Fachhochschule Joanneum GmbH
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„Resilienz im Rahmen der Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege durch E-didactics“

Ziele/Motive/Ausgangslage/Problemstellung

Das Thema Resilienz ist ein Teil der verpflichtenden Lehrveranstaltung Bevölkerungsgesundheit. Resilienz ist für das Public Health Setting bedeutsam und begleitet Studierende der Gesundheits-und Krankenpflege beruflich und als Privatperson. Im Rahmen der Ausbildung ergibt sich ein Zusammenspiel aus akademischem Herausforderungen durch hohen akademischen workload, Prüfungstress und die soziale Integration in verschiedene Lerngruppen als auch herausfordernde Situationen in klinischen Praktika. Ziel des didaktischen Konzepts ist es durch eine Kombination von Präsenzzeit und eines blended learning Ansatzes via der Lernplattform MOODLE, das Thema Resilienz mit den Studierenden aufzuarbeiten.

Das Konzept basiert auf blended-learning, einer Kombination aus Präsenzphasen und Phasen des E-Learnings. Im Hinblick auch in Zukunft wachsender Studierendenzahlen wurde das Konzept spezifisch für diese Lehrveranstaltung entwickelt und im Studienjahr 2018 erstmalig in dieser Form umgesetzt. Zur Umsetzung von E-Learning Komponenten wurde die on-line Plattform MOODLE verwendet.

Kurzzusammenfassung des Projekts

Die on-line Aktivität beinhaltet eine durch den Lehrenden moderierte on-line Forumsdiskussion, sowie eine schriftliche Einzelarbeit. Die Studierenden nutzen autonom und selbstbestimmt Möglichkeiten des on-line learnings zum Austausch von Erfahrungen und Ressourcen. Studierende recherchieren, beurteilen und teilen on-line themenrelevante Ressourcen. Dies trägt wesentlich zur Ressourcensteigerung, Vertiefung und Horizonterweiterung des Themas bei. Die E-Moderation des on-line Forums erfordert vorausschauende Planung, Fingerspitzengefühl und Disziplin im Zeitmanagement. Die anonyme, freiwillige Evaluation ergibt, dass die Länge des Forums gut gewählt scheint, der Arbeitsaufwand für Studierende vertretbar ist und eine Überforderung ausgeschlossen werden kann. Das on-line Forum bietet den Rahmen für objektive und respektvolle Diskussion zu verschiedenen Perspektiven eines Lehrveranstaltungs- und Praxisrelevanten Themas sowie erfass- und nachvollziehbare Beurteilung von Mitarbeit. Weiters bietet die E-tivity eine Weiterentwicklung von schriftlicher Ausdrucksfähigkeit sowie der praktischen Anwendung von Zitierrichtlinien.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The online acitvity includes a lecturer mediated online forum discussion as well as an individual written assignment. Students use the online learning autonomously and self-directed to exchange experiences and pool ressources. Students are asked to research, evaluate and share relevant Information online. This results in an increase in digitally shared ressources and leads to deepened understanding as well as widening of the horizon regarding the topic. The e-moderation of the online forum requires careful and tactful planning and disciplined time management. The anonymous, voluntary evaluation shows that the length of the forum is adequate, time requirements acceptable and an overburdening unlikely. The online forum provides for an objective and respectful discussion of varying perspectives of the teaching content and practice-related topics in addition to comprehensive assessment of paticipation. Furthermore the development of writing assignments and practical application of referencing guidelines is given.

Nähere Beschreibung des Projekts

Resilienz ist ein für das Public Health Setting relevantes Thema und wird als psychische Widerstandsfähigkeit sowie die Fähigkeit mit widrigen Umständen oder belastenden Ereignissen gut und erfolgreich umzugehen. Eine weitere Definition von Resilienz beinhaltet die Wiederherstellung von normaler Funktionsfähigkeit nach erlittenem Trauma. Resilienz begleitet Studierende der Gesundheits-und Krankenpflege sowohl beruflich als auch als Privatperson. In der Pflege tauchen immer wieder hohe Stresslevels bei healthcare professionals als Thema auf. Zusätzlich kommen für Pflegepersonen emotionale Herausforderungen durch Patienten, Angehörige sowie Kollegen und System oder Prozessbedingte Belastungen hinzu. Speziell für Auszubildende zum gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege ergeben sich generelle akademische Herausforderungen in der Ausbildung durch hohen akademischen workload, Prüfungstress und die soziale Integration in verschiedene Lerngruppen. Zusätzlich kommen herausfordernden Situationen in klinischen Praktika hinzu.

Ziel der Vorlesung „Bevölkerungsgesundheit“ ist es den Studierenden grundlegende Prinzipien eines umfassenden Public Health Ansatzes und dessen Stellenwert in unterschiedlichen Gesundheitsmodellen durch eine Kombination von Präsenzzeit und eines blended learning Ansatzes via der Lernplattform MOODLE, näherzubringen. Die Studierenden sollen sich kritisch mit relevanten bevölkerungsbezogenen gesundheitswissenschaftlichen Themen auseinandersetzen. Zusätzlich wird die Rolle der Pflege und potentielle Handlungsfelder für eine bevölkerungsorientierte Gesundheitsversorgung kennengelernt.

Die Lehrveranstaltung (LV) besteht aus 23 Präsenzeinheiten zu je 45 Minuten in denen aktuelle relevante Inhalte in der Bevölkerungsgesundheit präsentiert werden. Sämtliche Lernunterlagen für die Präsenzphase und die E-Learning Phase werden den Studierenden auf der Lernplattform MOODLE zur Verfügung gestellt.

In der Einführungseinheit wird der im Vorfeld zur Verfügung gestellte Syllabus besprochen. Lernziele, geplante Inhalte und zeitliche Abläufe werden erklärt. Didaktische Vorgehensweise werden dargestellt und in kontextuellen Zusammenhang mit Lernzielen sowie zur Abschlussprüfung am Ende der LV gestellt. Konkretisiert wird wie Lernziele mit welchen Leistungen und Bewertungen assoziiert sind. Der Lehrveranstaltung liegt ein strukturiertes, transparentes und kriteriumsorientiertes Beurteilungsschema zugrunde. Damit wird sichergestellt, dass eine objektive kriterielle Umsetzung von Lerninhalten und Leistungsbeurteilung umgesetzt wird. Generelle Ziele werden den Studierenden in der Einführungseinheit in der Präsenzphase erklärt und auf MOODLE bereitgestellt.

Weiters beinhaltet diese Phase auch eine generelle Einführung zum Thema Resilienz, sowie eine Darlegung der Benotungskriterien für die einzelnen Komponenten der E-tivity welche auch on-line für Studierende einsehbar sind.

Ziel der E-Learning Phase ist es Inhalte aus der Präsenzphase zu vertiefen und Fähigkeiten wie kritische Diskussion von Ressourcen, objektives Vertreten von Standpunkten und das Weiterentwickeln von schriftlicher Ausdrucksfähigkeit anhand von themengerechten Aufgabenstellungen anzuwenden.

Für die E-Learning Phase wurde eine über 12 Tage laufende transparent benotete on-line Aktivität (E-tivity) mit dem Thema Resilienz als thematischer Mittelpunkt, erstellt. Die on-line Aktivität wird beurteilt und fließt in die Gesamtbeurteilung der Lehrveranstaltung ein. Folgende Komponenten sind beinhaltet:

• Eine on-line Forumsdiskussion über die digitale Lernplattform MOODLE.

• schriftliche Einzelarbeit (Inhalt: Reflektion zur Forumsdiskussion, Zusammenfassung der wesentlichen Diskussionsinhalte und eine persönliche Strategie zur Resilienzförderung inklusive Möglichkeiten deren Anwendung)

Lernziele der E-tivity:

• kritische Diskussion von Ressourcen

• selbständiges Recherchieren, Beurteilen und Teilen von themenrelevanten Ressourcen

• Reflektion von herausfordernden Situationen

• Objektive/respektvolles Vertreten von verschiedenen Standpunkten

• Identifizieren und Zusammenfassen von relevantem Inhalt aus dem Forum

• Weiterentwickeln von schriftlicher Ausdrucksfähigkeit

• Anwendung und Festigen von Zitierrichtlinien

Für die über den Zeitraum von drei Tagen geführte Forumsdiskussion via MOODLE werden die Studierenden zur Vermittlung von sozialer Einbindung in vier verschiedene Gruppen in der Größe von circa 20 Studierenden eingeteilt. Als Moderator der Diskussion fungiert der Lehrveranstaltungsleiter. Den Studierenden wird in der Einführung mitgeteilt zu welchem Zeitpunkt der Lehrende zur on-line Moderation des Forums zur Verfügung steht.

Generelle Umgangsformen im Forum– Netiquette werden als Verhaltensregeln für alle Teilnehmer festgelegt und sowohl in der Präsenzphase erklärt als auch on-line bereitgestellt. Diese Verhaltensregeln in Anlehnung an E-didactics Experten der Organisation beinhalten unter anderem das Unterlassen von rassistischen, sexistischen oder diskriminierenden Äußerungen, wobei Diskriminierung und Vorurteile angesprochen werden sollen. Humor, Ironie und Sarkasmus soll vorsichtig eingesetzt werden. Sprache soll geschlechtergerecht und geschlechtersensibel sein. Der Umgang miteinander soll respektvoll sein ohne sich über die Beiträge anderer lustig zu machen. Weiters sollen die Beiträge prägnant und aussagekräftig sein. Hierbei soll auch adäquater Umgang und Ausdruck von Meinungen in digitalen Medien vermittelt werden.

Zum Start der E-tivity werden den Studierenden zur Einführung in das Thema vier Ressourcen auf der Lernplattform MOODLE bereitgestellt. Diese beinhalteten zwei Videos, einen Expertenbeitrag sowie einen pflegerelevanten Beitrag (Studie der Arbeiterkammer „Arbeitsbedingungen in den Gesundheits- und Sozialberufen), durch welche ein konkreter Bezug zur Pflege herstellt wird. Diese Ressourcen bieten verschiedene Perspektiven zum Thema, sollen zum Thema führen und auch zur Diskussion anregen.

Die Studierenden erhalten im Rahmen der E-tivity auch den Auftrag Ressourcen zum Thema zu finden, zu diskutieren und über die Lernplattform zu teilen.

Weiters sollen eigene Beiträge zum Thema verfasst werden. Da das Thema emotionales Potential hat bekommen die Studierenden folgende Optionen für Beiträge:

• Kritische Reflektion zu den bereitgestellten Ressourcen.

• Wie gehen Sie selbst mit herausfordernden Situationen um? Welche herausfordernden Situationen sind Ihnen im Rahmen der Ausbildung schon begegnet?

• Finden und teilen Sie Ressourcen zum Thema. (Links zu Büchern, Webseiten, Artikel, etc.)

Diese verschiedenen Optionen zum Thema Resilienz geben den Studierenden Entscheidungsfreiheit und fördern Autonomie und Selbstbestimmung.

Im Forum werden die oben genannten Optionen für Beiträge von den Studierenden auf unterschiedliche Weise wahrgenommen. Der Großteil der Studierenden beginnt die Forumsdiskussion mit einer kritischen Reflektion zu den bereitgestellten Ressourcen. Häufig dient diese kritische Betrachtung der Ressourcen als Sprungbrett um im geschützten Forum über herausfordernde Situationen aus dem Pflegealltag zu reflektieren und mit den Mitstudierenden zu teilen. Stressreiche im pflegerischen Alltag erlebte Situationen finden besondere Resonanz. Praktikumserfahrungen wie negative Einstellungen gegenüber Studierenden, Notfallssituationen oder Begegnungen mit dem Tod sind für die Studierende bewegende Themen. Häufig werden von den Studierenden auch Strategien zur Bewältigung dieser Situationen reflektiert, diskutiert und geteilt.

Zahlreiche für das Thema relevante Ressourcen werden eigenständig von den Studierenden recherchiert, gefunden und im Forum geteilt. Beispielsweise werden im Forum von den Studierenden Fachartikel, Weiterbildungsangebote, Selbsthilfegruppen, Bücher und Buchempfehlungen geteilt. Generell ist ersichtlich, dass sich sowohl die Anzahl als auch die Vielfalt der Ressourcen erheblich weiterentwickelt hat. Hier ergaben sich durch das Forum neue Ressourcen wie Fachartikel, Weiterbildungsangebote, Selbsthilfegruppen und Buchempfehlungen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es zu einer deutlichen Steigerung von 4 Ressourcen vor dem Forum auf 42 nach dem Forum gekommen ist.

Die Ressourcen aus den vier Gruppen wurden vom Lehrenden am Ende der Forumsdiskussion in einem Dokument zusammengefasst und digital auf MOODLE für alle Kursteilnehmer verfügbar gemacht.

Im Anschluss an das Forum findet die schriftliche Einzelarbeit statt. Hierbei bekommen die Studierenden den Auftrag einen oder mehrere Diskussionsstränge aus dem Forum zusammenzufassen. Somit sollen wesentliche Inhalte erkannt sowie die Beträge anderer anerkannt und referenziert werden.

Folgende Lernziele werden hierbei verfolgt und den Studierenden kommuniziert:

• Die Beiträge anderer anerkennen und referenzieren

• Wichtige Aussagen aus der Diskussion erkennen und zusammenfassen

• Möglichkeit über eine Diskussion zu reflektieren

• Über persönliche Resilienzstrategien bzw. deren Anwendungsmöglichkeiten zu reflektieren

Ebenso sollen die Studierenden eine für Sie persönlich wichtige Strategie zur Förderung von Resilienz auswählen und Möglichkeiten der Anwendung beschreiben. Hier sind das Inkludieren von weiterführendem Material oder themenrelevanten Links sowie das Führen eines Literaturverzeichnisses verpflichtend. Somit soll die strukturierte schriftliche Ausdrucksfähigkeit und das Anwenden von Zitierrichtlinien gefördert werden.

Evaluierung der on-line Aktivität:

Die Studierenden hatten die Möglichkeit die ihre Erfahrungen und Perspektiven zum online Forum im Rahmen der Lehrveranstaltung zu evaluieren wobei ein freiwilliges anonymes on-line Survey auf der Lernplattform MOODLE zur Verfügung stand. Der Survey wurde eigens für diese Lehrveranstaltung konzipiert und beinhaltete insgesamt 8 Fragen, in denen bei 6 Fragen eine Fünf-Punkt Likert-Skala und zwei offene Fragen verwendet wurden. Für die Fragengestaltung wurde zusätzlich die Meinung einer E-didactics Expertin eingeholt. Beispielsweise wurden die Studierenden im Survey nach Ihrer Meinung zur optimalen Länge einer Forumsdiskussion oder des Zeitaufwands für die Bearbeitung der on-line Aktivität befragt.

Der online Survey hatte die Intention die Perspektiven der Studierenden in dieser LV systematisch zu erheben und zu evaluieren. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse über die Qualität der abgehaltenen LV zu. Des Weiteren kann die Gestaltung der E-didactic Komponenten aufgrund der Evaluation weiterentwickelt werden.

Zusammenfassung Lehrenden Perspektive:

Die Studierenden nutzen Möglichkeiten des on-line learnings und nutzen autonom und selbstbestimmt ein zur Verfügung gestelltes Netzwerk zum Austausch von Erfahrungen und Ressourcen. Ganz deutlich fällt hierbei die deutliche Steigerung der Ressourcen durch den blended-learning Ansatz aus, was zu einer wesentlichen Vertiefung und Horizonterweiterung des Themas Resilienz bei Studierenden als auch Lehrendem beiträgt.

Die Moderation des on-line Forums stellt durchaus eine logistische Herausforderung dar, insbesondere den Überblick über die verschiedenen Diskussionsstränge zu behalten. Festgelegte, im Vorfeld kommunizierte Zeiten zur Verfügbarkeit des Lehrenden zur Moderation des Forums klären Erwartungen und schaffen Transparenz. Eine Einteilung in kleinere Gruppen, sowie in dieser Durchführung vorgenommen ist hilfreich, den Überblick zu behalten. Vorausschauende Planung zur eigenen Verfügbarkeit, Fingerspitzengefühl und Disziplin im Zeitmanagement sind notwendig bei der E- Moderation.

Die gewählte Länge des Forums mit 3 Tagen scheint gut gewählt hat jedoch Potential auf 3-5 Tage ausgeweitet zu werden. Hierbei sind Zeitressourcen von Lehrenden zu beachten. Der Arbeitsaufwand für Studierende scheint vertretbar. Das on-line Forum bietet eine objektive Beurteilung von Studierendenbeiträgen und somit erfass- und nachvollziehbare Beurteilung von Mitarbeit. Die Durchführung von on-line Aktivitäten sollte auch eine systematische anonyme Evaluation inkludieren. Dies ermöglicht Rückschlüsse über die Qualität der Aktivität und eröffnet Perspektiven zur Weiterentwicklung und Anpassung derselben für Lehrende.

Ein durch Lehrenden moderiertes on-line Forum bietet den Rahmen für objektive und respektvolle Diskussion zu verschiedenen Perspektiven eines Lehrveranstaltungs- und Praxisrelevanten Themas. Die E tivity ermöglicht zudem schriftliche Ausdrucksfähigkeit sowie die praktische Anwendung von Zitierrichtlinien weiter zu entwickeln.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass blended-learning in Kombination mit Präsenzlehre ein Erfolg war. Durch den blended- learning Ansatz erhalten Studierende die Möglichkeit Experten Ihres eigenen Lernens zu werden.

Durch dieses Konzept wird eine Selbstbestimmte, Reflektierende, Respekt und Toleranzfördernde Lernbasis geschaffen. Diese ermöglicht es jedem Studierenden sich in die Thematik der Resilienz zu vertiefen.

Nutzen und Mehrwert

Der Mehrwert eines durch einen Lehrenden moderierten on-line Forums liegt in der Möglichkeit Studierende Ressourcen kritisch zu diskutieren zu lassen sowie im geschützten Rahmen über herausfordernde Situationen gemeinsam zu reflektieren. Das Forum bietet den Rahmen für objektive und respektvolle Diskussion zu verschiedenen Perspektiven zum Thema Resilienz. Die Inklusion einer reflektiven schriftlichen Einzelarbeit in der E-tivity ermöglicht die Weiterentwicklung von schriftlicher Ausdrucksfähigkeit sowie die praktische Anwendung von Zitierrichtlinien.

Durch die Nutzung eines on-line Forums als Plattform für eine Community of Practice für Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege ist eine deutliche Steigerung von gemeinsam recherchierten themenrelevanten Ressourcen zu beobachten.

Die strukturierte und geplante Verwendung von on-line Plattformen ermöglicht eine effiziente Nutzung von vorhandener technischer Infrastruktur zur Vermittlung von praxisrelevanten Lerninhalten.

Der Mehrwert liegt aber durchaus auch in der Vertiefung und Horizonterweiterung eines praxisrelevanten Themas bei Studierenden als auch Lehrenden durch den blended-learning Ansatz. Weiters ermöglicht der blended-learning Ansatz selbstständiges Lernen und Zeitmanagement für die Studierenden.

Nachhaltigkeit

Das Konzept ist im on-line Format wiederholt anwendbar und bei Bedarf adaptierbar. Dahingehend wurde bereits das Feedback der Studierenden verwendet um die E-Learning Phase zu adaptieren. Die beschriebene E-tivity wurde in weiteren Studienjahren eingesetzt und auch weiterentwickelt. Beispielsweise wurde bei der Weiterentwicklung eine Beitragsoption für die Studierenden hinsichtlich „Glücksmomente in der Pflege“ inkludiert. Weiters ist bei wiederholten Anwendungen der Option „Finden und teilen Sie Ressourcen zum Thema“ großer Enthusiasmus der Studierenden sowie eine wiederholte deutliche Steigerung von recherchierten Ressourcen zu verzeichnen.

Das Konzept ist , durch COVID-19, bedingte Vorgaben ausschließlich in einem on-line Format durchführbar und als solches umgesetzt worden.

Aufwand

Zeitaufwand bei Erstkonzeption nicht unerheblich, jedoch relativiert durch wiederholte Einsetzbarkeit. Unter Beachtung von Zeitressourcen und diszipliniertem Zeitmanagement ist der Arbeitsaufwand für Lehrende nicht höher als im Präsenzunterricht. Weiters wird bereits vorhandene digitale Infrastruktur der Organisation genutzt.

Positionierung des Lehrangebots

Bachelorstudium 3.Semester. 72 Drittsemestrige Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege der FH-JOANNEUM

Links zu der/den Projektmitarbeiter/innen
Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2021 nominiert.
Ars Docendi
2021
Kategorie: Digitale Transformation in der Lehre
Ansprechperson
Markus Lang MNurs(Hons), BSc, DGKP
Studiengang Gesundheits und Krankenpflege
0664804538745
Nominierte Person(en)
Markus Lang MNurs(Hons), BSc, DGKP
Studiengang Gesundheits und Krankenpflege
Themenfelder
  • Digitalisierung
  • Lehr- und Lernkonzepte
Fachbereiche
  • Medizin und Gesundheitswissenschaften