Zuletzt aktualisiert am 07.02.2025
Mit „Lehre im Format der Forschung“ zur Motivation für Methodenkompetenz: Ein interdisziplinäres Lehrforschungsprojekt für die LV „Empirical Research Methods“ des Master-Studiengangs „International Management and Leadership“
Kurzzusammenfassung des Projekts
Die Lehrveranstaltung ERM soll die Studierenden auf ihre empirische Master-Arbeit vorbereiten. Daher muss das LV-Konzept sowohl eine fundierte theoretische Einführung, als auch eine tiefergehende Auseinandersetzung mit ausgewählten Forschungsmethoden beinhalten. Um ein motivierendes und studierendenzentriertes Angebot zu schaffen, wird auf das hochschuldidaktische Konzept des „forschungsnahen Lernens“ gesetzt und ein eigens konzipiertes Lehrforschungsprojekt durchgeführt.
Im SS2020 war dieses im Bereich der Friedens- und kunstgeleiteten Arbeit angesiedelt und sorgte damit für Abwechslung vom klassisch betriebswirtschaftlich ausgerichteten Curriculum, demonstrierte aber auch die Bedeutung von Interdisziplinarität in der Forschungsrealität. In Partnerschaft mit der Organisation Social City Wien wurde den Studierenden ein Forschungsauftrag gestellt: Sie sollten ermitteln, wo die Wiener Bevölkerung das Kunstwerk PeaceBell von M. P. Kelly im öffentlichen Raum der Stadt Wien platzieren möchte.
Basierend auf einem Mixed-Methods-Design setzten sich die Studierenden selbständig mit Stichprobenziehung sowie unterschiedlichen Befragungs- und Auswertungstechniken auseinander, die ihnen zeitlich abgestimmt zuvor theoretisch vermittelt wurden. Zudem übten sie Projektmanagement, Wissenschaftskommunikation sowie Forschung unter Bedingungen einer Pandemie. Sie konnten der SCW schließlich ein Ergebnis präsentieren und erfuhren somit einen unmittelbaren Impact ihrer eigenen Forschungsarbeit.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
The ERM class is supposed to prepare students for their empirical Master theses. Thus, the course concept must count on a comprehensive theoretical introduction as well as a profound focus on selected research methods. In order to provide for a motivating and student centred approach, the course was based on the didactic concept of “research oriented learning” by conducting a student research project specifically developed for the course.
In summer term 2020, the student research project was focusing on a topic related to peace and art: In cooperation with the organisation Social City Wien, the students received the research assignment to analyse where in the public space of Vienna the Viennese population would like to place the artwork PeaceBell by M. P. Kelly. This research question was an excursus for the students of business and as such stimulated their intrinsic and extrinsic motivation; moreover, it demonstrated the role of interdisciplinarity in research.
Based on a mixed-methods design, the students applied sampling strategies as well as different interviewing/surveying and analysing techniques independently, which they had been given theoretical inputs for just before their practical work. On top of that, they practised project management, science communication as well as research under the conditions of the pandemic. Finally they could present SCW with a qualified result and experienced how their own research could have immediate impact beyond their classroom.
Nähere Beschreibung des Projekts
1. LV-Konzept
Nach einer curricularen Anpassung im Master-Studiengang „International Management and Leadership“ (IML) umfasst die Lehrveranstaltung „Empirical Research Methods“ (ERM) im 2. Semester sowohl die Einführung als auch die vertiefende Auseinandersetzung mit der sozialwissenschaftlichen Methodenlehre. Mit 2,5 SWS und 4 ECTS soll sie damit die Studierenden auf eine eigenständige Anwendung im Rahmen ihrer theoretisch-empirischen Master-Arbeit vorbereiten.
Um diesen Erfordernissen gerecht zu werden, wurden für ERM folgende Schwerpunkte gesetzt:
- Eine fundierte theoretische Einführung, um jeweils die Möglichkeiten und Grenzen der qualitativen und quantitativen Forschungsstrategien aufzuzeigen, umfassendes Verständnis für die unterschiedlichen Forschungsansätze zu erzielen und damit den Studierenden eine solide Grundlage für die weitere Vertiefung, ggf. auch im Rahmen des Selbststudiums, zu geben;
- Eine umfassende theoretische Auseinandersetzung mit einer Auswahl in der BWL besonders relevanter Forschungsmethoden im Sinne einer didaktischen Selektion bzw. Reduktion (Lehner, 2013). Im Bereich der Datenerhebung betrifft dies insbesondere qualitative und quantitative Befragungs- und Beobachtungstechniken; im Bereich der Datenanalyse werden inhaltsanalytische und interpretative Methoden behandelt, sowie einfachere statistische Auswertungen (Anmerkung: das Curriculum sieht eine eigene Lehrveranstaltung zu komplexeren statistischen Verfahren im Folgesemester vor);
- Die Übung ausgewählter Methoden sowie des gesamten Forschungsprozesses durch „forschungsnahes Lernen“ (Reinmann, 2015), bzw. „Lehre im Format der Forschung“ (Ludwig, 2020) im Rahmen eines eigens für die Lehrveranstaltung konzipierten Lehrforschungsprojekts.
Um mit diesen anspruchsvollen Inhalten eine möglichst hohe Lernmotivation zu erreichen, sollte dem Lehrforschungsprojekt eine besondere Rolle zukommen. In Anlehnung an Deci und Ryan (1993) sollte es so gestaltet sein, dass es den Studierenden Autonomie („ich kann selbst bestimmen, wann ich was mache“), Kompetenzerleben („ich spüre, dass ich etwas kann“) und soziale Eingebundenheit („ich bin Teil einer Gemeinschaft“) ermöglicht. Im Sinne der intrinsischen Motivation sollte es inhaltlich einen möglichst breiten Interessensbereich abdecken und den Studierenden ermöglichen, ihre persönlichen Erfahrungen einzubringen. Daher fiel die Entscheidung auf ein interdisziplinäres Projekt abseits der klassischen BWL. Um auch die extrinsische Motivation zu steigern, wurde zudem eine externe Organisation als „Auftraggeberin“ eingebunden. Als solche wurde für das SS2020 die Organisation „Social City Wien“ (SCW) ausgewählt. SCW bezeichnet sich als „Plattform für gesellschaftliche Innovation“ und ist für ihr soziales Engagement, insbesondere ihre Aktivitäten im Bereich der Friedensarbeit, bekannt. Für ihr neues Projekt suchte die SCW Unterstützung: Eine Friedensglocke des Künstlers Michael Patrick Kelly, welche aus geschmolzenen Kriegswaffen geschmiedet wird, sollte im öffentlichen Raum der Stadt Wien aufgestellt werden; der künftige Standort sollte von der Bevölkerung vorgeschlagen werden. Die Aufgabe der Studierenden war es nun, zu ermitteln, welcher Standort für das Kunstwerk am besten geeignet sei.
2. Das Lehrforschungsprojekt
Die Themenstellung eignete sich aus methodischer Sicht für ERM in besondere Weise, da hierzu unterschiedliche Befragungstechniken eingesetzt werden konnten. Auch motivationstheoretisch wurde das Thema als geeignet befunden, was nicht zuletzt auf die diverse kulturelle Herkunft der Studierenden dieser Kohorte zurückzuführen war. Es war abzusehen, dass jede/r Studierende/r eine eigene Erfahrung zu den Themen Krieg/Frieden sowie Kunst im öffentlichen Raum mitbrachte, welche sich auf kreative und konstruktive Weise im Projekt integrieren ließen.
Methodisch wurde es als mehrstufige Befragungsstudie gemäß eines sequentiellen „Mixed-Methods“-Designs aufgestellt, was sowohl den Anforderungen der Standortermittlung, als auch jenen der Lehrinhalte gerecht wurde. Im ersten Schritt wurden explorative Expert/inneninterviews durchgeführt, um eine „short list“ an möglichen Standorten zu erheben, sowie kritische Aspekte abzufragen, die ein solches Kunstwerk im öffentlichen Raum bewirken könnte (diese betrafen etwa die Form der Glocke, die doch eine Nähe zum christlichen Glauben suggerieren könnte, oder auch die Tatsache, dass der Klöppel der Friedensglocke eine ungeschmolzene – also sichtbare – Waffe ist). Die Ergebnisse der qualitativen Expert/inneninterviews flossen in die Entwicklung eines quantitativen Fragebogens – Schritt zwei –, mit Hilfe dessen die von den Expert/innen genannten Standorte, aber auch die von ihnen angemerkten kritischen Aspekte, in einer breiteren Stichprobe der Wiener Bevölkerung abgefragt wurden.
3. Projektablauf und -gestaltung
Das Expert/innensample erstellte die Lehrende bereits im Rahmen der LV-Vorbereitung gemäß einer „Purposive Sampling“-Strategie, im Zuge derer 19 Expert/innen aus den Bereichen (Kunst-)Geschichte, Friedensforschung, Friedensarbeit, Stadtplanung und Soziologie ausgewählt wurden, die die Stadt Wien als Arbeits- oder Forschungsschwerpunkt auswiesen. Auch die Interviewtermine wurden im Vorfeld vereinbart. Im Theorieteil der LV wurde die Sampling-Strategie anhand dieses exemplarischen Beispiels besprochen.
Administrativ wurde das Projekt in fünf abzuliefernde Zwischenergebnisse („Deliverables“) aufgesplittet, die teils individuell, teils in Gruppen zu erarbeiten waren. Jedem/r Studierenden wurde zunächst unter Berücksichtigung der eigenen Interessen ein/e Interviewpartner/in zugeteilt, sowie die Aufgabe gestellt, ein Profil über den/die eigene Expert/in zu erstellen (Deliverable 1). Nach einer Einführung erarbeiteten die Studierenden in Kleingruppen einen teilstrukturierten Interviewleitfaden, den jede/r Studierende/r in kleineren Details auf seine/n eigene/n Interviewpartner/in anpassen sollte (Deliverable 2).
Die Interviews selbst wurden zwischen April und Mai 2020 geführt. Trotz der COVID19-Pandemie konnten alle bis auf ein Interview durchgeführt werden, zwar nicht wie geplant persönlich, sondern je nach Präferenz des/r Expert/in elektronisch oder telefonisch. Jede/r Studierende gab ein Interviewtranskript ab (Deliverable 3), und führte eine erste Blitzanalyse in Form von „deduktiver Kodierung“ (siehe z.B. Saldana, 2016) anhand vorab durch die Lehrende definierter Codes durch. Diese Blitzanalyse stellte Deliverable 4 dar, fasste die „short list“ von insgesamt 16 vorgeschlagenen Standorten zusammen und war eine wichtige Grundlage für die Erstellung des Fragebogens.
Deliverable 1 bis 4 waren also individuell zu erstellende Ergebnisse. Jede/r Studierende musste seinen/ihren Beitrag leisten und konnte ihre/seine Arbeit als wichtigen Teil eines größeren Ganzen erleben, der sowohl pünktlich als auch qualitativ hochwertig abzuliefern war, damit das Gesamtprojekt gelänge. Gleichzeitig war es der Lehrenden wichtig, dass alle Studierenden durch die Erfahrung eines qualitativen Interviews als Datenerhebungsinstrument gingen. Sie bekamen dadurch einen Eindruck vom Aufwand und dem tatsächlichen Schwierigkeitsgrad qualitativer Forschung, den generell viele Studierende an der LBS unterschätzen und daher oftmals leichtfertig einen qualitativen Ansatz für ihre Master-Arbeit wählen.
Für Deliverable 5 konnten die Studierenden schließlich entscheiden, ob sie weiter qualitativ oder doch lieber quantitativ arbeiteten. Nach einigen theoretischen Einheiten zur qualitativen Datenauswertung sowie zum quantitativen Sampling und Fragebogendesign entschied sich etwa 60% der Kohorte, sich dem quantitativen Deliverable 5a zu widmen. Sie waren somit mit der Erstellung des Online-Fragebogens basierend auf der Blitzanalyse aus Deliverable 4, als auch mit der Entwicklung einer geeigneten Sampling-Strategie betraut. Dabei blieb es ihnen offen, sich selbst als Gruppe zu organisieren und die Aufgaben untereinander aufzuteilen. Sie wurden angehalten, sich in einem iterativen Prozess in Form von regelmäßigen Feedback-Loops an die Lehrende zu wenden. Der resultierende Fragebogen wurde über die Software „LimeSurvey“ online gestellt. Das Sampling basierte auf strategisch ausgewählten Online-Gruppen und Foren, sodass ein möglichst breites Abbild der Wiener Bevölkerung erzielt wurde (diese beinhalteten etwa auch Senior/innen- oder migrantische Plattformen, um Verzerrungen entgegenzuwirken, die eine reine Online-Erhebungen verursachen kann). Insgesamt nahmen fast 450 Menschen an dieser Befragung teil, was die Erwartungen deutlich überstieg.
Deliverable 5b beinhaltete die vertiefte qualitative Auswertung aller durchgeführten Expert/inneninterviews mittels „induktiver Kodierung“. Diese Aufgabe sollte mit der qualitative Analysesoftware „NVivo“ durchgeführt und in einer gemeinsamen Liste an Codes, Kategorien und Konzepten gemäß Saldana (2016) resultieren. Dabei übte diese Teilgruppe nicht nur die qualitative Auswertung per se, sondern auch die in der Forschungspraxis bedeutende Methode des „member check“, also der gegenseitigen Abstimmung unter den Forschenden, sodass ein möglichst valides und transferierbares Ergebnis erzielt werden kann.
Mit Deliverable 5 waren das Projekt sowie die LV abgeschlossen, und der SCW konnte ein klares Standort-Ranking präsentiert werden. Um den Studierenden ein Beispiel einer Verschriftlichung ihrer eigenen Forschungsergebnisse zu demonstrieren, verfasste die Lehrende einen Bericht über die qualitativen und quantitativen Studienergebnisse. In einem begleitenden Web-Tutorial wurden einfachere statistische Analysen anhand der gesammelten Daten erläutert. (Für eine komplexere quantitative Auswertung wurden die Rohdaten an den Kollegen der Folgelehrveranstaltung weitergereicht.) Sowohl die Auseinandersetzung mit dem Bericht, als auch jene mit dem Web-Tutorial waren gänzlich freiwillig, da beide wie geplant erst im Anschluss an die LV zur Verfügung gestellt wurden. Dennoch kamen von nahezu allen Studierenden positive und interessierte Rückmeldungen.
4. Nutzen für die Studierenden
Die Studierenden erlebten einen unmittelbaren Anwendungsbezug ihres theoretisch erlernten Wissens. Dabei konnten sie sich in Selbstorganisation üben und eigene Schwerpunkte setzen („Autonomie“), und erfahren, dass sie mit ihrer Methodenkompetenz eine gewisse Wirkung erzielen können („Kompetenzerleben“). Sie nahmen sich als Teil einer „Forschungsgruppe“ wahr, die an einem gemeinsamen Ergebnis arbeitet („Eingebundenheit“; vgl. Deci & Ryan 1993). Dies führte bei den LV-Teilnehmer/innen zu hoher Motivation und einem guten Verständnis der behandelten Inhalte, wie sowohl die Evaluierungsergebnisse als auch die Leistungsbeurteilung untermauerten.
Darüber hinaus erhielten die Studierenden ein exemplarisches Beispiel eines gesamten Forschungsprozesses sowie dessen organisatorischen Aspekte, die sich auf unterschiedliche Themenstellungen anpassen lassen. Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen erfuhren sie zudem, wie ein Projektplan in kürzester Zeit an plötzlich auftretende Gegebenheiten angepasst werden kann, und welche Implikationen die elektronische Abwicklung auf einzelne Aspekte im Forschungsprozess hat.
Letztlich setzten sich die Studierenden mit interdisziplinären Themenstellungen auseinander und lernten, ihre eigenen, mitunter sehr persönlichen Erfahrungen diskursiv und konstruktiv einzubringen. Sie erhielten Feedback von der Lehrenden, die im Laufe des Projekts immer mehr die Rolle einer Begleiterin einnahm, als auch von Vertreter/innen der SCW. Letztere stellte abschließend jedem/r Studierenden ein Empfehlungsschreiben aus und bot den Studierenden die Aufrechterhaltung des Kontakts an.
5. Impact über die Lernziele hinaus
Aufgrund des abschließenden Studienberichts, der auch an das Management des Künstlers, der ArtStar-Verlag in Düsseldorf adressiert wurde, konnte mit diesem bereits ein weiteres Projekt realisiert werden: Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Student Consultancy Project“ arbeiten Studierenden derselben Kohorte derzeit basierend auf ihren eigenen Studienergebnissen, um diese über die bloße Standortermittlung hinaus für weitere Fragestellungen nutzbar zu machen. Darüber hinaus wird derzeit gemeinsam mit dem ArtStar Verlag sowie dem UN NGO Committee of Peace (deren Vorsitzende eine Interviewpartnerin in der Befragungsstudie war) eine strategische Partnerschaft zur Globalen Friedenserziehung geplant, welche ihren Auftakt im Herbst 2021 nehmen soll.
Auch wenn ERM im SS2020 inhaltlich sehr stark vom Thema des Lehrforschungsprojekts geprägt war, das sich voraussichtlich nicht in exakt derselben Form wiederholen lässt, so ist das Konzept sehr wohl auch für die künftige Durchführung der LV nutzbar: Sämtliche Projektschritte wurden dokumentiert und sind auf andere Themenbereiche und Partnerorganisationen unter deutlich reduziertem Aufwand anwendbar.
Nutzen und Mehrwert
- Studierende erhielten Einblicke in die Forschungsrealität, insbesondere im Rahmen der Auftragsforschung
- Studierende erlebten ein konkretes Beispiel für eine Verknüpfung von Forschung und Beratung, was ein mögliches späteres Berufsfeld darstellt
- Studierende erlebten, wie sie ihre methodologische und betriebswirtschaftliche Expertise in einem interdisziplinären Projekt einsetzen können, und konnten dadurch auch neue berufliche Perspektiven gewinnen
- Studierende konnten unmittelbar für sie relevante Kontakte knüpfen (Expert/innen im Rahmen der Interviews; Geschäftsführung und Vorstandsmitglieder der Social City Wien, darunter inbesondere Nationalratsabgeordneten Mag. Engelberg sowie den Social Banking-Vertreter der Erste Bank; Projekt- und Künstlermanagerin des deutschen ArtStar Verlags) und erhielten individuelle Empfehlungsschreiben vonseiten der SCW
- Durch das Lehrforschungsprojekt wurden Daten generiert, die in anderen Lehrveranstaltungen durch dieselbe oder auch andere Studierendenkohorten genutzt werden können (z.B. aktuell in der LV „Student Consultancy Project“ [Arbeitstitel: Managing Arts Projects with Societal Impact: The Case of the #PeaceBell], in der dieselbe Kohorte das #PeaceBell-Projekt weiterbearbeiten kann, sowie potentiell in künftigen Lehrveranstaltungen, in denen qualitative und quantitative Daten ausgewertet werden).
- Die gesammelten Daten sowie die geknüpften Kontakte stehen interessierten Studierenden auch für künftige Abschlussarbeiten zur Verfügung.
- Durch den von der Lehrenden verfassten Studienbericht liegt den Studierenden ein Beispiel für die Verschriftlichung von selbst erhobenen Forschungsdaten für nichtwissenschaftliches Publikum vor (Wissenschaftskommunikation an externe Adressat/innen)
- Ein aufgenommenes Web-Tutorial zur Nutzung der Befragungssoftware LimeSurvey sowie die wichtigsten Aspekte der Auswertung selbst gesammelter quantitativer Daten am Beispiel der #PeaceBell-Online-Survey liegt vor, das künftig auch anderen Studierenden zur Verfügung gestellt werden kann.
- Durch den Studienbericht wurden zwei weitere Projekte für die praxisorientierte Lehre der LBS lanciert, an einem wird bereits aktuell gearbeitet („Student Consultancy Project“ für ArtStar Verlag), ein weiteres befindet sich derzeit gemeinsam mit ArtStar Verlag und UN NGO Committee on Peace in Planung.
- Die LBS erlebte durch das Projekt und die Bekanntheit des Künstlers der #PeaceBell mediale Aufmerksamkeit, die unterschiedlichen Phasen des Projekts wurden von Presseaussendungen begleitet.
- Der Studienbericht wurde im Jänner 2021 unter als Working Paper No. 10 in der „LBS Working Paper Series“ veröffentlicht
Evidenzen für die Akzeptantz des Projekts vonseiten der Studierenden:
- Freiwillige Teilnahme aller Studierenden aus der Kohorte am Projektauftakt im Österreichischen Parlament („Friedensdialog“)
- Positive Rückmeldung über das Lehrforschungsprojekt vonseiten der Studierenden an den Studiengangsleiter während des Semesters
- Positive Evaluierungsergebnisse (durchschnittliche Bewertung über alle Kategorien bei 1,26; positive Zusatzkommentare der Studierenden zum Projekt)
- Reflexionsbeiträge der Studierenden zum Abschlussbericht während der Sommerferien, positive Rückmeldungen per E-Mail an die Lehrende während der Sommerferien zum Bericht und zum Web-Tutorial
- Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Student Consultancy Project“ mit derselben Studierendenkohorte, in der auch andere Beratungsprojekte für Firmen und Organisationen angeboten werden, meldeten sich über die Hälfte der Studierenden für das Folgeprojekt mit dem ArtStar Verlag;