Introduction to Academic Agricultural English

Ziele/Motive/Ausgangslage

Ausgangslage:

2012 gab es von Seiten der Studienrichtungsverteterinnen und – vertreter vermehrt die Bitte, eine LV zu entwickeln, die Studierenden mit wissenschaftlichen Fachtexten (Erschließung sowie eigene Produktion) in Englisch hilft. Es gab damals Erfahrungsberichte der BOKU-CAS Leitung sowie von Studierenden, dass die Umsetzung des BOKU-CAS Curriculums nur unzureichend auf die Erfordernisse einging. So wurden laut Lehrplan 10 ECTS für fremdsprachige LV vorgeschrieben, es fehlte jedoch ein adäquates Angebot. Dadurch ergab sich eine unbefriedigende Situation für Studierende.

 

Das damalige Zentrum für Internationale Beziehungen (heute BOKU-IR) bot eine LV „Englisch Fachsprache“ an, diese war jedoch nur für Studierende mit sehr guten Englischkompetenzen zugänglich (Voraussetzungen waren bereits vorab absolvierte Englisch Sprachkurse mit Beurteilung „Sehr gut“ oder „Gut“ sowie einem persönlichen Bewerbungsgespräch). Aufgrund dieser Einschränkungen kam diese LV für die meisten Studierenden nicht in Frage, ihr Englisch war schlichtweg nicht gut genug.

 

Im Auftrag des Zentrums für Agrarwissenschaften erstellte ich ein didaktisches Konzept für eine mögliche Implementierung von Englisch als Fachsprache für das Zentrum für Agrarwissenschaften an der Universität für Bodenkultur. Dabei wurden erstens die Anforderungen an die Umsetzung einer LV mit Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung bestimmt und anschließend konkretisiert. Zweitens sollte das Verhältnis zu anderen Universitätsbereichen und deren Bildungszielen und -inhalten aufgezeigt werden. Ziel war die Schaffung einer Art Ringvorlesung Fachsprache.

 

Mittlerweile sind etliche Jahre vergangen. Die LV wurde seit der ersten Abhaltung im Wintersemester 2013 jedes Semester durchgeführt (und einmal umbenannt). Obwohl sich in dieser Zeit sehr viel an der Universität für Bodenkultur verändert hat und es nun deutlich mehr Lehrveranstaltungen in Englisch gibt, ist diese LV dennoch die einzige geblieben, die fachlichen Input und Sprachförderung kombiniert und für alle ohne Zugangsbeschränkungen offen ist.

 

Ziele und Motive:

Wesentliche Ziele und Motive der LV sind:

 

a) Stärkung des Ausdrucksvermögens in der Fachsprache

Diese LV bietet eine praxisorientierte Einführung in die englische Fachsprache für Agrarwissenschaften. Dabei stärkt sie bei den teilnehmenden Studierenden deren schriftliches und mündliches Ausdrucksvermögen in dieser Fachsprache im speziellen sowie die Kommunikationsfähigkeit im Allgemeinen. Durch kooperative Aufgabenstellungen, bei denen Studierende ihre fachlichen Texte gegenseitig kommentieren, ergänzen und erweitern wird auch die Kooperationsfähigkeit gestärkt. Studierende sind gefragt, ihre persönlichen Fähigkeiten und ihr Vorwissen konstruktiv einzubringen, Kritik im akademischen Diskurs adäquat anzunehmen und mit dieser Kritik proaktiv umzugehen.

 

b) Solide fachliche Basis durch Verständnis und Wissenstransfer

Durch die spezielle Zusammenstellung der Fachbereiche und deren Zusammenspiel hinsichtlich der Aufgabenstellungen verdeutlicht die LV Zusammenhänge im Bereich der Agrarwissenschaften (und darüber hinaus) und trägt somit dazu bei, dass Studierende nicht nur im Know-What (Inhalte), sondern auch im Know-How (Methodenerwerb) geschult werden. Dies führt zu deutlich mehr Souveränität bei der selbstständigen Anwendung des Gelernten in dieser LV – und noch wichtiger: auch weit darüber hinaus im Laufe des gesamten Studiums. Den verschiedenen Modulen der LV (Nutztierwissenschaften, Pflanzenwissenschaften, Technik & Umwelt sowie Ökonomie) liegen oftmals ähnliche Prinzipien zu Grunde. Im Sinne einer vertiefenden Vernetzung trägt die LV dazu bei, Querverbindungen herzustellen sowie die Analyse- und konzeptionellen Fähigkeiten bei Studierenden zu stärken. Diese Flexibilität im Denken und Handeln hilft Studierenden dabei, ihr Wissen nachhaltig anzuwenden, unterstützt sie neue Aufgaben und Herausforderungen anzunehmen und sich angstfrei mit diesen auseinanderzusetzen.

 

c) Förderung der Selbststeuerung und Verantwortung für das eigene Lernen

Die eigenständige Erarbeitung von Wissen ist ein essentieller Bestandteil universitärer Arbeit und wird in dieser LV in der Praxis jedoch in geschütztem Rahmen trainiert. Studierende können mehrfach unterschiedliche Methoden und Vorgehensweisen von Text-Erarbeitung über argumentativen Aufbau, Verschriftlichung der eigenen professionellen Meinung bis hin zum wissenschaftlichen Diskurs mit Kollegen ausprobieren, erhalten dafür immer rasch konstruktive und persönliche Rückmeldungen und Empfehlungen zur Verbesserung und können so konstant über ein Semester hinweg selbstgesteuert, eigenverantwortlich und individuell ihr Lernen steuern. Studierende erleben sich so nicht als passive Passagiere, sondern als aktive Gestalter ihrer Lernerfahrung und ihres Lernerfolgs.

 

d) Leistungs- und Lernbereitschaft, Ausdauer und Belastbarkeit, Selbstreflexion

Die LV ist intensiv, umfasst 3 ECTS und verlangt von Studierenden entsprechenden Einsatz. Diese Leistungs- und Lernbereitschaft wird als einzige Bedingung für die Kursteilnahme gefordert und von Anfang an auch so kommuniziert. Damit sollen Studierende gleichzeitig gefördert und gefordert werden und sich die Erkenntnis bilden, dass sich Leistung bezahlt macht.

Dank der unterschiedlichen Aufgaben, die über die gesamte Lehrveranstaltungsdauer abzuarbeiten sind, aufeinander aufbauen und die konstruktive Arbeit aller Studierenden zum Gelingen bedingt, fördert diese LV außerdem das Ausdauer- und Durchhaltevermögen, Belastbarkeit und Zeitmanagement (Studierende sind gefordert Aufgaben systematisch und konzentriert in einem zeitlich begrenzten Korsett abzuarbeiten und dabei möglichst immer bessere Leistung zu erbringen). Es hat sich im Laufe der Zeit gezeigt, dass gerade die Kompetenz des Zeitmanagements bei vielen Studierenden zu Beginn des Kurses ein großes Problem darstellt. Erfreulicherweise hilft aber die Struktur der LV (jedes Modul läuft gleich ab – auch hinsichtlich der Aufgabenarten und -Durchführungsdauer) sowie die Selbstreflexion dabei, Zukunftsfähigkeit und vorausschauendes Denken zu fördern und das eigene Verhalten entsprechend anzupassen. Als ich erstmals festgestellt habe, dass offensichtlich viele Studierende Probleme mit ihrem Zeitmanagement haben, habe ich ein wöchentlich versendetes, sogenanntes „Wednesday Email“ eingeführt, welches regelmäßig alle anstehenden Aufgabendeadlines sowie neu verfügbare Aufgabenstellungen für die kommende Woche zusammenfasst. Dies war als unterstützende Maßnahme besonders für jene Studierende gedacht, die in diesem Kompetenzbereich Defizite haben. Die ausgesprochen positiven Rückmeldungen zu diesen „Wednesday Emails“ haben dazu geführt, dass diese nun fixer Bestandteil der LV sind (und ich habe diese zusätzliche Kommunikationsschiene auch für alle meine anderen LVs übernommen).

 

e) Sorgfalt, Zuverlässlichkeit, Verantwortung

Studierende verfassen in jedem der vier Module dieser LV in der ersten Woche einen eigenen englischen Fachtext (Initial Post). In der darauffolgenden Woche gilt es dann, mit mindestens zwei Fachtexten von Kolleginnen und Kollegen in akademischen Diskurs zu treten (Response Posts, d.h. Aussagen entsprechend zuzustimmen, Gegenargumente anzubieten, weiterführende Aspekte aufzuzeigen, etc.). Dieses Zusammenspiel und Bedingen der Aufgaben individueller Studierender für das Gelingen der Aufgaben anderer Studierender in der LV bedarf eines großen Maßes an Zuverlässlichkeit. Abgabetermine sind einzuhalten, um anderen Studierenden zu ermöglichen, sich ausführlich mit den Fachtexten auseinander setzen zu können und entsprechend professionell darauf reagieren zu können. Zugleich bedarf es auch eines hohen Maßes an Sorgfalt und Verantwortung, da die eingereichten Fachtexte sowohl inhaltlich als auch sprachlich auf einem Niveau sein müssen, das eine derartige Auseinandersetzung zulässt.

 

f) Motivation stärken, erhalten und erweitern

Studierende an der BOKU sind an sich sehr motiviert. Der Kontakt mit der Fachsprache Englisch ist allerdings für die meisten Studierenden ausgesprochen demotivierend (weniger als 5 Prozent der Studierenden, die bisher an dieser LV teilgenommen haben, gaben an davor positive Erfahrungen mit der Fachsprache gemacht zu haben, für mehr als 95 Prozent waren die Erfahrungen negativ oder sehr negativ). Adäquate Kompetenzen in Englisch wurden und werden auch heute von Lehrenden und dem System Universität vorausgesetzt. Dies inkludiert auch die Vorstellung, dass alle, die Englisch als Fremdsprache in der Schule gelernt haben ebensolche Kompetenzen auch im Bereich von Englisch als Fachsprache und English for Academic Purposes (EAP) haben. Jedoch ist diese Grundannahme falsch. Fachsprachen und EAP unterscheiden sich von der Art Englisch, die sie vor ihrem jeweiligen Studium kennen gelernt haben. So kommt es, dass auch heute noch die meisten Studierenden über ihre negativen Erfahrungen, das Erleben von Inkompetenz, Versagen und Alleine-gelassen-sein mit der Fachsprache berichten, wenn sie sich in der Orientierungsphase der LV vorstellen und Gründe für die Teilnahme angeben.

Es ist daher Leitmotiv und Ziel der LV durch Befähigen und das Erleben von Kompetenz die Motivation zu stärken, zu erhalten und zu erweitern. Dies soll nicht nur auf sprachlicher Ebene der Fall sein, sondern durch die Vernetzung von unterschiedlichen Teilaspekten auch die inhaltliche Ebene einschließen. Ich bin froh und stolz, dass die vielen Rückmeldungen der Studierenden zeigen, dass dies in der und durch die LV auch tatsächlich hervorragend gelingt.

 

Die LV basiert auf dem Konzept des Constructive Alignment sowie Prinzipien guter Lehre und ist kompetenzorientiert gestaltet. Die intendierten Lernergebnisse für die LV lauten:

 

Die Studierenden entwickeln ihre Kompetenzen, agrarwissenschaftliche Inhalte in englischen Fachtexten zu verstehen und in einem internationalen Kontext unter Zuhilfenahme von Englisch als lingua franca zu kommunizieren.

Nach erfolgreich absolvierter LV sind Studierende in der Lage …

• Kernaussagen und Inhalte von englischen Fachtexten aus relevanten Bereichen der Agrarwissenschaften mit Hilfe von Quellen zu erschließen und selbst derartige Texte professionell und unter Einhaltung der guten wissenschaftlichen Praxis zu verfassen,

• Kommentare zu englischen Fachtexten zu erschließen und selbst derartige Texte professionell und unter Einhaltung der guten wissenschaftlichen Praxis zu verfassen,

• Fachenglisch in ihrem professionellen akademischen Umfeld auf effiziente und flexible Weise anzuwenden und fachliche Expertise kompetent zu kommunizieren sowie dazu in wissenschaftlichen Diskurs zu treten,

• Strategien für das Management, den adäquaten Einsatz und die Erweiterung eines Spezialvokabulars in der eigenen wissenschaftlichen Disziplin zu entwickeln und anzuwenden,

• Einen gesunden, positiven und proaktiven Zugang bei der Verwendung und eigenständigen Weiterentwicklung der Fachsprache Englisch als Lingua Franca zu entwickeln und umzusetzen,

• Folgende Schlüsselkompetenzen (‚soft skills‘) zielgerichtet einzusetzen: Selbststeuerung, Eigenverantwortung, Leistungs- und Lernbereitschaft, Sorgfalt, Fähigkeit zur Selbstreflexion, Zielorientiertes Handeln, vorausschauendes Denken und Zeitmanagement sowie die Fähigkeit, sich in Strukturen bewegen zu können.

 

Auch trägt die LV dazu bei, dass Studierende …

- Hemmnisse vor der Kommunikation in der Fachsprache Englisch als Lingua Franca ablegen und sich selbst als kompetente Nutzer der Sprache erleben;

- Die Bedeutung des lebenslangen Lernens für ihre persönliche und professionelle Entwicklung verstehen und in ihr Leben integrieren;

- Englisch als internationale Arbeitssprache in ihren Alltag integrieren.

 

Somit entspricht diese LV den inhaltlichen Leitsätzen der BOKU-Lehre hinsichtlich Soft Skills, Grundsätze und Werte.

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Introduction to Academic Agricultural English erlaubt es Studierenden die Welt der Fachsprache Englisch für Agrarwissenschaften für sich zu erschließen. Studierende machen sich dadurch nicht nur englische Fachliteratur und damit Wissen für ihr gesamtes Studium (und darüber hinaus) zugänglich, sondern - noch viel wesentlicher – ist es ihnen so möglich, sich auch mit ihrer eigenen akademischen Stimme Gehör zu verschaffen, in globalen wissenschaftlichen Diskurs zu treten und sich als kompetente Anwender und Anwenderinnen von English als internationale Lingua Franca wahrzunehmen. Neben der Stärkung des Ausdrucksvermögens, der fachlichen und sprachlichen Basis sowie des Wissenstransfers zwischen vier Fach-Modulen (Nutztierwissenschaften, Pflanzenwissenschaften, Technik & Umwelt sowie Ökonomie) fördert und fordert diese LV aktiv die Verantwortung für das eigene Lernen, die Leistungs- und Lernbereitschaft sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Wertschätzung, Anerkennung und Lob sowie Prinzipien guter Lehre und Kompetenzorientierung tragen diese LV. Dank der engmaschigen, persönlichen Rückmeldungen und intensiven Betreuung sowie der konsequenten Umsetzung des Constructive Alignment und Schaffung einer dichten Lernlandschaft gelingt es in dieser LV, tatsächlich jede und jeden Studierenden anzusprechen, die vorgegebenen und für sich selbst definierten Lernziele zu erreichen und seit mittlerweile 16 Semestern eine 100-prozentige Zufriedenheitsrate der Teilnehmenden zu halten.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

This course allows students to explore the world of academic agricultural English. Not only do students gain access to scientific literature in English (and thus knowledge for their entire study period and beyond), but also –and mainly so– does this course allow their academic voices to be heard. Thanks to this course, students can actively engage in global scientific discourse and experience themselves as competent and confident users of English as international lingua franca. This course fosters students’ articulateness, professional and linguistic fluency as well as knowledge transfer within and between four disciplinary modules (Livestock Sciences, Plant Sciences, Technology & Environment, Economy). Students actively take responsibility for their individual learning processes. This course stimulates and stipulates students’ motivation, commitment, willingness to learn and self-reflection competencies. The course foundation is threefold: a) appreciation, recognition and praise, b) principles for excellence in teaching and c) competency-based learning. Extensive, personal feedback loops, an intense support system, the consistent implementation of Constructive Alignment and the creation of a dense, stimulating learning environment allow this course to actually reach each individual student, accomplish both the predefined and individually set learning outcomes and culminate in a 100 percent satisfaction rate amongst participants since the introduction of this course in 2013.

Nähere Beschreibung des Projekts

Die LV führt Studierende in die englische Fachsprache in vier Teilbereichen der Lehre an der BOKU ein. Diese sind Technologie & Umwelt, Pflanzenwissenschaften, Nutztierwissenschaften und Ökologie. Die Inhalte sowie die Methodenauswahl sollen Studierende gleichzeitig fordern und fördern.

 

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Befähigung der Studierenden selbstständig mit englischer Fachliteratur umgehen zu lernen. Dies bedeutet Studierende bei der Entwicklung ihrer fremdsprachlichen Kompetenzen so zu unterstützen, dass sie agrarwissenschaftliche Inhalte im internationalen Kontext ihrem Kompetenzniveau entsprechend bestmöglich verstehen und derartige Inhalte eigenständig, erfolgreich und entsprechend den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis kommunizieren können.

 

Die LV ist modular aufgebaut und bietet eine enge Verschränkung von Wissensvermittlung und Kompetenzerwerb. Können und Lernen sind dabei lernwirksam ergänzende Abläufe.

 

Die LV beruht auf drei Säulen:

(1) 4 fachliche Module, die in jeweils 2 Einheiten durch Fachvorträge und Diskussion (gehalten von Experten) den fachlichen Rahmen der LV bilden. Diese Experten geben auch die inhaltlichen Themen der Module vor und adaptieren diese entsprechend dem aktuellen Stand der Forschung.

(2) Englisch Coaching, in dem in vier Einheiten (jeweils eine EH pro Modul) ein für das jeweilige Modul relevanter Fachtext mit den Studierenden gemeinsam erarbeitet wird (inkl. Vokabelentwicklung und -übung, Fachtexterarbeitungsstrategien, sprachlich vertiefender Weiterentwicklung, akademischer Ausdruck, Stilistik, etc. Die Inhalte richten sich hier explizit nach den Bedürfnissen der Studierenden).

(3) E-Learning Plattform, die es Studierenden ermöglicht Erlerntes durch relevante Aufgabenstellungen in Fachtexterarbeitung und anschließender fachlicher Diskussion praktisch anzuwenden. Außerdem gibt es Aufgaben für Sprach- und Vokabeltraining sowie persönliche Reflexionen hinsichtlich der individuellen Lernfortschritte und Zielsetzungen.

 

Zusätzlich gibt es vor Beginn der LV eine Orientierungsphase, in der Studierende auf der e-learning Plattform mit allen wesentlichen Elementen der LV vertraut gemacht werden. Diese beinhaltet:

(a) eine allgemeine Einleitung, Vorstellung der Lektoren und Organisatorisches (z.B. Abhaltetermine, etc.).

(b) klar kommunizierte intendierten Lernziele

(c) die detaillierte Aufschlüsselung aller Aufgabenstellungen in der LV

(d) die Beurteilungskriterien (inkl. Beispielen von Textproduktionen und deren Bewertung, um auch ganz praktisch zu verdeutlichen, wie die Leistungsbeurteilung der von Studierenden produzierten Fachtexte abläuft) und die Bereitstellung aller Leistungsbeurteilungs-Matrizes

(e) Regeln für die gemeinsame Arbeit in den Diskussionsforen

(f) Aufgaben, die beim Einleben zu LV-Beginn helfen sollen, sowie

(g) ein Selbsttest, mit dem Studierende abprüfen können, ob sie alle Inhalte der Orientierungsphase sowie Regeln des gemeinsamen Arbeitens verstanden haben.

 

Nach der Orientierungphase folgen die vier fachlichen Module (die Reihenfolge der Module ändert sich dabei je nach zeitlichen Ressourcen der Vortragenden). In jedem Modul gibt es zwei Fachvorträge inklusive fachlicher Diskussion in Englisch, eine Englisch Coaching Einheit mit Fokus auf Lese- und Schreibkompetenzen in der englischen Fachsprache sowie wissenschaftlichem Diskurs und Verhaltensweisen guter wissenschaftlicher Praxis sowie folgenden Aufgabestellungen, die auf der e-learning Plattform abgearbeitet werden:

Über die gesamte Dauer des Moduls (zwei Wochen): Vokabeltrainings (mit Vokabeln, Phrasen, etc. passend zum Modul), Korrekturlesetrainings (ebenfalls mit Vokabeln, Phrasen etc. passend zum Modul). Für beide diese Aufgaben gilt, dass vor Ende des Moduls mindestens eine Runde des Multiple Choice Tests erfolgreich abgeschlossen werden muss. Studierende werden ermutigt, so viele Runden wie möglich zu absolvieren. Neben der intrinsischen Motivation sich selbst in diesen Bereichen zu verbessern, unterstützt die Lernplattform hier zusätzlich mit extrinsischen Anreizen: einerseits wird die Leistungsbeurteilung mit jeder erfolgreich absolvierten Runde besser, andererseits gibt es für jene Studierenden, mit der höchsten Zahl an erfolgreich abgeschlossenen Runden jeweils einen „Badge of Honor“. Diese Anreize führen dazu, dass viele mehr als das geforderte Minimum erledigen, so die zu übenden Inhalte besser verinnerlichen und sofort Erfolge ihres Lernens erleben können, was sich wiederum positiv auf die intrinsische Motivation und Leistungsbereitschaft auswirkt.

 

In der ersten Woche des Moduls: selbstständiges Erarbeiten eines Fachtextes passend zur Themenstellung des Moduls (unter Zuhilfenahme einer bereitgestellten Vokabelliste) sowie Verfassung eines Initial Post mit einer fachlichen Fragestellung basierend auf dem erarbeiteten Fachtext sowie den Inhalten der Fachvorträge mit den Experten der BOKU. Im Initial Post können und sollen Studierende auch die in der Englisch Coaching Einheit erarbeiteten Inhalte einbauen (z.B. korrektes Paraphrasieren, Strukturieren, etc.) sowie das neu erlernte und trainierte Fachvokabular und Strategien zum Korrekturlesen aktiv anwenden. Für besonderes Engagement (d.h. über das geforderte Maß hinausgehende Leistungen bei der Erstellung dieses Fachtextes basierend auf den jeweiligen Kompetenzniveaus der individuellen Studierenden) wird ebenfalls ein „Badge of Honor“ verliehen. Studierende erhalten innerhalb von 24 Stunden ab Abgabetermin eine persönliche Rückmeldung über ihren Fachtext mit Information zu Aspekten, die bereits gut funktionieren bzw. gut umgesetzt wurden sowie Vorschlägen, wie die Textproduktion in Zukunft noch besser gestaltet werden kann. Dieses Feedback ist auch Grundlage für die Bewertung des nächsten Textbeitrages. So ist sichergestellt, dass Studierende tatsächlich individuell und basierend auf ihrer persönlichen Leistung und Weiterentwicklung bewertet werden. Dank der ausgesprochen zeitnahen Rückmeldung ist Studierenden der eigene Fachtext noch sehr präsent, Rückmeldungen dazu können so bestmöglich wirken. Außerdem bedeutet dies, dass Studierende die Vorschläge sofort in die nächste schriftliche Arbeit in der Folgewoche einfließen lassen können.

 

In der zweiten Woche des Moduls: Lesen der Initial Post Beiträge anderer Studierender und Entwickeln einer inhaltlichen Replik auf zumindest zwei Initial Posts anderer Studierender. So entsteht in Woche 2 ein fachlicher Diskurs zwischen Studierenden der LV. Gleich wie beim Initial Post gibt es auch hier den Anreiz, sich für besonderes Engagement einen „Badge of Honor“ zu verdienen. Analog zu den Initial Posts erfolgt auch die Beurteilung und Rückmeldung. Sowohl Initial Posts als auch Response Posts werden mit einer Leistungsbeurteilungsmatix bewertet, um maximale Transparenz und Information für Studierende zu bieten. Ebenfalls ab Woche 2 eines Moduls ist in einem Zeitraum von 2 Wochen eine persönliche Reflexion über das Gelernte, persönliche Erkenntnisse, Schwierigkeiten und der individuelle Umgang damit sowie drei konkrete Ziele für das kommende Modul zu verfassen. Studierende werden so explizit ermutigt, ihre eigenen Schreibprozesse und Entwicklung als akademisch Schreibende zu reflektieren (Welche Vorschläge passen für mich und meinen persönlichen Arbeits-, Schreib- und Argumentationsstil? Wie kann ich das Feedback für die Qualität meines Fachtextes bestmöglich umsetzen? etc). Durch die persönliche Reflexion der Studierenden und eine ebenso persönliche Antwort meinerseits entsteht ein persönlicher Austausch, der auch die Lernenden-Lehrenden-Beziehung sowie Vertrauen und Motivation stärkt. Diese Beziehungsarbeit ist ein wesentlicher, oft unterschätzter Bestandteil gelungener, nachhaltiger Lehre. Wir alle sind nicht nur Lernende / Lehrende, sondern eben auch und zuallererst Menschen. Ich verstehe Lehren immer auch als Beziehungsarbeit. Durch den Austausch, wie das Lernen in den letzten Wochen gelaufen ist, welche Hochs und Tiefs es gab und die gemeinsame Freude am Erfolg der Studierenden sowie der erlebte Stolz auf die erbrachten Leistungen erfahren alle Beteiligten Lernen auch als gemeinschaftlich und verbindend und es wird erlebbar, dass Lernende und Lehrende gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten.

 

Am Ende der LV schreiben Studierende einen letzten Fachtext zu einer von mehreren möglichen Fragestellungen, die alle auf den behandelten Inhalten basieren und mit Hilfe der bereits erworbenen Kompetenzen behandelt werden können. Dieses End of Term Excerpt stellt quasi die „Meisterarbeit“ dar und soll Studierenden in einem abschließenden Dokument die komplexe eigene Weiterentwicklung über das Semester hinweg verdeutlichen, trägt aber nur 10% zur Gesamtnote bei, da der Fokus ja eindeutig auf dem Lernprozess, während des Semesters und der kontinuierlichen individuellen Verbesserung liegt.

 

Zu LV-Ende, in den Closing Words, werden Studierende um eine persönliche Rückmeldung ersucht und gleichen ihre erreichten Lernziele mit den intendierten Lernzielen ab. Studierende werden auch aktiv eingeladen, sich nochmals ihren ersten selbstverfassten Fachtext aus dem ersten Modul anzusehen und mit ihrem End of Term Excerpt zu vergleichen. So wird der Lernerfolg für alle Beteiligten besonders deutlich sichtbar. Studierende erhalten danach nicht nur ihre Leistungsbeurteilung, sondern auch ein persönliches Feedback über die von mir wahrgenommene Entwicklung über das gesamte Semester hinweg.

 

Wie man sieht, sind die einzelnen Elemente der LV alle kompakt miteinander verwoben und bieten Studierenden somit sowohl theoretischen Input als auch Raum für die Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der (fremd-)sprachlichen Kompetenzen und intensives, aktives, selbstgesteuertes Üben und praktisches Anwenden. Jede und jeder einzelne Studierende steht dabei im Fokus und wird individuell betreut. Anders als herkömmliche Sprachkurse versucht diese LV nicht, möglichst homogene Sprachgruppen zu erzeugen, sondern im Gegenteil wird hier Heterogenität gelebt. Als einziger Englisch-Sprachkurs an der BOKU hat diese LV weder einen Einstufungstest noch eine Teilnahmegebühr. Ausdrücklich ALLE Studierende, unabhängig von der Phase ihres Studiums, ihrem Vorwissen, der Bildungsbiographie und Lebensrealität sind in der LV willkommen, so sie – dies ist die einzige Voraussetzung – leistungs- und lernwillig sind und entsprechende Motivation mitbringen. Diese Heterogenität wird in der LV besonders in den Fachtextproduktionen und anschließendem fachlichen Diskurs deutlich und dort als didaktisches Mittel eingesetzt, damit Studierende ihre Sichtweisen hinterfragen und Horizonte erweitern können.

 

Die LV ist nach Kriterien guter Lehre und basierend auf dem Konzept des Constructive Alignment aufgebaut. Die Besonderheit dieser LV liegt in der intensiven Verschränkung und Schaffung einer engmaschigen, stimulierenden Lernumgebung, die Studierende konsequent durch die LV führt, Kompetenzen der Studierenden stärkt, fordert und fördert und erreichte Lernerfolge sehr schnell sichtbar macht, wodurch zusätzliche Lernanreize gesetzt werden. Die LV hat bereits durch ihre intendierten Lernziele und Inhalte eine internationale Ausrichtung, geht es doch um die Verwendung der derzeit wichtigsten internationalen Lingua Franca Englisch und den damit verbundenen Möglichkeiten zur Teilhabe am europäischen und internationalen (fachlichen) Austausch.

 

Besonders an den Englisch Coachings ist die absolute Fokussierung auf die Studierenden als Individuen mit ihren Bedürfnissen. So werden Studierende in ihrem Tun bestärkt und motiviert, ihnen wird vermittelt, dass sie den Aufgaben, so sie auch schwierig sind, gewachsen sind, dass ihr Englisch gut und ihre Meinung von Bedeutung ist. Zur Verdeutlichung: In einem Semester waren Lesen und Erarbeiten von Fachtexten vor der LV ausnahmslos für alle Studierenden mit negativen Gefühlen besetzt. Bei der Lernergebnisumfrage am Ende der LV haben ALLE (!) angegeben, dass sie im Laufe des Semesters eine positivere Einstellung der englischen Fachsprache gegenüber entwickelt haben. Über all die Jahre hinweg haben 97% aller Studierenden dieser Aussage zugestimmt. Was für eine großartige Entwicklung.

 

Anpassungen ab SS 2020:

Seither sind die Englisch Coaching-EHs als Selbstlernvideos verfügbar, d.h. der Input sowie dazu passende Aufgabenstellungen sind in Videosequenzen gestaltet und Studierende können so selbstbestimmt, orts- und zeitunabhängig, im eigenen Tempo diesen Input und die dazu gehörigen Aufgabenstellungen individuell durcharbeiten. So wird Studierenden in der coronabedingt schwierig(er)en Situation geholfen, ihr Lernen selbstbestimmt zu steuern und bestmöglich in ihren (neuen) Alltag zu integrieren.

 

Alle Lernmaterialien zu den behandelten Inhalten der Englisch Coaching Einheiten stehen in Form von pdf-Dateien auf der Plattform zur Verfügung. Diese Materialien werden aktuell hinsichtlich Barrierefreiheit überarbeitet (die zur Verfügung gestellten (Lehr-)Videos sind dies

Mehrwert

Der wesentliche Mehrwert dieser LV entsteht für meine Studierenden. Ihnen bin ich als Lehrende verpflichtet. Sie sollen in diesem Abschnitt eine Stimme bekommen. Vorab möchte ich jedoch einige Aspekte kompetenzorientierter Lehre hervorheben, die die Basis für diesen Mehrwert darstellen:

 

Diese LV ist so konzipiert, dass die Zeit für Wissensvermittlung relativ kurzgehalten wird, um möglichst viel Raum und Zeit für das Anwenden und Integrieren des Gelernten für alle Studierenden zu ermöglichen. Zusätzlich wechseln sich Phasen des Demonstrierens von neuen Inhalten, der Aktivierung, Anwendung und Integration des Gelernten regelmäßig und ausgewogen ab. Dabei ist die Lehre in der LV nicht nur wie in den Leitsätzen der BOKU gefordert forschungsgeleitet, sondern eben auch konsequent und systematisch didaktisch aufgebaut. In der LV verwende ich unterschiedliche Lehr- und Lernansätze, so etwa problembasiertes Lernen, modulares Lernen, spielerische Anwendungen und mediengestütztes Arbeiten.

 

Studierende werden nicht nur über die intendierten Lernergebnisse informiert und auf die Relevanz des zu Lernenden hingewiesen – vielmehr erleben sie selbst die Relevanz des zu Lernenden für ihre Praxis, den weiteren Studienverlauf und darüber hinaus. So werden Sinnhaftigkeit, Nützlichkeit und Verwertbarkeit sofort deutlich und Studierende zeigen entsprechende Bereitschaft, ihre Zeit und Kraft in die Aufgaben dieser LV zu investieren.

 

Die intendierten Lernziele, daraus abgeleiteten Inhalte sowie Lehr- und Lernmethoden und die Leistungsbeurteilung sind im Sinne des Constructive Alignment aufeinander abgestimmt und werden transparent kommuniziert. Im Sinne der Lernzielerreichung gibt es daher auch keine abschließende Einzelprüfung. Die Leistungsbeurteilung erfolgt prüfungsimmanent jede einzelne Woche über das gesamte Semester hinweg und basiert auf klar kommunizierten und offen gelegten Beurteilungs-Matrizen, um die wissenschaftlichen Gütekriterien bestmöglich zu erfüllen und die Leistungsbeurteilung möglichst nachvollziehbar zu gestalten. Kernelement der Leistungsbeurteilung ist dabei nicht die Abfrage von Wissen, sondern die Anwendung, Analyse, Bewertung und Synthese. Alle Aufgaben in der LV sind konsequent auf die Lernziele ausgerichtet.

 

Diese LV berücksichtigt nicht nur Fach- und Methodenkompetenz, sondern inkludiert auch Sozial- und Selbstkompetenzen. So wichtig Fach- und Methodenkompetenz für ein erfolgreiches Studium sind, sie alleine machen den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Gelernten noch nicht komplett. Durch fachübergreifende Kompetenzen (von Engagement und professionell-ethischem Verhalten über Selbstmanagement bis hin zu Toleranz, um einige Beispiele zu nennen) können Studierende ihre erworbenen Fach- und Methodenkompetenzen auch erfolgreich in andere Settings übertragen und für sich und andere nutzbar machen. So stellen im Endeffekt auch die in der LV von den Studierenden produzierten Fachtexte nicht nur die individuellen Meinungen zu wissenschaftlichem Input, Theorien, Methoden oder Entwicklungen dar, sondern geben auch Einblicke in die Persönlichkeit und überfachlichen Qualitäten ihrer Verfasserinnen und Verfasser.

 

Heterogenität ist in dieser LV gelebte Realität, sowohl hinsichtlich der Kompetenzen der Studierenden als auch was die Bedürfnisse und Interessen anbelangt. Um die Lernprozesse möglichst optimal zu gestalten, können Studierende den Schwierigkeits- und Komplexitätsgrad der Aufgabenerfüllung selbst bestimmen. Konkret bedeutet das, dass Studierende für die zu produzierenden Fachtexte (Initial Post und Response Posts) keine Vorgabe hinsichtlich der Länge oder des Niveaus bekommen. Der erste Initial Post dient vielmehr als Richtschnur des jeweils aktuellen Kompetenzniveaus jedes und jeder einzelnen Studierenden. Darauf wird in der restlichen LV aufgebaut und dieses Kompetenzniveau gesteigert, angepasst an jede und jeden Studierenden. So erhalten alle Studierende in der LV Wahlmöglichkeiten und erfahren ihr Lernen als selbstbestimmten Akt. Studierende können jederzeit auf das persönliche Supportangebot zurückgreifen. Dies besteht aus mehreren Lösungshilfen, wie etwa einem Forum, in dem schnell Verständnisfragen zu den zu erarbeitenden Fachtexten gestellt werden können und sich gegenseitig Hilfestellung anbieten sowie auch meiner Hilfe und Präsenz auf der e-learning Plattform.

 

Darüber hinaus entscheiden Studierende selbst, wie viel Kraft, Zeit und Energie sie in einzelne Aufgaben und ihren Lernerfolg investieren wollen, wobei Leistung gesehen und belohnt wird (etwa durch die „Badges of Honor“ für besonderes Engagement). Auch gibt es Freiheiten hinsichtlich der Herangehensweise an die Fachtextproduktion oder Themenwahl (z.B. beim End of Term Excerpt). All dies trägt dazu bei, dass Studierende möglichst selbstgesteuert Lernen und Verantwortung für ihren Lernerfolg übernehmen. Die Möglichkeit, Lernziele innerhalb der gesteckten Rahmen der LV zu Beginn selbst zu definieren und am Ende zu überprüfen, unterstützen Studierende hierbei ebenfalls. Klar vorgegebene, gelebte und eingeforderte Deadlines und Kriterien für die Leistungsbeurteilung geben Studierenden den nötigen Halt und bieten Führung. Lernende werden mit ihren Aufgaben nicht alleine gelassen. Ich stehe allen meinen Studierenden während der gesamten LV als Coach zur Verfügung und begleite sie bei ihren individuellen Lernprozessen sowohl mit fachlichem Input als auch als Begleiterin, die ihr Selbstvertrauen stärkt, Fragen aufwirft und hoffentlich Denkprozesse anregt und natürlich konstruktiv Rückmeldungen zu den erbrachten Leistungen erbringt, so dass Studierende ihre Kompetenzen weiter steigern können.

 

Die heterogene Zusammensetzung der Studierenden bringt auch mit sich, dass es unterschiedliches Vorwissen gibt. Für Studierende mit wenig weit entwickelten Sprachkompetenzen werden zusätzliche Lehrvideos, die ich im Zuge meiner anderen Sprachkurse erstellt habe, zur Verfügung gestellt und sollen Studierenden so helfen, sich in der Fremdsprache souverän bewegen zu können und sich entsprechend ihren Vorstellungen ausdrücken zu können.

 

Ebenfalls im Sinne des Constructive Alignment wird die LV jedes Semester basierend auf den Kompetenzsteigerungen der Studierenden evaluiert und weiterentwickelt. Seit Anbeginn werden Studierende zu Semesterende gefragt, inwiefern sie ihrer Meinung nach sowohl die vorgegebenen als auch die selbst gesteckten Lernziele in der LV erreicht haben und ob sie mit der LV zufrieden sind. Ich bin sehr stolz darauf sagen zu dürfen, dass wir in dieser LV eine 100-prozentige Zufriedenheitsrate haben! Tatsächlich jeder und jede einzelne Studierende war mit der LV sehr zufrieden. Auch das zeigt für mich, dass diese LV wirklich außergewöhnlich ist.

 

Es ist für mich wesentlich in dieser Bewerbung auch meine Studierenden „zu Wort kommen zu lassen“, ihre Stimmen sollten meiner Meinung nach gehört werden, sind meinem Verständnis nach wesentlich für die Bestimmung der Qualität dieser LV und zeigen sehr deutlich den Mehrwert der LV auf. Immerhin sind es ja die Studierenden, die im Zentrum dieser LV stehen. Daher findet sich nachfolgend eine (tatsächlich kleine) Auswahl an Rückmeldungen, die ich im Laufe der Jahre für diese LV erhalten habe (aus Datenschutzgründen habe ich die Nachnamen abgekürzt). Ich möchte darauf hinweisen, dass ich Studierende um eine Rückmeldung zur LV bitte, dies aber nicht Pflicht oder gar Teil der Beurteilung ist. Ich habe mittlerweile einen Ordner voller solcher Studierenden-Feedbacks für diese LV. Alleine die Menge und auch Länge der einzelnen Rückmeldungen spricht für sich.

 

Die hier angeführten Rückmeldungen sollen helfen ein runderes Bild dieser LV zu bekommen und auch zeigen, inwiefern die Lernziele tatsächlich erreicht werden können und was diese LV aus Studierendensicht so besonders macht. Die Rückmeldungen stammen aus unterschiedlichen Jahren (mit Fokus auf aktuelleren Semestern), um die konstant hohe Qualität und Zufriedenheit aufzuzeigen. Fehler wurden in den Texten nicht ausgebessert, so sie nicht das Verständnis behindern um die Heterogenität der Teilnehmenden zu verdeutlichen.

 

„(…) The first thing I found special about this course was the warm and friendly atmosphere, even though we never saw each other in person. I think this pleasant atmosphere was mainly due to the introduction task and the welcome words that everyone wrote to each other at the beginning of the course. I think that was a very good idea to get to know each other despite the current situation. It’s true that the course is very time-consuming. But it is one of those courses where earning credit points takes a backseat and the focus is on learning something for (professional) life and for oneself, which is to become confident in using Academic Agricultural English. Despite the high time demands, you managed to keep me motivated through your detailed feedback. Because the feedback enabled me to learn from my own mistakes and thus make progress. Last but not least, I found the organization of the course excellent. The online course was very well structured and together with the Wednesday mail I always had the perfect overview of what to do and when. Very special for were the various insights and discussions on the different topics from the field of agriculture, which also made the course very interesting with regard to the content. I would like to thank you for this, because it is certainly not easy to coordinate a course in which so many professors are involved.” (Maria R., WS 2020)

 

“I can only compliment you – for the course you have created and for the effort you invested to help each of us learn and become better. Honestly, I really enjoyed the close support you offered along the course. And to be fair – what you have accomplished with this course is truly award-worthy. What I especially liked is the instant feedback on the assignments, which, in my opinion enhances the process of learning massively. Many other courses do only offer feedback in the form of a final grade – but there is no space or time for personal feedback or development involved. Your feedback allowed me to improve my skills; however, I am equally thankful for your motivational words encouraging me to give my best and do more than the minimum requirements. Nonetheless, what was truly inspiring for me is the amount of time and effort you put in the personal development of each student. You do not only encourage us to give our best, but your engagement and passion invested in this course speaks for itself. Your dedication was a source of motivation for me throughout the course. So, I can only say thank you. This course not only helped me to develop my use of academic English massively, but it also provided me with the opportunity to gain skills in scientific writing and thinking – which I consider equally important. I definitely have to say that I have gained security in the utilization of academic English for scientific writing. In writing, my focus has shifted from investing time and effort to find the right language to the finding right content. English is no longer a barrier for the conveyance of my message; it has become a way to convey information. There is one last thing about your course I would like to mention: It did not meet my expectations – it exceeded them.” (Veronika K., WS 2020)

 

“With this feedback I would like to express how much I appreciate this course and how much it helped me develop my academic English skills. While it has been stated several times how much time and effort we as students invested in this course, it also needs to be pointed out how much time and effort you invested in us as a lecturer. The detailed and comprehensive feedback we got after every assignment distinguishes this course from any other course I have taken at university. In most courses, after submitting a seminar paper, all you get is a grade without much individual feedback which unfortunately keeps students from learning from their mistake. In this course, by contrast, the feedback we got after every single submission is as individual and detailed as it could possibly be. In fact, the entire course seems extremely well thought through. The subjects we worked on where highly interesting and covered a wide array of topics related to agriculture. Besides that, the coaching sessions were immensely helpful. I think the fact that the participants take the time to give such extensive feedback even though it has no influence on grading anymore shows how much people appreciate the course. Additionally, the significantly higher work requirements compared to other courses do not keep people from signing up. That demonstrates the great reputation of the course among students. Although it was a pity that the lectures and coaching sessions could only be held online, it worked out VERY well. I will definitely recommend this course to my peers as it has been recommended to me. Thank you for offering this great opportunity to improve our language proficiency.” (Florian S., WS 2020)

 

“I am really happy that I took this course! I learned how to write fluent academic texts, how to bring structure in them and how to paraphrase. In addition, I learned a lot of new words. For these things, the coaching videos were very helpful to me. However, the most important thing is probably that I feel more confident while writing in English. You always kept me motivated, also when it was a bit more difficult. Furthermore, the quick feedback and quick answer to emails was highly appreciated. Thank you for learning me so much! I will certainly keep on practicing an using academic English in my future life.” (Lien D., WS 2020)

 

“I would like to let you know that I am impressed with this course and how it helped me to resolve all my insecurities about my academic writing. I know how to check my own mistakes and see what is clearly written and what is not. I always had a problem with good argumentation but because of your help, I succeeded. This course was a time-consuming one, but as you mentioned from the very start, it will be worth it and it really is. (…) Thank you very much for sharing your knowledge about academic writing with others and support all of us. I am truly satisfied with this course and my work. Thank you again.” (Natasa M., WS 2020)

 

“This course was amazing, I appreciated your fast responses (to get a correction back on a Sunday is not usual) and I am convinced in my whole time at BOKU no professor ever invested as much time in their feedback as you did. For me, as a student, it was great to get a list with detailed information about I dismissed as well as positive comments about what I have done correctly to keep myself motivated. I would recommend this course to everyone even though the required time and effort is a lot higher than in other classes. Furthermore, I believe YOU should get another award because of the amount of time and effort you also invested to teach us, students, to sophisticatedly express ourselves in English and convey a clear and scientific message to others which we can use for life. At last, I will continue working with the handouts we got definitely also after my time at the BOKU. Thank you again!” (Hanna S., WS 2020)

 

“Thank you for being my teacher! To participate in your course was good choice, my English actually got a lot better. Half a year ago, I could not imagine that I would be able to write texts in a quite good quality. Now in the end of this course I am really proud of myself. (…) One can see that you really know what you are doing. The structure of the modules, generally the whole course was very good. At the beginning it was a kind of strange for me to post a text everybody can read. However I am sure that this fact pushed the quality of my texts into a higher level. What I appreciate most about you is your never ending motivation and the feedback you gave to all of our texts. The distant learning worked really well in this course and the idea with the videos was awesome. Because I was working in the “corona time” I missed some of the zoom meetings from other lecturers. Due to your videos I could plan my time very good because I could watch them whenever I liked. I am sure that you must have spent a lot of time to do all this stuff!” (Hanna H., SS 2020)

 

“You were an amazing teacher during this semester. You were encouraging, patient, always cheerful and made my work feel valued. Oftentimes when you hand in assignments, they are being accepted without further acknowledgment and without positive feedback of this kind. This is what I really appreciated from you – that you always praised our work if it was good and gave helpful advice when there were problems. Of course, this semester was very different from what all of us are used to, but you handled the sudden switch to distance learning marvelously. All the videos you provided were so well made and as good a replacement for in-class sessions as it gets, I think. The amount of work, not only increasing these videos but in general, also showed how committed you are to this course, which was also a great motivation for me. If you put in all this work, I can certainly do it too! As for learning outcomes, I really think I improved my writing over time, especially when I think back to my first text. I became more comfortable reading academic texts as well, which was definitely something I needed to learn in order to successfully continue my studies with a master. The learning atmosphere you provided and encouraged us to create was very helpful as well. It is truly a pity, that we did not get to spend more time together in the classroom. Thank you for the continuous motivation and encouragement. And thank you so much for creating this course in the first place.” (Marion M., SS 2020)

 

“(…) Thank you from the heart for the dedication, time and effort you put into this course. I think that it was not only immense workload for us students, but also for you as a teacher to read all our texts, give us feedback and keeping us motivated during the course. I have to highlight your English coaching session videos, which were so professionally produced. The fact that you did not just simply upload the handout sheets and the solutions on the platform, but that you made this videos for us, really shows your dedication for your profession. At least for me, this dedication and passion was inspiring and triggered me to also put great effort into the assignments I handed in. Even within the distance learning modus of this semester, you were able to really spark my enthusiasm for academic English writing. My interest to read scientific texts on agricultural topics was already existing before, but with the additional language skills and practice I gained this semester, it got so much easier for me to read them. Being able to understand professional papers with less effort, was one of my personal goals for this course and thanks to your guidance along this course, I can say that I reached it; which is extremely motivating to me. I felt very well accompanied by you during the entire course. Here I would like to highlight the constant feed-back we received, your weekly motivation emails and the fact that you answered questions and emails not only almost immediately, but also comprehensively. I do not think that I can say much more; I can only give you a 5 *-grading for your performance in this course. Although it really was a lot of work, I not at all regret to have chosen it. On the contrary, I am sure that I will recommend it to other students; especially to those who want to do a Master in any field of Agronomy and which are not afraid to ‘walk the extra mile’, as you would say. Again, thank you from the heart for your work and guidance during this semester. If you any time conceive a professional English course also for the Master programs, I would definitely sign up for it again.” (Andrea P., SS 2020)

 

“I felt the improvement on every part in my English skills: grammar, normal and academic vocabulary or just simply, how to build a correct sentence. I remember what I said, when you asked us, what are we waiting from this course. I said that I was in England in 2016, but since then my English became rusty. After this 4 modules, I can say with honesty and respect, that this course was the WD-40 for my rusty English knowledge. Probably I have few mistakes, but I am speaking and writing with a way bigger confidence, thanks to you. (…) Thank you one more time for you and for the other participants that I could improve myself! And of course, without any question, you got a 5/5 for this ride and journey!” (Csanád Z., SS 2020)

 

“When I registered for the IAAE course I already know that class is going to be very work-intensive for me. What I did not knew at that time was the you had at least as much, if not a lot more, labour during this course. When I got your first feedback on Module One I could hardly believe that you take yourself so much time to answer and to give us recommendations on how to perform better. I highly appreciate this, and I assume that your feedback motivated me to walk the extra mile, to put it in your words. The idea of getting online awards is an additional motivation and I like that you create with it an opportunity to go one step further and have a nice feeling of challenging oneself without being in an open competition and by this developing an unpleasant climate with the other students. I also enjoyed the structure of the class. Through dividing it into four modules where again each had the same subdivisions it was easy to keep an overview. I personally never had the feeling of being overstrained by the workload and this subsequently helped me to acquire even more knowledge during the course. Furthermore, I was very interested in the four main topics and I guess the provided literature was selected very intentional. (…) To conclude, I want to thank you from the bottom of the heart for your engagement and your truly kind words. And I really felt the need to tell you that I was never as motivated in a course – neither in school nor at university – as I was in this class. I feel such a difference in my skills but also in how I see and feel the language. Thank you!” (Cristina S., SS 2020)

 

“Elisabeth, you are really a unique teacher! I have never had a teacher like you since I was 10 years old. I don’t forget my 4th level teacher at primary school she was extremely kind and gave her full attention to every single student. I repeat it “every single” student! Now I would like to declare honestly and surely, you are the second one in my whole life! As a friend, not only your student, I tell you: Elisabeth, GO ON this beautiful manner! You are in the best direction. I am sure you will reach the highest levels in your job and of course you will achieve the Golden award in your life very soon: “pure humanity”! I will never forget you!” (Amir T., WS 2019)

 

“Now, while thinking about this course and all other subjects or courses I have attended since primary school I realized that teachers I value and appreciate the most are those who have taught me more than “just” their subject. Your Introduction to academic agricultural English has become one of them, moreover, it is in a leading position. For many reasons. First, I find the concept of course excellent – the combination of coaching sessions, content lectures, and tasks on our e-learning platform - dovetailed perfectly together as the puzzle. In my opinion, this is exactly the modern teaching method which should be standard in the 21st century (instead of boring frontal teaching and useless memorizing from the Middle Ages). Thank you for such an experience and hope that it has been changing. Second, writing and reading other's initial and response posts made me think about my opinions, again and again, to rethink them, and try to see things from other’s points of view. I also realized how important it is to think at least twice before stating something and to write/say just information based on facts and not just my imagination or prejudice and provide a trustworthy source. I find it crucial and the only way to avoid fallacy, fake news, populism, and lies, especially nowadays. This is unfortunately very often underrated, and people should be more aware of this furtive danger. Thank you for such a practical lesson. Third, I enjoyed the coaching sessions, because of your way of teaching and thus relaxed atmosphere, so I always forgot sitting at school. At the same time, and probably because of this atmosphere, I remember the information from coaching sessions very clearly. And I liked your interesting "by the way" facts (for example about Thanksgiving Day, Apollo mission). Thank you for being such a superb professional and positive teacher. Moreover, thank this course I improved my English a lot but also learned many things regarding (not only) agriculture which I did not know before. I have spent many hours writing and searching for information, it has been very intensive, but definitely worth it. As you said: “the more you invest the more you get”. However, it would not be possible without your feedback, which helped me every time very much to understand what and how should I improve. I was also very glad whenever I got the award, it motivated me a lot. During this course, I really developed my writing style. One of the most important advisements for me was your parable that I as the writer "should hold the reader’s hand and lead him/her through my thoughts, so the reader feels comfortable and guided". I realized this is also very important for everyday life and communication because it helps others to understand my thoughts. Thank you for your support and "holding my hand during the course". (…) I would prefer more coaching sessions because I really enjoyed them, and I am sure there is much more you could have taught us. To sum up, I am so glad to be part of this course, I have improved my English very much, but also the writing style, and maybe even my way of thinking. I appreciate the months, even years you devoted to developing this course. Thank you very much for your enthusiasm!” (Ema H., WS 2019)

 

“Participating in your course was one of the most rewarding experiences I have had at Boku. It was also one of the greatest challenges I have so far encountered within this context. I thoroughly enjoyed the spontaneity of discussion encouraged in content lectures and how formulating Response Posts required careful reading, critical thinking and tact. (…) The theoretical input on grammar, language and scientific writing was well-chosen and helpful. Your insightful and kind feedback was invaluable. I also enjoyed the way you sprinkled our sessions with curious, oftentimes highly entertaining anecdotes. (…) I am glad to have participated in your course. Thank you from the heart for providing a very intense and enriching learning experience!” (Ada H., WS 2019)

 

“First of all I want to thank you for your dedication and all the energy you put into this course, I think we all could tell that you really put your heart into it! When I registered for this course, I wanted to be able to write my bachelor’s thesis in English and after eight weeks I already felt confident to do it. I want to again thank you for that. You absolutely were right when you told us at the beginning that this would be a highly work intensive course, but it was definitely worth it, so I have nothing negative to say! The coaching sessions were of high quality and I also liked that you always made sure that all questions would be answered. Furthermore it was really good to not only learn about correct English, but also about writing nicely and getting a feel for the language. I imagine one could teach about these subjects in an extremely boring way, but your coaching sessions were always interesting, refreshing, informative and in a comfortable atmosphere. I also really like your attitude towards learning and growing and mistakes being allowed to happen. Another very positive thing about your teaching is that it never felt like a top-down relation which was definitely very pleasant. Yet another aspect I like is that you encourage us to give feedback, and I truly believe that you take it seriously. To make it short, I think this is a really good course!” (Cosmo L, WS 2019)

 

“In the following I would like to give you some feedback on your course “Introduction to Academic Agricultural English”. First of all, thank you a lot for your effort that you have put into this course. I totally get why you won an award for this course! I never had a lecture at university where I got as much feedback as I got here. Due to your detailed feedback on my work, it was easy to improve and you can really see a difference in my writing skills at the end of the semester compared to the beginning. Personally, I think the change of winning an award for one’s work is a great idea. Because of them I got more self-confidence within my academic English. And you were right, if you once won an award you want more! So, it is a great motivation for keep working hard. In my opinion it would have been nice to have more “English Coaching” sessions. First of all, I learned a lot during those lessons and second of all I really enjoyed your teaching method and your happiness and good mood. It was lovely to see how much this course is meaning to you and also how important it was for you to help us improve. That encouraged me and I always wanted to give my best. I am glad that I chose this course, even though it was a lot of work. I definitely will recommend it to other student because the learning outcome is immense. Many thanks for the great opportunity to rise above yourself. I personally have outgrown my comfort zone and I definitely keep working on my academic English.” (Anna R., WS 2019)

 

“(...) First of all, I want to congratulate you for preparing the best lecture I have had during my bachelor studies. Thank you for all your effort, work and time you have put into us and this class. I appreciate, that you created this class not as an ordinary lecture and have been on a par with us. As we had deadlines every week with different tasks and topics, it kept us busy and brought us a deep understanding in the matter. Usually my motivation during classes decreases exponentially, however this time I was always motivated and looking forward, especially for the English coaching lessons. On the one hand it was your kindness and positivity you have transferred onto us, which created a familiar environment and on the other hand your constructive, pleasant and very detailed criticism on our text discussions and comments kept me going. And let’s not forget the online awards, which were such a magnificent idea. Besides this I have also learned a tremendous amount of things during the last months. I have improved my vocabulary, my grammar, my knowledge in the studied topics and of course my writing skills which will definitely help me in my further studies. Million thanks for the incredible class, I will definitely recommend you to fellow students.” (Lena L, WS 2019)

 

“Dear Elisabeth and assistants, thank you very much for this perfect course! The balance between lectures and homework was well thought out. At this point I do not mean a 50-50 proportion. The homework part and with that the hands-on section was well proportioned in this course. The signal was clear: I you want to learn something you have to roll up your sleeves. With your lectures/training sessions you gave the right impulse and directions were to go. Your way to teach and motivate is very straight, authentic and clear. No chance for moto drills or fire alarms, you stayed tuned to your goals! Your personal feedback was also clear and very helpful for me: you know how to get someone back on track! I do not know for how long you offer this course but, it makes the impression that a lot of experience and knowledge is put in the structure of this course and the way of teaching. The content lectures and it´s substance are very well concerted to the interests of students. It felt like joining a course in the curriculum but, in English. Well, much more courses should be held in English on BOKU nowadays. This would open much more doors for both, students and lecturers. This course helped me to implement academic standards of expression in my English cadre. More and more business partners and visitors prefer to communicate in English. Correct and accurate language now helps me to get the point much faster and easier. More time can be spent in finding commonalities than in explaining or describing our or my way to work. To keep in touch with progressions and development in organic farming is much easier now. As Austria is not the navel of the world a lot of texts and papers of interest are written in English. In conclusion, this was a very professional and top end course in terms of structure, content and motivation. May I now take the chance to give a grading for this course: A+! Once more, thank you very much for this course and the time you spent with us!” (Elmar N., WS 2019)

 

“(…) I would like to thank you warmly for all your efforts, your comments, your advice, and the online awards to reward us! I am sincerely happy to have chosen this course: it brought me rigor, knowledge on various fields, and the possibility of improving my academic English. In addition, your kindness, your benevolence and your good mood make the course very pleasant, and personally it made me want to work even harder! The course is very well structured, I appreciated the writing and response to other comments to share our visions. Moreover, the vocabulary and proofreading tests allow us to improve our written English and deepen our vocabulary list. As my school in France is in partnership with BOKU for Erasmus exchanges, I think I will recommend your course to those interested next year, because despite the workload, it is a gratifying course with a good group dynamic! Once again, thank you for all your efforts and your work!” (Lucie B., WS 2019)

 

“It is an immense joy to receive your support. Teachers like you, with such devotion and benevolence, are rare. That is why I sincerely would like to thank you. My motivation is even stronger. It is with a smile that I continue this module. Thanks.” (Roman B., Email, November 2019)

 

“thank you so much for this great English course, for motivating me, for being patient with me and overall for your constructive feedback on my work. Now, where we meet the end of this highly intensive course, I can clearly say, that I really improved my English reading and writing and that the hard work clearly paid off for me. To be honest I had a few problems getting started with this course and being motivated enough to do so much work, but I really enjoyed your coaching lesson at the begin of the semester and I started looking forward to the coming ones. I absolutely enjoyed all of them, thank you for your work. At this point at the end of the semester I can say that this course really made me feel a lot better when I have to use academic English. Over the past weeks I developed a new kind of English writing and argumentation and I think that after this course my approach to academic texts has enhanced. Thank you for offering such a labour-intensive but marvellous course, that really improved my language skills and that I will totally recommend to other students that want to learn a lot in just one semester.” (Julia D., SS 2019)

 

“I would like to thank you for working with us! When I look back on the last study year, I meet a person who is hesitating about taking the B2 English class and doesn’t have enough confidence to do it. The process of taking decision was not easy and took about a month, but how happy I am now! The year we spent together enhanced my self-confidence and inspired me to continue improving my English. To put it briefly I do not feel like these two courses helped me to improve my English…they helped me to get my forgotten skills back and to realize that English is a part of my life again but this time with great skills in academic writing and reading. It is also very touching to realize how much love and support you were giving to us during the courses. You put your heart into every class and I’ve always appreciated this working approach. That's a quality you don't find in a lot of people, and you have that. Thank you so much once again.” (Polina G., SS 2019)

 

“My first puzzling impression was the watching of the video-clip on Boku-Learn. What a lively appearance like an actress promoting the values of this course under the issue of Academic Agricultural English. But this clip was no fake, in the contrary the lecturer acted really in the same convincing manner. Perfect English with a charming American accent and underpinned by equivalent body language and gestures. This performance is authentic and not exaggerated at all. So, the presentation of the lecture had an immediate strikingly positive impact on the entire audiance inluding me and led several times to laughter. From coaching session to coaching session my puzzling impression was rapidly replaced by admiration. Furthermore, your preparation of input-papers and instructions on Boku-Learn are next to perfect. Again, dear Mrs. Weber, please don´t regard my statement as flattering, it is my upright impression. Your way of teaching is high quality, due to your ability, your personality and your academic background. Thanks a lot for having made this experience of a perfect lecture, my English in writing has improved considerably and composing a thesis has become more pleasure than duty.” (Georg K., SS 2019)

 

“I enjoyed your class from first day on. Your way of teaching is amazing. Really amazin. I honestly have to say that this was one of the best educational experiences I ever had. Your kind and attentive attitude made every lesson really nice and furthermore I suppose how the way you treated us influenced our performance positively throughout the semester. If there is something to criticize than that one and a half hour is not much time. I am really speechless about your care. Your feedback was always pleasant to reed too and gave me the hint where I have to work on. Finally, I have to mention that every time after class I found myself smiling. Thank you for that.” (Christoph L., Email, Juli 2019)

“Thank you so much for offering us a qualitatively high standard course. I have never had such great effort in improving my language skill sin such a short period of time. You are a very warm and positive person which makes us students feel that we can do it. It was very intensive work we had to do but I think that this work pays off. In my opinion you have created a very great atmosphere during our coaching sessions which helped me to get out of my shyness and also talk. Thank you also for this. It was a great course and I really enjoyed this work (even though it was always a lot to do). You make a great job by helping us students to improve our language skills. I am very thankful for this and I am sure that the others also are. Thank you.” (Manja K., WS 2016)

 

“First of all, I want to say thank you! For me it was incredible to see how much improvement is possible in such a short period of time. When I read through the text I wrote at the beginning and think about the struggle, I sometime have to laugh myself to tears. We had a lot and intensive work to do and sometimes the content was a little bit difficult and it was hard to start the assignment, but it pays off. You are a great teacher and you really understand how to motivate your students. In every lesson we could feel your passion for teaching and the language!” (Isabella P., WS 2016)

 

“I would like to say that your course was one of the best courses I have experienced. It was and still is very useful for me. Your way of teaching is really great and supportive. I like your enthusiasm and your effort that you put into teaching. You did inspire me to continue working on my English skills and you advised me few pretty useful things for improving my speaking. I really appreciate that. Also I liked that it was always fun during our lectures and you know hot to make learning funnier and more interesting for us. The prepared materials were very interesting and useful. I started to like writing new posts and answers for the posts of my classmates (looking forward to use new gained knowledge), because the topics were interesting for me and also you always wrote very inspiring feedback that motivated me to improve and try my best. Thank you for th opportunity to participate in your class. I really enjoyed it.” (Ondrej O., WS 2016)

 

“First of all I will say thank you to you. I cannot remember such a good and professional teacher or especially English teacher. Sometimes I felt that I cannot handle to write all the texts and do all the tasks but in the course of the time, it always felt easier to do so. Of course, your English course makes me feel a lot better in writing texts but that is not the only thing. The most positive thing is that my opinion towards Enlgish changed of about 180 degrees. At the beginning I felt a bit unmotivated when I only heard the word “English”. Now it is not a terrifying word for me anymore. I feel good and positive while writing a text, I know how to start and structure it and I think I know what sounds good for the reader. Furthermore I wish that there would be lot more English teaching courses with you. It was a pleasure to be one of your students and remain the same person and perfect teacher as you are now!” (Bettina H., WS 2016)

 

“(…) First of all I want to say THANK YOU for taking my fears from English academic texts. Now I feel able to search for the information I need, no matter if it is written in German or in English. Taking part in your English course is a great pleasure and one can see your enthusiasm while teaching. You are on the right place. I am really impressed by your course and I am really happy with my English skills now. And also the grading is fair and efficient. I mean, I just received a “Genügend” but I still feel that I improved my English skills in that short time so much like never before!!!! In other subjects a “Genügend” is in my opinion by far not enough. So thank you again for your effort that you put into that course. I think everybody in our class saw that your target is that we really improve our English skills. And I think everybody did that! So in my opinion you reached your target!!!” (Arjuna G., SS 2016)

 

“I registered for this course out of the motivation to improve especially my written English in an institutionalized context. I am already quite confident with how I feel in conversations and my written texts are getting better and better each time I try. Nevertheless I wanted to take part in the course at the beginning of the term to make improvements for which I was looking forward to for so long. In your course I had the impression that every single person is appreciated and taken seriously, whatever level of English they have and whatever level of motivation they show. This is the best feedback I can give you. As there are very little courses at BOKU to participate in and very few of the teachers show this attitude, I am really grateful for how you acted towards us students. I really enjoyed the motivation and the energy you put into the course. I think I am not alone with saying that I really could feel the vibe. At the beginning of the course I had the impression that you were pushing students too far. I read one mail after another saying how much workload this course is providing for us and that it would be really intensive. I was unsure about the grading system you provided for us with awards for those who were taking it the most serious. I was unsure about your attitude towards performance and what you were expecting from the students. I am really disapproving with trying to push students in the sense of the-carrot-and-the-stick metaphor. However, I decided to stay in the course and see how it would develop and maybe I was even wrong with my thoughts. After a while I got to know your way of pushing students to success: You did it with motivation rather than with force. You were really generous with awarding performance within the course, moving students to ask questions, even if they thought it might be nonsense, and to communicate their thoughts and feelings, even if they were unsure about other students' reactions. The atmosphere you created in the course was empowering. I could have learned more and I could have done more. And still I realized that my English was getting better and better. Especially my written texts. I really enjoyed the English Coaching Sessions together with you because you were willing to listen to every single question. Further I thought the sessions were always very professional and helpful.

(…) Getting more concrete on the texts, I also have to say that I was really grateful for the chance of discussing diverse topics, which were most of the time very appealing to me. To conclude, I think I made a very good decision in staying and participating in the course until the end. I am very grateful for having you at the BOKU offering this course and I hope a lot more students will have the same opportunity.” (Markus K., SS 2016)

 

“I can only give you an insight of how much I appreciated this course because I could probably write an essay of what I feel and think related to this course. First of all, I truly like the structure of it. I love the idea of having four different modules on four different topics related to agriculture. By reading scientific papers and answering questions I learned how to dance with the world I used to hate: the world of academia. I found it extraordinarily exciting to put my thoughts together and to write texts on different topics. I was astonished of how fast ideas came to my mind, how I instantly started to build bridges of what I have heard and how my puzzle got bigger with every single sentence I wrote. I had the feeling I could understand more by putting my thoughts into words. Even more surprising was the fact that all of us had the same tasks given, but we produced something completely different and unique. Due to the fact that we are different in our character and experiences, we had different approaches towards the topics. I found that wonderful. By writing comments on my colleagues' texts I got to know their point of view and it was a pleasure for me to experience that. Whenever I had to write a comment, I learned more about the topic that was discussed, about other people's way of thinking and about myself. The profreading and the vocabulary training were helpful to me in order to improve my knowledge since I consider myself being lazy when it comes to studying. However, this kind of knowledge test did not give me the feeling I had to prove something. On the contrary, it seemed like a game to me. And this is what in my opinion should be encouraged: playing with knowledge, digging deeper into it by having fun with it. Moreover, I would have never imagined that I could enjoy using academic language. However, now I know that it is possible. By becoming close friends with thesaurus.com I could easily find words that sound more noble and I saw that this using those words could also be a pleasure for me. I had six years of Latin in school and I liked it. Whenever I discovered that English words were related to Latin I felt amused and happy. Probably I do not need to underline how often I could enjoy those moments of happiness when I was writing a text. Last but not least I want to thank you, dear Dr E.W., for your dedication and time. Your personal feedback almost made me cry. I could not believe that at it is possible that somebody at university actually believes in his students. It was, it is. You read every single sentence we wrote, it still seems incredible to me. During this course I learned a lot and what is most important to me: I started to believe in myself again. I have realised so many things and I honestly want to thank you for that!” (Linda H., WS 2015)

“I really want to thank you for this great course: it’s definitely one of the best courses I have attended at university. It was a lot of hard work but it was totally worth it! I would definitely attend this course a second time or participate in another English course (but only if you’ll be the teacher). In fact this course is this good and interesting because you are a wonderful and friendly teacher! Working can be really fun when a teacher is as nice and motivated as you are. Unfortunately such awesome teachers are rare at university. I would have loved to have more than four coaching sessions with you. Another thing I particularly liked were the kind mails and feedbacks we received after submitting our assignments. It was really motivating and the advices were always helpful! This course brought me so much. I’m no longer afraid of writing something in English – on contrary; I think it’s more enjoyable than writing in German even if it takes a bit longer. Maybe I’ll even write my Bachelor thesis in English! I also really enjoyed reading papers in English. I already bought two English books for this summer. Even if they’re not written in academic English, I can’t wait to read something in English again. I feel really good since I attended this course because it gave me much confidence. I am really proud of some assignments I wrote this semester. That would never have been possible without you Elisabeth! Many thanks!!!! “ (Sophie B., SS 2015)

 

“I can rarely believe, that I am sitting here now, in front of the computer, writing the very, very last feedback for this incredible course. You have read my reflections and maybe you can imagine, how I improved my skills in writing and, above all, reading sophisticated academic texts. Although you have no idea, how long it took me to write one short comment in the beginning of the course. I really wanted to quit, when I found out, what efforts it will take. But now, I am very proud of myself. Some years ago I was impressed by my friends who studied and were able to read papers in English easily. For me, this was just arduous and demoralising. Today, I am also able to read such texts and actually, it is fun! Thank you very much! I think, the only reason to stay and fight was your pleasant manner, the competence in teaching and your lovely beeing. You have already received so many mind-blowing compliments, that I can only add one. Perhaps, I was falling in love a little bit ;)” (Tobias E., SS 2015)

 

“sehr gute Aufbereitung und motiviert zur Teilnahme, sehr intensiv (wird aber von Beginn an darauf hingewiesen) dafür ein sehr großer Lernerfolg in einem Semester. Würde gern mehr solche Kurse angeboten bekommen, da arbeitet man sehr gern mit und vor allem an sich und sieht auch mal was so ein Semester an Fortschritt bringen kann und lernt nicht nur für eine Prüfung. Vielen Dank dafür.“ (anonym, BOKUonline Kursevaluation, WS 2015)

 

„The course really helped me overcome anxieties about writing texts. In the beginning it took me quite long to a even get started, but it got better every week. It was a lot of work, but definitely worth it.” (anonym, BOKUonline Kursevaluation, WS 2015)

 

“Generell ist dieses Format sehr toll. Generell handelt es sich bei diesem Kurs um einen der besten an der Uni. Der Lernfortschritt ist unübertroffen, welcher natürlich auch durch die hohen Anforderungen zustande kommt.“ (anonym, BOKUonline Kursevaluation, SS 2015)

 

„beste englische LV an der BOKU.“ (anonym, BOKUonline Kursevaluation, SS 2015)

 

„wer die Lehrveranstaltung nicht nutzt, ist selbst schuld“ (anonym, BOKUonline Kursevaluation, SS 2015)

 

„Optimale Nutzung von BOKU-Learn. Aufbau der Veranstaltung mit entsprechenden Hausübungen, die langfristig mehr bringen, als eine schnelle Prüfung abzulegen. Prof. Weber’s Arbeitsaufwand mit Bewertung jeder Hausübung, das wöchentlich, ist nicht zu unterschätzen, wird aber von allen Studenten als herausragend gesehen. Herzlichen Dank!“ (anonym, BOKUonline Kursevaluation, SS 2015)

 

„Aktives Arbeiten mit aktuellen Forschungsergebnissen. Die Dozentin informiert sich sehr genau über agrarwissenschaftliche Themen obwohl das nicht ihr Fachgebiet ist. Das finde ich wirklich super. Sie regt dadurch kritische Diskussionsrunden kompetent an.“ (anonym, BOKUonline Kursevaluation, WS 2013)

 

Bei der Vorbereitung auf die Einreichung ist mir folgendes Email von einem meiner Kollegen untergekommen und ich denke, es verdient hier ebenfalls eine Erwähnung:

„Liebe Frau Kollegin Weber, ich bin sehr gerne Teil des Vortragenden-Teams für diese LV, die ich als eine echte „Leuchtturm-LV“ empfinde! Die Rückmeldungen der Studierenden, mit denen ich dann im späteren Studium zu tun habe und die die LV besucht hatten, bestätigt das immer wieder. So eine attraktive (wenngleich auch fordernde) LV aufgesetzt zu haben, ist Ihr Verdienst und kann man gar nicht genug würdigen. Auch deshalb trage ich da gern ein klein wenig dazu bei :-)“ (Werner Z., Email, Oktober 2018)

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

Diese LV hat sich der gelebten Nachhaltigkeit in der universitären Lehre verschrieben, und zwar nicht ohne Grund: einerseits ist mir qualitätsvolle, nachhaltige Lehre ein großes persönliches Anliegen und andererseits arbeite ich an der Universität für Bodenkultur Wien. Diese ist Teil der Allianz Nachhaltiger Universitäten, hat sich der Nachhaltigkeit in allen Facetten verschrieben und umfasst somit natürlich auch die Nachhaltigkeit in der universitären Lehre. Entsprechend der Sustainable Development Goals der UN (siehe ‚Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development‘, UN, 2015), die Bildung als Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung versteht, bedeutet dies an der BOKU konkret Studierende zu befähigen praktisch an nachhaltigen Lösungen mitzuarbeiten. Die LV möchte hier ihren Beitrag leisten und tut dies auf mehreren Ebenen, die im Folgenden vorgestellt werden:

 

Erstens zeigt sich die Nachhaltigkeit der Lehre in dieser LV den Inhalt betreffend, der sich interdisziplinär aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammensetzt (BOKU’s 3-Säulenprinzip findet sich auch in der LV wieder, da die einzelnen Module inhaltlich die Bereiche Technik, Naturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften abdecken), diverse Blickwinkel auf aktuelle Themen im Bereich der Agrarwissenschaften bietet und über das gesamte Semester hinweg Fragen der Nachhaltigkeit aufgreift und beleuchtet.

 

Zweitens verstehe ich Nachhaltigkeit in der Lehre auch – und hauptsächlich - als Qualitätsmerkmal. Die gesamte LV ist so gestaltet, dass Studierende das erworbene Wissen und die erlangten Kompetenzen langfristig, möglichst auch noch lange nach abgeschlossenen Studien für ihr gesamtes (Berufs-)leben, als hilfreiche Stütze und wertvollen Beitrag sehen und entsprechend in ihren eigenen Lebensrealitäten anwenden.

 

Ich bin davon überzeugt, dass diese LV dem Anspruch qualitätsvollen, nachhaltigen Lehrens und Lernens gerecht wird, denn zentrales, zugrundeliegendes Element aller Aktivitäten ist der wissenschaftliche Diskurs. Studierende werden über die gesamte LV hinweg aktiv in die Auseinandersetzung mit der Wissenschaft eingebunden, angeleitet und dazu ermutigt, ihre eigene ‚akademische Stimme‘ zu finden und sinnerfüllt zu nutzen sowie die Brücke zwischen Theorie und Praxis für sich selbst und andere zu schlagen.

 

So lernen Studierende in der LV natürlich auch spezielles, agrar-wissenschaftlich relevantes Vokabular und nützliche Phrasen für akademische Publikationen, üben das sinnerfassende Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Fachtexten, aber viel grundlegender geht es in dieser LV um Vermittlung und persönliche Erfahrung der Freude am wissenschaftlichen Diskurs. Der Austausch fachlicher Meinungen über Grenzen hinweg ist eines der Leitmotive der LV. Da wir eine ausgesprochen heterogene Zusammensetzung an Studierenden in der LV haben, sind die Grenzen in unserem Fall jene (a) des eigenen Fachbereiches, (b) des unterschiedlichen Vorwissens hinsichtlich der Arbeitssprache, (c) betreffend des persönlichen Wissensstandes im Allgemeinen (Studierende unterschiedlicher Studiengänge) und im Speziellen (d) betreffend der Erfahrung im Umgang mit wissenschaftlichem Denken, Lesen und Schreiben (Bachelor-, Master und PhD-Studierende arbeiten gemeinsam) sowie (e) der wahrgenommenen Grenzen dessen, was man in und durch die Lingua Franca Englisch ausdrücken kann.

 

Die meisten Studierenden in der LV haben schlechte Erfahrungen mit der Fremdsprache Englisch gemacht, entweder im Zuge der schulischen (Aus)Bildung und/oder an der Universität, da Studierende außer in dieser LV keinen richtigen Einstieg in die Wissenschaftssprache Englisch erhalten. Stattdessen wird implizit angenommen, dass jeder und jede Studierende automatisch fremdsprachige Fachliteratur sinnerfassend lesen und verarbeiten kann. Durch den Misserfolg entsteht bei vielen Studierenden sehr schnell Vermeidungsverhalten (Studierende greifen zum Beispiel nur noch auf deutschsprachige Literatur für ihre wissenschaftlichen Texte zurück) und die vermeintliche Erkenntnis, man wäre einfach sprachlich nicht begabt genug, um sich adäquat im universitären Umfeld auszudrücken. Auch hier zeigt sich die Nachhaltigkeit in der LV. Zum einen lernen Studierende, warum bisher Probleme aufgetreten sind, sie verstehen, wie Englisch als Wissenschaftssprache von ihren bisherigen Erfahrungen mit der Sprache abweicht und werden in ihren Aktivitäts- und Handlungskompetenzen gestärkt. Darüber hinaus möchte die LV erfahrungsorientiert agieren und auch das Gefühl gelebter Kompetenz ermöglichen, für Studierende also erlebbar machen, dass sie kompetente, selbstbewusste Akteure sind und ihnen Englisch als internationale Arbeitssprache Möglichkeiten und Perspektiven bietet sich Wissen und Gehör zu verschaffen.

 

Die ‚bunte Mischung‘ an Studierenden in der LV sowie regelmäßige, angeleitete Reflexionen über die persönliche Lernerfahrung im Laufe des Semesters helfen den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ihre sprachlichen Kompetenzen ebenso wie die Auswirkungen des Lernens und des Gelernten bewusst wahrzunehmen. Sie erkennen, dass sie ihre Lernprozesse selbst in der Hand haben und können dadurch das Selbstbewusstsein steigern und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.

 

Durch den Diskurs im zweiten Teil eines jeden Moduls (Studierende müssen die wissenschaftlichen Texte von mindestens zwei Kollegen und Kolleginnen lesen und dann in akademischen Diskurs treten) erleben Studierende die Pluralität des Denkens, der Argumentation und der Einflüsse unserer persönlichen Biographien in den unterschiedlichen Texten. Meine Intension ist, dass dies dazu beiträgt, dass Studierende so auch eine gewisse Offenheit gegenüber alternativen Denkweisen und neuen Perspektiven entwickeln und aktiv leben.

 

Drittens ist diese LV auch insofern nachhaltig, als dass sie bereits seit dem Wintersemester 2013 ohne Unterbrechung jedes Semester angeboten wird. Ursprünglich war es geplant, die LV jeweils im Wintersemester für maximal 25 Studierende anzubieten. Aufgrund der enormen Nachfrage nahmen im Wintersemester 2013 jedoch 75 Studierende an der LV teil und es wurde entschieden, die LV fortan sowohl im Winter- als auch im Sommersemester zu führen. Jedes Wintersemester können bis zu 50 Studierende, jedes Sommersemester bis zu 25 Studierende teilnehmen. Es gibt seither jedes Semester eine Warteliste.

 

Studierende bekommen in dieser LV nicht nur Rückmeldungen, sie werden auch ermutigt, selbst Feedback zur LV zu geben. Basierend darauf sowie auf der Evaluierung der vorab intendierten Lernziele und der tatsächlich erreichten Lernleistung der Studierenden zu Semesterende wird die LV kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Die LV wurde von einer VO auf eine VU umgestellt (und umbenannt) und der Workload der Studierenden reduziert, um den 3 ECTS besser gerecht zu werden. Es gab zu Beginn Informationsveranstaltungen, in denen Studierenden diese damals noch neue LV vorgestellt wurde, wo es die Möglichkeit gab, vor Anmeldung Lehrende und Kurskonzept kennen zu lernen um basierend auf dieser Information selbstbestimmt die Entscheidung zu treffen, ob Studierende diese LV tatsächlich absolvieren wollen. Eine Weiterentwicklung war vor etlichen Jahren bereits die Erstellung eines Informationsvideos, das seither immer für interessierte Studierende zugänglich ist und bei der Entscheidungsfindung hilft. Aufgrund der positiven Rückmeldungen wurden in den letzten Jahren auch Videos für die Orientierungsphase erstellt, die jenen Studierenden, die sich zur Teilnahme an der LV entschieden haben, den Einstieg erleichtern. Seit Corona und der Umstellung auf Distanzlehre gibt es alle Englisch Coachingeinheiten aufbereitet als professionelle Lehrvideos inklusive Aufgabenstellungen und Untertitel. Dies trägt dazu bei, Studierende in ihrer neuen herausfordernden Lern- und Lebensrealität bestmöglich beim Lernen zu unterstützen und Inhalte sowie Übungsmöglichkeiten so anzubieten, dass Studierende zeit- und ortsunabhängig, in ihrer eigenen Geschwindigkeit darauf zugreifen zu können. Außerdem werden behandelte Themen sowie verwendete Fachtexte laufend gewechselt, um für Studierende möglichst relevant, informativ und zukunftsweisend zu sein. Die e-learning Plattform bekommt regelmäßig ein ‚Facelifting‘, um die Lerninhalte ansprechend, möglichst klar, strukturiert und visuell ansprechend anzubieten.

 

Der vielseitige Einsatz moderner Medien kann meiner Meinung nach ebenfalls als Aspekt der Nachhaltigkeit verstanden werden. So werden durch digitale Inhalte einerseits Ressourcen geschont, andererseits bietet die enge Verknüpfung und Abstimmung von Präsenzeinheiten und virtuellen Selbstlernphasen, die Einbeziehung von Gamification-Elementen und Lehrvideos eine intensive Lernumgebung und bestmögliche individuelle Kompetenzförderung. Nicht vergessen werden soll in diesem Zusammenhang auch, dass moderne Medien einen wertvollen Beitrag zur Inklusion bieten können. So sind in der LV alle Lehrvideos mit Untertitel versehen, ein Transkript wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung von Arbeitsmaterialien wird auf Barrierefreiheit geachtet (sowie aktuell bereits vorhandene Materialien entsprechend adaptiert).

 

Das Konzept dieser LV ist jederzeit und einfach auf andere Fachbereiche anwendbar. Für eine Umlegung bedarf es lediglich der Anpassung der Themenbereiche, der verwendeten Fachtexte und eine Adaptation jener e-learning Aufgaben, die auf diesen Fachtexten beruhen (Vokabel- und Korrekturleseübungen, Aufgabenstellungen für die Schreibaufträge). Alles andere kann im Grunde beibehalten oder auf Wunsch abgewandelt bzw. weiterentwickelt werden.

Aufwand

Diese LV (wie aber im Grunde auch alle anderen) lebt von der Interaktion zwischen der hauptverantwortlichen Lehrenden und den Studierenden und der konsequenten Verfolgung eines gemeinsamen Zieles: dem nachhaltigen Lernzuwachs jedes und jeder einzelnen Studierenden. Damit verbunden ist natürlich einiges an Aufwand für mich als Lehrende: das Lesen aller Textproduktionen der Studierenden, persönliche Rückmeldungen und Empfehlungen für die individuelle Weiterentwicklung sowie das Monitoring des Lernzuwachs benötigen entsprechend viel Zeit und Dokumentationsaufwand. Der gemeinsam erlebte Erfolg und der damit verbundene Stolz über die erreichten Ziele der Studierenden sowie der merkbare Zuwachs an Vertrauen in die eigenen Kompetenzen macht diesen Aufwand allerdings mehr als wett. Auch die vielen positiven Rückmeldungen der Studierenden während und am Ende des Semesters -und zum Teil auch noch Jahre später per Email- sind eindrucksvolle Bestätigung, dass sich dieser Aufwand mehr als lohnt.

 

Der Zeitaufwand für Studierende beläuft sich auf 3 ECTS. Der Kurs ist intensiv, wird aber von Anfang an als genau das kommuniziert. In der LV werden Studierende laufend animiert, die aufgewendete Zeit und Energie nicht in abgearbeiteten Stunden zu messen, sondern vielmehr an ihrem objektiv wahrnehmbaren und subjektiv fühlbaren Erfolgen festzumachen. So werden Studierende etwa am Ende der LV gebeten, für sich selbst einzuschätzen, ob und inwiefern sie die vorab definierten (und von jedem und jeder Studierenden auch für sich selbst in Worte gefasste) Lernziele erreicht haben und ob sie mit ihrem Lernerfolg in dieser LV zufrieden sind. Seit Beginn der LV im Wintersemester 2013 bis heute hat diese LV durchgehend eine 100-prozentige Zufriedenheitsrate und mehr als 95 Prozent der Studierenden haben angegeben, dass sie alle Lernziele (vorgegebene und selbst gesteckte) erreicht oder sogar übertroffen haben. Wenn einzelne Lernziele nicht erreicht wurden, lag das (soweit nachvollziehbar) zumeist an unklaren oder unrealistischen Zielen der Studierenden. In einigen wenigen Fällen wurde angeführt, dass die selbstgesteuerte Vokabelerweiterung nicht im vollen Umfang erreicht wurde (was wiederum unterschiedliche Gründe hatte, wie etwa unzureichend ausgebildetes Lern- und Selbstorganisationsmanagement oder besonders herausfordernde Lernbiographien bzw. -realitäten).

 

Studierende werden über das gesamte Semester dazu animiert, mehr als die Minimalanforderungen zu leisten und dieser erhöhte Einsatz wird umgehend mit Gamification-Elementen (Auszeichnungen für unterschiedliche Arten der besonderen Leistung – etwa für besonders aufwendige Textproduktionen oder intensives Vokabeltraining) in Form von Badges of Honor und einer persönlichen Emailnachricht honoriert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese unmittelbare Anerkennung besonderer Studierenden-Leistungen eine deutliche Steigerung der Leistungsbereitschaft und der Motivation mit sich bringt. Ganz im Gegenteil zur manchmal gehörten Grundannahme, Studierende wären faul und/oder bringen nur Leistung, die sich auch in der Beurteilung widerspiegelt, ist meine Erfahrung, dass die Studierenden in dieser LV gerne und bereitwillig Leistung bringen. Die Allermeisten wollen lernen und Erfolge erleben. Anerkennung, Lob und Wertschätzung sowie die Sichtbarmachung mit Hilfe der Badges of Honor motiviert bei der nächsten Aufgabenstellung zu mindestens derselben, wenn nicht sogar noch größeren Leistungsbereitschaft. Dadurch setzt sich eine Aufwärtsspirale in Gang bestehend aus Stolz über die eigene Leistung, vermehrter Leistungsbereitschaft, intensiverer Beschäftigung mit der Aufgabenstellung, dadurch mehr Übung und schnell erlebbarer Leistungszuwachs, der wiederum zu mehr Motivation, Selbstvertrauen und Stolz führt und hoffentlich wieder mit der Verleihung eines Badges of Honor und dem dazugehörigen persönlichem Email belohnt wird.

 

Abgesehen von den angeführten Aspekten ist diese LV mit keinem spezifischen Aufwand verbunden. Es entstehen keine Kosten, es wird kein spezielles Equipment oder Räumlichkeiten benötigt.

 

Ich möchte hier gerne auch meine Lehrphilosophie darlegen, denn sie zeigt meines Erachtens nach mein Grundverständnis von qualitativ hochwertiger, erfolgreicher Lehre und stellt damit die Basis für mein Engagement in der Lehre dar. Da dort allerdings nur 5000 Zeichen erlaubt sind, habe ich die Lehrphilosophie hier angefügt. Nachfolgend also meine persönliche Lehrphilosophie, die wie ich meine, ein klares Bild meines Grundverständnisses von gelungener, qualitätsvoller Lehre aufzeigt und die Basis für mein Engagement in der Lehre ist:

 

Meine Lehrphilosophie

„In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“ Dieses Zitat des Philosophen Augustinus beschreibt meine Einstellung in der Lehre sehr gut. Auch ich spüre dieses Feuer und möchte dazu beitragen, dass sein Licht weitergetragen wird und sich möglichst viele Menschen entzünden lassen.

 

Lernen und Lehren haben schon immer eine wesentliche Rolle in meinem Leben gespielt. Ich bin in einer Pädagogenfamilie aufgewachsen, die Freude am und Bedeutung von Lernen waren omnipräsent und begleiten mich so lange ich denken kann. Schon immer hatte ich das Verlangen mein Wissen und Können mit anderen zu teilen und so war die einzig logische Konsequenz für mich professionelle Lehrerin zu werden. Andere Berufe kamen nie wirklich in Frage.

 

Schon sehr früh in meinem Lehramtsstudium hatte ich das Gefühl, dass ich mich nicht nur theoretisch mit dem Lehren und Lernen befassen wollte, so fundamental ein ausgezeichnetes und umfassendes theoretisches Wissen für den Lehrberuf auch ist. Aber ich wollte für mich selbst erleben, wie ich im Umgang mit Lernenden agiere und ob ich den vielfältigen Anforderungen, die dieser Beruf mit sich bringt auch tatsächlich gerecht werden kann. Aus diesem Grund begann ich mit 21 Jahren an einer Berufsschule als Englischlehrerin zu arbeiten.

 

Diese Entscheidung war eindeutig die beste meines Lebens und ihre Konsequenzen bestimmen seither mein professionelles Handeln – und Leben. So seltsam das vielleicht für Außenstehende klingen mag, aber vom ersten Moment an fühlte ich mich im Klassenzimmer zuhause, angekommen; ich habe gespürt, dass ich in der Arbeit mit Lernenden tatsächlich meinen Platz im Leben gefunden habe. Und dieses Gefühl begleitet mich seither – seit 20 Jahren. Ich kann daher wirklich aus voller Überzeugung sagen, dass ich in meinem Beruf auch meine Berufung gefunden habe.

 

Mein Wissen und meine Fähigkeiten mit anderen zu teilen und meine Kraft dafür einzusetzen, dass andere Menschen ihr Potenzial möglichst ausschöpfen können, das bedeutet mir alles. Durch meinen Beruf habe ich die Möglichkeit das Leben vieler Menschen zu berühren – und durch sie gestalte ich die Zukunft mit. Es ist mein Bestreben, Lernenden dabei zu helfen auf zukünftige Aufgaben möglichst gut vorbereitet zu sein, Verantwortung zu übernehmen, mit ihren Kompetenzen und Ressourcen nachhaltig und verantwortungsvoll umzugehen, zu lernen, zu wachsen und proaktive Weltenbürger zu werden, die bereit sind zur positiven Gestaltung ihres Teiles der Zukunft beizutragen.

 

Ich bin mir der großen Verantwortung bewusst, die mein Beruf mit sich bringt und ich bin bereit mich dieser Verantwortung auch zu stellen. Ich verstehe mich als reflektierte Praktikerin. Ich bin fest davon überzeugt, dass qualitativ hochwertige Lehre konstanter kritischer (Selbst-)Reflexion ebenso bedarf wie dem Streben nach mehr und tieferem Wissen und Können. Lebenslanges Lernen ist für mich keine leere Floskel, sondern Grundverständnis und meine gelebte Praxis. Deshalb war für mich nach Abschluss meines Lehramtsstudiums auch klar, dass ich mich nicht mit den erworbenen Kenntnissen zufriedengeben will, kann und darf, sondern dass ich weiterlernen möchte. Aus diesem Grund habe ich neben meiner beruflichen Tätigkeit als BHS-Lehrerin und Universitätslektorin an der BOKU auch noch weitere Universitätsstudien sowie national und international Fortbildungsprogramme in meinen Schwerpunktbereichen – Englisch und Didaktik – erfolgreich absolviert. Ich möchte als Lehrende auch Vorbild für meine Lernenden sein und vorleben, was ich meinen Studierenden auch wünsche: Freude und Erfüllung am Lernen zu finden sowie die Möglichkeit, eigene Kompetenzen sinnerfüllt zum Wohle anderer einzusetzen.

 

Im Laufe der Jahre als Lehrerin und Universitätslektorin habe ich natürlich sehr viel dazu gelernt – beruflich wie privat. Vielleicht die größte – und für mich überraschendste – Erkenntnis aber ist die Bedeutung der Beziehungsarbeit mit meinen Studierenden. Lehren und Lernen ist so viel mehr als das Weitergeben von Wissen, auch an der Universität. Der Satz „Du lernst für dich“ stimmt meiner Meinung nach so nicht – oder zumindest nicht ganz. Wir sind soziale Wesen, wir brauchen die „goldenen Drei“: Wertschätzung, Anerkennung und Lob – von allen dreien bekommen wir alle, auch Studierende, viel zu wenig. Ich bemühe mich daher ganz besonders um diese Beziehungsarbeit mit meinen Studierenden, auch und gerade, weil ich mit vielen Studierenden arbeite, die gute Sprachkompetenzen haben, sich selbst aber als schlecht empfinden, Scheu und negative Gefühle mit der Sprache und Sprachunterricht verbinden. Hier versuche ich aktiv auf meine Studierenden zuzugehen, ihnen ihre Ängste zu nehmen, Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und aufzeigen, dass sie Englisch als lingua franca als Werkzeug schätzen lernen können, das es ihnen erlaubt, sich multilingual und international auszutauschen.

 

Ich möchte meine Studierenden bei ihren individuellen Lernprozessen ermutigen, befähigen und unterstützen, damit sie ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Es ist mir wichtig, Vielfalt zu fördern und Studierende zu ermutigen, diese als Chance zu sehen. Ich bemühe mich mitfühlend und respektvoll zu sein – mit meinen Studierenden und auch mit mir selbst. Ich bin mir bewusst, dass Studierende freiwillig entscheiden, ihre Zeit mit mir im Unterricht zu verbringen, dass sie zu mir in die LV kommen, weil sie von mir und mit mir lernen wollen. Daher ist es meine Verantwortung, sicherzustellen, dass unsere gemeinsame Zeit tatsächlich Qualitätszeit ist.

 

Ich bin stolz selbstsicher sagen zu können, dass ich eine ausgezeichnete Lehrende bin. Eine meiner Stärken ist es, für meine Lernenden eine sichere, angenehme Lernumgebung zu schaffen und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie als Mensch wertgeschätzt werden, dass ich mich freue mit jeder und jedem einzelnen zu arbeiten und ein kleines Stück ihres Lernweges gehen zu dürfen. Mir ist bewusst, dass ich natürlich nur einen ganz kleinen Beitrag zur (Weiter-)Entwicklung meiner Lernenden leisten kann. Aber es ist mir ein Herzensanliegen diesen Beitrag so erfolgreich, positiv und nachhaltig zu gestalten, wie es in meiner Macht steht. Meine Art zu Lehren ermutigt Wachstum und Vertrauen in die eigenen Kompetenzen. Egal mit welcher Art von Lernenden ich arbeite – ob pubertierende 14-jährige Schülerinnen und Schüler, Studierende oder – in meiner Arbeit als Hochschuldidaktikerin – mit Lehrenden – bemühe ich mich darum, dass die gemeinsame Zeit für meine Lernenden bereichernd ist, dass sie dank meiner Arbeit ihren intellektuellen Horizont erweitern und Freude am Lernen und Gelernten empfinden.

 

Ich bin stolz, dass ich an der Universität für Bodenkultur mit dem ersten Preis des Teaching Awards für meine Lehrleistung ausgezeichnet wurde. Mit noch viel mehr Freude erfüllt es mich aber, wenn ich sehe wie meine Studierenden lernen, aufblühen, sich selbst als kompetent wahrnehmen und wir gemeinsam auf ihre Erfolge stolz sind. DAS sind wirklich meine größten Glücksmomente.

 

Ich habe zu Beginn das Zitat von Augustinus angeführt: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“ Ich hoffe, dass dieses Feuer und die Begeisterung für meine Arbeit in meinem professionellen Handeln für meine Lernenden spürbar und erlebbar werden. Für meine berufliche Zukunft wünsche ich mir, dass ich auch weiterhin das Leben von Lernenden positiv mitgestalte und in ihnen die Freude am Lernen entzünde.

Positionierung des Lehrangebots

Wahlfach im Bachelor Agrarwissenschaften, 3 ECTS

Die LV ist sehr heterogen besucht. So kann und wird sie auch von anderen Studierenden belegt, unabhängig von deren Fortschritt im Studium (von erstsemestrigen Bachelor- über Master- bis hin zu PhD-Studierenden).

 

Die meisten Studierenden sind aus dem Bereich Agrarwissenschaften. Mittlerweile hat sich diese LV einen so guten Ruf erarbeitet, dass viele Lehrende die Absolvierung dieser LV für die Verfassung von Abschlussarbeiten empfehlen. Dies gilt auch für internationale Studierende, von denen wir jedes Semester etliche in der LV willkommen heißen dürfen.

 

Von Anfang an war mir wichtig, dass diese LV offen für alle Studierenden ist, die gerne lernen wollen und bereit sind hart dafür zu arbeiten. Es gibt daher konsequenterweise keinen Einstufungstest und keine Kursgebühren (damit hebt sich diese LV von allen anderen Englischsprachkursen an der BOKU ab).

Links zu der/den Projektmitarbeiter/innen
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Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2021 nominiert.
Ars Docendi
2021
Kategorie: Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur
Hochschullehrpreis 2014
Kategorie: es gab keine Kategorien, sondern nur einen Teaching Award für die gesamte Universität
Ansprechperson
MMag. Dr. Elisabeth Weber
BOKU-International Relations
0676/9094122
Nominierte Person(en)
MMag. Dr. Elisabeth Weber
BOKU-International Relations
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