Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026
EIS – Emergency and Intensive Spring
Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung
Teresa Lindmayr, Elisabeth Lobmeyr-Längle, Nina Buchtele
EIS Programm 2026
Ars Docendi Kategorie
Kooperative Lehr- und Arbeitsformen
Ars Docendi Kriterien
- Innovative Hochschuldidaktik
- Studierenden- und Kompetenzorientierung
Gruppengröße
50-150
Anreißer (Teaser)
EIS – Emergency and Intensive Spring ist eine Fortbildung von jungen Mediziner:innen für junge
Mediziner:innen, die evidenzbasierte Notfall- und Intensivmedizin mit Peer-Teaching, interaktiver
Lehre und echtem Networking verbindet – praxisnah, aktuel
Kurzzusammenfassung des Projekts
Das EIS im Landhotel Prielbauer ist ein modernes Weiterbildungsformat für Ärzt:innen in Ausbildung und junge Fachärzt:innen mit Schwerpunkt Notfall- und Intensivmedizin. Konzipiert wird das Programm bewusst von dieser Zielgruppe und greift jene klinischen Fragestellungen auf, die im Alltag häufig auftreten.
Das Curriculum umfasst strukturierte Fachvorträge, praxisorientierte Workshops und interaktive Fallbesprechungen. Die Referent:innen sind Spezialist:innen in ihren jeweiligen Bereichen und zugleich Teil
einer jungen, klinisch tätigen Generation. Dadurch entsteht ein zeitgemäßer Zugang zur Wissensvermittlung mit starkem Praxisbezug.
Neben dem fachlichen Programm legt das EIS großen Wert auf Vernetzung und Teamentwicklung. Ein begleitendes Rahmenprogramm unterstützt den persönlichen Austausch, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und fördert nachhaltige Kooperationen über Institutions- und Fachgrenzen hinweg.
Initiiert und organisiert wird das EIS von drei jungen Ärztinnen. Die Veranstaltung findet 2026 bereits zum dritten Mal statt und war dreimal in Folge vollständig ausgebucht. Das Landhotel Prielbauer bietet dafür ein ruhiges, professionelles Umfeld mit geeigneter Seminarinfrastruktur.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
The EIS (Emergency and Intensive Spring) at Landhotel Prielbauer is a modern continuing education format for physicians in training and early-career specialists with a focus on emergency and intensive care medicine. The programme is deliberately designed by members of this target group and addresses clinical questions that frequently arise in daily practice.
The curriculum includes structured lectures, hands-on workshops, and interactive case discussions. Faculty members are specialists in their respective fields and, at the same time, part of a young, actively practicing clinical generation. This creates a contemporary, practice-oriented approach to knowledge transfer.
In addition to its scientific content, EIS places strong emphasis on networking and team development. A dedicated social programme (e.g. Pub-Quiz, Crime-Dinner) facilitates personal exchange, strengthens a sense of community, and promotes sustainable collaboration across institutional and disciplinary boundaries.
EIS was initiated and is organised by three young female physicians. The event will take place for the third time in 2026 and has been fully booked in all previous editions. Landhotel Prielbauer provides a quiet, professional setting with appropriate seminar infrastructure
Nähere Beschreibung des Projekts
EIS-Emergency and Intensive Care Spring ist ein innovatives, interdisziplinäres Fortbildungsformat im Bereich Notfall- und Intensivmedizin, das gezielt von Assistenzärzt:innen und jungen Fachärzt:innen für Assistenzärzt:innen und junge Fachärzt:innen konzipiert wird. Die inhaltliche und organisatorische Gestaltung orientiert sich bewusst an den realen Bedürfnissen, Herausforderungen und Fragestellungen dieser jungen Zielgruppe im klinischen Alltag.
Das Projekt verbindet hochwertige fachliche Weiterbildung mit praxisnahen Workshops, fallbasierten Diskussionen und interaktiven Lehrformaten. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Konzepte, klinische Entscheidungsfindung sowie der sichere Umgang mit komplexen Notfall- und Intensivsituationen. Ziel ist es, den Wissenstransfer in die tägliche Praxis zu stärken und die fachliche sowie persönliche Entwicklung der Teilnehmenden nachhaltig zu fördern.
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist die sorgfältige Auswahl der Vortragenden: Sämtliche Referent:innen Teil einer jungen, klinisch und wissenschaftlich aktiven Generation. Bewusst wird auf traditionelle, hierarchische Vortragendenstrukturen verzichtet – das Format setzt auf moderne Didaktik, Nähe zur Zielgruppe und Austausch auf Augenhöhe. Das EIS findet im Jahr 2026 bereits zum dritten Mal statt und ist zum dritten Mal in Folge mit Warteliste ausgebucht. Die hohe Nachfrage sowie die Teilnahme von Ärzt:innen aus allen Bundesländern Österreichs unterstreichen die überregionale Relevanz und den etablierten Stellenwert des Projekts.
Ein weiterer zentraler Bestandteil des EIS ist ein bewusst integriertes teambuildendes Rahmenprogramm (zB. Pubquiz oder Krimi-Dinner mit allen Teilnehmer:innen), das den interdisziplinären Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und den Aufbau stabiler Netzwerke unterstützt. Die Kombination aus strukturiertem Fortbildungsprogramm und informellen Begegnungsformaten schafft ein offenes Lernklima und fördert langfristige Zusammenarbeit.
Organisiert und geleitet wird das EIS von drei jungen Ärztinnen, die das Projekt aus eigener klinischer Erfahrung heraus entwickeln und kontinuierlich weiterentwickeln. Dadurch wird ein authentisches, bedarfsorientiertes und zeitgemäßes Fortbildungsformat gewährleistet.
Das Landhotel Prielbauer bietet mit seiner ruhigen, naturnahen Lage, moderner Seminarinfrastruktur und persönlicher Atmosphäre ideale Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten, intensiven Austausch und nachhaltiges Lernen.
Damit möglichst viele junge Ärzt:innen teilnehmen können, ist die Veranstaltung kostenlos und wird durch Sponsoringgelder der Gesellschaften für Intensiv- und Notfallmedizin, sowie Industrie (Pharma und Medizinprodukte) finanziert.
Akzeptanz und Resonanz
EIS wurde jedes Jahr online evaluiert. Die Ergebnisse waren überwiegend äußerst positiv. Dinge, die in den Vorjahren kritisiert wurden (z.B ein Aufbau eines Workshops) wurden in den Folgejahren immer anders gestaltet. Ein fixer Bestandteil ist aufgrund des außerordentlich guten Feedbacks der Beatmungsworkshop, der dieses Jahr aufgrund der großen Resonanz das dritte Mal stattfindet.
EIS ist das dritte Jahr in Folge ausgebucht mit Warteliste. Wir haben 2024 mit 50 Teilnehmer:innen begonnen und haben aufgrund des hohen Andrangs und des positiven Feedbacks auf mittlerweile 75 Plätze erhöht
Nutzen und Mehrwert
Der Nutzen der EIS – Emergency and Intensive Care Spring liegt vor allem darin, dass die Fortbildung sehr konsequent auf den realen klinischen Alltag in Notaufnahme und Intensivstation ausgerichtet ist.
Es ermöglicht das gezielte Training von Fertigkeiten, die im klinischen Alltag zwar relevant sind, aber zu selten vorkommen, um sie routiniert zu beherrschen. Hands-on-Formate mit direktem Feedback erhöhen die Sicherheit bei invasiven oder zeitkritischen Maßnahmen und fördern ein besseres Verständnis für die Grenzen und Möglichkeiten der eigenen Praxis. Gleichzeitig schärft die Fortbildung das klinische Denken: Priorisierung, Entscheidungsfindung unter Zeitdruck und der
pragmatische Umgang mit Unsicherheit werden explizit thematisiert, was besonders in Nacht- und Wochenenddiensten oder bei Übergaben von großem Vorteil ist.
Nicht zuletzt schafft das EIS eine Lernatmosphäre mit niedriger Hemmschwelle, in der Fragen, Unsicherheiten und auch Fehler offen besprochen werden können. Der Austausch mit Kolleg:innen in ähnlichen Ausbildungsphasen trägt dazu bei, eigene Wissenslücken realistisch einzuordnen und zu schließen. Weiters ermöglicht es ein Vernetzen der jungen Generation von Notfall- und Intensivmediziner:innen.Aktuell im dritten Jahr (2024 erstmalig)
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2024
Heuer legen wir das erste Mal einen Fokus auf ein spezifisches Organsystem (Lunge). Bisher waren die Themen allgemeiner gehalten bzw. hatten wir letztes Jahr einen Schwerpunkt unter anderem auf dem „Fluffy Stuff“-Fehlerkultur, psychische Ausnahmesituationen etc.
Wir planen auch in Zukunft eine Schwerpunktsetzung (Herz, Leber, Gehirn etc).
Das zugrunde liegende didaktische Konzept – eine Kombination aus fallbasiertem Lernen, interaktiven Lehrformaten, praktischen Übungen und niedrigschwelligem Austausch auf Augenhöhe – ist in hohem Maß übertragbar. Innerhalb der Hochschule kann es auf andere Lehrveranstaltungen in der Medizin, insbesondere in der Notfall-, Intensiv-, Anästhesie- oder Akutmedizin, angewendet werden, ebenso auf klinisch-praktische Ausbildungsabschnitte oder Wahlfächer. Darüber hinaus ist das Konzept auch außerhalb der Hochschule einsetzbar, etwa in ärztlichen Fort- und Weiterbildungsprogrammen, interdisziplinären Trainings oder klinikinternen Schulungen. Die klare Struktur, der starke Praxisbezug und die Fokussierung auf reale Entscheidungssituationen machen das Lehrprojekt flexibel adaptierbar für unterschiedliche Zielgruppen, Ausbildungsniveaus und institutionelle Rahmenbedingungen.
Institutionelle Unterstützung
Die Hauptunterstützung kommt durch die ÖGIAIN und AAEM (Gesellschaften für interne Intensiv- und Notfallmedizin). Die Hochschule, spez. Universitätsklinik für Notfallmedizin unterstützt das Projekt, indem wir die Lehrmaterialen (Simulationspuppen etc.) verwenden dürfen.