Wirtschaftsuniversität Wien
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Modelle der Internationalisierung

Ziele/Motive/Ausgangslage

In der Lehrveranstaltung „Modelle der Internationalisierung“ geht es um die Vermittlung vertiefenden Wissens über die Internationalisierung von Unternehmen sowie um die Entwicklung transversaler (insb. interkultureller) Kompetenzen. Im Jahr 2020 wurde der Kurs aufgrund der COVID-19-Pandemie auf Hybridformat umgestellt. Die Integration und Anwendung digitaler Kommunikationstechnologien ermöglichte einerseits eine intensive Kooperation zwischen der Wirtschaftsuniversität Wien, der LUISS Universität (Rom) und der Universität Pontificia Comillas (Madrid); und anderseits eine enge Zusammenarbeit mit einem global operierenden Unternehmen im Rahmen einer „real life case study“. Diese internationale Kooperation ermöglichte neben der Inhaltsvermittlung auch die Entwicklung der transversalen Kompetenzen der Studierenden und fördert deren „employability“.

 

Erstes zentrales Element des Lehrdesigns ist die interaktive Erarbeitung von up-to-date Wissen zu drei aktuellen Themenfeldern der Unternehmensinternationalisierung (Nachhaltigkeit, Digitalisierung, De-Globalisierung), welche im Sinne des „flipped classrooms“ aufbereitet wurden. Notwendiges Hintergrundwissen wurde den Studierenden mittels aufgezeichneten Lecturecasts und selbständig zu erarbeitender „Mini-Fallstudien“ zur Verfügung gestellt. Anschließend wurden die Inhalte in interaktiven Online-Sessions diskutiert. Ziel dieser Vorgehensweise war es, Wissen zu derzeit wichtigen Themenfeldern zu vermitteln, ohne die hierfür notwendigen Wissensgrundlagen zu vernachlässigen.

 

Das zweite zentrale Element des Lehrdesigns ist die gemeinsame Arbeit der Studierenden mit dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb im Rahmen einer sogenannten „real life case study“. Die direkte Anbindung der Lehre an die Bedürfnisse der Praxis ist ein wesentliches Ziel des Masterprogramms Export- und Internationalisierungsmanagement und wurde in dieser Lehrveranstaltung implementiert. Studierende mussten in internationalen Kleingruppen einen Plan für die globale Einführung eines neuen Medikaments planen, wobei sie sowohl vom Lehrenden-Team als auch von Mitarbeitern des Unternehmens unterstützt wurden.

 

Das dritte zentrale Element des Lehrdesigns, die gemeinsame Lehre mit Masterstudierenden der beiden anderen Universitäten, verfolgte eine Reihe an Zielen. (1) Aufgrund der eingeschränkten internationalen Mobilität während der COVID-19-Pandemie sollte den Studierenden eine Möglichkeit der Arbeit im internationalen Kontext gegeben werden. (2) Die Arbeit in interkulturellen Teams mit Studierenden aus unterschiedlichen Kulturen fördert die Entwicklung interkultureller Kompetenzen. (3) Die Arbeit in internationalen Teams ermöglicht den Studierenden das Einbringen ihrer eigenen Perspektive sowie das Lernen von den jeweiligen landesspezifischen Kenntnissen der anderen Studierenden. Die Verwendung neuer digitaler Technologien ermöglichte eine Vernetzung von Studierenden aus verschiedenen geographischen Regionen.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Der Kurs „Modelle der Internationalisierung“ vermittelt den Studierenden Theorien und Konzepte aus dem Bereich der Unternehmensinternationalisierung und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Diskussion aktueller Themen (Nachhaltigkeit, Digitalisierung, De-Globalisierung). Im Sinne des „flipped classrooms“ erfolgt dies mittels Lecturecasts, synchroner Online-Diskussionen sowie individueller und gruppenbasierter Arbeit, die durch Online-Coachings begleitet wird.

 

Um eine starke Praxisorientierung zu gewährleisten, arbeiten die Studierenden zusammen mit einem US-amerikanischen Pharmaunternehmen an einer „real life case study“. Hierbei geht es um die globale Einführung eines neuen Medikamentes. In multikulturellen Teams mit Studierenden der LUISS Universität (Rom) und der Universität Pontificia Comillas (Madrid) erarbeiten die Studierenden einen Plan für diese Produkteinführung. Dabei werden sie von Lehrenden der drei beteiligten Universitäten und Vertretern des Unternehmens mittels Online-Coachings begleitet und unterstützt. Diese beurteilen auch die von den Studierenden erarbeiteten und im Rahmen von Videopräsentationen vorgestellten Analysen. Ermöglicht wird diese intensive gemeinsame Lehre zwischen drei internationalen Universitäten und dem Unternehmen durch neue digitale Kommunikationstechnologien.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The course “Modelle der Internationalisierung” provides students with theories and concepts related to the internationalisation of firms, with a particular emphasis on the discussion of three topical themes (sustainability, digitalisation, de-globalisation). The module adopts a “flipped classroom” approach and employs lecture casts, synchronous online discussions as well as individual and group-based work, supported by online-coaching sessions.

 

To ensure practical relevance, students work together with a US pharmaceutical company on a real life case study. The case study is about the global launch of a newly developed drug. Students work in multicultural teams together with students from LUISS University in Rome and Pontificia Comillas University in Madrid to develop a plan for the global launch of the drug. They are supported through online coaching by the teaching staff of the three collaborating universities and by company representatives. The student groups develop analyses and present them in the form of video presentations, which are then evaluated by the teaching team and the company. The complex collaboration between students at three universities and the company is facilitated by the extensive use of new communication technologies.

Nähere Beschreibung des Projekts

Der Kurs „Modelle der Internationalisierung“ vermittelt Wissen über die Internationalisierung von Unternehmen in einem anwendungsorientierten Ansatz, bei dem neues Wissen in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen direkt in einer „real life case study“ angewandt wird. Der Kurs wird gemeinsam mit der LUISS Universität, Rom, und der Universität Pontificia Comillas, Madrid, unterrichtet und ein zentrales Element des Kurses ist die Zusammenarbeit der Studierenden in multikulturellen Teams. In der Kohorte befanden sich 77 Studierende der Wirtschaftsuniversität Wien, 35 Studierende der LUISS Universität und 25 Studierende der Universität Pontificia Comillas.

 

1. Klar definierte und kommunizierte Lernziele

 

(i) Verbessertes Verständnis der Theorien, Konzepte und Methoden der internationalen Unternehmenstätigkeit

Hierzu zählt auch die Fähigkeit, bestehende Theorien, Konzepte und Methoden kritisch zu reflektieren. Dieses Lernziel soll insbesondere durch das „flipped classroom“-Element des Kurses erreicht werden, d.h. durch die selbständige Erarbeitung theoretischen Grundlagenwissens und die kritische Diskussion dieses Wissens in synchronen Online-Lehrveranstaltungen. Fünf Lehreinheiten zu den Grundlageninhalten wurden für die Studierenden auf Video aufgezeichnet. Darauf aufbauend, setzten die Studierenden sich in Mini-Fallstudien eigenständig mit den Inhalten auseinander. Anschließend wurden die drei Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und (De-)Globalisierung, welche für die Internationalisierung besonders relevant sind, in synchronen Online-Veranstaltungen kritisch diskutiert. Zu jedem der Themen wurde den Studierenden aktuelle Forschung zum Selbststudium zur Verfügung gestellt. Als Teil der Leistungsbeurteilung des Kurses erarbeiteten die Studierenden Essays zu zwei der drei genannten Themen. Hierzu wurden zusätzliche individuelle Coaching-Sessions durchgeführt. Die Essays erlaubten die Überprüfung des Erreichungsgrades dieses Lernzieles.

 

(ii) Verknüpfung von Theorie und unternehmerischer Praxis

Hierzu zählt die Kompetenz zur Verwendung theoretischer Modelle, um praktische Problemstellungen aus dem komplexen Umfeld international operierender Unternehmen zu bearbeiten. Die gemeinsame Arbeit der Studierenden mit einem Unternehmen an einer „real life case study“ ermöglichte die Erreichung dieses Lernzieles. Eine erste synchrone, online durchgeführte Veranstaltung diente hierbei der Vorstellung des Unternehmens Bristol-Myers Squibb sowie der spezifischen praktischen Problemstellung durch einen Vertreter des Unternehmens. Während der Bearbeitungsphase dieses realen Praxisbeispiels in multikulturellen Teams wurden von den Lehrenden und den Unternehmensvertretern Online-Coaching-Einheiten angeboten, um die Studierenden bei diversen Fragestellungen zu unterstützen und erstes Feedback zu geben. In einer abschließenden Online-Veranstaltung wurden die Lösungsvorschläge von ausgewählten Teams präsentiert. Hierbei wurde insbesondere Wert auf das Feedback des Unternehmens gelegt, um eine direkte Verknüpfung von Theorie und Praxis zu ermöglichen. Die von den Teams erstellten Videopräsentationen dienten auch der Leistungsbeurteilung und Überprüfung des Erreichungsgrades dieses Lernziels. Die Videos wurden sowohl dem Lehrenden-Team als auch dem Unternehmen zur Verfügung gestellt.

 

(iii) Entwicklung transversaler Kompetenzen

Hierzu zählt die Fähigkeit, bei der Analyse von Problemen diverse Perspektiven zu berücksichtigen und die erarbeiteten Lösungsvorschläge überzeugend vor anderen Studierenden, dem Lehrenden-Team und Unternehmensvertretern zu präsentieren. Des Weiteren zählt hierzu auch die Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten und hierbei sowohl die entsprechende Arbeitsverteilung zu koordinieren als auch mit eventuell auftretenden Konflikten und konstruktivem Feedback umgehen zu können. Abschließend fällt unter die Entwicklung transversaler Kompetenzen auch die Weiterentwicklung der interkulturellen Kompetenz der Studierenden. Die intensive Arbeit in multikulturellen Teams dient der Erreichung dieser Lernziele. Die Entwicklung dieser transversalen Kompetenzen wurde im Rahmen der Videopräsentationen beurteilt und den Studierenden wurde entsprechendes Feedback zur Verfügung gestellt.

 

2. Innovative didaktische Konzepte

 

Die Internationalität durch die gemeinsame Arbeit, sowohl mit Studierenden an Universitäten in Italien und Spanien als auch mit Vertretern eines US-amerikanischen Unternehmens, ist ein erstes innovatives Element des Kurses. Studierende arbeiteten in kleinen Teams, die nicht nur in kultureller Hinsicht, sondern auch bezüglich Alter, sozioökonomischem Hintergrund und Bildungsbiografie sehr divers waren. Dieses Element des Lehrdesigns ist sehr stark an der Vermittlung transversaler Kompetenzen, insbesondere interkultureller Kompetenzen, orientiert.

 

Die sehr hohe Praxisorientierung durch die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen an einer „real life case study“ ist das zweite innovative Merkmal des Kurses. Diese Zusammenarbeit erfordert den Erwerb von fachübergreifenden Kenntnissen. Im spezifischen Fall beinhalteten diese fachübergreifenden Kenntnisse z.B. Wissen über die Funktionsweise von Wirkstoffen, um etwa Marketingmaßnahmen in verschiedenen Ländern zu entwickeln, oder auch Wissen um die rechtlichen, für die Produkteinführung relevanten, Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern. Dieses Wissen wurde teilweise von Unternehmensvertretern bereitgestellt, musste zum Teil aber von den Studierenden selbst erarbeitet werden. Die Ausarbeitung der Fallstudie wurde sowohl vom Teaching-Team an den drei beteiligten Universitäten als auch vom Unternehmen unterstützend begleitet. In einer Abschlussveranstaltung stellten ausgewählte Teams ihre Analyse vor und diskutierten diese mit dem Teaching-Team und den Unternehmensvertretern.

 

Das dritte innovative Element im Lehrdesign des Kurses ist dessen Orientierung am Prinzip des „flipped-classrooms“ im ersten Teil des Kurses. Hierbei wurden den Studierenden die inhaltlichen Grundlagen des Kurses via Lecturecasts bereitgestellt, die dann von ihnen selbständig bearbeitet wurden. Das Bearbeiten der Grundlagen des Kurses ermöglichte den Studierenden zeitliche Flexibilität, förderte aber auch deren Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten. Die anschließenden Diskussionen aktueller Themen erfolgten in synchronen, virtuellen Diskussionsveranstaltungen. Durch diese Vorgehensweise wurde während der synchronen Lehreinheiten mehr Raum für kritische Diskussion möglich, wodurch die Diskussionsfähigkeit der Studierenden gestärkt wurde.

 

3. Studierendenzentriertheit und Heterogenität

 

Durch die gemeinsame Arbeit mit Studierenden zweier ausländischer Universitäten bestand unter den Studierenden eine sehr hohe Heterogenität an Lebensrealitäten. Da es an den einzelnen Universitäten jeweils auch zahlreiche ausländische Studierende gab, nahmen an der Lehrveranstaltung Studierende aus über 25 Ländern teil. Aufgrund unterschiedlicher Bildungstraditionen in den beteiligten Ländern ergab sich neben der kulturellen Vielfalt der Studierenden auch eine ausgeprägte Vielfalt bezüglich Alter, sozioökonomischem Hintergrund oder Bildungsbiografie. Insbesondere die Studierenden an der Universität Pontificia Comillas verfügten zum Teil über fachfremde Bachelor-Abschlüsse, etwa in Biochemie, Maschinenbau oder Psychologie. Diese Vielfalt ermöglichte nicht nur das Kennenlernen verschiedener Perspektiven, sondern auch eine Sensibilisierung für gesellschaftliche Ungleichheiten und deren Konsequenzen in verschiedenen Ländern.

 

Durch die Kombination des „flipped-classrooms“ mit der Gruppenarbeit an einer „real life case study“ war eine sehr aktive Beteiligung der Studierenden an den Lehrveranstaltungen gefordert. Die Online-Durchführung der synchronen Lehrveranstaltungen steigerte die Partizipation von Studierenden, die in Präsenzveranstaltungen weniger aktiv sind. Sowohl während als auch nach dem Ende des Kurses wurden die Studierenden um Feedback gebeten. Dieses Feedback wurde für die nachfolgende Durchführung des Kurses berücksichtigt. Beispielsweise wurde die Aufteilung der Studierenden angepasst, um die Bildung von „nationalen Sub-Gruppen“ zu vermeiden.

 

Die Notwendigkeit von Fairness und akademisch integrem Verhalten wurde regelmäßig betont. Mit Abschluss der Arbeit an der „real life case study“ wurden die Studierenden um Peer Reviews gebeten, um dem „Free rider“-Problem entgegenzuwirken.

 

4. Europäische und internationale Ausrichtung

 

Der Kurs folgt den Prinzipien des Bologna-Prozesses, wodurch eine effiziente Abstimmung zwischen der Wirtschaftsuniversität Wien, der LUISS Universität (Rom) und der Universität Pontificia Comillas (Madrid) möglich war. Durch die intensive Zusammenarbeit der drei Universitäten ist eine deutliche europäische Ausrichtung des Kurses gegeben. Die Zusammenarbeit mit einem global tätigen, US-amerikanischen Unternehmen verstärkt die internationale Ausrichtung des Kurses zusätzlich.

 

Die Zusammenarbeit der drei Hochschulen erlaubt auch eine „Internationalisation@home“ für die Studierenden in Österreich, Italien und Spanien, sie ermöglicht es ihnen, Erfahrungen in einem sehr internationalen Kontext zu sammeln ohne im Ausland zu studieren. Des Weiteren ermöglicht die Zusammenarbeit der drei Universitäten zur Durchführung des Kurses eine „Internationalisation@home“ durch die internationale Zusammensetzung des Lehrenden-Teams. Beispielsweise wurden Teile der Vorlesung an der Universität Pontificia Comillas vom einem Mitglied des Lehrenden-Teams der Wirtschaftsuniversität Wien in Madrid (in Präsenz) durchgeführt.

Mehrwert

Ein Mehrwert des spezifischen Lehrdesigns des Kurses „Modelle der Internationalisierung“ ergab sich insbesondere für die Studierenden. Die internationale Zusammenarbeit der Studierenden, sowohl mit Studierenden an ausländischen Hochschulen als auch mit einem Unternehmen, ermöglichte ihnen die Aneignung von Wissen und Kompetenzen, welche sie sich nur sehr schwer oder überhaupt nicht über ein anderes Kursdesign hätten aneignen können. Die internationale Kooperation mit den Universitäten LUISS in Rom und Pontificia Comillas in Madrid führte zu einer sehr heterogenen Studierendengruppe und ermöglichte den Studierenden durch die Arbeit in multikulturellen Teams die Entwicklung transversaler Kompetenzen, insbesondere ihrer Kommunikationsfähigkeit und interkultureller Kompetenzen. Die Entwicklung dieser Kompetenzen wurde auch durch die intensive Betreuung und Unterstützung der multikulturellen Teams durch ein internationales Lehrenden-Team der drei Universitäten gefördert. Die enge Zusammenarbeit der Studierenden mit und deren Betreuung durch ein Unternehmen erhöhten die Praxisorientierung der Lehrveranstaltung. Dies förderte die Entwicklung des Reflexionspotentials und Orientierungswissens der Studierenden und steigerte so deren „employability“.

 

Auch für die Lehrenden ergibt sich ein Mehrwert, der hauptsächlich in der internationalen Zusammenarbeit abseits der üblichen, bestehenden Forschungskooperationen, besteht. Die notwendigen Koordinations- und Abstimmungsprozesse im Lehrenden-Team bieten den Ausgangspunkt für didaktische (Selbst-)Reflexion und beständige Weiterentwicklung des Konzepts.

 

Aufgrund dieser Vorteile und unter Berücksichtigung der hohen Akzeptanz des Kursdesigns bei den Studierenden wird das Kursdesign beibehalten und die zentralen Elemente noch weiter geschärft, etwa durch die Zusammenarbeit mit einer weiteren ausländischen Hochschule.

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

Das Konzept des Kurses wird längerfristig eingesetzt und auch weiterentwickelt. Die Zusammenarbeit mit Studierenden der ausländischen Hochschulen wird weiterhin online stattfinden und es ist geplant, eine niederländische Hochschule in das Kursdesign aufzunehmen. Für eine zunehmende Anzahl an Lehrveranstaltungen, die getrennt an den einzelnen Orten stattfinden können, soll dagegen wieder deutlich mehr Präsenzlehre zum Einsatz kommen. Des Weiteren ist auch ein stärkerer internationaler Austausch des Lehrenden-Teams für kurzfristige Lehraufenthalte an den Partneruniversitäten geplant, um den Studierenden eine zusätzliche „Internationalisation@home“-Erfahrung zu ermöglichen.

 

Das Konzept des Kurses ist auf andere Lehrveranstaltungen übertragbar. In einem Nachfolgeprojekt wird eine Lehrveranstaltung im Bereich International Human Resource Management gemeinsam mit Studierenden der LUISS Universität durchgeführt.

Aufwand

Zusätzlicher zeitlicher Aufwand entstand hauptsächlich durch die notwendige Koordination und Abstimmung zwischen dem Lehrenden-Team der drei beteiligten Universitäten sowie zwischen den Universitäten und dem Unternehmen. Dieser Aufwand war jedoch relativ überschaubar, da die beteiligten Personen bereits in Forschung und Beratungsprojekten zusammenarbeiten.

Positionierung des Lehrangebots

Der Kurs „Modelle der Internationalisierung“ wird im ersten Semester des Masterprogrammes „Export- und Internationalisierungsmanagement“ absolviert. Dieses Programm bildet Studierende zu Experten in der Internationalisierung von kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) aus. Die interdisziplinäre Natur des Programms bedingt die Vermittlung der Lehrinhalte durch eine Kooperation von Vertretern verschiedener Fachbereiche, wie etwa International Entrepreneurship, KMU Management, fremdsprachliche Wirtschaftskommunikation und Wirtschaftsgeographie sowie durch den starken Einbezug der Praxis. Die Lehre findet hierbei zu einem großen Anteil gemeinsam mit anderen Hochschulen und/oder gemeinsam mit Unternehmen statt. Im Rahmen dieses Lehrangebots, dient die Lehrveranstaltung „Modelle der Internationalisierung“ dazu, aktuell bedeutsame Themenfelder zu diskutieren und Studierenden neues Orientierungswissen anhand einer „real life case study“ in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen zu vermitteln.

Links zu der/den Projektmitarbeiter/innen
Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2022 nominiert.
Ars Docendi
2022
Kategorie: Kooperative Lehr- und Arbeitsformen
Hochschullehrpreis 2021
Kategorie: Seamless Learning - Lernumgebungen gestalten
Link zum Hochschulpreis
Ansprechperson
Univ. Prof. Dr. Alexander Mohr
Institut für International Business
+43-1-31336-4547
Nominierte Person(en)
Univ. Prof. Dr. Alexander Mohr
Institut für International Business
Can Tihanyi, MSc
Institut für International Business
Themenfelder
  • Didaktische Methode
  • Employability
  • Erfahrungslernen
  • Internationalisation@home
  • Neue Medien
  • Rund ums Prüfen
  • Sonstiges
Fachbereiche
  • Wirtschaft und Recht