Zuletzt aktualisiert am 02.06.2026
Trainingszentrum Medizin Innsbruck – ein studentisches Ökosystem für interprofessionelles Lernen und klinische Kompetenzentwicklung
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Trainingszentrum Innsbruck
Vertreter:innen des ÖH Trainingszentrums
Ars Docendi Kategorie
Kooperative Lehr- und Arbeitsformen
Ars Docendi Kriterien
- Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz
- Innovative Hochschuldidaktik
- Studierenden- und Kompetenzorientierung
- Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
- Partizipation und Mitgestaltung
Gruppengröße
> 150
Anreißer (Teaser)
Wie können Studierende ihre klinische Ausbildung selbst mitgestalten? Im Trainingszentrum Medizin Innsbruck schaffen rund 200 Tutor:innen einen offenen Lernraum für praktisches Training und interprofessionelles Lernen.
Kurzzusammenfassung des Projekts
Das Trainingszentrum der Hochschüler:innenschaft Medizin Innsbruck ist ein studentisch organisiertes Lernökosystem für praxisorientierte Ausbildung, Peer-Teaching und interprofessionelle Zusammenarbeit. Ziel ist es, Studierenden ergänzend zum Curriculum einen offenen Lernraum zur Entwicklung klinischer Kompetenzen zu bieten.
Rund 200 studentische Tutor:innen organisieren jährlich etwa 2400 Kursplätze und ermöglichen damit rund 1600 Stunden zusätzlicher praktischer Ausbildung für Studierende der Medizinischen Universität Innsbruck. Die Kurse finden in kleinen Gruppen statt und verbinden praktisches Training, Simulation und fallbasiertes Lernen.
Ein zentrales Element des Konzepts ist die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Studierenden der FH Gesundheit Innsbruck sowie der Pharmazie der Universität Innsbruck. Dadurch lernen Studierende frühzeitig, medizinische Herausforderungen gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen zu bewältigen.
Darüber hinaus engagiert sich das Trainingszentrum auch in der Gesundheitsbildung der Bevölkerung, etwa durch Reanimationsschulungen im Rahmen des Restart-a-Heart-Day in Innsbruck. Das Projekt zeigt, wie studentische Initiative, Peer-Teaching und interprofessionelle Kooperation ein nachhaltiges Modell kooperativer Hochschullehre schaffen können.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
The Training Center of the Medical Students’ Union at the Medical University of Innsbruck is a fully student-organized initiative that promotes practice-oriented learning and interprofessional collaboration.
The project complements the formal medical curriculum by providing an open learning environment where students can develop and practice clinical skills through peer teaching.
Around 200 student tutors organize approximately 2,400 course places per year, corresponding to about 1,600 hours of additional hands-on training. Courses are conducted in small groups, allowing intensive practice and individual feedback.
A central element of the concept is interprofessional collaboration. Joint learning activities with students from FH Gesundheit Innsbruck and pharmacy students from the University of Innsbruck enable participants to work across professional boundaries and develop mutual understanding.
In addition, the Training Center contributes to public health education. In collaboration with the Innsbruck Emergency Medicine Interest Group, student tutors participated in Restart-a-Heart Day and trained members of the public in cardiopulmonary resuscitation.
The project demonstrates how student initiative, peer teaching, and interdisciplinary cooperation can create a sustainable learning ecosystem for clinical competence development.
Nähere Beschreibung des Projekts
Das Trainingszentrum der Hochschüler:innenschaft Medizin Innsbruck ist eine vollständig studentisch organisierte Plattform für praxisorientiertes Lernen, interprofessionelle Zusammenarbeit und gemeinschaftliche Gestaltung von Lehre. Ziel des Projekts ist es, Studierenden ergänzend zum regulären Curriculum einen offenen Lernraum zu bieten, in dem klinische Fertigkeiten in einem kooperativen und unterstützenden Umfeld trainiert werden können.
Die Grundidee des Trainingszentrums besteht bereits seit mehreren Jahren und entstand aus dem Wunsch vieler Studierender nach zusätzlichen Möglichkeiten, praktische Kompetenzen frühzeitig und wiederholt zu trainieren. In den vergangenen fünf Jahren wurde diese Idee jedoch systematisch weiterentwickelt und zu der Plattform ausgebaut, die das Trainingszentrum heute darstellt. Durch kontinuierliche Erweiterung der Lehrangebote, den Aufbau einer eigenen Infrastruktur und das wachsende Engagement studentischer Tutor:innen entwickelte sich das Trainingszentrum zu einer umfassenden Plattform für praxisorientiertes Lernen und interprofessionellen Austausch. Heute stellt es einen zentralen Bestandteil der studentischen Lernkultur an der Medizinischen Universität Innsbruck dar.
Im Zentrum des Konzepts steht ein kooperativer Peer-Teaching-Ansatz. Studierende übernehmen nicht nur die Rolle von Lernenden, sondern gestalten aktiv Planung, Organisation und Durchführung von Lehrangeboten. Dieses Modell ermöglicht eine besonders niederschwellige Lernatmosphäre: Fragen können offen gestellt werden, Unsicherheiten dürfen ausgesprochen werden und Fehler werden als Teil des Lernprozesses verstanden. Gleichzeitig entwickeln die Tutor:innen durch ihre Lehrtätigkeit wichtige didaktische, kommunikative und organisatorische Kompetenzen.
Die Kurse werden bewusst in kleinen Gruppen durchgeführt, sodass ausreichend Zeit für praktische Übungen, individuelles Feedback und gemeinsames Lernen bleibt. Simulationstraining, praktische Übungen und fallbasierte Diskussionen ermöglichen es, theoretisches Wissen in konkrete klinische Handlungskompetenz zu überführen und Sicherheit im Umgang mit medizinischen Situationen zu gewinnen. Durch wiederholtes praktisches Training können Studierende ihre Fähigkeiten kontinuierlich weiterentwickeln und Vertrauen in ihre eigenen Kompetenzen aufbauen.
Ein wesentliches Merkmal des Trainingszentrums ist seine Funktion als interprofessioneller Lernraum. Kooperationen mit Studierenden der FH Gesundheit Innsbruck sowie mit Studierenden der Pharmazie der Universität Innsbruck ermöglichen gemeinsame Lernformate zwischen unterschiedlichen Gesundheitsberufen. Diese Zusammenarbeit fördert frühzeitig gegenseitiges Verständnis, Kommunikation und Teamarbeit zwischen den Berufsgruppen. Studierende lernen nicht nur voneinander, sondern entwickeln auch ein Bewusstsein dafür, wie interprofessionelle Zusammenarbeit im späteren Berufsalltag gelingen kann.
Neben der Vermittlung praktischer Fertigkeiten ist die Lernkultur im Trainingszentrum von besonderer Bedeutung. Das Trainingszentrum versteht sich bewusst als Raum für alle Studierenden – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder individueller Studienbiografie. Ziel ist es, eine Lernumgebung zu schaffen, in der sich alle Teilnehmenden willkommen fühlen und in der Wissen frei geteilt werden kann. Respekt, Offenheit und gegenseitige Unterstützung bilden die Grundlage dieser Kultur. Gerade im anspruchsvollen Medizinstudium kann ein solcher Raum dazu beitragen, Lernprozesse zu erleichtern und Studierende langfristig zu stärken.
Zur Sicherstellung der Qualität können Tutor:innen Fortbildungen im Bereich Medical Teaching absolvieren. Diese Schulungen unterstützen sie dabei, Lernprozesse didaktisch sinnvoll zu gestalten und Studierende in ihrem Kompetenzerwerb zu begleiten. Zusätzlich nehmen alle Tutor:innen an einer Präventionsschulung zum Thema Gewalt- und Opferschutz teil, die vom Leiter für Opfer- und Gewaltschutz der Klinik Innsbruck durchgeführt wird. Diese Ausbildung stärkt die Sensibilität für respektvolle Kommunikation und trägt dazu bei, ein sicheres und wertschätzendes Lernumfeld zu gewährleisten.
Die Inhalte der Kurse orientieren sich an aktuellen medizinischen Leitlinien und werden in regelmäßigem Austausch mit Ärztinnen und Ärzten der Klinik Innsbruck weiterentwickelt. Durch diesen Dialog zwischen Studierenden und klinischer Praxis entsteht eine Lernumgebung, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch praxisnah ist. Gleichzeitig erhalten Studierende Einblicke in klinische Perspektiven und aktuelle Entwicklungen der medizinischen Praxis.
Eine besondere Stärke des Trainingszentrums ist die vorhandene praktische Infrastruktur, die größtenteils durch studentische Initiative aufgebaut wurde. Ultraschallgeräte, Simulationstrainer, Reanimationspuppen und weitere Trainingsmodelle ermöglichen realitätsnahe Übungssituationen und unterstützen die Entwicklung klinischer Handlungskompetenz. Diese Ausstattung steht Studierenden gezielt für praktisches Training zur Verfügung und erweitert die Möglichkeiten der universitären Ausbildung erheblich.
Ein zentraler Bestandteil des Trainingszentrums ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der angebotenen Lehrformate. Die Organisation basiert auf einem dynamischen, von Studierenden getragenen System, in dem Erfahrungen aus Kursen, Feedback der Teilnehmenden und neue medizinische Entwicklungen regelmäßig in die Weiterentwicklung der Inhalte einfließen. Durch direkte Rückmeldungen nach den Kursen sowie durch regelmäßige interne Austauschformate der Tutor:innen werden Lehrmethoden, Kursstrukturen und Inhalte kontinuierlich angepasst und verbessert. Dieses iterative Vorgehen ermöglicht es, flexibel auf die Bedürfnisse der Studierenden zu reagieren und gleichzeitig eine hohe Qualität der Lehrangebote sicherzustellen.
Die studentische Lehre bildet dabei das Herzstück des Trainingszentrums. Peer-Teaching wird dabei nicht nur als Methode verstanden, sondern als Lernkultur: Studierende lernen voneinander, unterstützen sich gegenseitig und schaffen gemeinsam eine Umgebung, in der Lernen als gemeinschaftlicher Prozess erlebt wird. Diese Erfahrung stärkt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern fördert auch Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und kommunikative Fähigkeiten – Kompetenzen, die für den späteren ärztlichen Berufsalltag von zentraler Bedeutung sind.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Trainingszentrums ist die Förderung einer Kultur des Teilens von Wissen. Tutor:innen geben ihre Erfahrungen und ihr Wissen an jüngere Studierende weiter, wodurch ein generationenübergreifendes Lernsystem entsteht. Studierende, die zunächst als Teilnehmer:innen Kurse besuchen, entwickeln häufig selbst Interesse daran, später als Tutor:innen aktiv zu werden. Auf diese Weise wächst das Trainingszentrum kontinuierlich aus der Studierendenschaft heraus und bleibt gleichzeitig eng mit den Bedürfnissen der Studierenden verbunden.
Neben der universitären Lehre spielt auch die gesellschaftliche Verantwortung eine bedeutende Rolle. Das Trainingszentrum versteht medizinisches Wissen nicht nur als akademische Ressource, sondern auch als Kompetenz, die im Sinne der Gesellschaft weitergegeben werden sollte. Ein Beispiel dafür ist die aktive Beteiligung am internationalen Restart-a-Heart-Day. Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft für Notfallmedizin Innsbruck haben Tutor:innen in der Innsbrucker Innenstadt Passant:innen angesprochen und ihnen grundlegende Maßnahmen der Wiederbelebung vermittelt. Ziel dieser Initiative war es, Berührungsängste abzubauen, Zivilcourage zu fördern und Menschen zu befähigen, im Notfall lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen.
Solche Aktivitäten zeigen, dass Lehre im Trainingszentrum nicht ausschließlich innerhalb der Universität stattfindet, sondern bewusst auch in die Gesellschaft hineinwirkt. Studierende erleben dadurch frühzeitig, welche Bedeutung medizinisches Wissen für die Öffentlichkeit haben kann, und lernen, Verantwortung für die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu übernehmen.
Das Trainingszentrum steht damit exemplarisch für eine Form der Hochschullehre, die über klassische Lehrveranstaltungen hinausgeht. Es verbindet studentisches Engagement, kooperative Lehrformen, interprofessionellen Austausch und gesellschaftliche Verantwortung zu einem lebendigen Lernraum. Gleichzeitig zeigt das Projekt, welches Potenzial in studentischer Initiative liegt, wenn Studierende die Möglichkeit erhalten, ihre Ausbildung aktiv mitzugestalten.
Durch diese Kombination aus Peer-Teaching, praktischer Ausbildung, interprofessioneller Zusammenarbeit und gesellschaftlichem Engagement hat sich das Trainingszentrum zu einem nachhaltigen Modell für kooperative Hochschullehre entwickelt. Es schafft einen Raum, in dem Studierende nicht nur medizinische Kompetenzen erwerben, sondern auch erleben, wie gemeinschaftliches Lernen, gegenseitige Unterstützung und Verantwortung für andere zu einem zentralen Bestandteil medizinischer Professionalität werden können.
Akzeptanz und Resonanz
Das Trainingszentrum der Hochschüler:innenschaft Medizin Innsbruck wird von den Studierenden der Medizinischen Universität Innsbruck sehr stark angenommen und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil der studentischen Lernkultur entwickelt. Die hohe Nachfrage zeigt sich insbesondere in der kontinuierlich steigenden Anzahl an Kursplätzen sowie in der großen Zahl engagierter Tutor:innen.
Aktuell engagieren sich rund 200 studentische Tutor:innen im Trainingszentrum und organisieren gemeinsam jährlich etwa 2400 Kursplätze. Ein Großteil der angebotenen Kurse ist regelmäßig sehr rasch ausgebucht, was den hohen Bedarf an zusätzlichen praxisorientierten Lernmöglichkeiten im Studium widerspiegelt. Die Kurse werden bewusst in kleinen Gruppen durchgeführt, um intensives praktisches Training und individuelles Feedback zu ermöglichen. Studierende berichten dabei häufig, dass insbesondere die offene Lernatmosphäre, das Lernen auf Augenhöhe sowie die Möglichkeit, praktische Fertigkeiten wiederholt zu üben, als besonders wertvoll empfunden werden. Peer-Teaching wird von vielen Teilnehmer:innen als motivierend erlebt, da Fragen ohne Hemmschwelle gestellt werden können und eine unterstützende Lernumgebung entsteht.
Feedback der Teilnehmenden wird systematisch in die Weiterentwicklung der Lehrangebote einbezogen. Rückmeldungen erfolgen vor allem im direkten Austausch am Ende der Kurse, wodurch Tutor:innen unmittelbar auf Verbesserungsvorschläge eingehen können. Diese Form des persönlichen Feedbacks ermöglicht eine sehr direkte und praxisnahe Weiterentwicklung der Lehrformate. Anpassungen von Kursinhalten, Erweiterungen von Übungseinheiten oder organisatorische Verbesserungen entstehen häufig aus diesen Rückmeldungen der Studierenden.
Ein weiterer Indikator für die hohe Akzeptanz des Trainingszentrums ist die kontinuierlich wachsende Zahl an Studierenden, die nach eigener Kursteilnahme Interesse entwickeln, selbst als Tutor:innen aktiv zu werden. Viele Tutor:innen haben das Trainingszentrum zunächst als Teilnehmer:innen kennengelernt und sich anschließend entschieden, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an jüngere Studierende weiterzugeben. Dadurch entsteht ein nachhaltiges System studentischer Wissensweitergabe, das die langfristige Entwicklung des Projekts unterstützt.
Auch die interprofessionellen Lernformate werden von Studierenden sehr positiv wahrgenommen. Die Zusammenarbeit mit Studierenden der FH Gesundheit Innsbruck sowie mit Pharmazie-Studierenden der Universität Innsbruck ermöglicht frühzeitig Einblicke in unterschiedliche Perspektiven der Gesundheitsberufe. Studierende berichten, dass diese gemeinsamen Lernformate dazu beitragen, Verständnis für andere Berufsgruppen zu entwickeln und die Bedeutung interprofessioneller Zusammenarbeit für die Patientenversorgung zu erkennen.
Insgesamt zeigt sich, dass das Trainingszentrum von der Studierendenschaft nicht nur als zusätzliches Lehrangebot wahrgenommen wird, sondern als wichtiger Lernraum, der praktische Kompetenzentwicklung, gemeinschaftliches Lernen und studentische Mitgestaltung verbindet. Die hohe Teilnahme, das kontinuierliche Engagement der Tutor:innen sowie die aktive Beteiligung an der Weiterentwicklung der Lehrangebote spiegeln die breite Akzeptanz und Resonanz des Projekts innerhalb der Studierendenschaft wider.
Nutzen und Mehrwert
Das Trainingszentrum der Hochschüler:innenschaft Medizin Innsbruck schafft einen besonderen Mehrwert für die Hochschullehre, indem es ein studentisch organisiertes Lernökosystem für praxisorientiertes Training, Peer-Teaching und interprofessionelle Zusammenarbeit etabliert. Das Projekt ergänzt die bestehende universitäre Ausbildung durch zusätzliche Möglichkeiten zum praktischen Kompetenzerwerb und eröffnet gleichzeitig neue Formen der studentischen Mitgestaltung von Lehre.
Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist der konsequente Peer-Teaching-Ansatz. Studierende übernehmen nicht nur die Rolle von Lernenden, sondern gestalten Lehrprozesse aktiv mit, indem sie als Tutor:innen Kurse planen, organisieren und durchführen. Dadurch entsteht eine offene Lernatmosphäre auf Augenhöhe, in der Fragen niedrigschwellig gestellt werden können und praktisches Lernen im Vordergrund steht. Gleichzeitig entwickeln Tutor:innen wichtige didaktische, kommunikative und organisatorische Kompetenzen.
Ein weiterer Mehrwert liegt in der Möglichkeit, klinische Fertigkeiten wiederholt und praxisnah zu trainieren. In kleinen Kursgruppen können Studierende praktische Fähigkeiten üben und individuelles Feedback erhalten. Simulationstraining, praktische Übungen und fallbasierte Lernformate unterstützen dabei, theoretisches Wissen in konkrete Handlungskompetenz zu überführen.
Darüber hinaus fördert das Trainingszentrum interprofessionelles Lernen durch Kooperationen mit Studierenden der FH Gesundheit Innsbruck sowie der Pharmazie der Universität Innsbruck. Studierende lernen frühzeitig, medizinische Fragestellungen gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen zu bearbeiten und entwickeln Verständnis für interprofessionelle Zusammenarbeit im späteren Berufsalltag.
Ein zusätzlicher Mehrwert liegt im gesellschaftlichen Engagement des Projekts. Durch Initiativen wie Reanimationsschulungen im Rahmen des Restart-a-Heart-Day tragen Tutor:innen dazu bei, lebensrettende Kompetenzen in der Bevölkerung zu stärken.
Insgesamt verbindet das Trainingszentrum studentische Mitgestaltung, praxisorientiertes Lernen, interprofessionelle Kooperation und gesellschaftliche Verantwortung zu einem nachhaltigen Modell kooperativer Hochschullehre.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2016
Das Trainingszentrum der Hochschüler:innenschaft Medizin Innsbruck ist eine studentisch organisierte Plattform für praxisnahes Lernen, Peer-Teaching und interprofessionelle Zusammenarbeit. Inhalte orientieren sich an aktuellen Leitlinien und werden kontinuierlich anhand von Feedback, Tutor:innen-Reflexionen und neuen medizinischen Entwicklungen angepasst. Simulationstraining, praktische Übungen und fallbasierte Diskussionen fördern die Übertragung theoretischen Wissens in klinische Handlungskompetenz.
Teilnehmer:innen werden häufig selbst Tutor:innen, wodurch ein generationenübergreifendes Lernsystem entsteht. Kleine Gruppen, offene Lernkultur und interprofessionelle Kooperationen ermöglichen individuelles Feedback, gegenseitige Unterstützung und Teamarbeit. Die praktische Infrastruktur sowie die Bereitstellung von Räumlichkeiten und finanzieller Unterstützung durch die Universität sichern den langfristigen Betrieb.
Das Konzept ist übertragbar: Peer-Teaching, modulare Kursstrukturen, interprofessionelle Formate und offene Lernprinzipien lassen sich flexibel auf andere Fächer oder Hochschulen anwenden. Die gesellschaftliche Wirkung zeigt sich z. B. am Restart-a-Heart-Day, bei dem Studierende die Öffentlichkeit in Wiederbelebung schulen.
So verbindet das Trainingszentrum studentisches Engagement, kontinuierliche Weiterentwicklung und praxisnahes Lernen zu einem nachhaltigen, adaptierbaren Modell kooperativer Hochschullehre.
Institutionelle Unterstützung
Das Projekt wird seitens der Medizinischen Universität Innsbruck vor allem durch die Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten innerhalb der Universität unterstützt, die für Kurse, Workshops und praktische Übungen genutzt werden können. Darüber hinaus erfolgt finanzielle Unterstützung in ausgewählten Bereichen, etwa zur Durchführung größerer Veranstaltungen oder zur Anschaffung spezieller Geräte wie des Ultraschall-Simulationstrainers. Auf diese Weise stellt die Hochschule sowohl materielle als auch strukturelle Ressourcen bereit, die den langfristigen Betrieb und die Weiterentwicklung des Projekts ermöglichen.
Kooperationspartner/innen
Weitere inländische Hochschulen
- FHG - Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
- Leopold-Franzens-Universität Innsbruck