Medizinische Universität Wien
Spitalgasse 23, 1090 Wien
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Digital unterstützter physischer Sezierkurs im multimodalen distance/hands-on hybrid setting

Ziele/Motive/Ausgangslage

An der Medizinischen Universität Wien werden im 4.-6. Semester hands-on Sezierkurse und anatomischen Wahlfächer für Studierende der Human- und Zahnmedizin durchgeführt. Unterstützt von studentischen Lehrenden und supervidiert von medizinischem Fachpersonal sezieren Kleingruppen von 6 Studierenden selbstständig an je einer fixierten Körperspende.

 

Die Sezierkurse fanden - und finden unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln unter strikter Vermeidung von K1-Kontakten auch während der Corona-Pandemie und ihren Lock-Downs statt. Pro Seziertermin präpariert lediglich ein/e Studierende/r an einer Körperspende. Ca. 130 Körperspenden werden parallel seziert. Lehrende dürfen nur kurzzeitig am Seziertisch bei der Präparation Hilfestellung geben oder Wissensüberprüfungen vornehmen. Um die gewohnten hohen Sicherheitsstandards und die exzellente Ausbildungsqualität der Studierenden auch unter diesen Rahmenbedingungen zu gewährleisten, wurde unter Einsatz beträchtlicher Humanressourcen ein bereits in Entwicklung befindliches hybrides Distance/Präsenz-Konzept für die Durchführung der Sezierkurse umgehend fertiggestellt und sofort implementiert.

 

Die Motivation für eine Transformation der klassischen Sezierkurse in moderne distance/hands-on Hybrid-Veranstaltungen war es die Fitness der Studierenden für die klinische Ausbildung und die Ausübung des ärztlichen Berufes signifikant zu steigern. Wir hatten uns daher zum Ziel gesetzt die klassischen hands-on Sezierkurse mit unveränderter Praktikumszeit beizubehalten aber durch den Einsatz neuer Medien zu optimieren. E-learning und e-testing Ereignisse sollten implementiert, neue distance-learning Formate entwickelt und digitale Lehrmittel erstellt werden. Diese Erweiterungen sollten den Studierenden ermöglichen, simultan zur Erarbeitung topologisch, anatomischer Kenntnisse und manueller Skills, ärztliche Grundfertigen zu erwerben und an Körperspenden zu evaluieren. Insbesondere sollten die Wissenstranslation von der Körperspende auf Patientinnen und Patienten und die praktischen Kenntnisse über geschlechtsspezifische Strukturen verbessert werden. Bei gleichbleibendem Zeitbudget sollte Zeit verfügbar werden um Kenntnisse zu anatomischen Normvarianten und klinisch interessanten Fällen hands-on zu erarbeiten.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Beschleunigt durch die Corona-Pandemie wurden die traditionellen Sezierkurse der MedUni Wien um digitale distance-learning Komponenten erweitert und zu einer modernen distance/hands-on Hybrid-Veranstaltung umgestaltet, ohne die praktischen Sezierzeiten zu reduzieren. Unterstützend wurden Kommunikationskanäle optimiert und ein Teach-the-Teacher-Konzept umgesetzt.

Um die praktischen Seziereinheiten vor- und nachzubereiten, wurden in der Lernplattform Moodle ein virtueller Seziersaal, sowie e-learning und e-testing Ereignisse implementiert. Die wichtigsten Elemente sind Videosequenzen, die einerseits Sicherheits- und Lagerungsaspekte, sowie basale Seziertechniken vermitteln und andererseits zu jeder der 59 Sezierregionen Präparationsstrategien und topografisch anatomisches Wissen bereitstellen und auf klinisch translatorische Elemente verweisen. Die realen Verhältnisse im Sezierunterricht wurden durch die Verwendung von Präparaten simuliert, die von Studierenden vorbereitet wurden. Prüfungsereignisse zu systematischen anatomischen Inhalten wurden in distance-learning und -examining Formate ausgelagert. Dadurch verfügbar gewordene Praktikumszeit wurde genutzt, um Rotationssysteme zur effizienten Erarbeitung von Kenntnissen geschlechtsspezifischer Strukturen, anatomischer Normvariationen, bestehender Pathologien und häufig durchgeführter Operationen, sowie translatorische Komponenten und Simulationen klinisch wichtiger Untersuchungen zu integrieren. Erste Evaluierungen zeigen ein

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

Traditional dissection classes are a key element of medical education at the Medical University of Vienna. Triggered by the corona pandemic, they were transformed into a modern hybrid teaching format, which integrates digital distance learning elements and physical body donor dissection. Novel communication systems and a teach-the-teacher-concept were implemented to support the transformation process.

Making use of the learning management system Moodle, a virtual dissection class as well as e-learning and e-testing sections were created. They assist students in preparing for hands-on dissection and in evaluating their learning progress. The most important digital elements of the virtual dissection class are several sets of video sequences. Basic videos communicate safety aspects, pointers for body donor positioning and dissection skills. Sets of elaborated video sequences, adjusted to the 59 distinct anatomic regions to be dissected during the classes, transfer information on topographic and systematic anatomy, provide dissection strategies and highlight translational elements. Together with establishing exams in distance modus, the virtual dissection class significantly reduced the time expense for students in hands-on classes. This allowed for adding a possibility of rotating the students to a representative number of different body donors. Thus, the students were able to simulate clinical procedures on body donors and to study gender aspects, anatomical variations, selecte

Nähere Beschreibung des Projekts

Hintergrund

Einbettung der anatomischen Lehre ins Curriculum der MedUni Wien

An der MedUni Wien wurde 2002 ein fachintegriertes Curriculum verwirklicht. Der vorklinische Unterricht findet in 24 organ- und funktionszentrierten, 3-6 wöchigen Unterrichtsblöcken mit Vorlesungen und Praktika statt. Skills und praktische Kompetenzen werden in Line-Elementen vermittelt, die jeweils an einem Tag pro Woche über das gesamte Semester stattfinden (siehe Link 1 – StudyGuide Curriculum Humanmedizin).

 

Mikroskopische Anatomie/Histologie wird in den Blöcken des 1. Abschnittes in 53 akademische Einheiten (aE) und im 2. Abschnitt in 35 aE, vorwiegend praktisch am Mikroskop unterrichtet. Makroskopische Anatomie wird in den Blöcken des 1. Abschnittes in 58 aE, weitgehend theoretisch unterrichtet. Der Hauptteil des makroskopisch anatomischen Unterrichtes findet in den Semestern 4, 5 und 6 in den Sezierkursen der Line-Elemente Organmorphologie (OM) 1, 2 und 3 statt. Diese OM-Lines sind inhaltlich so weit als sinnvoll mit parallel stattfindenden Blöcken abgestimmt und integrieren insgesamt 12 aE bildgebende Diagnostik, 3 aE mikroskopische Anatomie und 126 aE makroskopische Anatomie. Bildgebende Diagnostik und mikroskopische Anatomie werden ausschließlich im e-learning unterrichtet. Makroskopische Anatomie dagegen vorwiegend praktisch durch selbständige Präparation von Körperspenden in Gruppen von 6 Studierenden.

 

Eckpunkte des praktisch anatomischen Unterrichts

Die anatomische Präparation wird von studentischen Lehrenden betreut. Akademisches Lehrpersonal, insbesondere Fach- und Assistenzärztinnen und -ärzte der Anatomie unterstützen und supervidieren. Eine Infrastruktur mit 6 Seziersälen a 20 Seziertischen und eine komplexe Logistik erlauben einen parallelen Sezierunterricht aller Studierenden der Human- (n202) und Zahnmedizin (n203) des 2. und 3. Studienjahres. In jedem Wintersemester werden ca. 660 Studierende der Humanmedizin in der OM2 unterrichtet. Im Sommersemester ca. 1 500 Studierende der Human- und Zahnmedizin in der OM1, OM3, OMZ und dem ZahnProp2.

 

Die Anatomie der MedUni Wien ist überzeugt, dass die selbstständige, schichtweise Präparation von Körperspenden das beste Mittel ist um die menschliche Anatomie zu unterrichten. Weiters werden als Zusatzeffekt des praktischen Unterrichts simultan präparatorische Skills, lösungsorientierten Vorgehens, ärztlicher Grundfertigkeiten und sozialer Kompetenzen geschult. Die Zeiten für den praktischen Unterricht sind jedoch ressourcenintensiv und daher knapp bemessen. In ihnen soll nicht nur präpariert, sondern auch an den sezierten Präparaten gelernt werden. Dies möglichst kontinuierlich vor, nach, und während der Präparationsschritte an unterschiedlichen Regionen und Körperspenden. Um dafür Zeit zu finden muss sichergestellt werden, dass die studentische Präparation zielgerichtet, mit ausreichender Schnelligkeit und in guter Qualität erfolgt. Zeiten für dezidierte Prüfungsereignisse müssen auf ein Minimum beschränkt werden.

 

 

Etablierung von Sezierkursen im distance/hand-on hybrid setting

 

Ziel unseres Projektes war es, durch Nutzung von digitalen distance-learning Modalitäten die traditionellen Sezierkurse so zu transformieren, dass

 

- die Studierenden Möglichkeiten und Lehrmittel vorfinden, um sich selbstständig auf praktische Teile effizient und optimal vorbereiten zu können

- Wissensüberprüfungen bei denen es sinnvoll und möglich ist zeitsparend, effizient und objektiv im distance Modus durchgeführt werden

- der fachübergreifende, integrative und klinische Charakter gestärkt wird

- im praktischen Sezierkurs Zeitressourcen frei werden für: 1.) translatorische post mortem/in vivo Aktivitäten; 2.) die Simulation klinischer Untersuchungen 3.) das Studium von geschlechtsspezifischen Strukturen und Varietäten an den 120 parallel sezierten Körperspenden und 4.) das Studium des Erscheinungsbildes häufiger und zufällig an den verschiedenen Körperspenden vorhandener Pathologien und OP-bedingten Veränderungen

 

Insbesondere durch die veränderten Rahmenbedingungen seit Beginn der Covid-19 Pandemie wurde die Transformation massiv beschleunigt und konnte in seiner Grundform erfolgreich abgeschlossen werden. Verschiedene distance-learning, e-testing, praktische Unterrichts- und Prüfungsformate und digitale Lehrmittel für die Vorbereitung auf die praktischen Seziereinheiten wurden implementiert.

 

Virtueller Seziersaal

In der Lehrplattform Moodle wurde ein virtueller Seziersaal geschaffen (vgl. Link 2 - Abb 1). Dieser spiegelt den physischen Seziersaal und die in ihm sezierenden Kleingruppen wider. Vor Beginn jeder Sezierregion im physischen Saal sind im virtuellen e-learning Veranstaltungen zur Vorbereitung zu absolvieren. Eine strukturierte Sezieranleitung definiert dabei die Lernziele. Weiters werden die Inhalte definiert, die in vergangenen curricularen Veranstaltungen gelehrt wurden und auf die bei der Erarbeitung der neuen Lernziele aufgebaut wird. Informationen und Tipps für die selbstständige Präparation werden vorgestellt (vgl. Link 2 - Abb 2).

 

e-testing

Parallel zur Lehre im virtuellen Seziersaal finden e-testing Ereignisse in der Lernplattform Moodle statt (vgl. Link 3 - Abb 3). Sie dienen vorwiegend der Überprüfung von basalen Kenntnissen der systematischen Anatomie. - Präparationsfortschritt und Präparationsergebnis, sowie Kenntnisse aus den Bereichen topologische und funktionale Anatomie und klinische Anwendung werden weiterhin in mündlichen Prüfungen an den anatomischen Präparaten überprüft. Die e-testing Einheiten bestehen aus Pools von mehreren hundert bis tausend evaluierten multiple-choice Fragen (Bild- und Textfragen). Jede/r Studierende muss 20-30 zufällig ausgewählte Fragen beantworten. Die Beantwortungszeit ist mit 30s pro Frage limitiert. Um die Server-Kapazitäten nicht zu überlasten finden die Überprüfungen in 5 Gruppen zu jeweils 100-150 Studierenden statt, wobei die Fragen jeder Gruppe aus einem eigenen Fragenpool stammen. Pro Sezierkurs finden 2-4 solcher Überprüfungen statt.

 

Physischer Sezierkurs

Das zentrale Element der OM Sezierkurse sind weiterhin die weitgehend selbstständige Präparation und der praktische Unterricht an fixierten Körperspenden. Ca. 130 Körperspenden werden in 6 Seziersälen und einem Lehrraum von jeweils 6 Studierenden nach einem strukturierten Sezierplan seziert (vgl. Link 2 Abb 4). Jeweils 2 Seziertische (zwei 6er Gruppen von Studierenden) werden von einer/m studentischen Lehrenden betreut. Diese studentischen Lehrenden werden von höhersemestrigen Studierenden angeleitet und von 4 akademischen Lehrenden pro Seziersaal supervidiert. Jeder Seziersaal wird von einer Leitungsperson koordiniert. Deren Aufgabengebiete umfassen auch die Administration der Benotung, die Bereitstellung von Sezierinstrumentarium und Demonstrationspräparaten, sowie die Koordination der Aus- und Weiterbildung des studentischen Lehrpersonals.

 

Präparation

Die Präparation erfolgt durch die Studierenden. Sie sind gefordert alle Sezierschritte prinzipiell selbstständig durchzuführen, die Lagerung der Körperspende für die gewählten Präparationszugänge zu optimieren, sich untereinander abzustimmen und gegenseitig Assistenz zu leisten.

 

Lernen am Präparat

Durch zielgerichtete und effiziente Präparation sollen die Präparate zeitgerecht fertiggestellt sein um an den eigenen Regionen und den Regionen an von anderen Studierenden präparierten Regionen zu lernen. Durch die Möglichkeit Präparate zu wechseln (im Covid-19-Setting finden allerdings nur systematisch konzertierte Wechsel statt), werden die 130 parallel sezierten Körperspenden genutzt, um den Studierenden die große Variationsbreite der Morphologie und Topologie anatomischer Strukturen zu vermitteln. Geschlechtsspezifische Details werden von allen Studierenden gesehen und erlernt und Pathologien und operationsbedingte Veränderungen werden exemplarisch studiert. Im nicht-Covid-19-Setting sind nach und während passender Sezierschritte Team-Learning-Einheiten vorgesehen, in denen die Studierenden sich gegenseitig die präparierten Strukturen vorstellen.

 

Unter Beachtung der Hygiene- und Ethikregeln finden im Seziersaal auch während der Präparation von Regionen, bei denen das möglich ist, post mortem / in vivo Vergleiche statt. Präparierte Strukturen werden zuerst an der Körperspende und danach am Lebenden inspiziert und/oder palpiert. Dadurch wird die unmittelbare Umsetzung der an der Körperspende erarbeiteten Kenntnisse auf Lebende gefördert. Insbesondere wird eine kompetente Basis für die Interpretation von physiologischen und pathologischen Befunden beim Erheben des Status geschaffen (vgl. Link 2 – Abb 1, Video „Streckseite Unterarm“). Zusätzlich wurden Simulationen klinischer Untersuchungen integriert. Ein Beispiel ist die Durchführung von Nasopharynxabstrichen an halbierten Kopf/Halspräparaten unter direkter Sicht.

 

Überprüfungen am Präparat

Überprüfungen finden im Rahmen des Sezierpraktikums laufend im Rahmen des immanenten Prüfungscharakters statt. An jedem Kurstag werden die adäquate Vorbereitung auf die Präparation, sowie das fortlaufend zu erarbeitende theoretische und praktische Wissen bewertet (Tagesnote). Weiters werden kontinuierlich Präparationsfortschritt und Qualität der Präparation evaluiert (Regionscheck). Nach Fertigstellung der Regionen werden am Präparat Kenntnisse zu allen Strukturen überprüft, die in den, bis zu diesem Zeitpunkt von allen Studierenden präparierten Regionen dargestellt wurden (Übergaben) (vgl. Link 2 - Abb 3).

 

 

Digitale Vorbereitung auf die physische Präparation

Im Sommersemester 2020 musste aufgrund des ersten Lock-Downs zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie im April und Mai der OM3 Sezierkurs rein im distance-learning stattfinden. Sehr kurzfristig wurde dafür ein Modus entwickelt den virtuellen Seziersaal mit digitalen Diskussionsforen auszurüsten und, unterstützt von e-learning Einheiten und e-testing Ereignissen einen Kleingruppen-Präsenzunterricht in Form von Videokonferenzen mit Bildmaterial und interaktiven Komponenten wie Einzeichnen von Strukturen durch Studierende durchzuführen.

 

Im Gegensatz zur OM3 wurden der parallel stattfindenden OM1 Sezierkurs und das ZahnProp2 lediglich kurzzeitig unterbrochen und ab Ende Mai unter akribischer Einhaltung strikter Hygiene-, Lüftungs- und Abstandsregeln im hybrid-learning-setting weitergeführt. In den physischen Seziersälen wurde in Schutzausrüstung von jeweils einer/m Studierenden an einer Körperspende seziert. Face-to-Face Distanzen > 2m konnte dadurch eingehalten werden. Lehrende durften mit entsprechender Schutzausrüstung für Überprüfungen und für Hilfestellung nicht länger als maximal <15min bei den einzelnen Studierenden verbringen. Von den Studierenden wurde Disziplin und Selbstverantwortung eingefordert – und sehr gut erfüllt. Dadurch stand den Studierenden die volle physische Präparationszeit zur Verfügung. Parallel wurden distance-learning Einheiten und digitale Lehrmittel, wie Videosequenzen, angeboten und weiterentwickelt. Diese wurden danach als fixer Bestandteil in die Sezierkurse integriert. Im WS 20/21 konnte die OM2 ebenfalls erfolgreich unter vergleichbaren Rahmenverhältnissen - auch während der Lock-Down-Zeiten im Herbst und Winter - durchgeführt werden. Auch die hier verwendeten unterstützenden digitalen Lehrmittel wurden so konzipiert, dass sie auch in die folgenden Kurse im nicht-Covid-19-Setting integriert werden.

 

Insbesondere wurden parallel, aber zeitlich zum Kursablauf vorversetzt, sowie in den Ferienzeiten Videosequenzen erstellt, die sofort zur Vor- und Nachbereitung der Präparation eingesetzt wurden. Zusätzlich wurden die Antestate ins e-learning verlegt und mit den Videos verknüpft. – Antestate sind Überprüfungen die sicherstellen, dass ausreichend theoretische Grundkenntnisse für die selbstständige Präparation vorhanden sind und die abgelegt werden müssen bevor mit der Präparation begonnen werden darf.

 

Digitale Lehrvideos

Die Selbstständigkeit der Studierenden war unter den Covid-19 Rahmenbedingungen maximal gefordert. Daher war es notwendig den Studierenden die eigenständige Vorbereitung auf die selbstständige Präparation zu erleichtern und ihnen Sicherheit im Präparationsablauf zu vermitteln. Zur Vorbereitung auf die Sezierkurse und die Seziereinheiten wurden daher Videosequenzen verschiedener Kategorien erstellt und in den Kursablauf eingebaut.

 

Videos zur Vorbereitung allgemeiner Kursinhalte

Gemeinsam mit der Studierendenvertretung und unter Einbeziehung höhersemestriger Studierender wurden, in einem weitgehend professionellen Setting kurze Videosequenzen erzeugt, die die Handhabung der anatomischen Instrumente zeigen, Hinweise zu ihrer sicheren Handhabung geben und basale Seziervorgänge vorstellen (vgl. Link 2 – Abb 1, Videos zu „Sicherheitshinweise und Präparationsskills“). Sie sind über Moodle durchgängig für die Studierenden verfügbar. Vor dem ersten Seziertag müssen diese Videos nachweislich durchgearbeitet werden. Erst danach darf

Mehrwert

siehe Projektbeschreibung

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

siehe Projektbeschreibung

Positionierung des Lehrangebots

Ca 1.500 Studierende pro Jahr, parallel 2 Jahrgänge (Pflichtcurriculum und Wahlfächer)

Diplomstudien Humanmedizin (n202) und Zahnmedizin (n203) der Medizinischen Universität Wien, 2. Studienabschnitt, 4., 5. und 6. Semester (Basiscurriculum) und 5.-9. Semester (anatomische Wahlfächer).

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2021 nominiert.
Ars Docendi
2021
Kategorie: Methoden des Distance Learning und deren nachhaltiger Einsatz
Ansprechperson
Wolfgang J. Weninger, Univ. Prof., Hon.Prof.(FH), Dr.
Abteilung für Anatomie, Zentrum für Anatomie und Zellbiologie, MedUni Wien
01-40160-37560
Nominierte Person(en)
Lena Hirtler, Priv. Doz. Mag. DDr.
Abteilung für Anatomie, Zentrum für Anatomie und Zellbiologie
Wolfgang J. Weninger, Univ. Prof., Hon.Prof.(FH), Dr.
Abteilung für Anatomie, Zentrum für Anatomie und Zellbiologie, MedUni Wien
Themenfelder
  • Neue Medien
  • Didaktische Methode
  • Organisatorische Studierendenunterstützung
  • Kommunikation/Plattform
  • Weiterbildung Lehrende
  • Rund ums Prüfen
  • Erfahrungslernen
Fachbereiche
  • Medizin und Gesundheitswissenschaften