Studierenden insgesamt positiv angenommen, insbesondere aufgrund ihres hohen Praxisbezugs, der flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten und der direkten Relevanz für die spätere Berufstätigkeit. Es wird häufig hervorgehoben, dass die selbstgesteuerte Struktur eigenverantwortliches Lernen fördert und Einblicke in berufspolitische, wissenschaftliche und interprofessionelle Aspekte des Hebammenberufs ermöglicht. Rückmeldungen der Studierenden und insbesondere der Studierendenvertreterinnen belegen die hohe Akzeptanz dieser selbstgesteuerten Lehrveranstaltung:
- Studierende schätzen die Vernetzung mit im Beruf stehenden Kolleg:innen und Vertreter:innen anderer Gesundheitsberufe, insbesondere bei Fortbildungen. Es gibt einen realistischen Einblick, wie Kongresse oder Fortbildungen ablaufen, wie lebenslanges Lernen für Hebammen aussehen kann, in welchen Teilbereichen es Spezialisierung geben kann.
- Studierendenvertreter haben sich positiv geäußert, dass ihre Arbeit als Repräsentation anerkannt und mit ECTS abgegolten wird.
- Die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen zum Studium wird von den Studierendenvertreter:innen bzw. den Studierenden selbst organisiert, die Anzahl der Teilnahmewilligen übersteigt den Bedarf.
- Bei Veranstaltungen, mit gratis Studierendenkontingenten wurde die Teilnehmer:innenanzahl bei weitem überschritten, somit wurde von Seiten der Studiengangsleiterin vorgeschlagen, sich die Tickets tageweise zu teilen, was von den Studierenden gerne angenommen wurde. Teilnehmende Lehrende berichten, wie positiv die große Anzahl der Studierenden an Kongressen aufgefallen ist und wie diese die Fachhochschule Salzburg bei Vorträgen und Industrieausstellungen repräsentieren.
- Der Benefit von Teilnahme an praktischer Lehre und Prüfungen als Figurant:in/Schauspielpatient:in lässt sich am Originalton folgender Hebammenstudentin ablesen: "Manche Studierende haben mich in der Simulationsprüfung nach dem Namen gefragt und sich vorgestellt, andere nicht. Einige haben mich einfach gelagert, ohne mir etwas zu sagen, wer sie sind oder was sie machen... Also ich kann es nicht garantieren, dass ich mich immer vorstellen und nach dem Namen fragen werde, aber heute habe ich mir das fest vorgenommen und auch dass ich versuche immer zu erklären, was ich vorhabe oder was ich mache!"
- Interprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit wird vom Studium an gefördert.
- Das Wissen über andere Studiengänge an der Fachhochschule Salzburg selbst oder auch beim Besuch von Bachelorpräsentationen anderer Studiengänge Hebammen wächst.
- Rückmeldungen zeigen außerdem, dass flexible Teilnahmeformate (z. B. Online-Fortbildungen) die Vereinbarkeit mit Studium, Berufstätigkeit oder Betreuungspflichten erleichtern.
- Etablierte Veranstaltungen an der Fachhochschule Salzburg selbst wie Change.Climate.Resilliance. werden für Gesundheitswissenschaften interessanter und führen zu mehr Durchmischung.
- Studierende melden zurück, dass sie es schätzen, wenn ihre Hinweise auf Fortbildungen oder besondere Referent:innen wahrgenommen, anerkannt und geteilt werden. Auch Lehrende erfreuen sich an den Hinweisen der Studierenden aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland. Beeindruckende Vortragende wurden auch nach Teilnahme an Veranstaltungen in den Kreis der Lehrenden im Studiengang Hebammen aufgenommen.
Insgesamt trägt das Lehrprojekt nach Einschätzung der Studierenden dazu bei, ein Bewusstsein für lebenslanges Lernen, berufliche Weiterentwicklung und professionelle Repräsentation im Hebammenberuf zu stärken.
Nutzen und Mehrwert
Die Lehrveranstaltung „Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation (ABR)“ zeichnet sich durch mehrere innovative Elemente aus, die einen besonderen Mehrwert für Studium, Professionalisierung und Hochschulentwicklung schaffen.
Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist die starke Selbststeuerung durch Studierende. Sie wählen eigenverantwortlich relevante Fortbildungen, Projekte oder Engagementformen aus und können selbst Vorschläge zur Anerkennung neuer Inhalte einbringen. Dadurch entsteht eine flexible Lehrstruktur, die aktuelle Entwicklungen im Hebammenberuf zeitnah in das Studium integriert – oft schneller, als es klassische Curriculumsprozesse ermöglichen.
Ein weiterer Mehrwert liegt in der Verknüpfung von Studium, Berufsrealität und professioneller Vernetzung. Die Teilnahme an Kongressen, Fortbildungen, Forschungsprojekten oder interprofessionellen Veranstaltungen stärkt frühzeitig berufliche Identität, wissenschaftliche Orientierung und Netzwerkbildung.
Besonders innovativ ist auch die curriculare Anerkennung studentischen Engagements. Tätigkeiten wie Studiengangsrepräsentation, Peer-Teaching oder Mitwirkung in der Studierendenvertretung werden sichtbar gemacht und mit ECTS hinterlegt. Dies würdigt bislang oft unbezahlte Beiträge zur Studierendenrepräsentation und Hochschulentwicklung und fördert Verantwortungsübernahme sowie berufspolitische Kompetenzen.
Die Lehrveranstaltung unterstützt zudem flexible Lernwege: Präsenz-, Online- und Hybridformate ermöglichen individuelle Schwerpunktsetzungen und erleichtern die Vereinbarkeit mit Erwerbstätigkeit oder Betreuungspflichten.
Schließlich leistet ABR einen nachhaltigen Beitrag zur Vorbereitung auf lebenslanges Lernen, das im Hebammenberuf gesetzlich gefordert ist. Studierende entwickeln bereits im Studium Routinen für kontinuierliche Fortbildung, Reflexion und professionelle Repräsentation.
Insgesamt verbindet das Projekt Partizipation, Praxisnähe, Flexibilisierung der Lehre und Professionalisierung in einer Form, die über klassische Lehrveranstaltungsformate hinausgeht.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2025
Die Lehrveranstaltung „Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation (ABR)“ ist im Curriculum „Heb 5.0“ verankert und wird über alle drei Ausbildungsjahre hinweg umgesetzt. Durch die Integration von insgesamt 1,5 ECTS bis zum Ende des 6. Semesters ist das Konzept langfristig curricular abgesichert und dauerhaft implementiert.
Die Weiterentwicklung erfolgt dynamisch: Studierende können eigenständig Fortbildungen, Kongresse oder innovative Themen zur Anerkennung vorschlagen. Zudem fließen Rückmeldungen aus Evaluierungen, Praxiserfahrungen sowie aktuelle berufspolitische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen kontinuierlich ein. Dadurch bleibt die Lehrveranstaltung flexibel und kann neue Anforderungen im Gesundheitswesen rasch aufgreifen, ohne auf formale Curriculumsänderungen warten zu müssen.
Das Konzept ist grundsätzlich gut auf andere Studiengänge übertragbar, insbesondere in professionsorientierten Disziplinen wie Gesundheitsberufen, Pädagogik oder Sozialer Arbeit. Zentrale übertragbare Elemente sind die curriculare Anerkennung studentischen Engagements, selbstgesteuerte Lernanteile mit klar definiertem ECTS-Rahmen, die enge Verknüpfung von Studium und Berufspraxis sowie strukturierte Peer-Teaching-Formate.
Auch hochschulübergreifend kann ABR als Modell für partizipative, flexible und praxisnahe Lehrformate dienen. Langfristig fördert die Lehrveranstaltung eine nachhaltige Lernkultur, in der Studierende bereits im Studium Routinen für kontinuierliche Fortbildung, Reflexion und professionelle Verantwortung entwickeln – Kompetenzen, die weit über die Hochschule hinaus wirksam bleiben.
Institutionelle Unterstützung
Die Lehrveranstaltung „Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation (ABR)“ wird seitens der Hochschule sowohl strukturell als auch organisatorisch unterstützt. Die curriculare Verankerung im Studienplan „Heb 5.0“ mit 1,5 ECTS stellt eine formale und langfristige Absicherung sicher.
Infrastrukturell wird das Projekt durch die Nutzung hochschulinterner Plattformen (z. B. Moodle) unterstützt, über die anerkannte Aktivitäten veröffentlicht, Informationen gebündelt und Dokumentationen organisiert werden. Veranstaltungsformate wie „Info Day“, „Open House“, Antrittsvorlesungen oder interdisziplinäre Austauschformate werden von zentralen Organisationseinheiten der Hochschule geplant und administrativ begleitet.
Organisatorisch erfolgt die Koordination über die Studiengangsleitung sowie das Studiengangs-Office, das bei der Dokumentation und Ausstellung von Teilnahmebestätigungen unterstützt und die formale Eintragung der erbrachten Leistungen sicherstellt. Mentor:innen begleiten Studierende bei der Anerkennung der Aktivitäten und integrieren diese in die Gesamtbetrachtung des Studienfortschritts.
Darüber hinaus profitieren Studierende von kostenfreien oder hochschulintern organisierten Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten, wodurch finanzielle Hürden – insbesondere bei Kongressen oder Weiterbildungen – möglichst reduziert werden. Flexible Online- und Hybridformate werden institutionell bereitgestellt und ermöglichen eine gute Vereinbarkeit mit individuellen Lebenssituationen.
Insgesamt unterstützt die Hochschule das Projekt durch curriculare Absicherung, administrative Begleitung, digitale Infrastruktur sowie durch die Bereitstellung geeigneter Veranstaltungs- und Vernetzungsformate (etwa Praxisanleiter:innentreffen).
Die Lehrveranstaltung „Aktuelle Berufsentwicklung und Repräsentation (ABR)“ ist in die hochschulinternen Qualitätsmanagement-Strukturen eingebunden und Teil der regulären Evaluations- und Reflexionsprozesse des Studiengangs. Als curricular verankerte Lehrveranstaltung unterliegt sie den standardisierten Lehrveranstaltungsevaluierungen der Hochschule. Darüber hinaus werden qualitative Rückmeldungen im Rahmen von Jahrgangsgesprächen, Mentor:innenaustausch sowie im Dialog mit der Studierendenvertretung systematisch aufgenommen.
Die Auswertung der Rückmeldungen erfolgt auf mehreren Ebenen: Zum einen werden organisatorische Abläufe (z. B. Transparenz der Anerkennungskriterien, Dokumentationsprozesse, Informationsweitergabe über Moodle) überprüft und bei Bedarf angepasst. Zum anderen fließen inhaltliche Anregungen – etwa zu neuen Fortbildungsschwerpunkten, innovativen Veranstaltungsformaten oder Kooperationsmöglichkeiten – in die Weiterentwicklung der anerkannten Aktivitäten ein. Da Studierende selbst Vorschläge zur Anerkennung einbringen können, ist Feedback unmittelbar mit curricularer Anpassungsfähigkeit verknüpft.
Erkenntnisse aus Evaluierungen werden im Studiengangsteam reflektiert und gegebenenfalls in curricularen Abstimmungsprozessen weiterbearbeitet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Lehrveranstaltung sowohl aktuellen beruflichen Anforderungen als auch hochschuldidaktischen Qualitätsstandards entspricht.
Insgesamt unterstützt die enge Rückbindung an das Qualitätsmanagement eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung, stärkt die Studierendenpartizipation und trägt zur nachhaltigen Sicherung der Lehrqualität bei.