Pädagogische Hochschule Wien
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ELTx: APPortunity. Why digital tools rock: Wie aus Emergency-Remote Teaching nachhaltiges, kollaboratives Distance-Learning in der LehrerInnenbildung wird - Ein institutionsübegreifendendes Projekt.

Ziele/Motive/Ausgangslage

Institutionsübergreifende Lehrveranstaltung mit kollaborativem, partizipativen Distance-Learning Charakter, um Lehramtsstudierenden die methodisch-didaktischen Potenziale von Distance Learning Formaten, basierend auf Instructional-Design Prinzipien - für den eigenen Professionalisierungskontext - näherzubringen.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Als im WS 2021/22 die österr. Hochschulen & Universitäten aufgrund der Pandemie erneut auf Distance-Lehre umstellen mussten, wurde die institutionsübergreifende Englisch- Online-Konferenz “ELTx - Apportunity why digital tools rock” ins Leben gerufen, um der “Zoom-Fatigue” entgegenzuwirken. Studien zu pandemiebedingtem Distance-Learning zeigten, dass Studierende unter einem enormen Workload & fehlenden Austausch mit Peers & Lehrenden litten. ELTx soll zeigen, dass kollegialer Austausch & soziale Nähe auch in Zeiten des Distance-Learning möglich sind. Bei der Konferenz stellten die Studierenden der beteiligten Institutionen einander ihre Arbeiten vor und erhielten Feedback. Sie hörten eine Keynote zum Thema “Teaching without Worksheets” und Zwischenaktivitäten, z.B. ein virtueller Büchertisch und ein digitales Tool-Snackbuffet, sowie Barcamps boten Studierenden die Möglichkeit, sich in (in)formellem Rahmen weiterzubilden, zu netzwerken und sich auszutauschen. Aus diesem Projekt ergeben sich für Lehramtsstudierende zahlreiche Anwendungspotenziale, z.B. ermöglicht die institutionsübergreifende Kooperation einen Blick über den eigenen Tellerrand und zusätzlich nehmen Teilnehmer/innen die Rolle von “Prosumer/innen” ein, die gleichzeitig immersiv etwas erleben & auch produzieren. Der didaktisch sinnvolle Einsatz digitaler Tools im E-Unterricht zeigt, dass zeitgemäßes Lernen ortsunabhängig & disloziert stattfinden kann und deutlich mehr als nur ein “emergency remote-teaching” ist.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

When Austrian colleges & universities had to switch to distance learning in the winter semester 2021/22 due to the pandemic, the cross-institutional online conference "ELTx - Apportunity why digital tools rock" was launched to counter "zoom fatigue". Studies on distance learning during the pandemic show that students suffer from an enormous workload & lack of exchange with peers & teachers. ELTx aims to show that interacting and socialising with colleagues is possible even in times of distance learning. At the conference, students from the participating institutions presented their work to each other and received feedback. They heard a keynote about "Teaching without worksheets" & participated in various activities, e.g. a virtual book table & a digital tool snack buffet. Bar camps offered students the opportunity to expand their level of expertise, to network & exchange ideas in an (in)formal setting. This project offers potentials for student teachers, e.g. the cross-institutional cooperation enables them to look beyond their own horizons and, in addition, participants take on the role of "prosumers" who simultaneously experience and produce artefacts in an immersive setting. The methodologically diverse use of digital tools shows that contemporary learning can take place independent of location & time & is clearly more than just "emergency remote teaching".

Nähere Beschreibung des Projekts

ELTx-Konferenz. What an APPortunity.

1. Ausgangslage

Nach eineinhalb Jahren Pandemie mussten die österreichischen Hochschulen aufgrund der Infektionszahlen auch im November 2021 wieder auf Distance-Learning umstellen. Aus einer Studie der Universität Wien unter Lehramtsstudierenden an österreichischen Pädagogischen Hochschulen und Universitäten zu den ersten Phasen des Distance-Learnings im Jahr 2020 ist bekannt, dass sich zum einen der Workload in den Phasen des Fernunterrichts deutlich erhöht hat, die Studierenden mangels fehlendem Austausch mit anderen Studierenden und ihren Vortragenden auch mit massiven Motivationsproblemen zu kämpfen hatten und Studierende oft den Eindruck hatten, dass die Hochschulen auf das Distance-Learning unzureichend vorbereitet waren (Schober et al. 2020; Richter/Dunkhase 2020). Eine Umfrage der Österreichischen HochschülerInnenschaft zeigte außerdem deutlich auf, dass sich Studierende zu ihren Arbeitsaufträgen auch Rückmeldungen der Vortragenden wünschen und, so zeigt ein weitere Umfrage der ÖH Innsbruck, sich von den Vortragenden oftmals auch alleine gelassen fühlen (Österreichische Hochschüler*innenschaft, 2020). Basierend auf diesen Rückmeldungen, überlegten wir, wie wir unseren Lehramt Englisch Studierenden zeigen können, dass Distance-Learning sehr wohl didaktisch sinnvoll umgesetzt werden kann und auch die Möglichkeit für ein buntes Potpourri an verschiedenen Methoden bietet, die weit über das Aussenden von Arbeitsblättern per Mail hinausgehen. Die Idee einer institutionsübergreifenden online Konferenz wurde geboren, ein völlig neues Setting, das gemeinsames, kollaboratives Lernen und sozialen Austausch inmitten einer Pandemie ermöglicht.

2. Ablauf des Formates

Die institutionsübegreifende Online-Konferenz “ELTx - Apportunity why digital Tools rock” fand daraufhin am 27. Jänner 2022 als gemeinsames Projekt der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland, Pädagogischen Hochschule Wien sowie der Universitäten Wien und Salzburg statt.

Nach einer Begrüßung der Studierenden durch die Lehrenden begann die ELTx-Konferenz offiziell mit einer Keynote von Alicia Bankhofer, Englischlehrerin und Spezialistin auf dem Gebiet des Lehrens und Lernens mit digitalen Tools. Alicia Bankhofer sprach über das Unterrichten ohne Arbeitsblätter, ein Thema, das in Zeiten von Distance und Blended Learning von großer Bedeutung ist. Sie ermutigte die Anglistikstudierenden, aus deren Komfortzone herauszutreten und verschiedene digitale Tools wie Keynote, Garageband oder Clips auszuprobieren, um den individuellen Bedürfnissen der Schüler*innen gerecht zu werden, ganz nach dem Motto: "one size does not fit all".

Danach hatten die Studierenden die Gelegenheit, ihre Arbeiten bzw. Projekte vorzustellen, an denen sie im vergangenen Semester gearbeitet hatten. Die Palette reichte von Themen wie Unterrichtspläne didaktisch-kohärent und kommunikativ gestalten und die Erstellung von abwechslungsreichen Online-Aktivitäten mit verschiedenen Tools bis zum Einsatz von Audio- und Videofeedback und digitaler Brainstorming-Aktivitäten.

In der Pause hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, einen virtuellen Büchertisch mit Büchern rund um “educational technologies” und die 21st Century Skills im Englischunterricht zu durchstöbern und konnten sich durch ein digitales Tool-Snackbuffet kosten, das ihnen gleichzeitig auch als permanente Sammlung div. didaktisch sinnvoller Tools für den Englischunterricht dient.

Zum Abschluss nahmen die Studierenden an einem „Barcamp“ teil, bei dem sie in kommunikativen und stark kollaborativen Break-Out Sessions ihre eigene Expertise disseminierten und mit ihren Peers in einem kanonrelevanten Kontext kritisch reflektierten. Dabei konnten die Studierenden über Erfahrungen mit bestimmten Methoden und digitalen Werkzeugen im E-Unterricht berichten. Im Vordergrund standen aber der Austausch und das Networking von Studierenden aus unterschiedlichsten Institutionen.

Damit ging ein Event zu Ende, das Methodenlehre mit wissenschaftlicher Praxis und institutionsübergreifender Kollaboration verbindet, ein wirksames Format, um der „Zoom-Fatigue“ entgegenzuwirken.

3. Didaktische Analyse:

 

Aus einer methodisch-didaktischen, aber auch professions- bzw. berufsfeldorientierten Perspektive, weist diese eingereichte Lehrveranstaltung folgende für den Lehrberuf äußerst relevante Anwendungspotenziale auf:

 

a. institutionenübergreifende Kollaboration

Ganz im Sinne des kollaborativen, curricular-stringenten Kontext der Verbundlehre, bricht diese Lehrveranstaltung curriculare Regionalismen auf und schafft inhaltliche Kongruenzen, fächerspezifische Inputs, die von Lehrenden und Studierenden aus unterschiedlichen Bundesländern gemeinsam im virtuellen Kontext erarbeitet bzw. reflektiert werden.

 

b. Diskursive Proximität

Durch den stark interaktiven und kommunikativen Charakter der LV (Messaging, Live-Chats, Live-Vorträge mit mehrkanaligen Artefakten, etc.) wird der Aspekt der diskursiven Sozialität bzw. Proximität (Höfler, Strasser et al 2020) geschaffen, das heißt man ist mit vielen Kolleg*innen im aktiven Austausch, erlebt Gemeinsames sehr immersiv.

 

c. Kennenlernen anderer institutioneller Kulturen

Studierende, aber auch Lehrende lernen durch dieses Format unterschiedliche Uni- und Hochschulkulturen aus fachlicher, aber auch organisational-diskursiver Sicht kennen. Dies fördert aus systemischer Sicht das Mindset, die Haltung der Protagonist*innen gegenüber der Lehramtsausbildung zu schärfen und ermöglicht einen Blick über den eigenen institutionellen Tellerrand.

 

d. Profitieren durch die Schwarmintelligenz durch Peer-Feedback.

Es findet didaktisch-kohärenter Wissenstransfer statt. Theorie wird mit Praxis verknüpft, indem Studierende gemeinsam mit den Lehrenden aktiv, eigene mehrkanalige Artefakte (kanonrelevant) berufsfeldspezifisch präsentieren und von Peers und Expert*innen kritisch reflektieren lassen (kollegiale Feedbackkultur). Es entsteht das Gefühl des gemeinsamen Produzierens, ein wichtiger Beitrag zur interaktiven Gruppendynamik in virtuellen Kontext.

 

e. Ubiquitäres Lernen

Volle Exploitation des ubiquitären Lernens durch strukturierte Instructional-Design-Mechanismen im Blended-Learning-Kontext (d.h. Abläufe/Strukturen der Konferenz grunden auf gängigen Designprinzipien, die auch Studierende kennenlernen und sie somit im eigenen beruflichen Handeln umsetzen können.) Somit ist das örtlich und dislozierte Lernen aufgrund dieses Formates ohne Probleme möglich und schafft neue länderübergreifende Dynamiken.

 

f. Nicht nur App-Feuerwerke

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden nicht nur Apps vorgestellt, sondern basierend auf wissenschaftlichen Evidenzen mit praktischen, berufsfeldspezifischen Überlegungen von Studierenden im didaktischen, unterrichtsperformativen Kontext vorgeführt. Die Apps/Technologien fungieren somit als Katalysator für das kreative Unterrichtsszenario.

 

g. bestehende Infrastrukturen bestmöglich ausschöpfen

Einsatz institutionell ohnehin vorhandener Infrastrukturen. Studierende erleben fully immersed, wie man digitale Umwelten für das eigene Didaktisierungsnarrativ einsetzen kann.

 

h. Digitale Nachhaltigkeit

Es wird auf digital-nachhaltige Weise (Stürmer 2016) gezeigt, wie man den Studierenden beibringt, ein professionsorientiertes Mindsets zu digitalen Medien in der Fachdidaktik zu entwickeln, weg von der empirisch konstatierten Konnotation des "emergency remote teaching" hin zur agilen digitalen Didaktik (Arn 2017). Somit wären nachhaltige Aspekte dieses Events die transparenten Strukturen (Zoom und Begleit-Lernmanagementsysteme), formale und fachliche Richtigkeit der präsentieren Artefakte, Forderung/Förderung der aktiven Partizipation vor allem seitens der Studierenden und die einfache Nachahmbarkeit (das Event wurde als Template für interessierte Kolleg*innen entwickelt).

 

i. Vorbereitung/Scouting für emerging researchers.

Studierende schnuppern das erste Mal Konferenzluft, erfahren im digitalen Kontext, wie Fachdidaktikkonferenzen ablaufen, lernen Konventionen und Usancen kennen. Ferner werden Sie weiters an die Wissenschaftlichkeit herangeführt, da alle Präsentationen strenger fachlicher Kriterien unterliegen.

 

 

 

Literatur

Arn, C., Bardill Arn, S., Eichhorn, T., Ulber, M., Arn, W., Vogelsanger, A., Kaiser, H., Jenny, J.-P., Walzik, S., & Enk, A. M. (2017). Agile Hochschuldidaktik (2., überarbeitete Auflage). Beltz Juventa.

 

 

Österreichische Hochschüler*innenschaft (2020): Executive Summary Digitaler Lehre an österreichischen Hochschulen zu Zeiten der COVID-19-Pandemie. Nicht-repräsentative Befragung von Studierenden durch die Österreichische Hochschüler_innenschaft, online unter:

www.oeh.ac.at/sites/default/files/executive_

summary_distance_learning_oh_03042020.pdf

(letzter Zugriff: 01.03.2022)

 

Höfler, E., Strasser, T., Buchner, J., & Weißenböck, J. (2020). Virtuelles Pubquiz: (K)ein Kahoot! mit Mehrwert. Medienimpulse, Bd. 58 Nr. 03, 33 Seiten Seiten. doi.org/10.21243/MI-03-20-22

 

 

Richter, Constance/Dunkhase, Philip (2020): Corona-Semester

Umfrage: Online-Umfrage mit UniNow. Hochschule Alen, Leuphana Universität Lüneburg, online unter: www.pressebox.de

pressemitteilung/hochschule-aalen-technik-und-wirtschaft/

Online-Umfrage-91-der-Studierenden-haben-Sorgen-zum-ersten-

Corona-Semester/boxid/1000419

(letzter Zugriff: 01.03.2022).

 

Schober, Barbara/Lüftenegger, Marco/Spiel, Christiane (2020):

Lernen unter COVID-19-Bedingungen: Erste Ergebnisse – Studierende, Universität Wien, online unter:

lernencovid19.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/p_lernencovid19/Zwischenergebnisse_Studierende.pdf

(letzterZugriff: 01.03.2022).

 

Stürmer, M. (2016). Digitale Nachhaltigkeit, was ist das? Welche Zusammenhänge bestehen zur Volksschule? Slideshare. de.slideshare.net/nice/open-data-in-der-schweiz

Mehrwert

Detaillierte Mehrwertsbegründung, siehe Beschreibung des Projektes oben.

Institutionsenübergreifende Lehrveranstaltung mit kollaoborativem Charakter, bei der Studierende den fachdidaktischen Horizont durch Peer-Feedbackmechanismen, hochwertigen Keynotes und aktiver Teilgabe im Kontext der eigenen Professionalisierung profitieren können.

 

Aus einer methodisch-didaktischen, aber auch professions- bzw. berufsfeldorientierten Perspektive, weist diese eingereichte Lehrveranstaltung folgende für den Lehrberuf äußerst relevante Anwendungspotenziale auf:

 

a. institutionenübergreifende Kollaboration

Ganz im Sinne des kollaborativen, curricular-stringenten Kontext der Verbundlehre, bricht diese Lehrveranstaltung curriculare Regionalismen auf und schafft inhaltliche Kongruenzen, fächerspezifische Inputs, die von Lehrenden und Studierenden aus unterschiedlichen Bundesländern gemeinsam im virtuellen Kontext erarbeitet bzw. reflektiert werden.

 

b. Diskursive Proximität

Durch den stark interaktiven und kommunikativen Charakter der LV (Messaging, Live-Chats, Live-Vorträge mit mehrkanaligen Artefakten, etc.) wird der Aspekt der diskursiven Sozialität bzw. Proximität (Höfler, Strasser et al 2020) geschaffen, das heißt man ist mit vielen Kolleg*innen im aktiven Austausch, erlebt Gemeinsames sehr immersiv.

 

c. Kennenlernen anderer institutioneller Kulturen

Studierende, aber auch Lehrende lernen durch dieses Format unterschiedliche Uni- und Hochschulkulturen aus fachlicher, aber auch organisational-diskursiver Sicht kennen. Dies fördert aus systemischer Sicht das Mindset, die Haltung der Protagonist*innen gegenüber der Lehramtsausbildung zu schärfen und ermöglicht einen Blick über den eigenen institutionellen Tellerrand.

 

d. Profitieren durch die Schwarmintelligenz durch Peer-Feedback.

Es findet didaktisch-kohärenter Wissenstransfer statt. Theorie wird mit Praxis verknüpft, indem Studierende gemeinsam mit den Lehrenden aktiv, eigene mehrkanalige Artefakte (kanonrelevant) berufsfeldspezifisch präsentieren und von Peers und Expert*innen kritisch reflektieren lassen (kollegiale Feedbackkultur). Es entsteht das Gefühl des gemeinsamen Produzierens, ein wichtiger Beitrag zur interaktiven Gruppendynamik in virtuellen Kontext.

 

e. Ubiquitäres Lernen

Volle Exploitation des ubiquitären Lernens durch strukturierte Instructional-Design-Mechanismen im Blended-Learning-Kontext (d.h. Abläufe/Strukturen der Konferenz grunden auf gängigen Designprinzipien, die auch Studierende kennenlernen und sie somit im eigenen beruflichen Handeln umsetzen können.) Somit ist das örtlich und dislozierte Lernen aufgrund dieses Formates ohne Probleme möglich und schafft neue länderübergreifende Dynamiken.

 

f. Nicht nur App-Feuerwerke

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden nicht nur Apps vorgestellt, sondern basierend auf wissenschaftlichen Evidenzen mit praktischen, berufsfeldspezifischen Überlegungen von Studierenden im didaktischen, unterrichtsperformativen Kontext vorgeführt. Die Apps/Technologien fungieren somit als Katalysator für das kreative Unterrichtsszenario.

 

g. bestehende Infrastrukturen bestmöglich ausschöpfen

Einsatz institutionell ohnehin vorhandener Infrastrukturen. Studierende erleben fully immersed, wie man digitale Umwelten für das eigene Didaktisierungsnarrativ einsetzen kann.

 

h. Digitale Nachhaltigkeit

Es wird auf digital-nachhaltige Weise (Stürmer 2016) gezeigt, wie man den Studierenden beibringt, ein professionsorientiertes Mindsets zu digitalen Medien in der Fachdidaktik zu entwickeln, weg von der empirisch konstatierten Konnotation des "emergency remote teaching" hin zur agilen digitalen Didaktik (Arn 2017). Somit wären nachhaltige Aspekte dieses Events die transparenten Strukturen (Zoom und Begleit-Lernmanagementsysteme), formale und fachliche Richtigkeit der präsentieren Artefakte, Forderung/Förderung der aktiven Partizipation vor allem seitens der Studierenden und die einfache Nachahmbarkeit (das Event wurde als Template für interessierte Kolleg*innen entwickelt).

 

i. Vorbereitung/Scouting für emerging researchers.

Studierende schnuppern das erste Mal Konferenzluft, erfahren im digitalen Kontext, wie Fachdidaktikkonferenzen ablaufen, lernen Konventionen und Usancen kennen. Ferner werden Sie weiters an die Wissenschaftlichkeit herangeführt, da alle Präsentationen strenger fachlicher Kriterien unterliegen.

 

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

Das Konzept ist als Template konzipiert, sodass andere Institutionen auch in anderen Fachbereichen das Konzept im Narrativ der Distance-learning-Didaktik übernehmen können. Es dient als fachdidaktisches/fachwissenschaftliches Blueprint für die Lehrer*innenausbildung im Kontext Distance-Learning. Somit stellen die LV-Leiter*innen den gesamten Kurs mit sämtlichen didaktischen Anleitungen als Learning-Management-System-Template und als interaktives eBook als OER-Lizenz den Lehrenden zur Verfügung = Disseminative Nachhaltigkeit.

Aufwand

transparente Informationsmechanismen; Einholen der Genehmigung eines instiutionenübergreifenden LV-Formates (gering). Kollegialer Austausch, Planung, mehrere Planungssessions (überschaubar, aber fruchtend).

Positionierung des Lehrangebots

*Verbundstudium Nord-Ost (Pädagogische Hochschule Wien/Universität Wien): 1 x Wahlfach Seminar Bachelor of Education 120004-1 UE BEd 10: Wahlbereich für Studierende des Lehramts (PM) - PH Wien (2021W), Freies Wahlfach: Technology Enhanced Language Learning (TELL) I ab dem 2. Semester möglich

* Private Pädagogische Hochschule Burgenland; Proseminar Bachelor of Education ENE01001PA Introduction to Communicative Language Teaching I 3. Semester

*Cluster Mitte, Universität Salzburg: Bachelorstudium Lehramt, Unterrichtsfach Englisch, Modul E B 3: Fachdidaktik II: Developing Teaching Concepts (343.115) I I ab dem 5. Semester

 

Links zu Social Media-Kanälen
Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2022 nominiert.
Ars Docendi
2022
Kategorie: Lehre und Digitale Transformation
Ansprechperson
Thomas Strasser, Hochschulprofessor Univ.-Lektor Mag. Dr.
Zentrum für Lerntechnologie und Innovation, Pädagogische Hochschule Wien, Institut für übergreifende Bildungsschwerpunkte (IBS)
+4369911839966
Nominierte Person(en)
Thomas Strasser, Hochschulprofessor Univ.-Lektor Mag. Dr.
Zentrum für Lerntechnologie und Innovation, Pädagogische Hochschule Wien, Institut für übergreifende Bildungsschwerpunkte (IBS)
Mag.a Julia Weißenböck, MSc, BA
Fachbereich Anglistik & Amerikanistik | Fachdidaktik Englisch
Themenfelder
  • Curriculagestaltung – Inhalt
  • Didaktische Methode
  • Erfahrungslernen
  • Neue Medien
  • Sonstiges
Fachbereiche
  • Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften