eLearning Doctor-Patient Communication Skills

Targets

Das ärztliche Gespräch stellt auch in Zeiten einer stark technologisierten Medizin die häufigste angewandte medizinische Fertigkeit dar. Auf dies wird auch im österreichischen Kompetenzlevelkatalog* für ärztliche Fertigkeiten klar verwiesen, der die Bedeutung des Trainings kommunikativer und sozialer Kompetenzen für die verschiedenen Lehrbereiche der Grundstudien Human- und Zahnmedizin benennt und herausstreicht. Da alle Empfehlungen einer professionellen Mediziner:innenausbildung davon ausgehen, dass die Kommunikation zwischen Ärztin/Arzt und Patient:in erlernt werden kann, ist die Vermittlung kommunikativer Kompetenzen Bestandteil aller Reformcurricula an den Medizinischen Universitäten in Österreich. An der Medizinischen Universität Innsbruck wird die ärztliche Gesprächsführung explizit im Lehrplan als longitudinales Curriculum seit 2002 geführt, sodass Lehrinhalte zur Vermittlung ärztlicher Gesprächskompetenzen immanente Bestandteile aller Studienabschnitte sind (Prodinger, ZFHE Jg.3 / Nr.3 (Sept. 2008) S. 1-16). Im Rahmen eines bewilligten Lehrprojektes (geförderter Antrag der Ausschreibung für innovative Lehre an der Medizinischen Universität Innsbruck 2021) wurden eingängige Erklärvideos zu drei grundlegenden im Pflichtfach „Ärztliche Gesprächsführung“ (ÄGF) vermittelten Gesprächstechniken erstellt und darüber hinaus in einen eLearning Kurs auf Moodle implementiert. Die Erklärvideos finden nicht nur in den ÄGF-Pflichtpraktika Einsatz, sondern sollen auch fächerübergreifend von allen Lehrenden der Medizinischen Universität Innsbruck nach Bedarf genutzt werden. Ärztliche Gesprächsführung ist nicht nur in den entsprechenden Pflichtveranstaltungen (ab dem dritten Semester) des Human- und Zahnmedizinstudiums, sondern auch in anderen Vorlesungen und Praktika von großer, meist impliziter Bedeutung. Das vorliegende Projekt unterstützt dabei insbesondere den disziplinenübergreifenden Einsatz von interaktiven Lehr- und Lernelementen zum Erwerb und Ausbau kommunikativer Kompetenzen in den unterschiedlichen curricularen Lehrmodulen.

*Als Benchmark dient die Liste „General Skills“ des Schweizer Lernzielkatalogs (SCLO 2nd Edition); sowie auf der Basis der Erweiterung des § 54 Abs. 4 und 5 des Ärztegesetzes und die Einführung des „ius migrandi“. Österr. Kompetenzlevelkatalog für Ärztliche Fertigkeiten, für die interuniversitäre Arbeitsgruppe: Ass.-Prof. Dr. Michael Schmidts und Dr. Karen Pierer, MHPE

Abstract

Das ärztliche Gespräch stellt die häufigste angewandte medizinische Fertigkeit dar. Die Pflichtlehre ärztliche Gesprächsführung wird an der Medizinischen Universität Innsbruck als zusammenhängendes Curriculum über alle Studienabschnitte hinweg angeboten.

Zur Unterstützung im Erlernen und Vertiefen kommunikativer Kompetenzen und zur fächerübergreifenden Vernetzung wurden drei Erklärvideos zu den Kommunikationsmodellen bzw. -techniken WWSZ, NURSE und CALM erstellt. Die Videos wurden zu Beginn des Wintersemesters 2022/2023 in einen eLearning Kurs auf der Lernplattform Moodle implementiert und wissenschaftlich evaluiert. Der Mehrwert für Lehrende und Studierende ist vielfältig (z.B. durch selbständiges Vorbereiten der Inhalte ergeben sich mehr praktische Übungsmöglichkeiten, Wiedererkennungswert in anderen Fächern, stärkeres Bewusstsein für die Berufs- und Praxisrelevanz). Im Sinne der Nachhaltigkeit können die Erklärvideos samt eLearning Kurs fächerübergreifend dauerhaft über Moodle angewendet werden. Die wissenschaftliche Evaluierung ergab eine signifikante Zunahme der gefühlten Sicherheit der Studierenden bei der Durchführung ärztlicher Gespräche. Dabei wurden die Videos von jedem 2. Studierenden als hilfreich eingestuft.

Durch die Kombination aus Selbststudium, Reflexion und Diskussion sowie Übung entsteht eine vertiefte Beschäftigung mit den Lehrinhalten und der fächerübergreifende Praxistransfer wird erleichtert.

Abstract En

Doctor patient communication represents the most frequently applied medical skill

At the Medical University of Innsbruck, the compulsory teaching of doctor patient communication skills is offered as a coherent curriculum across all course stages.

Three doodle videos on the communication models and techniques WWSZ, NURSE and CALM were created to support the learning and deepening of communication skills and for interdisciplinary teaching. The videos were implemented in an e-learning course on the Moodle learning platform at the beginning of the winter semester 2022/2023 and scientifically evaluated. The added value for teachers as well as students is manifold (e.g., independent preparation of the content by the students prior the lecture, more opportunities to practice in the lectures, recognition of the techniques in other subjects, greater awareness of the high professional and practical relevance of medical interviewing). In terms of sustainability, the doodle videos together with the eLearning course can be used permanently across subjects via Moodle. The scientific evaluation showed a significant increase in the perceived safety of the students when conducting medical consultations. The videos were rated as helpful by every 2nd student.

The combination of self-study, reflection and discussion as well as practice results in a deeper engagement with the teaching content and facilitates the interdisciplinary transfer of practice.

Text

Der Österreichische Kompetenzlevelkatalog1 für ärztliche Fertigkeiten benennt klar die Bedeutung des Trainings kommunikativer und sozialer Kompetenzen für die verschiedenen Lehrbereiche der Diplomstudien Human- und Zahnmedizin. Das ärztliche Gespräch stellt auch in Zeiten einer stark technologisierten Medizin die häufigste angewandte medizinische Fertigkeit dar. Da alle Empfehlungen einer professionellen Medizinausbildung davon ausgehen, dass die Kommunikation zwischen Ärztin/Arzt und Patient:in erlernt werden kann, ist die Vermittlung kommunikativer Kompetenzen Bestandteil fast aller Reformcurricula. An der Medizinischen Universität Innsbruck wird die ärztliche Gesprächsführung explizit im Lehrplan als longitudinales Curriculum geführt, sodass Lehrinhalte zur Vermittlung ärztlicher Gesprächskompetenzen immanente Bestandteile aller Studienabschnitte sind. Darüber hinaus kommen kommunikative Aspekte in vielen anderen Lehrveranstaltungen explizit und implizit vor. Deshalb muss die gegenwärtig bereits bestehende Vernetzung kommunikativer Inhalte zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und zugehörigen curricularen Lehrmodulen weiter ausgebaut und gemeinsame Lehr-/Lernkonzepte entwickelt werden. Das vorliegende Projekt unterstützt dabei u.a. den disziplinenübergreifenden Einsatz von interaktiven Lehr- und Lernelementen zum Erwerb und Ausbau kommunikativer Kompetenzen in den unterschiedlichen curricularen Lehrmodulen.

Durch die Erstellung von Erklärvideos wurden drei wesentliche Gesprächstechniken der ärztlichen Gesprächsführung dargestellt, wie sie im Rahmen der curricularen Lehre gelehrt werden. Dabei handelt es sich um folgende Kommunikationsmodelle/-techniken:

  1. WWSZ,
  2. NURSE und
  3. CALM.

1. WWSZ: Das WWSZ-Schema beschreibt Techniken, die zu einer auf Patientinnen und Patienten zentrierte Gesprächsführung zählen. Das Akronym WWSZ umfasst dabei im Einzelnen: Warten, Wiederholen, Spiegeln und Zusammenfassen.

WARTEN ist eine offene Einladung an Patientinnen/Patienten, weiterzureden oder auch einen Moment innezuhalten und nachzudenken. Die Herausforderung besteht darin, die Beziehung während der Pause zu halten und die Länge der Pause so zu gestalten, dass sie nicht bedrückend wird.

Beim WIEDERHOLEN werden kurze Passagen oder einzelne Wörter des Gesagten von der Ärztin/dem Arzt wiederholt (englisch: “echoing”). Beim Wiederholen ist die Einladung, weiter zu reden, stärker als beim Warten.

Beim SPIEGELN greifen Ärztinnen/Ärzte etwas auf, das sie von ihren Patientinnen/Patienten wahrgenommen haben. Wenn der Inhalt gespiegelt wird, wird das Gesagte auf einem höheren Abstraktionsniveau wiedergegeben. Beim Spiegeln auf Emotionen benennen Ärztinnen/Ärzte Gefühle, die sie bei ihrem Gegenüber wahrgenommen haben. Spiegeln vermittelt den Patientinnen/Patienten, dass sich die Behandler:innen um ein Verständnis bemühen, das über das Sammeln reiner Fakten hinausgeht.

Beim ZUSAMMENFASSEN geben Ärztinnen/Ärzte in ihren eigenen Worten wieder, was sie von ihren Patientinnen/Patienten verstanden haben. Zusammenfassen ist eine wichtige Qualitätskontrolle, denn Patientinnen/Patienten hören, was von ihnen verstanden wurde und bekommen die Gelegenheit, dies zu ergänzen oder zu korrigieren. Zudem ist Zusammenfassen ein strukturierendes Element, das mit einem Wechsel im Rederecht einhergeht. Während mit den anderen Techniken Patientinnen/Patienten zum Reden ermutigt werden, ist Spiegeln eine implizite Aufforderung, jetzt zuzuhören.

 

2. NURSE: Diese Gesprächstechnik dient der gezielten Thematisierung von emotionalen Reaktionen von Patientinnen/Patienten im Rahmen eines ärztlichen Gesprächs. Die Gesprächstechnik basiert auf der Annahme, dass alle Menschen dieselben Grundemotionen teilen. Im Sinne eines ganzheitlichen sowie auf Patientinnen und Patienten zentrierten ärztlichen Behandlungsverständnisses gehört es daher auch zu den Aufgaben einer Ärztin/eines Arztes, sich mit den Gefühlen ihrer Patientinnen/Patienten auseinanderzusetzen. Dies unterstützt Patientinnen/Patienten in ihrer emotionalen Verarbeitung - Emotionen können angesprochen, Fragen aufgegriffen und Verarbeitungsstrategien erarbeitet werden. Außerdem ermöglicht eine unterstützte emotionale Integration die Handlungsfähigkeit der Patientinnen/Patienten aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Dadurch können Informationen besser verstanden und wichtige Inhalte der medizinischen Behandlung besprochen werden.

Zu den Grundelementen der NURSE Gesprächstechnik gehören folgende Interventionen:

Unter NAMING versteht man das Benennen von Emotionen.

Bei der Technik des UNDERSTANDING zeigt man Verständnis gegenüber der emotionalen Reaktion.

Beim RESPECTING wird Respekt gegenüber der emotionalen Reaktion zum Ausdruck gebracht.

Das Anbieten von emotionaler Unterstützung versteht man als SUPPORTING.

Und als EXPLORING versteht man jene Technik, wo die Hintergründe des emotionalen Erlebens angesprochen werden.

3. CALM: Dieses Modell beschreibt eine Deeskalationstechnik, bei der unter anderem negative Gefühle in der Beziehung von zwei Kommunikations-/Interaktionspartnern wahrgenommen und angesprochen werden können. Das Ansprechen der Gefühle signalisiert gleichzeitig ein Beziehungsangebot, um wieder in Kontakt zum Gegenüber zu gehen. Indem ich mich zeige, gebe ich auch dem Gegenüber die Möglichkeit, sich zu zeigen. CALM steht für die 4 Stufen Contact, Appoint, Look ahead und Make a decision. Diese Stufen müssen nicht alle durchlaufen werden. Dabei gibt es folgende Punkte, die dabei helfen, eine konstruktive Beziehung zwischen Ärztin/Arzt und Patient:in aufrecht zu erhalten.

CONTACT: Die Gesprächspartner:innen sollen miteinander in Kontakt bleiben. Es ist dabei wichtig, dass Ruhe und Sachlichkeit gegeben sind.

APPOINT: Negative Gefühle werden angesprochen und thematisiert. Auch hier sind Ruhe und Sachlichkeit wichtig.

LOOK AHEAD: Hier soll das gemeinsame Ziel festgestellt werden, auf das dann hingearbeitet werden kann.

MAKE A DECISION: Es kommt zu einer Einigung hinsichtlich dessen, was das gemeinsame Ziel ist und was die Aufgabe der jeweils beteiligten Gesprächspartner:in ist, um dieses auch zu erreichen.

Projektziele

Die zwei Ziele dieses Projektes sind:

  1. Das Erstellen mehrerer eingängiger Erklärvideos (Illustrationen/Animationen) zu den gängigen Modellen und Techniken der Gesprächsführung im Gesundheitswesen als Lehrmaterial für das longitudinale Curriculum (“Teachable Moments”) und deren Einbindung in einen online eLearning Kurs (inkl. Wissensüberprüfung).
  2. Anderen Lehrenden aus unterschiedlichen Fächern an der Medizinischen Universität Innsbruck diese Erklärvideos für ihren curricularen Unterricht zur Verfügung zu stellen, um eine stringente Vermittlung kommunikativer und sozialer Kompetenzen (“Basic Skills”) über alle Fachdisziplinen hinweg zu gewährleisten. Die Vernetzung und fächerübergreifende Koordination aller Lehrenden, die kommunikative Kompetenzen vermitteln, ist ein wichtiger Schritt, um die Ausbildungsqualität in diesem Bereich zu verbessern. Durch die Erklärvideos werden die zugrunde liegenden Konzepte einfach und zeitsparend mit Kolleginnen/Kollegen geteilt. Dies ermöglicht langfristig einen Wiedererkennungswert der Techniken durch das gesamte Medizinstudium.

Der Einsatz von Erklärvideos in der curricularen Lehre bringt folgende Vorteile mit sich:

(a) Komplexe Abläufe können anschaulich durch digitale Animationen vermittelt werden.

(b) Erfolgreiche Erklärfilme erreichen die Studierenden auf emotionaler Ebene, indem eine ausgefallene und packende Geschichte erzählt und somit Interesse geweckt wird.

(c) Erklärvideos können fächerübergreifend von allen Lehrenden verwendet werden.

(d) Ein gutes Erklärvideo sorgt nicht nur dafür, dass die vermittelten Inhalte verstanden werden, sondern diese steigern auch den Wiedererkennungswert.

Im Rahmen des Projektes konnten die Lehrmaterialien (Erklärvideos) fertiggestellt werden.

Das WWSZ-Schema: Warten, Wiederholen, Spiegeln, Zusammenfassen: videos.simpleshow.com/2EgaKrmlMc

Die NURSE Gesprächstechnik: Naming, Understanding, Respecting, Supporting, Exploring: videos.simpleshow.com/DSBN5dTh0k%20

Das CALM Modell: Contact, Appoint, Look ahead, Make a decision: videos.simpleshow.com/JkUeHQv1dW

Die Lehrmaterialien konnten ab Wintersemester 2022 in den ÄGF-Pflichtpraktika im Rahmen eines eLearning Kurses implementiert werden. Der Einsatz der neu erstellten Videos hat aus Sicht der am Projekt beteiligten Lehrenden sowohl die Erklärung als auch die Vermittlung dieser drei Gesprächstechniken (WWSZ, NURSE, CALM) vereinfacht und standardisiert. Über den Abschluss des Projektes wurde in einem Beitrag auf mypoint und med-inn campus der Medizinischen Universität Innsbruck berichtet (www.i-med.ac.at/mypoint/thema/759618.html). Ein Ziel des Berichtes war, erste Informationen über die drei Erklärvideos allen Lehrenden an der Medizinischen Universität Innsbruck zukommen zu lassen. Damit wird es möglich für Lehrende aus anderen Fächern, auf bereits vermittelte Gesprächstechniken in den ÄGF-Pflichtpraktika zurückzugreifen. Dies ermöglicht langfristig einen Wiedererkennungswert der Techniken durch das gesamte Medizinstudium.

Surplus

(1) Für Lehrende

Der Mehrwert für Lehrende ist vielfältig. Studierende können sich im Rahmen eines eLearning Kurses selbständig bereits vor Praktikumsbeginn bzw. sonst vor der Wissensvermittlung in den Praktika mit den verschiedenen Gesprächstechniken vertraut machen. Damit kann bei der Durchführung der Praktika auf selbst angeeignetes Vorwissen aufgebaut werden bzw. kann dieses Vorwissen früher in praktische Übungen eingebaut werden. Dies bedeutet eine Zeitersparnis im praktischen Unterricht, der für mehr Übungsmöglichkeiten und praktische Anwendbarkeit sorgt.

(2) Für Studierende

Die Studierenden beschreiben einen Mehrwert hinsichtlich ihrer fachlichen Kompetenzerweiterung und eines stärkeren Bewusstseins für die hohe Berufs- und Praxisrelevanz der ärztlichen Gesprächsführung.

Beispielhafte Rückmeldungen von Studierende des Diplomstudiums Humanmedizin:

  • „Das Praktikum hat mir sehr Spaß gemacht und ich werde sicher noch in vielen Situationen in meinem Berufs- aber vielleicht auch Alltagsleben von der Buchmetapher und der NURSE Technik Gebrauch machen.“
  • “Ich habe, denke ich, gut erkannt, dass der Patient besorgt ist und auch adäquat darauf reagiert. Ich habe die Emotion benannt, ihn ausreden lassen und versucht Respekt und Verständnis gegenüber zu bringen.”
  • “[...] Ich finde, sie haben uns gute Methoden gezeigt, wie wir ein Gespräch führen können. Diese werden uns sicherlich helfen, schwere Diagnosen zu übermitteln (CALM und NURSE) bzw. über Untersuchungen aufzuklären.”

(3) Vernetzung

Das vorliegende Projekt unterstützt insbesondere auch den disziplinenübergreifenden Einsatz von interaktiven Lehr- und Lernelementen zum Erwerb und Ausbau kommunikativer Kompetenzen in den unterschiedlichen curricularen Lehrmodulen.

Insgesamt wird durch die Kombination aus Selbststudium, Reflexion und Diskussion sowie Übung eine vertiefte Beschäftigung mit den Lehrinhalten und der fächerübergreifende Praxistransfer ermöglicht.

Transferable

Die erstellten Lehrmaterialien werden bereits in allen ÄGF-Pflichtpraktika standardmäßig eingesetzt. Die drei Erklärvideos wurden zu Beginn des Wintersemesters 2022/23 im Rahmen eines Onlinekurses auf der Plattform “Moodle” analog dem bereits seit 2012 bestehenden Pflicht-E-Kurses zum ÄGF-Praktikum Modul 2.18 (“Wie gebe ich richtig Feedback?”, auf Moodle) implementiert. Die bisherige Erfahrung mit dem Pflicht-E-Kurs zum ÄGF-Praktikum Modul 2.18 (ebenfalls ein gefördertes Lehrmittelprojekt der Medizinischen Universität Innsbruck, 2012) hat gezeigt, dass die vorbereitende Auseinandersetzung mit einem Thema (“Wie gebe ich richtig Feedback?”) die Qualität des anschließenden Praktikums verbessert und langfristig eingesetzt werden kann.

Der erste Teil des Kurses besteht aus dem/den für das jeweilige Praktikum relevanten Erklärvideo/s. Im zweiten Teil des Kurses werden Aufgaben zu den Inhalten der in den Videos vermittelten Gesprächstechniken gestellt. Um in den zweiten Kursteil zu gelangen, müssen die Studierenden Wissensfragen zum ersten Teil beantworten. In den Pflichtpraktika werden diese Inhalte dann aufgegriffen und reflektiert sowie in konkreten Übungssituationen ausprobiert und trainiert. Durch die Kombination aus Selbststudium, Reflexion und Diskussion sowie Übung entsteht eine vertiefte Beschäftigung mit den Lehrinhalten und der Praxistransfer wird erleichtert.

Durch das zur Verfügung stellen der Erklärvideos an alle Lehrenden der Medizinischen Universität Innsbruck, ist die Übertragbarkeit in andere Lehrveranstaltungen in höchstem Maße gegeben. Beim jährlich im September stattfindenden Vernetzungstreffen zwischen verschiedenen Lehrenden wurden die Erklärvideos Lehrenden aus anderen Fächern vorgestellt und im Anschluss zur Verwendung im deren Unterricht zur Verfügung gestellt.

Die im Rahmen dieses Projekts zur Förderung innovativer Lehre erstellten drei Erklärvideos finden seit dem WS 2022/23 im Rahmen eines eLearning Kurses auf der Plattform “Moodle” ihre Anwendung. Das Projekt wurde seitens der Medizinischen Universität Innsbruck im Rahmen innovativer Lehrprojekte durch das Vizerektorat finanziell gefördert und im Herbst 2022 mit dem Preis für herausragende Lehrprojekte ausgezeichnet.

Positioning

Diplomstudium Humanmedizin und Diplomstudium Zahnmedizin

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2023 nominiert.
Ars Docendi
2023
Kategorie: Qualitätsverbesserung von Lehre und Studierbarkeit
Hochschullehrpreis 2022
Kategorie: Innovative Lehrkonzepte
Link zum Hochschulpreis
Ansprechperson
Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Stefan Höfer
Medizinische Universität Innsbruck: Department für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie
+43 512 504 26227
Nominierte Person(en)
Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Stefan Höfer
Medizinische Universität Innsbruck: Department für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie
Priv.-Doz. Mag. Dr. Martin Kumnig
Medizinische Universität Innsbruck: Department für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie
Priv.-Doz.in Mag.in Dr.in Alexandra Huber
Medizinische Universität Innsbruck: Department für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie
FÄ Dr. Margit Breuss
Medizinische Universität Innsbruck: Department für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie
Themenfelder
  • Digitalisierung
  • Lehr- und Lernkonzepte
  • Infrastruktur/Lehrmaterialien
  • Kooperationen in der Lehre
  • Flexibel Studieren
Fachbereiche
  • Medizin und Gesundheitswissenschaften