Lernergebnisorientierung und neue Medien: „Einführung in die marktorientierte Betriebswirtschaft“ im Blended-Learning.

Ziele/Motive/Ausgangslage

Ausgangsbasis für die 2017/18 vorgenommene Weiterentwicklung und teilweise Neukonzeption der Lehrveranstaltung „Einführung in die marktorientierte Betriebswirtschaftslehre“ war es anhand des Einsatzes eines innovativen Lerndesigns zwei grundlegende Ziele zu verfolgen: Studierenden sollten einerseits grundlegende betriebswirtschaftliche Kompetenzen vermittelt werden, aber andererseits sollten sie auch neue Medien nutzen und die virtuelle Zusammenarbeit so gewinnbringend einsetzen, dass grundlegendes marktorientiertes Wissen realitätsnah erlebbar und anwendbar wird.

 

Von den Studierenden sollten in kleinen Teams alle Kriterien für erfolgreiches Wirtschaften, mögliche Zielkonflikte und Fragen der Nachhaltigkeit sowie Instrumente und Maßnahmen analysiert werden. Dies erfolgte auf Basis eines konkreten Anwendungsfalles, in dem ein zukunftsfähiges kleines Unternehmen geschaffen wurde.

 

Das Blended Learning-Format verbindet neben einem klassischen Einführungsvortrag und einem inhaltlich orientierten Teambuilding in Präsenz vor Ort auch die Möglichkeit Inhalte online zu vermitteln. So können das Wissen und die notwendigen Fertigkeiten im Online- Campus hauptsächlich selbstgesteuert „on demand“ bei der Umsetzung der konkreten Schritte über digitale Medien vermittelt (z.B. Lern- und Erklärvideos, podcasts, Texte) und durch Online-Kollaboration gemeinschaftlich (z.B. Diskussionsforen, Skype-Konferenzen) erarbeitet werden. Der zielgerichtete Einsatz asynchroner Vermittlungsformen, der eine gleichzeitige fix vorgegebene zeitliche Anwesenheit der Studierenden gering hält, unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf/ Privat und Studium und gibt den Studierenden die Möglichkeit die Aufgaben relativ selbstgesteuert zu erledigen. Auch der Anforderung einer heterogenen Studierendenschaft, die mit unterschiedlichen Voraussetzungen ein Studium beginnen, kann gut entsprochen werden. Während die Mediennutzung zwar auch bei „Millenials“ nicht mit Medienkompetenz gleichgesetzt werden kann und älteren Studierenden öfter die Rolle der „digital immigrants“ zugeschrieben wird, gehen die Studierenden auch mit fachlich sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in das erste Semester. Das Blended Learning-Format und die erforderliche Zusammenarbeit in den Teams eröffnet aber sowohl einer erfahrenen Führungskraft als auch einem jungen Berufseinsteiger oder einer langjährigen Unternehmerin sich inhaltlich entsprechend in die Aufgabenerledigung der Gruppe einzubringen und einen entsprechenden Lernerfolg und Kompetenzzuwachs zu generieren. Zwar ist allen Studierenden gemein im Berufsleben einer aktiven haupt- oder nebenberuflichen Tätigkeit nachzugehen, teilweise sogar in einer zum Studium passenden Praxis, die Heterogenität der Studierenden zeigt sich aber in interpersonell breit gestreuten Attributen wie Alter, geografischer Herkunft sowie Vorkenntnissen und Erfahrungen.

 

Für die 2017 initiierte Neukonzeption der Lehrveranstaltung, die Studierenden einen kreativen, problemorientierten Einstieg in die marktorientierte Betriebswirtschaftslehre bietet, soll neben der Erreichung angestrebter Lehr- und Lernziele auch die Wahrnehmung einer erfolgreichen Umsetzung aus Sicht der Studierenden evaluiert werden.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Die 2017/18 durchgeführte Neukonzeption der Lehrveranstaltung „Einführung in die marktorientierte Betriebswirtschaftslehre“ verfolgt die Ziele Studierenden grundlegende betriebswirtschaftliche Kompetenzen zu vermitteln sowie die virtuelle Zusammenarbeit und die Nutzung neuer Medien zu fördern

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Das Blended Learning-Format ermöglicht ein innovatives Lerndesign mit einer vorgelagerten Präsenzeinheit für einen klassischen Einführungsvortrag und einen Workshop für ein inhaltlich orientiertes Teambuilding, einer mehrwöchigen betreuten Onlinephase sowie einem abschließenden Präsenz-Workshop. Fachinhalte und Kompetenzen werden von den Studierenden selbstgesteuert hinsichtlich Konzeption eines eigenen kleinen Betriebs erarbeitet. Die Überprüfung der Lernergebnisse erfolgt ausschließlich formativ mittels aufeinander aufbauender praktischer Anwendungen in „Echtsituationen“ mit variierenden Methoden. Das dabei erstellte Leistungsportfolio wird im Abschlussworkshop präsentiert und verteidigt. Als lerntheoretische Basis dient das Konzept des Constructive Alignment.

 

Die begleitende Evaluierung berücksichtigt die subjektive Sicht der Studierenden hinsichtlich der Erreichung angestrebter Lernziele und dem wahrgenommenen Kompetenzerwerb. Bislang erhobene Ergebnisse sprechen für eine erfolgreiche Umsetzung des Constructive Alignment im Rahmen der Lehrveranstaltung und erlauben Rückschlüsse auf Attraktivität und Akzeptanz der eingesetzten didaktischen Methoden.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The new concept of the course "Introduction to Market-Oriented Business Administration", which was implemented in 2017/18, aims to teach students basic business skills and to promote virtual cooperation and the use of new media.

 

The blended learning format provides an innovative learning design with a presence unit for a classic introductory lecture and a workshop for a content-oriented teambuilding in front, an online phase of several weeks and a concluding presence workshop. The knowledge and skills are developed by the students themselves regarding the conception of a small business. The validation of the learning outcomes is carried out exclusively formatively by means of successive practical applications in "real situations" with varying methods. The resulting portfolio is presented and defended in the final workshop. The concept of Constructive Alignment is used as the theoretical basis for learning.

 

The accompanying evaluation takes into account the subjective view of the students with regard to the achievement of their learning goals and the perceived acquisition of competences. The results obtained so far speak for a successful implementation of the Constructive Alignment in the context of the course and allow conclusions to be drawn about the attractiveness and acceptance of the didactic methods used.

Nähere Beschreibung des Projekts

> Lernarchitektur und Ablauf der Lehrveranstaltung

 

Das Blended Learning-Design der Lehrveranstaltung „Einführung in die marktorientierte Betriebswirtschaftslehre“ verschränkt eine achtwöchige betreute Fernstudienphase mit verpflichtenden, zeitlich vor- und nachgelagerten Präsenzeinheiten an der FernFH.

 

Die erste Präsenzeinheit stellt für viele Studierende auch die erste Erfahrung im Hochschulbereich dar und beginnt mit einer einführenden Vorlesung, die einen fachlichen Überblick über betriebswirtschaftliche Grundlagen vor dem Hintergrund aktueller wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen vermittelt. Soziale Eingebundenheit ist der Motivation im Fernstudium förderlich, somit wird bei jeder physischen Anwesenheit der Studierenden an der FernFH der persönlichen Begegnung untereinander ausreichend Raum gegeben. Bei der ersten Präsenzeinheit, welche gleichzeitig eine der ersten Veranstaltungen des gesamten Studienverlaufs ist, wird die Workshop-Methode „World Café“ eingesetzt. Dabei erhalten die Studienanfänger_innen den Auftrag, in wechselnden Kleingruppen über vorgegebene betriebswirtschaftliche Leitfragen zu diskutieren. Ziel ist dabei, dass sich die Studierenden in Arbeitsgruppen zusammenfinden, in denen sie sich gegenseitig unterstützen und welche im Idealfall über den gesamten Studienverlauf hinweg bestehen bleiben. Um komplexe Sachverhalte der betriebswirtschaftlichen Unternehmensrealität in verständliche und erlebbare Lerninhalte zu bringen und Inhalte lebendig zu vermitteln, werden alle Übungen und Aufgabenstellungen im übergeordneten Kontext „Gründung eines Food-Trucks“ verortet. Diese Form der Gastronomie stellt einen aktuellen Trend dar, mit dem sich Studierende leicht identifizieren und persönliche Anknüpfungspunkte finden können. Die Entscheidung innerhalb der Gruppe, welche Produktausrichtung mit dem Food-Truck angestrebt wird sowie eine Kurzvorstellung von Gruppe und Produktausrichtung im Plenum schließen die erste Präsenzveranstaltung ab.

 

Die unmittelbar danach startende betreute Onlinephase vermittelt grundlegendes betriebswirtschaftliches Wissen in Form von studierendenzentrierten Lernangeboten, innerhalb derer Lernprozesse selbständig gestalten werden sollen. Komplexe Sachverhalte der betriebswirtschaftlichen Unternehmensrealität sind in aufeinander aufbauende Lernpakete umgewandelt (Von der Vision zum Leitbild, Marktorientiert Planen, Marketing-Mix und Marktsegmentierung, Produkt- und Preispolitik), die im Wochenrhythmus bearbeitet werden sollen, aber jederzeit abrufbar sind. Das Lern-Management-System Moodle stellt die virtuelle Umgebung bereit, ermöglicht die Gestaltung virtueller Lernräume mit ansprechenden Designs und trägt derart zu einem nachhaltigen Lernerlebnis bei. Die Lernpakete bieten jeweils eine sinnvolle multimediale Aufbereitung theoretischer Inhalte (z.B. Videos, Journal-Artikel, aufbereitete Texte) zur Herstellung begrifflicher Klarheit. Integrierte Selbstkontrolltests geben sowohl Lehrenden als auch Studierenden Auskunft über den Lernfortschritt. Des Weiteren gibt es Aufgabenstellungen in Form praxisorientierter Übungen im unternehmerischen Kontext von Food-Trucks, die eine Erprobung der Handlungsfähigkeit ermöglichen. Die aufeinander aufbauenden praktischen Übungen erfolgen stets in Gruppenarbeit und werden in variierenden Methoden (z.B. Case Studies, Reflexionen, Peer Feedback, Nutzung von marketingüblicher Software) online umgesetzt und abgegeben. Durch Üben und Anwenden soll Wissen tiefenwirksam durch das eigene Bemühen und Handeln verankert werden. So gehen Lernprozesse durch vielfältige Gestaltungsspielräume sogar über das curriculare Angebot hinaus.

 

Inhalt des die Lehrveranstaltung abschließenden Workshops ist die Präsentation und Verteidigung des erstellten Leistungsportfolios. Alle Gruppen halten eine Kurzpräsentation zu den erarbeiteten Inhalten ihres Gründungsprojekts „Food-Truck“. Dies zwingt Studierende zur Konzentration auf das Wesentliche, zur Reduktion der Komplexität und entspricht somit einer zentralen Herausforderung des Lernens. Zudem erfolgt ein Fachgespräch mit den Lehrenden an dem sich auch die anwesenden Kommiliton_innen beteiligen. Im Sinne eines kompetitiven Wettbewerbs nehmen Letztere unter Anwendung eines Online-Abstimmungstools – wenn auch nur geringen – Einfluss auf die Leistungsbeurteilung.

 

> Formative Überprüfungen von Lernergebnissen als zentrale Elemente der Prüfungskultur

 

Innovative didaktische Lehrkonzepte auf Basis digitaler Medien und Instrumente sind Ziel der Lehrentwicklung an der FernFH. Dabei liegt der Fokus aber nicht auf der Ausnutzung der technischen Möglichkeiten, sondern vielmehr auf einem didaktisch sinnvollen Einsatz neuer Medien sowie der sinnvollen Weiterentwicklung bestehender Lehrpraktiken unter Einsatz digitaler Lern- und Lehrwerkzeuge. Die Digitalisierung bietet die Erweiterung von Erfahrungsräumen, die durch vermittelnde, handlungs- oder erfahrungsorientierte Vielfalt lebendiger gestaltet werden können.

 

Als lerntheoretische Basis wird das Konzept des Constructive Alignment (Biggs & Tang, 2011) herangezogen. Die Umsetzung erfolgte in der Lehrveranstaltung in drei Schritten. Zuerst wurden von den Lehrenden die angestrebten Lernziele anhand ihres Komplexitätsgrads und der Fachinhalte eindeutig formuliert. Danach wurden aufeinander aufbauende Prüfungs- und Lernaktivitäten zur Erreichung dieser Lernziele konzipiert. Im letzten Schritt erfolgte die technische Umsetzung im virtuellen Lernraum, dem Online-Campus. Um die Lernaktivitäten Studierender zu unterstützen wurden geeignete Tools (z.B. Moodle-Aktivitäten, Videos, Darstellung von Texten) gewählt.

 

Nachfolgendes Beispiel verdeutlicht diese Umsetzung anhand eines ausgewählten Inhalts. Das Lernziel „Studierende können geeignete Instrumente zur Umfeld- und Unternehmensanalyse im Rahmen der Unternehmensplanung einsetzen.“ fordert komplexe Kompetenzen auf den lerntaxonomischen Niveaustufen Analysieren und Anwenden. Unterstützende Materialien und damit zu setzende Lernaktivitäten sind: aufbereitete Literatur lesen, Lernvideos ansehen, verschiedene Instrumente (z.B. SWOT-Analyse, Porter’s Five Forces) und deren Anwendung und Interpretation anhand von Praxisbeispielen erklärt bekommen und selbst erklären. Zur Überprüfung, ob das Lernziel erreicht wurde, kam ein formatives Assessment mit Wissens- und Verständnisfragen in Einzelarbeit und eine komplexere Gruppenaufgabenstellung in Form einer Praxisübung zum Einsatz. Die theoretischen Werkzeuge mussten im Hinblick auf das Umfeld des eigenen, in einer zuvor absolvierten Aufgabestellung entwickelten Food-Trucks angewandt und reflektiert werden. Die technische Umsetzung erforderte die digitale Bereitstellung des Studienhefts (Audio und Text) sowie die Erstellung von mehreren Erklär- bzw. Lernvideos, die jeweils ein Instrument der Unternehmens- und Umfeldanalyse zum Inhalt haben. Die Prüfungsaktivitäten wurden als Moodle-Test mit Multiple-Choice und Zuordnungsaufgaben und als Online-Diskussionsforen angelegt. Zudem war es für eine vertiefte und gleichzeitig kommunikative Auseinandersetzung mit den Inhalten Bestandteil der Aufgabe, ausgewählten Lösungen anderer Gruppen im Sinne eines Peer-Reviews Feedback, zu geben. Auf Basis dieser Gestaltung ist es notwendig, dass sich Studierende in selbstgesteuerten Lernprozessen erst mit theoretischen Ansätzen beschäftigen (Inhaltsvermittlung) und diese unmittelbar in Übungen und Aufgaben umsetzen und sich mit anderen darüber austauschen (Inhaltsvertiefung). Diese intensive Auseinandersetzung fordert von den Studierenden eine eingehende Analyse des Lernmaterials und eine anschließende Anwendung im Praxisfall. Dabei wird in beruflichen oder lebensweltlichen Situationen geübt, damit neben dem Wissen auch Erfahrungen der Studierenden miteinfließen können. Neu erlangte Kompetenzen werden so tiefenwirksam verfestigt. Die gewählten formativen Prüfungsformen stellen die Überprüfung der angestrebten Lernziele sicher. Die Moodle-Testaktivität gibt Lehrenden aber auch Studierenden selbst Auskunft über den Fortschritt der Inhaltsvermittlung. Die Gruppenübung imitiert eine Anwendung in „Echtsituationen“, Entscheidungsprozesse im Team verdeutlichen die Schwierigkeiten in der betrieblichen Praxis und fördern die Motivation. Der „Blick über den Tellerrand“, die Reflexion anderer Lösungsvorschläge verbessert bereits die Voraussetzungen für weiterführende Aufgaben. Der kooperative Lernprozess wirkt trotz eines intensiven Arbeitspensums dem Gefühl der Überforderung entgegen.

 

Lehrende müssen bei einem derartigen Vorgehen stets den Lernerfolg ihrer Studierenden vor Augen haben. Die Möglichkeiten virtuelle Lernräume zu gestalten begünstigen u.a. unterschiedliche Methoden der Inhaltsbearbeitung, verschiedene Wege der Auseinandersetzung sowie die Vernetzung der Studierenden durch Kooperation. Im Sinne einer wirksamen Aktivierung des Selbstlernens der Studierenden werden Inhalte nicht bloß vermittelt, sondern auch andere Zugänge wie selbstständige Auseinandersetzung, Diskussion, Erprobung und Reflexion aufgezeigt. Lernen kann auf diese Weise als aktiver Prozess gestaltet werden, in dem nicht nur auf die Wiedergabe von Wissen in einer Prüfungssituation hingearbeitet wird, sondern der sowohl den Einsatz von Oberflächenstrategien als auch den Einsatz von Tiefenstrategien (Surface Level Learning & Deep Level Learning) beim Kompetenzerwerb variiert und verwirklicht. Die Nutzung von durchgängigen, aufeinander aufbauenden abwechslungsreichen Lernaktivitäten und Aufgabenstellungen fördert dabei nicht nur fachliche und methodische, sondern auch soziale und Selbstkompetenzen.

 

> Begleitende Evaluierung

 

Üblicherweise wird die Erreichung der Lernziele über die handlungs- und kompetenzorientierte Leistungsfeststellungen der Lehrveranstaltung geprüft. Zudem existiert an der FernFH eine in allen Lehrveranstaltungen eingesetzte Evaluierung im Hinblick auf Anreiz, Akzeptanz und Effizienz didaktischer Methoden seitens des Qualitätsmanagements. In der vorliegenden Lehrveranstaltung wird ergänzend auch die subjektive, interne Perspektive der Studierenden miteinbezogen. Sowohl unmittelbar vor Beginn als auch unmittelbar nach Abschluss der Lehrveranstaltung schätzen Studierende ihre persönlichen Kompetenzen im Hinblick auf die zugrundeliegenden Lernziele - verdichtet auf 15 Items eines Online-Fragebogens - auf einer siebenstufigen Skala ein. Die Betrachtung im Längsschnitt ermöglicht Erkenntnisse über die Qualität und Wirksamkeit des didaktischen Konzepts. Zum zweiten Befragungszeitpunkt wird zudem die Wahrnehmung der Studierenden hinsichtlich der Umsetzung des Constructive Alignment-Konzepts erhoben. Jeweils fünf Items in den Dimensionen „clarity of intended learning outcomes, teaching alignment, assessment alignment und feedback effectiveness“ bilden die Kernprinzipen des Konzepts ab.

 

Die Rücklaufquoten der bislang durchgeführten Erhebungen betrugen zwischen 75 und 94 Prozent. Die Ergebnisse der Befragungen attestieren einen signifikanten Anstieg der von den Studierenden eingeschätzten Kompetenzen im Bereich der Betriebswirtschaft im Zeitverlauf und somit einen messbaren Erfolg im Hinblick auf die Erreichung der angestrebten Lernziele. Des Weiteren nahmen Studierende die Ausgestaltung der Lehrveranstaltung im Sinne des Constructive Alignments deutlich wahr. Alle Dimensionen wurden mit Ausprägungen im oberen Bereich der Skala (hohe Zustimmung) verortet. Insbesondere die Werte der Dimensionen „teaching alignment (Gestaltung der Lehr- und Lernaktivitäten)“ und „assessment alignment (Gestaltung beurteilungsrelevanter Aufgaben und Übungen)“, welche auf die Analyse und Anwendung der Lerninhalte abzielt, sind Indiz für eine erfolgreiche Umsetzung des Modells im Rahmen der Lehrveranstaltung und lassen Rückschlüsse auf Attraktivität und Akzeptanz der didaktischen Methoden zu.

 

> Literatur

 

Biggs, John/Tang, Catherine (2011). Teaching for Quality Learning at University. Maidenhead: McGraw-Hill and Open University Press.

Positionierung des Lehrangebots

Die Ferdinand Porsche FernFH verfolgt das Ziel individuelle und strukturelle Bildungsbarrieren abzubauen und mittels innovativer Lern- und Lehrformen Chancengleichheit für Bildungswillige herzustellen. Der Blended Learning-Ansatz umfasst die Betreuung des selbstgesteuerten Lernens durch Lehrende im Online-Campus kombiniert mit Präsenz für Prüfungen, Workshops und Vorträge. Die Lehrveranstaltung „Einführung in die marktorientierte Betriebswirtschaftslehre“ ist integrativer Bestandteil des ersten Semesters im Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“. Die berufstätigen und hinsichtlich vielfältiger Merkmale heterogenen Studierenden erwerben grundlegende betriebswirtschaftliche Kompetenzen mit Fokus auf die Marktpraxis. Gleichzeitig werden digitale Kompetenzen und die Zusammenarbeit in virtuellen Teams gefördert. Erworbene Kompetenzen sind fachliches und soziales Fundament zahlreicher nachfolgender Lehrveranstaltungen im Studienverlauf und der beruflichen Praxis.

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2019 nominiert.
Ars Docendi
2019
Kategorie: Lernergebnisorientierte Prüfungskultur und deren Verankerung in der Lehrveranstaltung
Ansprechperson
Ing. Günther Wenzel, BA MA
Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie | Bachelor
+43 2622 32600-133
Nominierte Person(en)
Prof.(FH) Mag. Dr. Christa Walenta
Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie | Bachelor
Themenfelder
  • Berufsbegleitend Studieren
  • Didaktische Methode
  • Employability
  • Neue Medien
  • Rund ums Evaluieren der Lehre
  • Rund ums Prüfen
Fachbereiche
  • Wirtschaft und Recht