Wirtschaftsuniversität Wien
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Vorlesungsübung Finanzierung

Würdigung der Jury

Durch die Kombination von Online- und Präsenzeinheiten liegt mit der Veranstaltung Finanzierung ein Beispiel innovativer Hochschuldidaktik im Blended-Learning Format vor. Die Studierenden erleben einen sehr flexiblen Lernprozess mit umfangreicher Lernbetreuung. Die Lerneinheiten sind je nach Schwierigkeit und Komplexität als Online-Selbstlerneinheiten konzipiert oder werden in Präsenz durchgeführt. Die Präsenzveranstaltungen wurden kontinuierlich durch digitale Innovationen, wie beispielsweise Audience Response System, Videoübertragungen von Jahreshauptversammlungen, ergänzt und sinnvoll bereichert. Das Veranstaltungskonzept wurde über mehrere Durchläufe hinweg zu einem didaktischen Lernkonzept entwickelt, welches sehr am Bedarf der Studierenden orientiert ist und bei dem versucht wird, die individuellen Erfahrungen und Bedürfnisse der Studierenden zu berücksichtigen. Die Veranstaltung zeichnet sich durch einen vielfältigen, durchdachten Medieneinsatz aus, und die Präsenzeinheiten sowie Online-Phasen sind sinnvoll didaktisch miteinander verzahnt. Die Lernmodule wirken sehr strukturiert, und das zahlreiche Feedback an die Studierenden unterstützt diese bei der selbstständigen Bearbeitung der Lerninhalte. Die Veranstaltung vermittelt den Eindruck eines sehr positiven, kommunikativen Klimas zwischen Lernenden und Lehrenden.

Univ.-Prof. Dr. Karsten Morisse
Hochschule Osnabrück

Ziele/Motive/Ausgangslage

Ausgangslage und Ziele

Die Lehrveranstaltung „Finanzierung“ war lange Zeit als Lehrveranstaltung mit Vorlesungscharakter mit mehreren Hundert Teilnehmer/inne/n konzipiert, wurde vor einigen Jahren erfolgreich in eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung mit 60 Teilnehmer/inne/n pro Kurs übergeführt und ist nun als Vorlesungsübung (VUE) organisiert. Pro Semester werden 16-18 Parallelkurse mit jeweils 60 Teilnehmer/inne/n angeboten. Die langjährige Erfahrung mit diesen verschiedenen LV-Designs und Gruppengrößen und deren jeweiligen Vor- und Nachteilen trägt zu einem Reichtum an didaktischen Methoden bei, den die Studierenden zu schätzen wissen.

Im Wintersemester 2019/20 erfuhr die LV eine weitere Veränderung: Als Pilotprojekt der Blended-Learning Initiative an der WU wurde sie erstmals im Blended-Learning Format umgesetzt. Das an der WU eingeführte Blended-Learning Label verfolgt das Ziel, die Digitalisierung in der Lehre voranzutreiben und Präsenz- und Onlinelehre ideal miteinander zu verzahnen und zu unterstützen. Ein wichtiges Ziel – im Sinne der Blended-Learning-Initiative und auch der LV – ist es, eine für Studierende optimale Kombination zwischen flexiblerem Lernen und bestmöglicher Lernbetreuung durch die Lehrveranstaltungsleiter/innen zu finden. Entsprechend den Kriterien (siehe Nähere Beschreibung) des Blended-Learning Labels, werden drei (von insgesamt neun) LV-Einheiten als betreute online Selbstlern-Einheiten abgehalten, ausgelegt auf eine Bearbeitungsdauer von 2,5 Stunden (entspricht der Dauer einer Präsenzeinheit). Die restlichen sechs Einheiten werden in Präsenz abgehalten, wobei die ideale Abstimmung der online Selbstlern-Phasen und der Präsenzeinheiten zu einer größeren Studierendenzentriertheit beiträgt.

Die Abfolge von Präsenzeinheiten und Online-Phasen in der Lehrveranstaltung ist unregelmäßig und hängt von den Lerninhalten und organisatorischen Belangen ab. Leichtere Lerninhalte werden eher in den Online-Phasen, schwierige Inhalte gemeinsam in den Präsenzeinheiten behandelt. Am Beginn der Lehrveranstaltung wünschen sich Studierende ein persönliches Kennenlernen, in den Einheiten vor Tests ist der Großteil der Studierenden sehr erfreut, wenn gemeinsam mit der/dem LV-Leiter/in Testaufgaben aus vergangenen Semestern erarbeitet werden, da dies zu einer besseren Einschätzung der aktuellen Fähigkeiten, Selbstvertrauen und Lernmotivation führen kann.

 

Kurzüberblick über die LV

Die Blended-Learning LV ist wie folgt organisiert:

Vorbesprechung: Präsenz (*)

Einheit 1: Online/Präsenz (*): Finanzmathematik

Einheit 2: Präsenz/Online (*): Investitionsrechnung

Einheit 3+4: Präsenz: Investitionsrechnung

Einheit 5: Online: Finanzplanung, Finanzierungsinstrumente

Einheit 6: Präsenz: Finanzierungsinstrumente

Einheit 7: Online: Finanzinstitutionen

Einheit 8: Präsenz: Derivative Wertpapiere

Einheit 9: Präsenz: Derivative Wertpapiere

(*) Aufgrund des Feedbacks der Studierenden wurde nach dem ersten Semester die Aufteilung geändert und Einheit 1 als Präsenzeinheit und Einheit 2 neu als Online-Selbstlernphase konzipiert. Die Vorbesprechung wurde gestrichen bzw. in die Präsenzeinheit 1 integriert.

Inhaltlich folgt die Lehrveranstaltung nach einer generellen Einführung und der Wiederholung der finanzmathematischen Grundlagen einem fiktiven Unternehmen, das sich mit verschiedenen finanziellen Entscheidungen konfrontiert sieht. Zunächst soll ein Investitionsprojekt auf seine Vorteilhaftigkeit beurteilt werden bzw. das beste Projekt ausgewählt werden (Investitionsrechnung). Danach stellt sich die Frage, ob sich das Unternehmen das Projekt leisten kann (Finanzplanung), wenn nicht, woher es zusätzliches Kapital beschaffen könnte (Finanzierungsinstrumente) und wer es dabei unterstützt (Finanzinstitutionen). Zuletzt geht es um die Absicherung gegen finanzielle Risiken im Unternehmensalltag (derivative Wertpapiere).

Über die Jahre haben verschiedene gezielte Analysen, Tests und Feedback gezeigt, welche Inhalte für welche didaktischen Methoden geeignet sind. Insbesondere wird darauf Wert gelegt, das Interesse der Studierenden für das Fach zu wecken, sie zu motivieren, frühzeitig und regelmäßig mitzulernen, und sie aktiv in die Lehrveranstaltung einzubinden, da sich diese Faktoren signifikant positiv auf den Lernerfolg und damit die Prüfungsergebnisse auswirken. Dies war nicht nur ausschlaggebend für die Umgestaltung der Lehrveranstaltung Finanzierung in ein Blended-Learning Format, sondern wurde auch intensiv bei der Überführung mitgedacht.

 

Einsatz digitaler Lehr-/Lernphasen

Das Blended-Learning Format für die LV wurde im Rahmen der Entwicklung des Blended-Learning Labels an der WU konzipiert. In den Online Selbstlern-Phasen erarbeiten sich die Studierenden die Lehrinhalte durch multimedial gestaltete Materialien. Diese Lernaktivitäten, die über ein Lernmanagementsystem auf strukturierte Weise zur Verfügung gestellt werden, ermöglichen den Studierenden Wissenserwerb und Kompetenzaufbau in eigenem Tempo. Sie können so z.B. erlernte Inhalte anwenden, üben und ihr Wissen weiter vertiefen.

Die Lehrenden unterstützen studentische Lernprozesse in den Selbstlern-Phasen, indem sie den Studierenden Feedback auf ihren Wissenstand geben und Möglichkeiten für Kommunikation mit Peers und Lehrenden anbieten.

Bei der Umwandlung einer LV in ein Blended-Learning Format an der WU Wien stehen Mitarbeiter/innen aus den Digital Teaching Services der WU beratend und begleitend zur Seite. Gewonnene Erkenntnisse aus dem Feedback der Studierenden und Lehrenden werden nicht nur im Rahmen eines Kurses berücksichtigt, sondern werden durch die Digital Teaching Services als zentraler Partner in Konzepte und Qualifizierungsangebote aufgenommen. So – und auch durch das Beratungsangebot der Digital Teaching Services – stehen Good Practices und Learnings aus einer LV allen Lehrenden zur Verfügung.

Die Qualität des durch die Lehrenden angeleiteten Online-Lernens wurde durch Kriterien (siehe „Nähere Beschreibung“) sichergestellt. So ist es z.B. wichtig, Studierenden die Funktion der Präsenzeinheiten und online Selbstlern-Phasen transparent zu machen. Auch laufende Möglichkeiten für Feedback, Kommunikation und Interaktion mit Studierenden während der Online Selbstlern-Phasen zählten zu den Qualitätskriterien für das Blended-Learning Label.

 

Laufende Verbesserungen und Re-Design

(Digitale) Innovationen in der Lehrveranstaltung, die diese nicht nur abwechslungsreich und spannend, sondern auch lehrreich für die Studierenden machen, sind seit langem fester Bestandteil der LV Finanzierung. So werden den Studierenden z.B. Clickerfragen, interaktive Videos, interaktive Grafiken, Fallstudien oder eine ad-hoc kommentierte mittels Live-Stream in den Hörsaal übertragende Jahreshauptversammlung als Kooperation zwischen Accounting und Finanzierung geboten. Mit diesen Innovationen einher geht immer das Feedback der Studierenden, das zum einen die Eignung und Akzeptanz der Neuerungen misst, zum anderen auch als eigenständige Maßnahme Aufmerksamkeit, Motivation und Freude an der Mitgestaltung der LV durch Studierende bringt.

Während Studierende die kleinere Gruppengröße und interaktivere Gestaltung der VUE (im Vergleich zu früheren Groß-LV) sehr schätzen, hat sich gezeigt, dass vor allem berufstätige Studierende oder Studierende mit Betreuungspflichten öfter Probleme haben, zu den fix vorgegebenen LV-Zeiten anwesend zu sein. Auch wird immer wieder angefragt, ob es möglich wäre, in einer bestimmten Woche einen Parallelkurs zu einer anderen Uhrzeit zu besuchen. Dies führte zu Überlegungen, wie man den Ablauf der Lehrveranstaltung flexibler gestalten könnte, und resultierte schlussendlich im Blended-Learning Setup.

Die Umgestaltung der LV Finanzierung auf ein Blended-Learning Format wurde von einigen Umfragen (siehe Links) begleitet, in denen Studierende ihr Feedback geben konnten. So wurde vor der Umstellung abgefragt, welche Inhalte ihrer Meinung nach besonders für online Selbstlern-Phasen geeignet wären. Im ersten Semester der Blended-Learning-LVs konnten die Studierenden zu jeder einzelnen Online-Einheit Feedback zum Aufbau, den Inhalten und den Lernmaterialien geben, das in das Konzept eingearbeitet wurde. So wurde beispielsweise nach der ersten Online-Einheit auf Anregung der Studierenden der Zeitrahmen der Online-Einheiten verlängert, und nach dem ersten Semester eine ganze Online-Einheit zu einem anderen Inhaltsbereich verschoben, und damit ein besserer organisatorischer und inhaltlicher Ablauf erzielt. Auch wurde, dem aktuellen Trend folgend, berücksichtigt, dass viele Studierende sich gerne Erklärungen per Video geben lassen. Zudem erhält, aufgrund der gemachten Erfahrungen und des Feedbacks, jede/r Studierende wöchentlich ein individuelles Hausübungsbeispiel.

Insgesamt lag der Schwerpunkt des Re-Designs der Lehrveranstaltung auf der Gestaltung der multimedialen online Selbstlern-Phasen. Hierzu wurden zahlreiche Lernressourcen neu entwickelt und didaktisch strukturiert. Für Abwechslung in den Einheiten sorgt eine durchdachte Mischung aus Textseiten und Grafiken, Lückentexten und MC-Übungen und Videos mit nachfolgenden Fragen zu den Videos.

Die Selbstlern-Einheiten werden zur Gänze über die Lehr- und Lernplattform der WU Wien abgewickelt, sodass keine zusätzliche Hard- oder Software benötigt wird. Durch die Verwendung von Online Lernmodulen (diese sind vergleichbar mit Ordnern) mit „strenger Sequenzierung“ werden Studierende dazu angeleitet, Videos, Textseiten, Kontrollfragen und andere Materialien der Reihenfolge nach zu erarbeiten. Es wird nämlich das jeweils nächste Lernobjekt erst freigeschaltet, sobald die Lernaktivität davor abgeschlossen wurde. Die Studierenden können beim Bearbeiten der Aktivitäten in ihrem eigenen Tempo vorgehen. Der Lernfortschritt wird durch verschiedene Aufgaben überprüft, die unmittelbares Feedback geben.

Die Lernmodule mit ihrer durchdachten Strukturierung, dem direkten Feedback bei den Übungen, den Kommentaren in Textseiten und Hinweisen auf mögliche Fehler in den Erklärungen unterstützen die Studierenden optimal beim selbstständigen Erarbeiten der entsprechenden Inhalte. Zudem ist die Unterstützung durch die Vortragenden während der Online-Einheit durch einen im Lernmanagementsystem eigens dafür eingerichteten Chat gegeben.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Die LV „Finanzierung“ wird im Bachelorstudium angeboten und ist ein Pilotprojekt der Umsetzung der Blended-Learning-Initiative der WU. Im Sinne dieser Initiative wurden Lerninhalte aus den früheren Präsenzeinheiten in online Selbstlern-Phasen ausgelagert und didaktisch umgestaltet, sodass die LV nun aus drei solchen Online-Phasen und sechs Präsenzeinheiten besteht, die ideal aufeinander abgestimmt sind. Das didaktische Konzept, die Struktur der LV, die Teilleistungen und das Kommunikationskonzept, das sie begleitet, regen zum laufenden Mitlernen an.

Das LV-Konzept bietet durch die Selbstlern-Phasen viele Vorteile, wie z. B. mehr zeitliche und örtliche Flexibilität, ein stärkeres Ausmaß an Eigenverantwortung, Motivation durch Mitgestaltung und Anregung durch aktives Erarbeiten beim Lernen. In den Lernmodulen der Selbstlern-Phasen werden Studierende strukturiert angeleitet, die entsprechenden Inhalte anhand von multimedialen Lernmaterialien und Übungen selbständig während eines eingegrenzten Zeitraums durchzuarbeiten. Sie haben während dieser Online-Phasen synchrone Betreuung. Ein eigens eingerichteter Chat bietet Diskussionsmöglichkeit mit Kolleg/inn/en und einer/m LV-Leiter/in. Übungsbeispiele mit unterschiedlichen Frageformaten ermöglichen den Studierenden Lernfortschrittskontrollen mit automatisiertem Feedback. Auf dieser Basis erarbeiten sich die Studierenden das prüfungsrelevante Wissen zeitgerecht und auf strukturierte Weise – und nicht erst knapp vor der Prüfung.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The course “Finanzierung” is part of the bachelor's degree and serves as a pilot project for implementing WU's blended learning initiative. In line with this initiative, learning content from three traditional classroom units was transferred to online learning material and didactically redesigned. The new blended learning course consists of three online learning phases and six classroom units. The didactic concept, the course structure, continuous assessments and the communication concept encourage continuous learning.

Due to the online teaching units, the course concept offers many advantages, such as more flexibility in terms of time and location, a higher degree of personal responsibility, motivation via participation and stimulation by active development while learning. In the learning modules of these online units, students are guided in a structured manner to work through the relevant content independently within a limited period of time, using multimedia learning materials and exercises.

During the online self-study phases, students are supported in real time via a specifically created chatroom, where (besides their colleagues) a course instructor is available for questions.

Exercises with different types of questions enable students to monitor their learning progress with automated feedback. This way, students acquire the knowledge relevant to the exam in a timely and structured way - and not just at short notice before the exam.

Nähere Beschreibung des Projekts

Ausgangsbedingungen und Struktur der LV Finanzierung sind oben dargestellt. Bei der Neustrukturierung der LV konnte die Blended-Learning Initiative der WU genutzt werden, um die Studierendenzentrierung zu verstärken. So wurde flexibleres Lernen in einem mediengestützten didaktischen Design bei optimaler Betreuung der Studierenden ermöglicht, wodurch auch heterogenem Vorwissen und unterschiedlichen Lerngewohnheiten Rechnung getragen wird. Den Kriterien des Blended-Learning Labels entsprechend (s.u.) wurden Präsenzeinheiten in online Selbstlernphasen überführt. Diese Transformation resultierte in einem LV-Aufbau, bei dem sich Online- und Präsenzeinheiten unregelmäßig und abhängig von den Lerninhalten abwechseln (siehe Ziele/Motive/Ausgangslage). Eine fiktive Firma, in deren Rahmen die Studierenden die Lernziele erarbeiten, schafft inhaltliche Kohärenz für die gesamte LV.

Ein „Fahrplan" durch eine erfolgreiche Blended-Learning LV begrüßt die Studierenden in ihrer Online-Kursumgebung. Dieser gibt nicht nur Informationen und Handlungsanweisungen zu den Online-Phasen, sondern auch zu Präsenzeinheiten und zu deren Vor- und Nachbereitung. Zusätzlich erhalten die Studierenden weitere Möglichkeiten, die Basis für das Studium über den Rahmen der LV hinaus zu verbessern - unter anderem durch einen „Auffrischungskurs Finanzmathematik", der sowohl als Online-Kurs als auch in Präsenz besucht werden kann.

Laufendes Mitlernen wird gefordert und gefördert. So fließen Mitarbeit und Hausübungen mit 20 Punkten (20% der Note) in die Note ein: Die Punkte für Mitarbeit erhalten Studierende durch Miniquizze (schriftliche Tests, Dauer: 10-15 Min), Mitarbeitskärtchen (aktive Mitarbeit in der Präsenzphase), sowie individuelle wöchentliche Hausübungen, die über Learn@WU bearbeitet werden. Da bei den Online-Einheiten die Anwesenheit und das Bearbeiten der einzelnen Lernmaterialien verpflichtend ist, werden zwischen den zahlreichen Erklärvideos, Übungsbeispielen und Textseiten auch bewertete Aufgaben gestellt, die den Hausübungsbeispielen ähnlich sind.

Damit die Studierenden bereits während der LV einen Überblick über ihren Leistungsstand erhalten, findet ein Zwischentest mit MC-Fragen statt, der 25% der Note ausmacht.

Nach der letzten Präsenzeinheit findet eine Abschlussprüfung statt (55% der Note): Bei dieser werden sowohl MC-Fragen als auch offene Fragen eingesetzt. Letztere ermöglichen, Zusammenhänge zwischen den Inhalten ausführlicher zu erörtern. Für eine positive Note sind insgesamt 55 Punkte (55%) notwendig.

 

Kriterien für Blended-Learning an der WU

Das Blended-Learning Label an der WU schafft eine Möglichkeit für mehr Flexibilität in Lehre und Studium. Durch verschiedene Kriterien wird neben zeitlicher und räumlicher Flexibilität gewährleistet, dass Studierende im Zentrum der digitalen Transformation hin zu Blended-Learning stehen.

Folgende Kriterien sind Voraussetzung für das Label und wurden in der LV „Finanzierung“ umgesetzt:

 

i) Reduktion der Präsenzlehre

In der LV Finanzierung werden 3 von 9 LV-Einheiten online abgehalten, das entspricht 33%. Durch die Flexiblisierung können Studierende (innerhalb eines gesteckten zeitlichen Rahmens) ihrem eigenen Lerntempo folgen und sich ihre Lernzeit besser einteilen. Der Workload für die Online-Einheiten wird angegeben, ebenso wird im o.a. „Fahrplan“ zur LV nicht nur der Arbeitsablauf, sondern auch der Arbeitsaufwand für die gesamte LV (4 ECTS) deutlich gemacht.

ii) Präsenz- und Online-Lehre werden didaktisch, inhaltlich und zeitlich aufeinander abgestimmt und so miteinander verzahnt, dass ein sinnvolles, produktives Zusammenspiel der Komponenten resultiert. Für Studierende ergibt sich damit ein durchgängiges und in sich stimmiges Lernerlebnis.

In der LV Finanzierung wird dies durch die Aufteilung der Inhalte, die Betreuung während der online Selbstlern-Phasen und die verschiedenen Mitarbeitsleistungen sowohl in den Online- als auch in den Präsenzphasen sichergestellt. Zudem schafft eine fiktive Firma, anhand derer sich die Studierenden die Lernziele der LV erarbeiten, inhaltliche Kohärenz.

iii) Anleitung der Online-Phasen: Die Studierenden werden in den online Selbstlern-Phasen instruktional unterstützt, indem der/die Lehrende multimediale Lernmaterialien in der digitalen Lernumgebung bereitstellt und zentrale Aktivitäten setzt, um die Studierenden zu aktivieren.

In der LV Finanzierung wurden dafür eigene Input-Seiten (aus Text, Bild, Hyperlinks), Videos, Kontrollfragen und andere Lernmaterialien erstellt, die den Studierenden einen abwechslungsreichen Lernpfad bieten. Zusätzlich können bei bestimmten Aufgaben Mitarbeitspunkte gesammelt werden.

iv) Feedback zur Orientierung hinsichtlich Wissensstand: In den angeleiteten online Selbstlern-Phasen erhalten die Studierenden durch Feedback die Möglichkeit, den eigenen Wissensstand zu überprüfen und den Lernfortschritt zu erkennen.

In der LV Finanzierung wird dies durch zahlreiche automatisierte und individuelle Feedbacks gewährleistet.

v) Kommunikation und Interaktion mit Studierenden: In den online Selbstlern-Phasen ist der/die Lehrende für die Studierenden verfügbar, um Fragen zu beantworten oder bei der Lösung von Problemen zu helfen.

In der LV Finanzierung werden Studierende während der online Selbstlern-Phasen im Chat betreut (synchrone Kommunikation), sie können auch jederzeit im Forum der Lernplattform ihre Fragen posten und diskutieren (asynchrone Kommunikation).

 

Kompetenzorientierung

Die LV dient der Erarbeitung grundlegender Kenntnisse der Investition und Finanzierung. Die Studierenden sind nach Abschluss dieser LV in der Lage, die zentralen Aufgaben und Ziele der Finanzierung in einem Unternehmen zu kennen. Aus unterschiedlichen Anwendungsfällen extrahieren Studierende einzelne Prozesse innerhalb eines fiktiven Unternehmens und ordnen die Verantwortung und zentralen Aufgaben den entsprechenden Rollen im Unternehmen zu. Lernergebnis ist ein Grundverständnis, auf welches sowohl für weiterführende LVs als auch in der späteren Praxis zugegriffen wird.

Ein Lernziel ist, dass die Studierenden über theoretische Kenntnisse der Funktionsweise von Modellen verfügen, anhand praxisnaher Beispiele geeignete Entscheidungskriterien begründen sowie Handlungsalternativen selbst bewerten können. Sie lernen, mit Modellannahmen umzugehen und können resultierende Entscheidungen kritisch hinterfragen.

Durch den Einsatz von Übungen lernen die Studierenden u.a. verbale Sachverhalte in eine mathematische Schreibweise umzuwandeln. Weiters lernen sie, Methoden von einem Fachbereich auf einen anderen zu übertragen und in diesem korrekt anzuwenden.

Studierende erhalten die Möglichkeit, eigene Erfahrungswerte in Übungen zu integrieren, wodurch das Lernen gefestigt wird. Beispielsweise sollen die Studierenden ausgehend von einer Einnahmen-Ausgaben Rechnung im privaten studentischen Bereich ihre eigenen Erfahrungen in die Planung der Finanzen eines fiktiven Unternehmens in Form eines monatlichen Finanzplans einbringen. Sie bauen durch wiederholtes Training die Fähigkeit aus, eine etablierte Struktur über Informationen zu legen und Probleme frühzeitig zu erkennen. Im weiteren Verlauf der LV wird auf genau diese Probleme eingegangen und Studierende erarbeiten die Kompetenz, mit diesen umzugehen und innerhalb eines komplexen Systems Lösungswege aufzuzeigen und zu bewerten.

Indem im Rahmen der LV die gängigsten derivativen Instrumente und ihre Funktionsweise vermittelt werden, und Studierende lernen, deren Einsatz für verschiedene Ziele zu beurteilen, sind sie nicht nur inhaltlich auf ihren weiteren Studienverlauf gut vorbereitet: Sie können ihr Wissen auch im Alltag, z.B. bei Diskussionen in den Medien über die Risiken solcher Wertpapiere für individuelle Investor/inn/en und das Finanzsystem in seiner Gesamtheit einsetzen.

Um die Erreichung dieser Lernziele zu gewährleisten, wird laufendes, aktives Studium gefördert, indem z.B. Miniquizze und individuelle wöchentliche Herausforderungen eingesetzt wurden. Dieses Ziel spiegelt sich auch in der Beurteilung wider, da diese Teilleistungen mit 20% gewichtet werden.

 

Blended-Learning in der LV

In den Online-Einheiten ist den Studierenden freigestellt, ob sie alleine oder in (virtuellen oder physisch präsenten) Gruppen arbeiten. So wird gewährleistet, dass die Studierenden im Selbststudium in ihrem persönlichen, idealen Lernsetting arbeiten können. Durch den Einsatz diverser Tools und Formate sind die online Selbstlern-Phasen für die Studierenden ein spannender und abwechslungsreicher Weg, Kompetenzen zu erarbeiten.

Die Verwendung von online Lernmodulen mit „strenger Sequenzierung“ helfen den Studierenden die einzelnen Phasen der Online-Einheiten in einer sinnvollen Reihenfolge auszuführen, da den Studierenden die jeweils nächste Lernaktivität erst nach Abschluss der Aktivität davor angezeigt wird. Dabei wechseln sich Überblicksgrafiken, textuelle Bausteine, Aufgaben, Fragen, MC-Fragen und Videos gezielt ab, sodass immer wieder andere Sinne angesprochen werden und die Studierenden vor dem Bildschirm didaktisch maßgeschneiderte mediale Grundlagen für ihre Arbeit vorfinden.

Durch Kontrollfragen und Aufgaben mit automatisiertem Feedback erhalten die Studierenden sofort Rückmeldungen zu ihrem Lernfortschritt, was zu höherer Motivation und vertiefter Beschäftigung mit den Lerninhalten beiträgt.

Durch die Verfügbarkeit der LV-Leiter/inn/en im Chat haben Studierende bei Fragen oder Problemen sofort eine/n Ansprechpartner/in und dennoch zeitliche und örtliche Flexibilität. Ein weiterer Vorteil des Chats ist der unmittelbare Austausch zwischen den Studierenden. Bei Hilfestellungen für Kolleg/inn/en erfahren sie einen Rollenwechsel und dadurch ein besseres Verständnis und auch einen anderen Blickwinkel auf die Inhalte der LV. Die betreuenden LV-Leiter/innen stellen dabei die Qualität und Korrektheit der Hilfestellungen sicher, und/oder beantworten Fragen, die von anderen Studierenden nicht oder nur teilweise behandelt worden sind.

Nach dem Abschluss der inhaltlichen Elemente der Online-Einheit wird von den Studierenden Feedback eingeholt, dazu wird jeweils eine auf die Einheit abgestimmte Umfrage durchgeführt. So erhalten die LV-Leiter/inn/en laufend Input, wie es den Studierenden in den online Selbstlern-Phasen geht und können entsprechend reagieren.

Die Möglichkeit, Feedback zu den online Selbstlern-Einheiten zu geben, motiviert Studierende, da sie dadurch auch aktiv am Unterrichtsdesign mitwirken. So wurde z.B. auf Anregung der Studierenden der Zeitrahmen der Online-Einheiten verlängert. Auch inhaltliches Feedback der Studierenden wurde umgehend in das Design der LV eingearbeitet.

Durch den gezielten Einsatz von vergleichsweise kurzer Verfügbarkeit - ein Zeitrahmen von jeweils 10,5 Stunden - der jeweilige Online-Einheit gepaart mit der Möglichkeit, Punkte (Teilleistungen) zu erarbeiten, grenzen sich die Online-Einheiten klar ab von anderen, „ohnehin online verfügbaren Lernmaterialien“ und werden zu einem „Event“. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es Studierenden so leichter fällt, die online Selbstlern-Einheiten für Kompetenzerwerb zu nutzen.

Die Neuartigkeit des LV-Designs erhöht die Motivation, zudem werden die digitalen Kompetenzen der Studierenden gefestigt und ihre Fähigkeiten zur Selbstorganisation gefördert.

 

In den Präsenzeinheiten werden die Lerninhalte von den Vortragenden präsentiert, dabei wird Wert auf unmittelbare Anwendung in Übungsbeispielen gelegt. Ein abgestimmter Mix aus verschiedenen Lehrmethoden unterstützt Studierende bei der Erreichung ihrer Lernziele. So werden regelmäßig Gruppenarbeiten, mündliche Mitarbeitsmeldungen, schriftliche Miniquizze, Hausübungen, Fallstudien usw. durchgeführt. Dabei werden auch wichtige Inhalte der vergangenen (Online- oder Präsenz-) Einheiten aufgegriffen, durch Mitarbeitsleistungen wiederholt und in neuen Kontext gesetzt.

Die Vielfalt wird durch den Einsatz verschiedener Medien, gezielten Perspektiventausch bei Übungen und die Grundhaltung, dass Studierende möglichst viel selbst er- bzw. bearbeiten, unterstützt. Durch den Einsatz von Mitarbeitskärtchen und -punkten, die Studierende für hilfreiche Meldungen, spannende Fragen oder ähnliches erhalten, herrscht ein sehr positives, zielgerichtetes und kommunikatives Klima.

Die Präsenzeinheiten und Online-Phasen sind miteinander didaktisch verzahnt. Beispielsweise wird online ein Tilgungsplan zu einem Darlehen behandelt. In der darauffolgenden Präsenzeinheit werden die wesentlichen Prinzipien wiederholt (z.B. durch schriftliche Miniquizze oder mündliche Fragen an die Studierenden) und danach erläutert, wie sich Änderungen der Darlehenskonditionen während der Laufzeit auf diesen Basis-Tilgungsplan auswirken.

Durch die Kombination von Online- und Präsenzeinheiten liegt ein Beispiel innovativer Hochschuldidaktik im Blended-Learning Design vor, das digitale Elemente im Rahmen von Präsenzveranstaltungen nutzt und in Online-Phasen Studierende ins Zentrum stellt.

Mehrwert

Der Mehrwert der Blended-Learning Kurse liegt vor allem in der durch die online Selbstlern-Einheiten ermöglichten zeitlichen und örtlichen Flexibilität für die Studierenden. Sie können die entsprechenden Lernressourcen in ihrem eigenen Tempo durcharbeiten, werden aber trotzdem durch die/den Vortragenden im Chat individuell betreut, sodass Studierendenzentrierung gewährleistet ist und der Heterogenität unterschiedlicher Lerner/inn/en Rechnung getragen wird. Durch das aktive Erarbeiten der Inhalte sowie die Interaktion mit Kolleg/inn/en im Chat ergibt sich zudem ein verstärkter Aufbau von Kompetenzen. Das unterschiedlich stark ausgeprägte Wissen der Studierenden führt durch das Geben von Hilfestellungen im Chat zur Festigung des eigenen Wissens, zur Hinterfragung von Methoden und zur Festigung von sozialen Fähigkeiten.

Der Mehrwert der Einführung des Labels liegt darin, dass Lehrende die Möglichkeit haben, ihre Lehrveranstaltung auf ein Blended-Learning Format umzustellen und sich dabei an Kriterien orientieren können, um Präsenz- und Online-Lehre bestmöglich zu verzahnen. Bei der Überführung in ein solches Format erhalten sie auch didaktische Unterstützung von Seiten der Abteilung Digital Teaching Services der WU. Die Lehrveranstaltung „Finanzierung“ hat als Pilot-Lehrveranstaltung für das Blended-Learning Label maßgeblich dazu beigetragen, die Kriterien für das Label zu evaluieren und zu verfeinern.

Zuletzt soll noch erwähnt werden, dass das Blended-Learning Projekt eine große Hilfe und Erleichterung bei der Umstellung der gesamten Lehrveranstaltung auf Distanzlehre zu Beginn des Sommersemesters 2020 aufgrund der Covid-Krise darstellte. Durch das bereits bestehende Konzept und die schon vorhandenen Online-Selbstlerneinheiten ergab sich ein nicht zu unterschätzender organisatorischer und zeitlicher „Startvorteil“. Dieser hat dazu beigetragen, dass auch für die Inhalte der eigentlichen Präsenzeinheiten in relativ kurzer Zeit qualitativ hochwertige online Lernmaterialien erstellt werden konnten, die von den Studierenden sehr positiv angenommen wurden.

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

Der Entwicklungsprozess der Blended-Learning-Kurse erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen den LV-Leiter/innen und der Abteilung Digital Teaching Services der WU. Dabei wurden u.a. Erfahrungen mit digital gestützten Lehr-Lern-Settings. Die Ergebnisse wurden auch für eine Weiterentwicklung des Blended-Learning-Labels der WU genutzt.

Das LV-Design ist überall dort übertragbar, wo mehr Flexibilität für Studierende, ein Angebot von zeitgemäßen Lernformen und die Förderung des Erwerbs von digitalen Kompetenzen gewünscht werden. Inhalte, die in online Selbstlern-Phasen eingearbeitet werden, müssen mit Bedacht gewählt und (mit relativ hohem Aufwand) strukturiert als multimediale Lernmaterialien bereitgestellt werden, sodass eine Abwechslung von Input und Aktivierung erreicht werden kann. Welche mediendidaktischen Elemente zum Einsatz kommen, hängt dabei von den Inhalten bzw. Themen, deren Abgrenzbarkeit, und der Möglichkeit, diese Themen in der folgenden Präsenzeinheit zu verzahnen, ab.

Durch die gute Betreuungsrelation wird im Rahmen der gesamten Lehrveranstaltung eine hohe Studierendenzentrierung ermöglicht, die auch laufende Betreuung während der Online-Phasen beinhaltet. Ein vorgegebener Zeitrahmen während der Online-Phasen erlaubt es Studierenden, in eigenem Tempo und selbstbestimmtem Lernsetting (Einzel-, Paar- oder Gruppenarbeit) zu lernen. Der Zeitrahmen ist weit genug gesteckt, um Selbstregulation zu ermöglichen, aber mit 10,5 Stunden auch eng genug bemessen, sodass die online Selbstlern-Phasen einen Eventcharakter erhalten und die Regelmäßigkeit des Mitarbeitens während des ganzen Semesters weiterhin im Mittelpunkt steht.

Die Studierendenzentrierung der LV kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die Studierenden im Anschluss an die Online-Phase Feedback geben können, das zeitnah in das Lehr-Lern-Design aufgenommen wird. Dies motiviert die Studierenden und regt sie auch dazu an, über Formen der Erarbeitung von Wissen und Kompetenzen nachzudenken. Zudem dient das Feedback der Studierenden dazu, dass Design der LV auch längerfristig weiterzuentwickeln.

Es ist geplant, die Lehrveranstaltung Finanzierung (nach der Pandemie) weiterhin zweigleisig anzubieten, sowohl als reine Präsenzveranstaltung als auch als Blended-Learning-Veranstaltung. Die Anzahl der Kurse in den beiden Varianten wird sich dabei nach der Nachfrage der Studierenden richten, wodurch ebenfalls eine indirekte Form des Feedbacks der Studierenden möglich ist.

Das Design der LV dient an der WU – insbesondere für Blended-Learning-Settings – als Good Practice Beispiel.

Aufwand

Die Planung der Blended-Learning-Kurse vom Konzept bis zur Durchführung erforderte ungefähr zwei Semester Vorlaufzeit. Am meisten Zeit beansprucht hat die Erstellung der Lernmaterialien für die drei Online-Einheiten, insbesondere der Videos.

Insgesamt wurden (inklusive der Überarbeitung der Online-Phasen anhand des Feedbacks der Studierenden nach dem ersten Semester) ungefähr 600 Arbeitsstunden, verteilt über 3 Semester, aufgewendet.

Positionierung des Lehrangebots

Der Besuch der LV ist im Bachelorstudium Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Wirtschaftsrecht nach abgeschlossener STEOP möglich.

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2021 nominiert.
Ars Docendi
Gewinner 2021
Kategorie: Digitale Transformation in der Lehre
Hochschullehrpreis 2020
Kategorie: Schwerpunkt 2020: Lernprozesse online unterstützen
Link zum Hochschulpreis
Ansprechperson
Michaela Nettekoven, Ass.prof. Dipl.-Ing. Dr.
Department für Finance, Accounting & Statistics, Institut für Finance, Banking & Insurance
+43 1 31336 4561
Nominierte Person(en)
Michaela Nettekoven, Ass.prof. Dipl.-Ing. Dr.
Department für Finance, Accounting & Statistics, Institut für Finance, Banking & Insurance
Maria Krakovsky, Mag.
Department für Finance, Accounting & Statistics, Institut für Finance, Banking & Insurance
Lukas Kowarsch
Department für Finance, Accounting & Statistics, Institut für Finance, Banking & Insurance
Themenfelder
  • Neue Medien
  • Didaktische Methode
  • Rund ums Prüfen
Fachbereiche
  • Wirtschaft und Recht