Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Innrain 52, 6020 Innsbruck
Weitere Beispiele der Hochschule

Forschungslabor: Ausstellungsprojekt - Medizingeschichte im Montafon

Würdigung der Jury

Die Jury würdigt mit dem Format des Forschungslabors eine Übung für Masterstudierende der Geschichte, die auf bemerkenswerte Weise die Ausrichtung auf die vielbeschworene Third Mission wissenschaftlicher Forschung umsetzt. Dass historische Forschung nicht dauerhaft von Bildungsfragen zu isolieren ist, wird hier nicht als Feiertagsrhetorik dargelegt, sondern in einem Public-History-Projekt umgesetzt, das den teilnehmenden Studierenden zugleich die Möglichkeit konkreter Forschung als auch der adressatengerechten Vermittlung von Forschungsergebnissen ermöglicht. Besonders überzeugend ist für beide Ausrichtungen die Konzentration auf die Region des Montafon (Vorarlberg). Einerseits wurden hierzu medizin- mit regionalgeschichtlichen Forschungen in Quellen- und Archivarbeit wie in Oral-History-Interviews verbunden, andererseits eine museologische Aufarbeitung im Rahmen einer Sonderausstellung in lokalen Museen des Montafon projektiert. Diese Möglichkeit wurde zwar eröffnet durch Verabredungen und Vorplanungen zwischen der Museums- und der Forschungslaborleitung. Die Rolle der Studierenden erschöpfte sich aber nicht darin, bereits abgestimmte Linien des Wissenstransfers auszugestalten. Vielmehr ergänzten sie durch ihre interessengeleiteten Studien das Spektrum der medizinhistorischen Themen für die Region deutlich, wobei die Spannweite der Einzelstudien auch eine Vorstellung von Umfang und Heterogenität regionaler Medizindiskurse der Vergangenheit vermittelt. Unter Pandemiebedingungen gelang durch geschickte Arrangements tatsächlich eine diversifizierte Material-, Text- und Konzepterstellung durch sämtliche Studierende, die im Sommer 2022 in den beteiligten Museen als Ausstellung umgesetzt werden wird. Im Rahmen studentischer Peer-Verfahren wurde dabei der publikumswirksamen Aufarbeitung der museumsdidaktischen Texte besondere Aufmerksamkeit zuteil; für die weitere Mitwirkung an der musealen Präsentation werden Studierenden fakultativ Praktikumsoptionen eröffnet. Zwar basiert das erfolgreiche Lehrprojekt mit den lokalen Sonderausstellungen auf Gelegenheiten, die sich in dieser konkreten Form nicht wiederholen lassen. Jedoch gibt das Laborprojekt ein hervorragendes Beispiel, wie forschungsorientierte Lehre durch geschickte Kooperationen in der Region weitere Dimensionen sozialer Praxis avisieren kann.

Univ.-Prof. Dr. Michael Kämper-van den Boogaart
Humboldt-Universität zu Berlin

Ziele/Motive/Ausgangslage

Das Lehrveranstaltungsformat „Forschungslabor“ soll den Master-Studierenden die Möglichkeit bieten Einblicke in diverse historische Arbeitsfelder und die unterschiedlichen wissenschaftlichen Arbeitsweisen zu erlangen. Ausgehend vom Konzept der forschungsgeleiteten Lehre entstand Anfang des Jahres 2021 die Idee, dem pandemiebedingt gesteigerten Interesse der breiten Bevölkerung entgegenzukommen und gemeinsam mit den Montafoner Museen/Vorarlberg eine regionale Ausstellung zur Geschichte der Medizin zu konzipieren. Die Studierenden sollten so nicht nur relevante Stakeholder in der Region Westösterreich kennenlernen, sondern aktiv in die Ausstellungsgestaltung eingebunden werden. Von der Auswahl der inhaltlichen Schwerpunkte, der wissenschaftlichen Recherche, der didaktischen Umsetzung bis hin zur Textgestaltung sollten die Studierenden den Entwicklungsprozess einer Ausstellung mitgestalten. Damit würde – so die Motivation – den Studierenden mit der Museologie nicht nur ein potentielles Arbeitsfeld in all seinen Facetten präsentiert, sondern durch die eigenständige Recherche für „ihre Ausstellung“ auch die Grundlagen der historischen Forschungsarbeit vertieft werden. Wichtig war der Lehrveranstaltungsleiterin, dass die erarbeiteten Inhalte nicht exklusiv im „Elfenbeinturm“ der Universität verhandelt wurden, sondern das Informationsbedürfnis einer breiteren Öffentlichkeit abdecken würden. Die Studierenden sollten somit sensibilisiert werden, dass Geschichtswissenschaft nicht zum Selbstzweck existieren kann, sondern stets einen Bildungsauftrag erfüllt. Diese Prinzipien der Third Mission sollten die Studierenden kennen und umsetzen lernen. Darüber hinaus wollte die Lehrveranstaltungsleiterin der Kritik von Studierenden begegnen, dass ihre wissenschaftlichen Arbeiten lediglich für die „Schublade“ der Professoren geschrieben würden und die Reichweite somit minimal sei. Das erlebten viele Studierende als frustrierend, Arbeiten wurden deshalb oft als lästige Pflichtübung wahrgenommen. Die Studierenden sollten in der Lehrveranstaltung die Erfahrung machen, dass ihre Arbeiten einen Mehrwert haben, denn die gesamte inhaltliche Gestaltung der Ausstellung orientierte sich an ihren Recherchen. Mit der Möglichkeit zur Publikation ihrer Texte im wissensch. Begleitband zur Ausstellung wurde den Studierenden eine weitere Sichtbarmachung ihrer Arbeit geboten. Die Lehrveranstaltung sollte sinnstiftend, praxisnah und fachlich vertiefend die Skills der angehenden Historiker*innen schulen und ihnen so idealerweise einen Startvorteil am Arbeitsmarkt verschaffen. Essentiell an dieser Lehrveranstaltung war die Handlungsorientierung, das Learning-by-doing. Die Studierenden sollten nicht primär von der LV-Leiterin lernen, sondern durch Anleitung und im Rahmen der Vorgaben selbst ihren Erfahrungsschatz erweitern. Die Lehrveranstaltungsteilnehmer*innen inklusive LV-Leiterin sollten sich als ein Team definieren, das auf Augenhöhe gemeinsam an einer Thematik arbeitet.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Das Thema Medizingeschichte im ländlichen Raum steht im Zentrum der Sonderausstellung 2022 der Montafoner Museen/Vorarlberg. In Kooperation mit dem erfahrenen Museumsteam und der Medizinhistorikerin Marina Hilber nahmen die Studierenden die Rolle der Ausstellungsmacher*innen ein und erarbeiteten nicht nur relevante medizinhistorische Inhalte, etwa zur medizinischen Infrastruktur, medizinischen Berufsgruppen und regionalspezifischen Aspekten von Gesundheit und Krankheit in dieser Vorarlberger Region, sondern konnten auch gestalterisch bei der museologischen Konzeption aktiv werden. Dadurch wurden nicht nur Fähigkeiten in der Archiv- und Quellenrecherche geschult, sondern darüber hinaus auch museologische Grundkenntnisse aufgebaut. Die Studierenden Seite 4 von 9 beteiligten sich zudem als Autor*innen wissenschaftlicher Texte für den Ausstellungskatalog und konnten somit erste Publikationserfahrung sammeln. Das Ausstellungsprojekt – Medizingeschichte im Montafon bot durch seine forschungsgeleitete und anwendungsorientierte Ausrichtung spannende Einblicke in die Praxis geschichtswissenschaftlicher Arbeitsfelder außerhalb der Universität.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The topic of medical history in rural areas is at the centre of the special exhibition 2022 of the Montafon Museums/Vorarlberg. In cooperation with the experienced museum team and the medical historian Marina Hilber, the students took on the role of exhibition makers and not only researched relevant medical-historical content, for example on the medical infrastructure, medical professional groups and region-specific aspects of health and illness in this Vorarlberg region, but were also able to be active in the design of the museological concept. This not only trained them in archival research skills, but also built up a basic knowledge of museology. The students also participated as authors of scientific texts for the exhibition catalogue and were thus able to gain their first publishing experience. Through its research-driven and application-oriented set-up the exhibition project - Medical History in the Montafon offered exciting insights into the practice of historical work outside the university.

Nähere Beschreibung des Projekts

Die Ausgangslage

In Kooperation mit Dr. Michael Kasper, dem Leiter der Montafoner Museen/Vorarlberg entstand die Idee eine öffentlichkeitswirksame Sonderausstellung mit regionalen medizinhistorischen Inhalten zu gestalten und die unterschiedlichen Standorte der Montafoner Museen damit im Sommer 2022 zu bespielen. Die Übung „Forschungslabor“, die im Masterstudium für Geschichte an der Universität Innsbruck, forschungsgeleitete Lehre bieten soll, wurde als das geeignete Format erachtet, um die Ausstellung mit studentischer Einbindung zu realisieren. Zeitlich stand nur das Wintersemester 2021/22 zur Verfügung, eine Verteilung über zwei Semester war aus studientechnischen Gründen nicht machbar. Der kurze Zeitraum brachte zwar einerseits einen zugegebenermaßen erhöhten Druck mit sich, die Deadlines mussten eingehalten werden. Die Studierenden bekamen so auch Einblick in den oftmals stressigen Arbeitsalltag im Ausstellungs- und Forschungsbetrieb. Andererseits, erlaubte es ein sehr konzentriertes und fokussiertes Arbeiten an den Inhalten, Leerlaufphasen wurden minimiert. Von Seiten der Lehrveranstaltungsleiterin und den Montafoner Museen wurden gezielt Vorarbeiten geleistet, um die Umsetzung innerhalb eines Semesters zu gewährleisten und somit die positive Absolvierung der Lehrveranstaltung prinzipiell in Aussicht zu stellen. Es wurden so beispielsweise potenzielle Quellenbestände in Vorarlberger und Tiroler Archiven, aber auch private Nachlässe ausfindig gemacht, vorab gesichtet, digitalisiert, teilweise transkribiert und thematisch geordnet. So wurden klar thematisch klar abgegrenzte Workloads kreiert, was die Bearbeitbarkeit der einzelnen Themen erleichterte und innerhalb der gegebenen Zeit möglich machte. Vordefiniert war auch der grobe Zeitplan bis zur Ausstellungseröffnung, der entlang von verschiedenen Milestones unsere Arbeiten strukturierte. Die Umsetzung Die Lehrveranstaltung fand zu Beginn des Semesters wöchentlich (1,5 Stunden) statt, wir trafen uns zunächst in Präsenz, pandemiebedingt kam später im Semester die Umstellung auf den virtuellen Unterricht, was allerdings kein größeres Problem für die Gruppe darstellte, die bis dahin bereits ein eingespieltes Team war. Zunächst erhielten die Studierenden allgemeine thematische Inputs in die Geschichte der Medizin und erarbeiteten sich anhand von Forschungsliteratur die Grundlagen der Regionalgeschichte des Montafons, um die lokale Verortung der Ausstellung kennenzulernen. Obwohl die LV-Leiterin in Kooperation mit den Montafoner Museen bereits eine Liste mit möglichen Themen ausgearbeitet hatte, wurden die Studierenden aktiv in die Konzeption der Inhalte eingebunden, sie erweiterten den Themenpool nach ihren eigenen Forschungsinteressen. In gezielten Schreibübungen wurden die Studierenden auch darin geschult, einen Perspektivenwechsel zu vollziehen und „Besucher*innenorientiert“ zu schreiben und die historischen Inhalte verständlich und konzise „an die Frau/den Mann“ zu bringen. Die Studierenden fanden sich schließlich zu 2er-Teams zusammen und wählten jene Themen aus, die sie bearbeiten wollten. Es wurde gemeinsam an Forschungsfragen und Grundthesen gearbeitet und ein Plan für die folgende Recherchephase erstellt. Stets waren die Studierenden in engem Austausch untereinander sowie mit der LV-Leiterin. Auf die ersten fünf thematisch einführenden und organisatorischen Einheiten folgte eine einmonatige erste Recherchephase, in welcher die Studierenden die ihnen bereitgestellten Quellenbestände erarbeiteten oder selbst im Archiv sichteten. Bei einem ganztägigen Blocktermin wurden erste Ergebnisse präsentiert, aber vor allem forschungspraktische Probleme diskutiert. Darauf folgte eine weitere intensive Erarbeitungsphase, in der sich die Studierenden Gedanken über die Präsentation ihrer Themen in der Ausstellung machten. Beim zweiten ganztägigen Blocktermin, der ursprünglich vor Ort im Montafon, im Schrunser Heimatmuseum, stattfinden sollte, pandemiebedingt aber virtuell abgehalten werden musste, hatten die Studierenden die Gelegenheit ihre Ideen zu präsentieren und das Feedback des Museumsleiters Dr. Michael Kasper einzuholen. Zudem erhielten die Studierenden eine virtuelle Führung durch die Ausstellungsräumlichkeiten, um ein Gefühl für die räumlichen und technischen Gegebenheiten vor Ort zu erhalten. Es folgte die Ausarbeitungsphase der individuellen Texte, die Anfang Jänner ALLE als erste Drafts vorlagen (das ist mir als LV-Leiterin noch nie passiert, dass sämtliche Studierenden ihre Texte am anvisierten Termin abgeben! Das Commitment von Seiten der Studierenden war extrem hoch!) In den im Jänner 2022 folgenden wöchentlichen Sitzungen wurden die Texte einem kollegialen Peer- Review-Verfahren unterzogen, überarbeitet und Anfang Februar lagen alle finalisierten Texte zur Abgabe an den Verlag vor. Die intensive Auseinandersetzung mit ihren Texten am Ende des Semesters ging wesentlich über die übliche Textbeschäftigung hinaus. Es wurde gemeinschaftlich an Formulierungen gebastelt, Korrekturen durchgeführt, Inhalte gestrafft und leser*innenfreundlicher gestaltet. Die Studierenden zeigten nicht nur in den individuellen wissenschaftlichen Recherchen immensen Eifer, sondern auch bei diesem Arbeitsschritt. Sie wollten ihre Texte „auf Hochglanz polieren“ und haben dabei sehr viel über redaktionelle Arbeit – inhaltliches Lektorat, Korrektorat, formale Richtlinien der Textgestaltung, Peer-Review – gelernt. Das Ergebnis Im Rahmen des Forschungslabors Ausstellungsprojekt – Medizingeschichte des Montafons hat sich eine unglaubliche Dynamik entwickelt. Die zwölf Studierenden haben großartige Arbeit geleistet, es liegen sechs druckfertige Manuskripte zu unterschiedlichen Themen der Medizingeschichte des Montafon vor (Geschichte der Wundarztfamilie Barbisch, Geschichte der Einführung der Pockenschutzimpfung im Montafon, Entstehungsgeschichte eines Arzneibuches und Rekonstruktion pharmaziehistorischen (Volks-)Wissens im 18. Jahrhundert, Geschichte der Wallfahrt Tschagguns anhand der Mirakelberichte, Medizinhistorische Aspekte der sog. Taufwunder von Schruns (18. Jahrhundert), Geschichte der Ausbildung und Praxis der Dorfhebamme Zugg von St. Gallenkirch (20. Jahrhundert)). Auf der Basis der Texte wird die Ausstellung nun vom Team der Montafoner Museen nach Ideen der Studierenden gestaltet. Die Studierenden haben darüber hinaus die Möglichkeit in Form eines Praktikums an der weiteren Ausstellungsgestaltung mitzuwirken. Eröffnet wird die Sonderausstellung am 30. Juni 2022 und ist dann bis Oktober an den unterschiedlichen Standorten der Montafoner Museen (Schruns, St. Bartholomäberg, Gaschurn und Silbertal) zugänglich. Die Studierenden haben im Sinne der Employability wertvolle Einblicke in die wissenschaftliche Grundlagenforschung (Archivrecherche, Transkription historischer Dokumente, Umgang mit Sekundärliteratur, Oral History-Interviews), die publikumswirksame Aufarbeitung historischer Seite 6 von 9 Inhalte, den didaktisch-museologische Kontext sowie die Redaktionsarbeit an wissenschaftlichen Texten erhalten. Positiv hervorzugeben ist, dass die Drop-out-Rate in dieser Lehrveranstaltung bei NULL lag, alle Studierenden schlossen die LV positiv ab. Die Rückmeldungen im Rahmen der Evaluation zeigten zudem, dass die Motivation durch das gemeinsam definierte Ziel und die kooperative Arbeitsweise mit vielen Möglichkeiten zum produktiven Austausch, die Motivation hochhielt. Die LV-Leiterin hat diesen Kurs ebenfalls als persönlich, fachlich und didaktisch äußerst bereichernd empfunden und viel von und mit ihren Studierenden gelernt! Ohne das Engagement und Herzblut der Studierenden wäre dieses Projekt nie zu einem derartigen Erfolg geworden!

Mehrwert

Der Mehrwert, den dieses Lehreprojekt kreiert hat, ist in der Transferleistung von wissenschaftlicher Grundlagenforschung an eine breitere Öffentlichkeit zu sehen. Die Studierenden arbeiteten im Sinne der Third Mission an einer öffentlichkeitswirksamen Präsentation historischer Inhalte. Der Mehrwert für die Studierenden liegt neben dem Erwerb und der Vertiefung von Grundfertigkeiten des historischen Arbeitens, in der Publikation ihrer wissenschaftlichen Beiträge. Dies und die praktische Erfahrung im museologischen Bereich bereichert ihren akademischen Lebenslauf und verschafft ihnen idealerweise einen Startvorteil auf dem Arbeitsmarkt für Historiker*innen.

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

Das Projekt war als ein einmaliges Projekt konzipiert. Allerdings lassen sich Elemente dieser handlungsorientierten und forschungsgeleiteten Lehre auch auf andere Lehrveranstaltungen übertragen. Weitere Kooperationen mit lokalen Museen sind bereits in Planung. Primär gilt es in Zukunft die Sichtbarkeit studentischer Arbeiten weiter zu fördern.

Aufwand

Durch die enge Kooperation mit der Kulturinstitution der Montafoner Museen als Trägergesellschaft und Ausstellungsmacher fielen für die Studierenden und die LV-Leiterin keinerlei Kosten an. Sämtliche Materialien (Quellenbestände) wurden auf Kosten des Museums digitalisiert, die Ausstellungsfinanzierung sowie die Finanzierung des Ausstellungskatalogs obliegt dem Museum. Der zeitliche Aufwand war für die Studierenden hoch, wobei die Rückmeldungen trotz alledem durchwegs positiv waren (siehe Evaluationsergebnisse). Der Aufwand für die LV-Leiterin war höher als in anderen Lehrveranstaltungen, allein die Arbeiten im Vorfeld (zahlreiche Besprechungen mit den Montafoner Museen, Recherchearbeiten im Archiv, etc.) waren ausufernd. Auch während des Semesters war die Betreuungsintensität wesentlich erhöht. Es fand ein reger Austausch (virtuell, Sprechstunden, Mail-Verkehr) statt. Auch die Korrekturen der Arbeiten endeten nicht mit der Benotung der schriftlichen Arbeiten, sondern erst nach mehreren Korrekturdurchläufen, um druckfähige Manuskripte herzustellen. Insgesamt hat sich der Aufwand jedoch gelohnt, es war ein sehr bereicherndes Semester und die äußerst produktive Zusammenarbeit zwischen Studierenden und der LV-Leiterin hat das Team wohl auch über die corona-bedingte Streichung der Präsenzlehre hinweggetröstet.

Positionierung des Lehrangebots

Übung im Masterstudium Geschichte (Curriculum 2009), wird idealerweise im ersten oder zweiten

Semester des Masterstudiums absolviert.

Übung im Lehramtsstudium Unterrichtsfach Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung

(Studienplan 2001)

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2022 nominiert.
Ars Docendi
Nominiert 2022
Kategorie: Forschungsbezogene bzw. kunstgeleitete Lehre
Ansprechperson
Marina Hilber, Ass.-Prof.in Mag. Dr.
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
0650 4604521
Nominierte Person(en)
Marina Hilber, Ass.-Prof.in Mag. Dr.
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Themenfelder
  • Didaktische Methode
  • Employability
  • Erfahrungslernen
  • Wissenschaftliche (Abschluss)Arbeiten
Fachbereiche
  • Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften