Medizinische Universität Wien
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„Biomedical Summer School“

Ziele/Motive/Ausgangslage/Problemstellung

Mit unserer „Biomedical Summer School“ mit Schwerpunkt Herz-Kreislaufforschung, die wir im Juli 2017 heuer das 3. Mal durchführen, wollen wir bereits während des Studiums interessierte Studierende unterschiedlichster Studienrichtungen und Universitäten für die Wissenschaft interessieren. Internationale Studien belegen, dass das frühe „Abholen“ von Studierenden und damit das Begeistern für die Wissenschaft ganz entscheidend für die Rekrutierung der zukünftigen „Besten Köpfe“ ist. Gerade die Biomedizin als Teil der Lebenswissenschaften ist ein wichtiger Wirtschafts- und Forschungsmotor in Österreich, rund 60.000 Beschäftigte erwirtschaften jährlich rund 20 Milliarden Euro. Mit unserem Beitrag wollen wir den akademischen Nachwuchs frühzeitig an die immer komplexeren Forschungsthemen herangeführt und so den Forschungsstandort Österreich stärken.

Kurzzusammenfassung des Projekts

Dieses Programm zielt seit seinem Start im Sommer 2015 darauf ab, Studierende aus verschiedenen Universitäten (VetMed, Technikum Wien, UniWien, TUWien, BoKU) für das Thema Herz-Kreislaufforschung zu begeistern. Die maximale Gruppengröße beträgt 20 Studierende pro Kurs. In theoretischen Vorträgen am Vormittag und dazugehörigen praktischen Übungen am Nachmittag werden verschiedene Themen der Herz-Kreislaufforschung gemeinsam erarbeitet. Am Ende des Kurses sollen die Teilnehmer/innen einerseits einen Überblick über aktuelle Themen der Herz-Kreislaufforschung haben, andererseits soll vor allem das Interesse für interdisziplinäre Forschung auf diesem Gebiet geweckt werden.

Nähere Beschreibung des Projekts

Nach Initiativbewerbung und Interview werden max. 20 Teilnehmer/innen/Jahr in die „Biomedical Summer School“ aufgenommen. Die 3-wöchige Blockveranstaltung gliedert sich in einen Vorlesungsteil am Vormittag, bei dem zunächst die Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Pathologie des Herzkreislaufsystems vorgestellt werden. In der Folge werden ganz spezielle Themenkomplexe der Herzkreislaufforschung gemeinsam erarbeitet. Dieses Format ist deshalb besonders wichtig, da ja Studierende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen mit entsprechend unterschiedlichem Hintergrundwissen am Kurs teilnehmen. An den Nachmittagen werden die vormittags besprochenen Themen durch praktische Übungen im Sinn eines Rotationsbetriebs in Kleingruppen von max. 5 Personen ergänzt und so das Wissen gefestigt.

 

Themenschwerpunkte sind:

 

Einführung:

Anatomie, Physiologie und Pathologie des Herzens

Anatomie, Physiologie und Pathologie des Gefäßsystems

 

Spezielle Themenkomplexe:

Ischämie/Reperfusion,

Hypertrophie,

Herzinsuffizienz

Einfluss von Alter und Geschlecht

Einfluss von Co-Morbiditäten wir Diabetes und Bluthochdruck

 

Methoden und Techniken:

Zellkultur und Histologie

Isolierte Organe und Physiologie (ex vivo Techniken)

Groß- und Kleintiermodelle (in vivo Techniken)

Bildgebung (Ultraschall, MRT, PET, SPECT)

Künstliche Gefäßsysteme (Elektrospinning, Dezellularisation)

 

„Über den Tellerrand“:

Statistik

Gedanken zu Ethik und Wissenschaft (allgemein) und Tierversuchen im Speziellen

 

Durchgeführt wird diese freiwillige Blocklehrveranstaltung vom interdisziplinären Team des Zentrum für Biomedizinische Forschung bestehend aus Grundlagenforscher/innen, Veterinärmediziner/innen, klinischen Forscher/innen, Techniker/innen, OP-Schwestern und Tierpfleger/innen.

 

Den Abschluss bildet ein „multiple choice test“, der einzig auf die im Kurs erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten eingeht.

Positionierung des Lehrangebots

Bei unserer „Biomedical Summer School“ handelt es sich um eine, wie der Name schon sagt, 3-wöchige Blockveranstaltung mit theoretischen und praktischen Teilen, die während der Sommerferien für Interessierte abgehalten wird. Die Teilnahme ist nach Initiativbewerbung und Interview für die Studierenden kostenlos. Am Ende steht ein Test, der das erlernte Wissen überprüft.

Der Einstieg ist sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium möglich.

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2017 nominiert.
Ars Docendi
2017
Kategorie: Forschungsbezogene Lehre, insbesondere die Vermittlung wissenschaftlichen Arbeitens während des Studiums
Ansprechperson
Bruno Podesser, Univ.Prof.Dr.
Zentrum für Biomedizinische Forschung
40400-52210
Nominierte Person(en)
Bruno Podesser, Univ.Prof.Dr.
Zentrum für Biomedizinische Forschung
Attila Kiss, Dr.
Zentrum für Biomedizinische Forschung
Themenfelder
  • Sonstiges
Fachbereiche
  • Medizin und Gesundheitswissenschaften