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Zuletzt aktualisiert am 10.02.2025

Konzepterstellung ILV 2 SWS (Vorlesungs - Übungsteil )

Projektname des bereits eingereichten Projekts:

Ars Docendi Kategorie

Forschungs- und kunstgeleitete Lehre, insbesondere die Förderung von kritischem Denken, Dialogorientierung, Methodenkompetenz

Gruppengröße

< 20

Kurzzusammenfassung des Projekts

Das alte, didaktische System vom Lernen und dessen Reproduktion um Probleme anzugehen, deren Lösung in Handbüchern und Gebrauchsanweisungen „geregelt“ sind, ist vorbei, wenn die StudentInnen das schulische Umfeld verlassen und in eine digitale Welt kommen, deren Regeln, Handbücher und Gebauchsanweisungen ständig neu geschrieben werden - oft von den Problemen, deren Lösung sie liefern sollen. „Querdenken“, „Out of the Box“ agieren oder einfach „kreativ sein“ werden dann mehr als Buzzwords, mit denen sich viele Institutionen schmücken. Den schmerzhaften Prozess, diese „Busszwords“ als reale Werkzeuge einzusetzen gehen wenige. Aber nur mit diesen Werkzeugen ist es möglich, die sich ständig ändernde Problemlagen der global, digital vernetzten Welt unter Kontrolle zu bekommen. In Teams reflektieren die StudentInnen ihre Umwelt kritisch, entwickeln eine Aussage zu einem gegebenen Thema und entwickeln eine Kommunikationsstrategie, diese Aussage zu transportieren. Alle medialen Plattformen kommen zum Einsatz. Die StudentInnen bekommen ein Thema wie Demokratie, Antisemitismus, Kunst und Krieg, oder Social Media Blase und müssen im Team einen Standpunkt zum Thema generieren. Diesen Standpunkt müssen sie in einem Statement manifestieren und daraus Kommunikationsstrategien entwickeln um ihre Aussage an die gewünschte Zielgruppe heranzutragen. Dies beinhaltet digitale, wie analoge Plattformen und Strategien. Am Ende des Kurses steht eine realistische Konzeptpräsenentation coram publico.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

Conception is essential to MultiMediaArt and MultiMediaTechnology. The whole degree programs start from there. Students from different directions and areas come here and try to unfold their creative potential. Technical skills are important but will not produce anything of meaning as long as there is no creative spark or a great idea that demands those technical skills, creating something of relevance. The typical student comes from a school system which teaches him/her to learn rules by heart, use them correctly to achieve very good results. They start the “concept development” course and everything changes. They are being told that the most important rule is, there are no rules. This leaves them helpless at first because it contradicts everything they learned so far. The next bad news is, there is nothing they can rely upon except their own creativity. This means they have to take responsibility for every solution they come up with for any given problem. They have to find a message on a given topic, something they wanted to communicate to the world. Then the message had to be communicated through a creative strategy, depending on the target group one wants to reach. Platforms vary from the classic film, ads to social media campaigns, games, installations, augmented reality, cross-media campaigns, performances or guerilla action. The students have to understand that it is important raising their voices and being heard.

Nähere Beschreibung des Projekts

Viele StudentInnen kommen zu uns aus einem gymnasialen Kontext, in dem sich die Didaktik darauf beschränkt, Gelerntes möglichst gut zu reproduzieren und sogut wie nie in anderem Zusammenhang, transdiszipliän auf Probeme anzuwenden, die nicht den gelernten Vorgaben entsprechen.

Sie kommen in der Annahme, „kreativ“ gearbeitet zu haben und Medienkompetenz zu besitzen, was sich aber im Lauf des Kurses als Trugschluss herausstellt.

Im Konzeperstellungskurs bei MutiMediaArt (mit StudentInnen des Studienganges MultiMediaTechnology ) stehen sie vor der schwierigen Aufgabe, in Teams unter Zeitdruck ihre Umwelt kritisch reflektieren und hinterfragenzu müssen, um daraus eine eine bestimmte Thematik zu extrahieren, zu der sie einen Standpunkt entwickeln müssen.

Diesen Standpunkt müssen sie dann unter Zuhilfenahme ihres bisherigen Wissens (Allgemeinwissen aus Kunst, Kultur und Politik ) an ein Zielpublikum kommunizeren, so dass dieses Publikum den Standpunkt und dessen Aussage versteht und diese evaluieren kann. Die StudentInnen haben anfangs Schweirigkeiten, sich in diesem neuen Umfeld in Teams zurechtzufinden, werden aber vom Lektor spezifisch zum Teamwork geführt und lernen dann die Schwierigkeit kennen, Hintergründe zu erforschen, Stellung zu beziehen und im Team herauszufinden, wie Menschen im global vernetzten, digitalen Dorf anzusprechen sind. Dies dann in kreativen Konzepten umzusetzen, die sich aus dem Input verschiedener Wissenshintergründe und Nationalitäten, wie Mentalitäten des Team entstehen ist eine weitere, neue Erfahrung für die StudentInnen. Sie lernen, dass ihre Kreativität und ihr Einfluss im medialen Kontext wichtig ist und auch funktionieren muss. Dazu müssen sie alles, was sie bis dato gelernt haben und wissen im Team in einen neuen Kontext stellen und daraus eine Konzeption erarbeiten, deren Realisierbarkeit im Vordergrund steht. Sie lernen, dass ihre Kreativität und Teamwork sowie Engagement Werkzeuge sind, die auf Bildung basieren, deren Beherrschung harte Arbeit ist. Sie lerne auch, dass diese kreative Arbeit an konkreten Problemen das ist, was sie von Software und Künstliche Intelligenzen unterscheidet, die daran arbeiten (Deep Learning) reine Toolkompetenz bald total zu automatisiert und dass die digitale Zukunft davon abhängt wie kreativ und innovativ man diese Tools einsetzt. Und dies können künstliche Intelligenzen oder Software (noch) nicht. Das ist die Verantwortung der neuen, digitalen Generation von StudentInnen, die unsere zukünftige, von Social Media und Internet geprägte Gesellschaft weiterenwickeln werden. Dies lehrt der Kurs und zeigt den StudentInnen sowohl die Möglichkeite, wie Gefahren der digitalen, medialen Welt auf als auch die Notwendigkeit der Verantwortung als Mediengestalter/Influencer, was sich nie als der Weg des geringsten Wiederstandes herausstellt. Die meisten StudentInnen sind nach Ende des Kurses und der intensiven, geistigen Arbeit sehr erschöpft.