Medizinische Universität Wien
Spitalgasse 23, 1090 Wien
Weitere Beispiele der Hochschule

Strukturierte klinisch-praktische Prüfung für Studierende der Humanmedizin (OSCE)

Ziele/Motive/Ausgangslage

- Praktisch und klinisch Prüfen
- Qualitätssicherung des Medizinstudiums an der MUW
- Feedbackinstrument für Studierende
- Vorbereitung auf den klinischen Studienabschnitt und das Klinisch-Praktische Jahr
- Umsetzung eines „State of the Art“-Prüfungsformats

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Im „Integrierten Klinisch-Praktischen Propädeutikum (IKPP/OSCE)“ am Ende des 4. Studienjahr des Studiums Humanmedizin werden als Abschluss des praktischen Unterrichts des I. und II. Studienabschnitts die klinischen Fertigkeiten und Fähigkeiten des Kommunizierens, Diagnostizierens, Therapierens, Reflektierens und des PatientInnenmanagements exemplarisch wiederholt und im Rahmen einer "Objective Structured Clinical Examination" (OSCE) überprüft. Dieses curriculare Element setzt sich aus einer Übungsphase und einer anschließenden Prüfungsphase zusammen. Die Übungsphase findet in den Skills Labs der Medizinischen Universität Wien statt und zeichnet sich durch das Lehren mittels Peer Teaching in kleinen Settings aus. In der anschließenden Prüfungsphase finden im Rahmen des OSCEs an die 10.000 Einzelprüfungsereignisse statt, bei denen ca. 660 Studierenden von ca. 100 erfahrene Klinikerinnen und Kliniker beurteilt werden. Die gezeigten Leistungen werden strukturiert mit Hilfe von iPads erhoben. Die OSCE-Stationen inkludieren Skills-Stationen, strukturierte-mündliche Prüfungen, Schauspiel-Patient/inn/en-Stationen und Key-Feature Prüfungen am PC.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

Nähere Beschreibung des Projekts

Im „Integrierten Klinisch-Praktischen Propädeutikum (IKPP/OSCE)“ am Ende des 4. Studienjahr werden als Abschluss des praktischen Unterrichts des I. und II. Studienabschnitts die klinischen Fertigkeiten und Fähigkeiten des Kommunizierens, Diagnostizierens, Therapierens, Reflektierens und des PatientInnenmanagements exemplarisch wiederholt und im Rahmen einer "Objective Structured Clinical Examination" (OSCE) überprüft. Dieses curriculare Element setzt sich aus einer Übungsphase und einer anschließenden Prüfungsphase zusammen.
Innerhalb der 3-wöchigen Übungsphase, welche in den Skills Labs der Medizinischen Universität Wien stattfindet, werden die Studierenden von speziell geschulten Tutor/inn/en ganztägig angeleitet und supervidiert. So können mit Hilfe dieser Peer Teaching-Methode gelernte Fertigkeiten und angeeignetes Wissen in kleinen Settings aufgefrischt und gefestigt werden und eine optimale Prüfungsvorbereitung sowie die Vorbereitung auf den klinischen Alltag gewährleistet werden.
Während der anschließenden Prüfungswoche finden im Rahmen des OSCEs an die 10.000 Einzelprüfungsereignisse zwischen den ca. 660 Studierenden und den ca. 100 Fachexpert/inn/en statt, welche die Leistung der einzelnen Studierenden mit Hilfe von iPads strukturiert beurteilen. Die OSCE-Stationen inkludieren Skills-Stationen, strukturierte-mündliche Prüfungen, Schauspiel-Patient/inn/en-Stationen und Key-Feature Prüfungen am PC. Von der Reanimation eines kollabierten Patienten über die Versorgung einer Schnittwunde bis hin zur Führung eines Arzt-Patienten-Gesprächs müssen die Studierenden innerhalb von je 5 Minuten ihr Können an den einzelnen Stationen unter Beweis stellen.
Nach Abschluss dieser Prüfung haben alle Studierenden und Prüfer/innen die Möglichkeit, den OSCE nach speziellen Kriterien online zu evaluieren. Außerdem haben die OSCE-Tutor/inn/en der Übungswochen die Möglichkeit, in Fokusgruppen Feedback zu den Übungswochen zu geben. All diese Informationen werden in Kombination mit der Auswertung der Prüfungsergebnisse dazu genutzt, dieses junge Prüfungsformat weiterzuentwickeln sowie die Qualität der zugrunde liegenden Lehrveranstaltungen zu verbessern und somit die curriculare Entwicklung des Studiums Humanmedizin an der Medizinischen Universität Wien voranzutreiben.

Mehrwert

Ausbau und Optimierung der praktischen Vorbereitung von Medizinstudierenden auf den klinischen Alltag; Erweiterung der Prüfungsinstrumente um klinische-praktische Prüfungen; Optimierung der Lehrveranstaltungen im Medizincurriculum.

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

Aufwand

Sach-, Investitions- und Personalkosten sowie umfangreiche zeitliche und räumliche Ressourcen

Ansprechperson
Mag. Stefanie Seitz
Department für Medizinische Aus- und Weiterbildung, Methodik und Entwicklung
01/401 60-36876
Nominierte Person(en)
Mag. Stefanie Seitz
Dept. für Med. Aus- und Weiterbildung, Methodik und Entwicklung
ao. Univ.-Prof. Dr. Werner Horn
Zentrum für Statistik
ao. Univ.-Prof. Dr. Günther Körmöczi
Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin
Themenfelder
  • Curriculagestaltung – Organisation
  • Didaktische Methode
  • Neue Medien
  • Rund ums Evaluieren der Lehre
  • Rund ums Prüfen
  • Curriculagestaltung – Inhalt
Fachbereiche
  • Medizin und Gesundheitswissenschaften