Universität Wien
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VU „Digitale Transformationen“ mit MOOC „Digitales Leben“

Ziele/Motive/Ausgangslage

Im Sinne der Third Mission der Universität Wien lege ich besonderen Wert auf eine gesellschaftlich ermächtigende Perspektive auf die digitale Transformation. Im Kontext einer sich zum Teil immer stärker polarisierenden Gesellschaft halte ich es für unabdingbar, konstruktive, visionäre und kritisch-reflektierte Haltungen zu vermitteln, die segregierenden Tendenzen entgegenwirken sollen. Ich will zu einer Gesellschaft beizutragen, die sich aus verschiedenen Perspektiven heraus mündig und aktiv mit Technologie und den damit verbundenen gesellschaftlichen, pädagogischen, ethischen und ökonomischen Herausforderungen auseinandersetzen kann. Im Kontext der Bildung heißt das, Menschen zu ermächtigen aktiv gestaltend an Technologieentwicklung und damit in Zusammenhang stehenden Zukunftsvisionen teilzuhaben.

 

Das Projekt richtet sich besonders an engagierte Studierende, die in der Auseinandersetzung mit Digitalisierung sowohl theoretisches Wissen als auch digitale Handlungskompetenzen im Sinne der „21st century skills“ und einer „lifelong learning“-Perspektive erwerben bzw. ausbauen möchten.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Durch die Digitalisierung entstehen für die Bildung und für die Gesellschaft gleichermaßen Potentiale wie auch Herausforderungen. Der aktuelle Diskurs, gesellschaftlich und auf die Schule bezogen, gestaltet sich dabei polarisiert. Einerseits werden negative Aspekte der Mediennutzung thematisiert und Technik-dystopische Zukunftsvisionen entwickelt. Andererseits wird Technologie oft breit und unreflektiert eingesetzt, ohne rechtliche, pädagogische, ökonomische und ethische Rahmenbedingungen zu bedenken sowie zu definieren. Eine der zentralen Herausforderungen des Bildungsbereichs ist es, diese Dichotomien aufzulösen und Lernende an eine souveräne, partizipative, selbstbestimmte und kritisch-reflektierte Mediennutzung heranzuführen. Besonders betrifft das natürlich auch die Profession der zukünftigen Lehrer*innen. Daher wurde das vorgestellte Projekt am Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität Wien entwickelt, richtet sich aber gleichermaßen an alle interessierten Studierenden der Universität Wien. Der MOOC ist darüber hinaus für die breite Öffentlichkeit und damit auch allen interessierten Studierenden und auch Schüler*innen frei zugänglich.

 

Um die dazu nötigen breit gefächerten Kompetenzen zu vermitteln, praktisch zu erproben, und zu reflektieren, wurden ein Erweiterungscurriculum und als dessen zentrale und hier eingereichte Teilstücke, die LV „Digitale Transformationen” mit dem MOOC „Digitales Leben“ entwickelt, die in weiterer Folge detailliert beschrieben werden.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

Digitalisation creates both potential and challenges for education and society. The current discourse, both in society and in schools, is polarised. On the one hand, negative aspects of media use are discussed and technology-dystopian visions of the future are developed. On the other hand, technology is often used broadly and unreflected without considering and defining a legal, pedagogical, economic and ethical framework. One of the core challenges in the field of education is to resolve these dichotomies and to introduce learners to a self-assured, participative, self-determined and critically-reflective use of media. This particularly concerns the profession of future teachers. Therefore, the presented project was developed at the Centre for Teacher Education at the University of Vienna, but it is equally addressed to all other interested students at the University of Vienna. The MOOC is also freely accessible to the general public and thus also to all interested students from other universities and pupils.

 

In order to impart, practically experience, and reflect on the broad competencies required for this, an extension curriculum along with its central components, the course "Digital Transformations" with the MOOC "Digital Life", were developed. Both components are submitted here and are subsequently described in detail.

Nähere Beschreibung des Projekts

Im Folgenden werden die LV „Digitale Transformationen” mit dem MOOC „Digitales Leben“ beschrieben und es wird besonders auf die didaktische Herausforderung eingegangen verschiedenene interdisziplinäre Themenfelder und einen MOOC mit Präsenzlehre zu verschränken.

 

LV „DIGITALE TRANSFORMATIONEN:

 

Ziele und didaktische Leitprinzipien:

Studierende, die diese LV erfolgreich absolvieren, sind in der Lage, die Auswirkungen der digitalen Transformation zu beurteilen – basierend auf einem technischen und transdisziplinären Grundwissen zu Themen wie zum Beispiel Computational Thinking, Big Data, Artificial Intelligence, Bio-Engineering und Robotik. Studierende können sich selbst zur Technikentwicklung positionieren, die potentiellen Auswirkungen von digitalen Strukturen auf Zivilgesellschaft, Privatsphäre, Inklusion sowie demokratische Prozesse verstehen und lernen, kritisch mit Technik umzugehen. Sie entwickeln Verantwortungsbereitschaft, können Daten, Informationen und digitale Inhalte suchen, filtern und bewerten und sind sich der Risiken digitaler Umgebungen ebenso bewusst wie deren Potentiale. Ziel ist es, im Kontext digitaler Technologien kritisch denkende Menschen auszubilden, die Implikationen beispielsweise von Social Media, Automatisierung und Algorithmen aus einer Menschen-zentrierten und Werte-basierten Sicht verstehen und abwägen können. Die so erworbene nachhaltige und breitgefächerte digitale Kompetenz wirkt auch der Flüchtigkeit des ansonsten sehr schnelllebigen Wissens in diesem Bereich entgegen. Die LV ist konkret auf die folgenden Lernergebnisse ausgerichtet:

 

• Fachwissen zu Digitalisierung aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen (Z1)

• Nachhaltige Diskursfähigkeit zu den präsentierten Themenbereichen der Digitalisierung (Z2)

• Übergreifende Kompetenz, Themen im Wechselspiel verschiedener disziplinärer Perspektiven kritisch zu reflektieren (Z3)

 

Die Taxonomie (Bloom 1976) dieser Lernziele folgt den folgenden Prinzipien: Wissen und Verstehen (Z1), Anwenden und Analyse (Z2), und Synthese und Evaluation (Z3). Um die Ziele zu erreichen, folgt die LV in der Gestaltung der Inhalte, Lehr- und Lernmethoden und Prüfungsmethoden dem didaktischen Prinzip des Constructive Alignments (Biggs & Tang 2011). Die gesetzten Ziele werden in Prüfungsfragen und Reflexionsaufgaben überführt. An der Definition dieser Rahmenbedingungen werden sich die Inhalte der einzelnen Einheiten und die methodische Form der laufenden, prüfungsimmanenten Aufgaben orientieren.

 

Die Lehrveranstaltung und alle digitalen Komponenten orientieren sich insbesonders an einer heterogenen und diversen Studierendenschaft. Sowohl Digitalisierung allgemein als auch digitale Lehre im Speziellen schaffen entlang intersektioneller Kriterien wie sozialer Klasse, Gender und Herkunft leicht Ungleichheiten. Da diesen Themen auch inhaltlich relevant für die LV sind, wird ein besonders achtsamer Umgang in Bezug auf Zugänglichkeit und der Berücksichtigung verschiedener Bildungshintergründe und -biographien gepflegt.

 

Eine besondere didaktische Herausforderung stellte es dar, ein interdisziplnäres Lehrendenteam in dieser LV einzubinden und Verknüpfungen zwischen den, auf den ersten Blick, heterogenen Themen und Zugangsweisen zu schaffen. Dies gelang durch übergreifende Reflexionsaufgaben, Diskussionsforen und gemeinsamen geführten Diskurs in Präsenzeinheiten.

 

 

Ablauf und formale Rahmenbedingungen:

Die LV wird als Ring-VU (Vorlesung mit Übung) abgehalten. Es gibt 14 verschiedene Vortragseinheiten (9 in der Lehrveranstaltung und derzeit 5 im MOOC), die gezielt unterschiedliche Themenbereiche abdecken. Über weitere Ausbaustufen des MOOC werden die Vortragseinheiten laufend in den MOOC gelagert und in der Präsenz weitere Freiräume für Diskurs geschaffen.

Der inhaltliche Zusammenhalt wird durch einen einführenden Vortrag, die Moodle-Plattform, laufende Reflexions- und Diskussionsaufgaben, Präsenzeinheiten mit Gruppenreflexion und Diskursaufgaben sowie eine abschließende Prüfung erzielt. Die Vorträge aus den Präsenzeinheiten werden aufgenommen und als Videos auf der Moodle-Plattform zur Nachbereitung (u.a. Reflexion) sowie Prüfungsvorbereitung zur Verfügung gestellt.

 

Methoden:

Im Hörsaal stehen Vortrag und Gruppenarbeiten und -diskussionen als Methoden im Mittelpunkt. Die verschiedenen Gastvortragenden werden aber explizit dazu aufgefordert, zusätzlich interaktive Teile vorzusehen und dabei von Tutor*innen unterstützt. Das können beispielsweise Gruppendiskussionen, Gestaltungsprobleme, Spiele, Reflexionsaufgaben und Feedbackprozesse sein.

Die LV verwendet gezielt digitale, partizipative Lehr- und Lernmethoden. Sie wird auf Moodle mit Diskussionsforen begleitet. Die gesamte organisatorische Abwicklung der LV und die begleitenden Übungsaufgaben finden auf Moodle statt. Darüber hinaus unterstützen Tutor*innen bei der Nutzung von, zum Beispiel, Padlets (kollaborative Online-Diskussionsumgebung, padlet.com) oder Menti (Umfragen, mentimeter.com). Die LV wird außerdem durchgehend vom Audience Response System ARSnova (https://arsnova.eu/) begleitet, das die Universität Wien seit dem Sommersemester 2019 anbietet. ARSnova erlaubt es den Studierenden, über ihr Smartphone oder ihren Laptop während und nach dem Vortrag Fragen zu stellen und Feedback zu geben. Die Lehrenden können ARSnova außerdem nutzen, um Fragen in verschiedenen Formaten an die Studierenden zu stellen, welche in der Lehrveranstaltung diskutiert und vertieft werden können (Peer Teaching …) Die Nutzung von ARSnova wird den Lehrenden nahegelegt und wird von entsprechend durch das CTL ausgebildeten Tutor*innen begleitet und unterstützt.

 

Inhalte:

Die koordinierten Vortragenden und Themen der LV spannen gezielt einen weiten Bogen zwischen technischen Grundlagen, Bildungsperspektiven, gesellschaftlich relevanten Sichtweisen und technikphilosophischen Themen. Dabei werden Konzepte aus der Informatik, wie z.B. Computational Thinking, mit ethischen Fragestellungen (wie z.B. zum Einsatz von Robotern), und ökonomischen, sozialen, historischen und juristischen Perspektiven vor dem Hintergrund des Bildungsbereichs verbunden. Der rote Faden ergibt sich durch das Zusammenspiel der Themen, was akzentuiert wird durch den Einführungsvortrag, Querverweise in den Vorträgen und durch Reflexionsaufgaben, die jeweils mehrere Einheiten betreffen. Die Rückbindung in praktische Informatik und Unterricht erfolgt dann in den LVen der Module 2 und 3 des Erweiterungscurriculums.

Für Lehramtskandidat*innen ist die LV im Sinne der digitalen Grundbildung von besonderer Bedeutung, da eine Sensibilisierung und das Wecken von Interesse für das breite Themenspektrum der Digitalisierung Grundbedingung für den Diskurs über und den Einsatz von Technologie in den verschiedenen Fachbereichen ist. Der Möglichkeitsraum für digitale Technologien im Bildungsbereich wird eröffnet, und im Sinne der im Curriculum des Lehramtsstudiums definierten Querschnittskompetenzen erlangen Studierende „die Fähigkeit, Auswirkungen von Technologien und digitalen Medien auf Mensch und Gesellschaft konstruktiv-kritisch beurteilen zu können”.

 

 

MOOC DIGITALES LEBEN 1:

Die Digitale Transformation wirkt sich in vielfältiger Weise auf jede*n von uns und auf die gesamte Gesellschaft aus. Im MOOC „Digitales Leben“ vermitteln fünf Lektionen neue Perspektiven auf die Digitale Transformation aus der Gesundheits- und Sozialforschung, den Rechtswissenschaften, der (Roboter-)Ethik, der Soziologie und Social-Media-Netzwerkforschung, der politischen Geografie und den Bildungswissenschaften.

Dabei spielen Individuen eine große Rolle: Ihre (aktiv oder passiv erzeugten) Daten werden von Algorithmen verarbeitet, was unterschiedlichste Auswirkungen hat, wie z.B. den Umgang mit unserem Körper, die Rolle des Rechts in ethischen Fragestellungen, sowie die Sicht auf Roboter als Partner*innen oder Dienstleister*innen. Außerdem sind die Chancen und Grenzen gesellschaftlicher Teilhabe und (bestehende, vertiefte und neue) Machtverhältnisse ein Thema. Dabei werden Begriffe wie Datensouveränität, Datenpolitik, Algorithmen-Spielräume und Datenkörper genauso thematisiert, wie eine ethische Definition von Robotern und vieles mehr. Teilnehmende diskutieren die potenziellen Auswirkungen der Digitalen Revolution auf Zivilgesellschaft, Privatsphäre, Inklusion und demokratische Prozesse mit anderen Teilnehmenden und entwickeln so ihre eigene Position.

Zu den Themen des MOOC zählen u.a.:

• Algorithmen bei Grenzkontrollen

• Algorithmus zur Beurteilung Arbeitsloser: Fallbeispiel Österreich und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

• Autonomes Fahren im Spannungsverhältnis zur Straßenverkehrsordnung

• Roboter und moralisches Handeln; Sexroboter

• Cambridge Analytica Files

• Soziologische Betrachtung von Technologie und deren Wirkung

• Bewusster Umgang mit Diskriminierungsverhältnissen

 

Lernziele: Mit diesem MOOC möchten wir die Kursteilnehmenden in die Lage versetzen, sich Diskursfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft und konstruktive Kritikfähigkeit in Bezug auf Technikentwicklung zu erarbeiten. Der Kurs ermöglicht es den Lernenden, zentrale Begrifflichkeiten kennenzulernen, ein Bewusstsein für Risiken und Potenziale zu entwickeln sowie Tragweite und Folgen des Digitalen Wandels insgesamt beurteilen zu können. Anschauliche, zum Teil provozierende Beispiele warten auf Auseinandersetzung und Diskussion – die Teilnehmenden entwickeln in Kommunikation miteinander ihre eigene Position im Themenfeld Digitale Transformation.

 

Vorkenntnisse: Grundsätzlich wird bei den Lernenden Bereitschaft und Interesse vorausgesetzt, sich auf unterschiedliche – vielleicht neue – Perspektiven einzulassen und größere Zusammenhänge zu erkennen. Englischkenntnisse sind für einige der (vertiefenden) Lektüretexte und optionale englische Videos nötig.

 

Aufbau: Der MOOC besteht aus 5 Lektionen, die Vorträge (Videos) mit interaktiven Elementen, Forumsdiskussionen, ein Quiz pro Lektion sowie weiterführende Literatur beinhalten. Alle Lektionen sind ab Start des MOOC verfügbar und können in selbst gewählter Reihenfolge absolviert werden.

Titel und Vortragende der einzelnen Lektionen:

• Einführung und Moderation: Prof. Dr. Fares Kayali

• „Algorithmen und Demokratieverständnis“: Prof.in Louise Amoore, PhD; Mag. Dr. Harald Katzmair

• „Digitalisierung im Gesundheitswesen“: Prof.in Dr.in Ulrike Felt

• „Digitalisierung im Recht“: Prof. Dr. Nikolaus Forgó

• „Roboterethik“: Dr.in Janina Loh, MA

• „Teilhabe an der digitalen Gesellschaft“: Prof. Armin Nassehi, PhD; Prof.in Dr.in Bettina Amrhein; Prof.in Dr.in Martina Tißberger

 

AUSBLICK MOOC DIGITALES LEBEN 2:

 

Wir arbeiten derzeit mit dem Center for Teaching and Learning der Universität Wien am zweiten Teil des MOOC Digitales Leben, welcher ab Herbst 2021 öffentlich zur Verfügung stehen wird und weitere 5 Themenbereiche der LV abdeckt: Technologiephilosophische Betrachtung des digitalen Wandels (Univ.-Prof. Dr. Peter Reichl), Algorithmic Bias (Sabrina Burtscher, BSc, Univ.-Prof. Dr. Peter Purgathofer), Wissensmanagement im digitalen Wandel (Univ.-Prof. Dr. Ronald Maier), Medienübergreifendes Lesen (Univ.-Prof. Dr. Susanne Reichl) und Medien, Journalismus und Medienmanagement in der digitalen Transformation (Priv.-Doz. Dr. Paul Murschetz).

 

 

OPEN EEDUCATIONAL RESOURCES & THIRD MISSION

 

Im Sinne der Third Mission stehen die MOOCs nicht nur Studierenden der Universität Wien, sondern auch der Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Der MOOC „Digitales Leben“ ist so konzipiert, dass er autonom von der zugehörigen Lehrveranstaltung rezipiert werden kann. Alle Inhalte unterliegen einer Creative Commons Lizenz und können somit frei als Open Educational Resource angepasst und weiterverwendet werden (beispielsweise in Schulen).

Mehrwert

Für Studierende ergeben sich durch das durch den MOOC ermöglichte Flipped Classroom Setting mehr Zeit für Reflexion und Diskurs in der Präsenzlehre und mehr Möglichkeiten zum Austausch mit Kolleg*innen.

Für die Universität Wien sorgt der MOOC im Sinne der Third Mission für Breitenwirkung über den Universitäts- und Wissenschaftskontext hinaus.

Alle Beteiligten, Studierende und Lehrende, profitieren von der Interdisziplinarität und der Vernetzung zum Thema Digitalisierung aus den Perspektiven verschiedenster Disziplinen.

Durch Release als OER (Open Educational Resource) egibt sich für den MOOC eine Anpassbarkeit an verschiedenste Kontexte: in der Schule, in der (außer)universitäteren Weiterbildung und in der universitären Lehre anderer Vortragender.

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

Es wird davon ausgegangen, dass nicht nur der MOOC selbst, sondern auch das vorgestellte LV Konzept (inklusive der Einbindung von Schlüsselinhalten aus dem MOOCauf andere Hochschulen übertragbar ist. Insgesamt soll das vorgestellte Modell andere Hochschulen dazu anregen, Regellehre (LVs, Module, Curricula) mit Offenen Bildungsressourcen wie MOOCs zu kombinieren.

Der MOOC selbst wird stetig weiter ausgebaut (Teil 2 ist in Arbeit, für Teil 3 gibt es ein Konzept).

Die Einbindung des MOOC in die LV wird, wie oben angesprochen, begleitend beforscht. Durch die wissenschaftliche und öffentliche Dissemination und Kommunikation dieser Ergebnisse wird die beschriebene Übertragbarkeit an andere Hochschulen und Lehrveranstaltungen weiter unterstützt.

Aufwand

Die Entwicklung des MOOCs war nur durch Zusatzmittel aus der Ausschreibung des BMBWF Digitale Transformation (Projekt iMooX) umsetzbar. An der Universität Wien wurden für die Erstellung von MOOCs eigene Infrastrukturen und Services aufgebaut (personelle Unterstützung für Lehrende, Videoproduktion).

Positionierung des Lehrangebots

Bei der LV handelt es sich um das eröffnende Modul 1 des neuen Erweiterungscurriculums „Digitalisierung verstehen und mitgestalten“, das im Wintersemester 19/20 an der Universität Wien startete und den MOOC „Digitales Leben“ beinhaltet. Die drei Module des Erweiterungscurriculums spannen einen Bogen von transdisziplinärem Fachwissen und kritischer Reflexion (Modul 1) über technische und gestalterische Anwendungskompetenz (Modul 2) zu fachspezifischer Vertiefung (Modul 3).

Das Erweiterungscurriculum, und damit auch eingereichte LV und MOOC, stehen allen Studierenden der Universität Wien offen. Es richtet sich besonders an engagierte Studierende, die in der Auseinandersetzung mit Digitalisierung sowohl theoretisches Wissen als auch digitale Handlungskompetenzen im Sinne der „21st century skills“ und einer „lifelong learning“-Perspektive erwerben bzw. ausbauen möchten.

Links zu Social Media-Kanälen
Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2021 nominiert.
Ars Docendi
2021
Kategorie: Digitale Transformation in der Lehre
Ansprechperson
Fares Kayali, Univ.-Prof. DI Dr.
Institut für Lehrer*innenbildung
+43 676 9421442
Nominierte Person(en)
Fares Kayali, Univ.-Prof. DI Dr.
Institut für Lehrer*innenbildung
Themenfelder
  • Neue Medien
  • Kommunikation/Plattform
Fachbereiche
  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik/Ingenieurwissenschaften
  • Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften