Pädagogische Hochschule Wien
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In Beziehung trotz Distance Learning: Motivierende digitale Hochschullehre durch systematisches Instructional Design

Ziele/Motive/Ausgangslage

Studierendenbefragungen in Österreich zeichnen im Zusammenhang mit Distance Learning ein geteiltes Bild. Beispielsweise berichtet Mair (2021), dass der überwiegende Teil der Studierenden mit Distance Learning gut zurechtkäme, während andere wiederholt eine unzulängliche oder gar „fehlende mediendidaktische Kompetenz“ eines beträchtlichen Teils der Lehrenden beklagen (Gabriel & Pecher 2020; Karall et al. 2020 in: Pausits et al. 2021: 50). Besonders der Austausch mit der Lehrveranstaltungsleitung bzw. anderen Kolleg*innen war laut Berichten stark eingeschränkt oder fehlte schlichtweg zur Gänze (Kopp 2021; Karall et al. 2020; Schober, Lüftenegger & Spiel 2020). Jedoch sollte gerade diese soziale Interaktion in virtuellen Lernumgebungen eine zentrale Rolle spielen, da dies nicht nur die allgemeine Zufriedenheit der Teilnehmer*innen steigert, sondern sich auch positiv auf deren Motivation und Lernen auswirken kann (Swan 2005; Richardson & Swan 2003). Angesichts dieser Ausgangslage stellte sich daher die Frage, wie es gelingen kann, auch im Distance Learning – und besonders während asynchroner Phasen – soziale Beziehung und Interaktion herzustellen, die Studierende nachhaltig motiviert.

 

Um oben genanntes Ziel zu erreichen, wurde der Moodle-Kurs der Lehrveranstaltung „ELT Foundations 2“ seit dem Sommersemester 2020 mediendidaktisch stetig weiterentwickelt. Die dafür verwendete didaktische Verflechtung eines Instructional Design Modells (Keller 1983) mit den Kompetenzzielen des European Portfolio for Student Teachers of Languages (Newby et al. 2007) und Blooms Taxonomie (Anderson & Krathwohl 2001) brachte eine motivierende Lernumgebung hervor, die lernförderliche Interaktionen zwischen den Teilnehmer*innen auch während asynchroner Phasen möglich machte. Laut kursinterner Evaluierungen von Studierenden erwiesen sich hierbei vor allem fünf Designelemente als besonders hilfreich: Die abwechslungsreiche Verwendung von Educational Apps, der vermehrte Einsatz von Video-Tutorials, innovative digitale Feedbackstrategien, die wiederholte Möglichkeit zur Selbst-Evaluation und Partizipation am Kursdesign sowie die generelle Wahrnehmbarkeit der Lehrperson im Kurs, insbesondere jedoch im Rahmen von kollaborativen E-Learning Aktivitäten. Diese mediendidaktischen Weichenstellungen bewirkten nebst hoher Motivation und gesteigerter Leistung der Studierenden eine effizientere Differenzierung in der Lehre, durch die auf die Teilnehmer*innen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen intensiver eingegangen werden konnte. Die Aufgabenstellungen im Kurs orientierten sich weiters an den Kategorien des Europäischen Referenzrahmens für digitale Kompetenzen (Carretero, Vuorika & Punie 2017), was zu den fachdidaktischen Kompetenzzielen der Lehrveranstaltung noch einen technologischen Mehrwert hinzufügte, den Studierende in ihrem zukünftigen Unterricht nutzen können.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Die mediendidaktische Weiterentwicklung des Moodle Kurses der Lehrveranstaltung „ELT Foundations 2“ im Bachelorstudium Unterrichtsfach Englisch versucht den sozialen Aspekt von Lernen mittels systematischem Instructional Design in Distance Learning Szenarien zu etablieren. Diese Innovation kann durch fünf Maßnahmen nachweislich gelingen: (1) Die Verwendung von Educational Apps, (2) personalisierte Video-Tutorials, (3) systematische Feedbackstrategien, (4) iterative Selbstevaluations-Tools und (5) Teacher Presence. Das Zusammenwirken dieser fünf Elemente ermöglicht auch in asynchronen Phasen, dass sich virtuelle Lerngemeinschaften bilden, in denen Studierende mit- und voneinander lernen und gleichzeitig ihre sozialen Kompetenzen weiterentwickeln. Dabei steht die Anwendung von fachdidaktischem Wissen auf Situationen der schulischen Praxis stets im Mittelpunkt. Die beschriebenen Maßnahmen wirken motivierend und ermöglichen es, über verschiedene Kanäle auf die heterogenen Bedürfnisse der Teilnehmer*innen einzugehen. Studierende erwerben in diesem Setting fachdidaktische Kompetenzen und können ebenso an der Kursgestaltung durch formatives Feedback aktiv partizipieren. Gleichzeitig wird die Entwicklung ihrer digitalen Fertigkeiten, wie sie im Europäischen Referenzrahmen für digitale Kompetenzen beschrieben sind, gefördert.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The methodological advancement of the Moodle course “ELT Foundations 2” in the bachelor program of English Language Teacher Education aims to firmly root the social aspect in remote learning by means of a systematic instructional design. This is demonstrably achieved through five provisions: (1) the use of educational apps, (2) personalized video tutorials, (3) systematic feedback strategies, (4) recurring self-evaluation tools and (5) teacher presence. Their combined effect allows for the formation of virtual learning communities, in which students learn from each other and refine their social competences in the process, even during asynchronous phases. In this context, applying theoretical knowledge to educational practice represents a central learning objective. Said provisions are highly motivating and make it possible to consider the participants’ diverse needs. Furthermore, students acquire methodological competencies in this setting and get to participate actively in the course’s design. At the same time, they enhance their digital literacy, as described in the European Framework of Reference for Digital Competences.

Nähere Beschreibung des Projekts

1. Innovative digitale Hochschuldidaktik

 

Durch den Ausbruch der COVID-19 Pandemie und dem damit einhergehenden Distance Learning hat die soziale Interaktion zwischen Studierenden und Lehrenden als auch deren Motivation stark gelitten (Kopp 2021; Karall et al. 2020; Schober, Lüftenegger & Spiel 2020). Obwohl die qualitätsvolle Integration sozialer Aspekte in virtuelle Lernumgebungen (fortan: VLU) immer eine gewisse Herausforderung darstellt, hat der während des Distance Learnings zum Vorschein gekommenen mediendidaktischen Aufholbedarf vieler Lehrender die Situation erheblich erschwert (Gabriel & Pecher 2020; Karall et al. 2020; Mair 2021). Aus diesem Grund wurde der Moodle-Kurs der Lehrveranstaltung „ELT Foundations 2“ im Bachelorstudium Unterrichtsfach Englisch seit dem Sommersemester 2020 mithilfe eines Instructional Design Modells mediendidaktisch weiterentwickelt, um den sozialen Aspekt von Lernen durch geeignete digitale Aktivitäten zu stärken und so den Studierenden zu vermitteln, dass auch an VLUs „real people“ partizipieren (Swan 2005: 20; Richardson & Swan 2003). Aus dem verwendeten Instructional Design erwuchsen fünf förderliche Maßnahmen:

 

- Abwechslungsreiches Lernangebot durch Educational Apps

- Personalisierte Video-Tutorials

- Systematische Feedbackstrategien

- Iterative Selbstevaluations-Tools

- Teacher Presence

 

Die Integration dieser Punkte in der digitalen Hochschuldidaktik stellt eine Innovation dar, als dass sie als erstrebenswerter mediendidaktischer Standard die oftmalige Verwendung von Lernplattformen als reine Dokumentenablage (Strasser 2011) ablöst und so den digitalen Raum für studierendenzentrierte sozialkonstruktivistische Lernformen sinnvoll erschließt. Studierende können dadurch in VLUs qualitätsvoll gecoacht und begleitet werden und erleben digitale Lernräume als soziale Treffpunkte, in denen eine Vielzahl an kompetenzorientierten Interaktionen zur persönlichen Professionalisierung stattfindet.

 

Methodisch-didaktischer Ausgangspunkt dieses Projekts war Kellers ARCS Modell, welches eine Sammlung forschungsbasierter Motivationsstrategien aus den Kategorien Attention, Relevance, Confidence und Satisfaction umfasst, und der dem ARCS Modell innewohnende Motivational Design Prozess, durch den man treffsichere Motivationsstrategien für eine Lerngruppe entwickeln kann (Keller 1983/1987/2016; Keller & Suzuki 2004). Zur mediendidaktischen Weiterentwicklung des vorhin genannten Moodle-Kurses wurden die Schritte des Motivational Design Prozesses befolgt:

 

- Define/Design: Die Auswahl geeigneter Strategien aus allen vier ARCS Bereichen, die für die Studierendengruppe geeignet erschienen, ermöglichte eine ausgewogene Mischung an Motivationsstrategien in der VLU (Keller 1987/2016). Auf die konkreten Strategien des ARCS Modells wird hier aus Platzgründen nur mittels Signatur verwiesen (cf. Links zum Projekt).

- Develop/Evaluate: In der Develop-Phase wurden die oben erarbeiteten Strategien in die Lehre integriert (Keller 1987/2016). Hierfür wurden Moodle-integrierte Aktivitätstypen sowie externe Educational Apps herangezogen. Zur Qualitätssicherung wurden in den Kurs drei formative Feedbackumfragen eingegliedert, in denen Teilnehmer*innen über förderliche und hemmende Aspekte diverser Aktivitäten berichten konnten.

 

2. Kompetenzorientierung

 

Basierend auf den bereits erwähnten ARCS Strategien, wurden kollaborative E-Learning Aktivitäten im Kurs angelegt, die den Kompetenzerwerb aus den Bereichen „Teaching Reading“, „Teaching Speaking“, „Teaching Writing“ und „Teaching Grammar“ im sozio-konstruktivistischen Sinne ermöglichten (Vygotsky 1978). Die Aufgaben im Kurs fußten einerseits auf den Kompetenzzielen des European Portfolio for Student Teachers of Languages (Newby et al. 2007) und bildeten weiters zwei aufeinander aufbauende Kategorien kognitiver Fertigkeiten im Sinne Blooms: Aufgaben kognitiv niedriger Ordnung und Aufgaben kognitiv höherer Ordnung (Anderson & Krathwohl 2001). Die erste Kategorie bestand aus konsolidierenden Tasks, die die Teilnehmer*innen allein bewältigen konnten. Hierzu zählten die Moodle-Aktivitätstypen Glossar, Quiz, Lektion und Wiki sowie vom Lehrveranstaltungsleiter (fortan: LVL) erstellte Sequenzierung- und Klassifizierungsaufgaben auf learningapps.org. Die zweite Kategorie umfasste jene kollaborativen Aktivitäten, die in ihren Aufgabenstellungen den sozialen Aspekt von Lernen in den Mittelpunkt rückten und durch die Teilnehmer*innen Problemlösungskompetenz mittels Analysieren, Evaluieren und Kreieren trainieren konnten (cf. ARCS A1.2, A6.1, R4.1, R4.2, R4.3):

 

- Forum: Dieses Modul wurde regelmäßig für Diskussionen und Reflexionsaufträge genutzt, Studierende diskutierten Fallstudien, Textinputs oder Fokusfragen in Kleingruppen. Darüber hinaus wurde ein Kursforum zur kursinternen Kommunikation eingerichtet.

- Gegenseitige Beurteilung: In dieser Peer Assessment Aktivität beurteilten Studierende ihre Unterrichtssequenzen mittels eines Beurteilungsrasters und mussten untereinander verbal Feedback geben. Die Aufgabenstellung förderte neben dem Erwerb fachlicher auch den sozialer Kompetenzen.

- Datenbank: Studierende erstellten gemeinsam eine Datenbank, in die sie ihr schriftliches Feedback auf eine fiktive Schreibperformanz eines Schülers hochluden. Im Anschluss kommentierten sie die Einträge anderer und tauschten so Ideen aus.

- Wiki: Wikis wurden im Kurs für diverse Analyseaufträge (Aufgabenstellungen, Schulbuchauszüge) oder zur Planung von Unterrichtssequenzen verwendet.

- Padlet: Dieses externe App wurde zum Sammeln von Einsichten, Fragestellungen und Kommentaren hinsichtlich des Fachcurriculums Englisch verwendet.

- Google Drive: Diese externe App diente zur kollaborativen Annotation und Analyse von Schulbuchauszügen. Auch auf Kommentare von anderen konnte geantwortet werden.

- VoiceThread: Diese externe App wurde im Rahmen einer Simulation verwendet. Die Studierenden mussten auf eine fiktive Schreibperformanz mündlich reagieren, so als ob ihr Feedback für eine/n 12-jährige/n Schüler*in bestimmt wäre. Durch die Aufnahmefunktion der App konnten Studierende ihr theoretisches Wissen in einem sicheren Rahmen praktisch anwenden und Feedbacks von Kolleg*innen anhören.

- Aufgabe: Diese Moodle-Aktivität wurde zur Abgabe einzelner Portfolioteile verwendet, welche die Hauptgrundlage für die Gesamtbeurteilung darstellten.

 

Beide App-Kategorien, jene niederer sowie höherer kognitiver Ordnung, bildeten somit das gesamte Spektrum des Bloom‘schen Kompetenzmodells in der VLU ab, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf konkreten praktischen Anwendungsszenarien für theoretisch-methodisches Wissen lag.

 

3. Studierendenzentrierung und Heterogenität

 

Das abwechslungsreiche Lehrangebot durch kollaborative Educational Apps berücksichtigt das unterschiedliche Vorwissen der Studierenden und ermöglicht verschiedene potenzielle Anknüpfungspunkte zur individuellen Kompetenzerweiterung. Die diversen Funktionsweisen der Applikationen bedienten ein heterogenes Spektrum an Lernstilen sowie die Möglichkeit der intensiven sozialen Interaktion. (cf. ARCS R1.1)

 

Als weitere studierendenzentrierende Maßnahme wurden in jeder Lehreinheit vom LVL produzierte Einführungsvideos eingebettet, durch die Arbeitsaufträge, Lernziele als auch digitale Kompetenzen, die die Studierenden für die zugehörigen E-Learning Aktivitäten benötigten, vermittelt wurden. Bei Bedarf wurden zusätzlich noch weitere Video-Tutorials integriert, wenn im Kurs komplexere Educational Apps verwendet wurden. (cf. ARCS C1.1, R3.1, R3.2)

 

Zusätzlich stellte die gewählte Feedbackstrategie Lernende und deren diverse Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Beim sogenannten „Video-Feedback“ wurden mittels Screencasts (Bildschirmaufnahmen) die Entwürfe eines/er Studierenden am Bildschirm der Lehrperson besprochen und anschließend über private Links zugänglich gemacht. Bei Moodle-Einreichungen, die bereits beurteilt wurden, stellte der LVL im Nachhinein handschriftliche Annotationen (mittels Stylus auf einem Tablet) gemeinsam mit einer schriftlichen Zusammenfassung digital zur Verfügung. Die Beurteilung war somit immer transparent und klar nachvollziehbar. Darüber hinaus boten die bereits erwähnten formativen Feedbackumfragen den Studierenden die Möglichkeit am Kursdesign aktiv zu partizipieren. (cf. ARCS C 1.2, S3.1, S3.2, S3.3, S3.4)

 

Zuletzt sei auch noch die starke Teacher Presence, also die Wahrnehmbarkeit der Lehrperson im Kurs, erwähnt, durch die auf die Studierenden individuell eingegangen werden konnte: Zusätzlich zu den Video-Tutorials nahm der LVL an fast allen Diskussionsforen und kollaborativen Analyseaufgaben teil, diskutierte mit und stellte weiterführende Reflexionsfragen. Somit war es möglich, das unterschiedliche Vorwissen der Teilnehmer*innen in der Diskussion zu berücksichtigen und darauf adäquat zu replizieren. Weiters war der LVL während asynchroner Lernphasen für die Studierenden neben E-Mail auch über Instant-Messaging-Dienste zeitnah erreichbar (z. B. Moodle-Messenger, Moodle-Chat, Kursforum), um auf Studierendenanliegen unmittelbar reagieren zu können. (cf. ARCS S3.2, S3.3)

 

4. Europäische und internationale Ausrichtung

 

Die beschriebenen digitalen Maßnahmen sind in internationalen Lehrkontexten erfolgreich anwendbar. Sie stärken nachweislich die soziale Komponente in VLUs und entwickeln mindestens die Kompetenzbereiche „Informations- und Datenkompetenz“ (Handling der Lernplattform, Interaktion mit diversen digitalen Artefakten), „Kommunikation und Kooperation“ (Forumsdiskussionen, Gegenseitige Beurteilung, formative Feedbacks, kollaborative Arbeits- und Analyseaufträge) und „Gestalten und Erzeugen digitaler Inhalte“ (Abgaben, Erstellen von Annotationen, Wikis, etc.) des europäischen Referenzrahmens (Carretero, Vuorika & Punie 2017) für digitale Kompetenzen weiter. Das beschriebene Maßnahmenpaket leistet somit einen wertvollen Beitrag zur hochschulischen Mediendidaktik und sollte nach der Erfahrung des Autors in keiner VLU fehlen.

Mehrwert

• Erfolgreich Beziehung herstellen auch in asynchronen Lernphasen

• Stärkung des sozialen Aspektes von Lernen in der digitalen Hochschullehre

• Motivierende Lernumgebung durch systematisches Instructional Design

• Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen seitens der Teilnehmer*innen basierend auf den Europäischen Referenzrahmen DigComp bzw. DigCompEdu

• Multimediale Inhalte sprechen diverse Lernstile an

• Arbeits- und Organisationserleichterung für Studierende und Lehrende durch automatisierte Prozesse der Lernplattform (Abgabetermine, Benachrichtigungen, Kalenderfunktion, etc.), verfügbar auch als mobile App-Version (Handy, Tablet)

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

• Die beschriebenen Maßnahmen sind prinzipiell in jede virtuelle Lernumgebung/Lehrsituation implementierbar und individuell adaptierbar.

• Das beschriebene Projekt wird bereits seit dem Sommersemester 2020 vom Autor eingesetzt und stetig weiterentwickelt. Im aktuellen Kurs wurde beispielsweise ein neues Gamification-Element integriert, durch welches Studierende im Rahmen der E-Learning Aktivitäten sogenannte Experience-Points sammeln. Abhängig von ihrem Fortschritt erreichen sie dabei ein immer höheres Level, was mittels unterschiedlicher Badges auf der individuellen Kursoberfläche angezeigt wird. Ziel dieses Ansatzes ist es abermals Studierende auch über diesen Weg zusätzlich zu motivieren.

• Die beschriebenen Maßnahmen wurden auch in andere online Hochschulkurse integriert.

• Ein direktes Nachfolgeprojekt ist das Wahlfach „Technology Enhanced Language Learning“, in dem Studierenden beigebracht wird qualitätsvolle E-Learning Kurse selbst zu erstellen und unter Berücksichtigung des sozialen Aspektes von Lernen zu didaktisieren. Dies stellt die Nachhaltigkeit dieser Art der Mediendidaktik sicher.

Aufwand

• Das Projekt ist zu Beginn zeit- und arbeitsintensiv (z.B. Videoproduktion, Feedback, Konfiguration des Moodle-Kurses, etc.), was jedoch durch die gesteigerte Lernleistung und Motivation der Studierenden unmittelbar belohnt wird. Auch soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass sich mit der Zeit eine gewisse Arbeitsroutine einstellt, was den anfänglichen Zeit- und Arbeitsaufwand langfristig drastisch reduziert.

• Prinzipiell ist es möglich, das Projekt ohne Mehrkosten durchzuführen. Eine professionelle Videoschnittsoftware ist sicher von Vorteil bei der Produktion von Video-Tutorials, jedoch ist hier Freeware ebenfalls eine mögliche Option (z.B. Screencast-O-Matic).

• Die Lernplattform Moodle ist eine Open-Source Software und verursacht keine Kosten.

• Educational Apps sind zum größten Teil ebenfalls gratis bzw. sind bei kostenpflichtigen Apps meist gratis Testversionen oder Educational Plans verfügbar.

Positionierung des Lehrangebots

Das Projekt wurde im Rahmen der prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung „ELT Foundations 2“ im Bachelorstudium Unterrichtsfach Englisch im Verbund Lehramt-Ost realisiert und richtet sich an Studierende im 5. Semester.

Links zu der/den Projektmitarbeiter/innen
Links zu Social Media-Kanälen
Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2022 nominiert.
Ars Docendi
2022
Kategorie: Lehre und Digitale Transformation
Ansprechperson
Dr. Ronald Kemsies
Institut für Allgemeinbildung in der Sekundarstufe
+431601183906
Nominierte Person(en)
Dr. Ronald Kemsies
Institut für Allgemeinbildung in der Sekundarstufe
Themenfelder
  • Neue Medien
  • Didaktische Methode
Fachbereiche
  • Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften