Zuletzt aktualisiert am 07.02.2025
CRISIIS: Experiential Learning (EL) International Module / Connecting and Reflecting in Student Interactive International Study
Projektname des bereits eingereichten Projekts:
Ars Docendi Kategorie
Kooperative Lehr- und Arbeitsformen
Gruppengröße
< 20
Kurzzusammenfassung des Projekts
Im internationalen Online Modul CRISIIS (Connecting and Reflecting in Student Interactive International Study) bearbeiten Studierende in Kleingruppen zu je 4-5 Personen Case Reports zum Thema Familienkrisen.
Der Aufbau des experimentellen Lernmoduls gliedert sich in verschiedene Aufgabenstellungen. Einerseits Aufgaben, die die jeweiligen Studierenden eigenständig durchführen und Aufgabenstellungen, die in der Kleingruppe durchgeführt werden.
Zu Beginn der gemeinsamen Lehrveranstaltung steht ein Kennenlern-Meeting innerhalb der Kleingruppen. Im 2. Onlinemeeting bringt jeder Studierende einen eigenen Case Report eine Familienkrise betreffend in die Kleingruppe ein. Diese Fälle werden im Rahmen eines gemeinsamen Online- Meetings besprochen und diskutiert. Im Anschluss wird mit einem Fall weitergearbeitet und die Studierenden gehen in einen Rechercheprozess im jeweiligen Land. Dabei sollen sowohl die fallrelevanten Rahmenbedingungen des länderspezifischen Gesundheitssystems, des Versicherungssystems, aber auch länderspezifische kulturelle Aspekte beleuchtet werden. Im Rahmen eines 3. Online- Meetings werden die Rechercheergebnisse gemeinsam diskutiert und in einer gemeinsamen Powerpoint-Präsentation zusammengefasst. Im letzten Meeting erfolgt die gemeinsame Präsentation der Ergebnisse.
Insgesamt treffen sich die Kleingruppen zu 4 Online- Meetings, welche aufgezeichnet werden.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
In the international online module CRISIIS (Connecting and Reflecting in Student Interactive International Study), students work in small groups of 4-5 people on case reports on the topic of family crises.
The structure of the experimental learning module is divided into various tasks. On the one hand, tasks that the respective students carry out independently and tasks that are carried out in small groups.
At the beginning of the joint course there is an introductory meeting within the small groups. In the 2nd online meeting, each student brings their own case report regarding a family crisis to the small group. These cases are discussed in a joint online meeting. Afterwards, one of ethe cases is continued and the students go into a research process in the respective country. The case-relevant framework conditions of the country-specific health care system, the insurance system, but also country-specific cultural aspects should be examined. In a third online meeting, the research results are discussed together and summarized in a joint PowerPoint presentation. In the last meeting, the joint presentation of the results takes place.
In total, the small groups meet for 4 online meetings, which are recorded.
Nähere Beschreibung des Projekts
Die Aufgabe der Studierenden der Gesundheits- und Krankenpflege ist ein internationales Kooperationsprojekt zwischen der Fachhochschule Windesheim - Niederlande, der Fachhochschule Odense - Dänemark, der Universität Pretoria - Südafrika, der Fachhochschule St. Pölten - Österreich, der Universität Lincoln - Großbritannien, Erasmus University of Applied Sciences, Brüssel - Belgien und Minnesota State University, Mankato - USA.
Kleingruppen von 4-5 Studenten aus jeweils 2 Universitäten arbeiten zusammen, um ein tieferes Verständnis für Familien in Krisen zu erlangen. Auch wird die jeweilige Gesellschaft, Kultur, sowie das Gesundheitssystem, in der sich die Familien befindet wird beleuchtet.
Für dieses Modul wird das Konzept des Erfahrungslernens verwenden. Die Studierenden der Gesundheits- und Krankenpflege nutzen Ihre eigenen Erfahrungen und Wissen, um etwas über das Konzept der Krise zu lernen. Der Austausch untereinander ermöglicht, dass die Studierenden voneinander über andere Länder und Rahmenbedingungen lernen.
Lernziele des Moduls:
• Die Studierenden lernen, wie sich die Gesellschaft und das System, in dem sie leben, auf eine Familienkrise auswirken kann.
• Die Studierenden vertiefen das Verständnis für das Gesundheitssystem im eigenen Land und auch im Partnerland.
• Die Studierenden lernen andere Ausbildungsstrukturen und Berufsbilder in der Pflege kennen.
• Die Studierenden nutzen Forschungsfähigkeiten, um Informationen und Hintergründe zu der Krise zu recherchieren
• Die Studierenden übernehmen die Verantwortung für die zeitliche Organisation des Moduls, einen Arbeitsplan und für etwaige Problemlösungen.
• Die Studierenden überwinden kulturelle und sprachliche Herausforderungen und erweitern ihre Kompetenzen und verbessern ihre interkulturellen Teamarbeits- Fähigkeiten.
• Die Studierenden vertiefen durch den Einsatz von digitaler Kommunikationstechnologie ihre digitale Kompetenz.
• Die Studierenden präsentieren ihre Ergebnisse in einer Online-Präsentation professionell und wissenschaftlich.
Nähere Beschreibung der Aufgaben
1. Vorab zum 1. Online- Meeting setzen sich alle Studierenden mit einer Krisensituation auseinander. Dabei kann es sich zB. um einen Berufsunfall, eine akute Erkrankung (Karzinom), eine chronische Erkrankung (MS), aber auch um die Pflegebedürftigkeit eines Familienmitglieds handeln.
2. Die Studierenden treffen sich online zu einem ersten Kennenlern- Meeting. Im Rahmen dessen geht es um die persönliche Vorstellung, aber auch darum einen gemeinsamen Plan zu entwickeln. Die Studierenden unterzeichnen auch eine gemeinsame Arbeitsvereinbarungen wo die getroffenen Abmachungen festgehalten werden. Dieses Treffen wird aufgezeichnet.
3. Beim 2. Online- Meeting treffen sich die Studierenden und präsentieren sich gegenseitig ihre Case Reports. Diese werden diskutiert und zum Abschluss fällt die Entscheidung, mit welchem Case Report weitergearbeitet wird.
4. Im nächsten Schritt recherchieren die Studierenden eigenverantwortlich Hintergrundinformationen zu der vereinbarten Krise. Dabei sollen sowohl der Gesellschaftliche Kontext, die Medizinische und pflegerische Versorgung, das Sozialsystem und Unterstützungsmöglichkeiten im eigenen Land betrachtet werden.
5. Im Rahmen des 3. Online- Meetings stellen sich die Studierenden ihre Ergebnisse der Recherche vor und diskutieren in der Gruppe die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Länder in allen Aspekten. Gemeinsam wird eine Präsentation erstellt.
6. Im letzten Online- Meeting präsentieren die Studierenden ihre gemeinsamen Ergebnisse in Form einer Power- Point Präsentation. Auch diese Aufzeichnung wird digital den jeweiligen Lehrenden zur Verfügung gestellt.
7. Abschließend kommt es zu einer gemeinsamen Gruppenreflexion über den Arbeitsprozess und die Zusammenarbeit in der Gruppe. Dies geschieht entweder online als Meeting oder auch schriftlich in Einzelarbeit.
Nutzen und Mehrwert
Das Projekt ermöglicht die länderübergreifende Vernetzung von angehenden Pflegepersonen. Die Studierenden können mit internationalen Kolleg*innen zusammenarbeiten und austauschen und so ihren Horizont erweitern. Gleichzeitig erfolgt ein selbstgesteuerter Lernprozess, wo sich die Studierendenden untereinander mit dem Konzept der Krise auseinandersetzen und in ihrem eigenen Zeitplan den Lernprozess steuern können.
Aber auch für die Lehrenden ergibt sich ein Mehrwert, da es auch hier zu einem Austausch und einer Vernetzung kommt. Bei regelmäßigen Treffen werden nicht nur organisatorische Absprachen getroffen, sondern auch bestehende internationale Kooperationen gestärkt bzw. neu geknüpft. Auch können sich die Lehrenden austauschen über die unterschiedlichen Ausbildungsstrukturen an den Hochschulen.