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Videofeedback in Lehre und Abschlussarbeitsbetreuung

Ziele/Motive/Ausgangslage

In dieser Einreichung stelle ich ein innovative Lehrpraxis vor, die ich in unterschiedlichen Lehrsituationen anwende und die von den Studierenden ausschließlich sehr positiv kommentiert wurde: Videofeedback (das im nächsten Abschnitt definiert wird). Diese positive Bilanz des Einsatzes von Videofeedback ist insofern bemerkenswert, da die Einsatzgebiete sehr unterschiedlich waren, von Bachelor- und Masterarbeitsbetreuung über kleine Seminare bis hin zu Großlehrveranstaltungen.

Ziel von Videofeedback ist es, den Feedbackprozess zwischen Lehrenden und Studierenden sowohl qualitativ zu verbessern (das Lernpotenzial soll erhöht werden) als auch effizienter zu machen (für Lehrende soll das Feedback-Geben einen geringeren Aufwand darstellen).

In dieser Einreichung möchte ich Videofeedback näher definieren und aufzeigen, welche wichtige Lücke es im Rahmen der Hochschullehre schließen kann. Dabei gehe ich insbesondere auf die Hauptkriterien der Ausschreibung ein.

Begleitend zu dieser Einreichung habe ich einen kostenfreien Videokurs aufgenommen, um die Praxis zu verdeutlichen: www.udemy.com/course/videofeedback

Kurzzusammenfassung des Projekts in deutscher Sprache

Gibt man schriftliches Feedback auf Texte ist der Feedback-Prozess anfällig für (Kommunikations-)Fehler und kostet Lehrenden viel Zeit. Eine Lösung, um das Feedback nicht nur qualitativ hochwertiger zu machen, sondern auch für die Feedback-Gebenden ökonomischer zu gestalten, kann im Videofeedback liegen. Hierfür wird ein Screencast erstellt, bei dem auf der Bildspur die studentische Arbeit vorliegt und auf der Audiospur die eigenen Gedanken zum Text gesprochen werden. Dieser Screencast wird dann direkt an die Studierenden geschickt bzw. im Lernmanagementsystem (z.B. Moodle) bei der jeweiligen Aufgabe hinterlegt.

Aus dieser innovativen Lehrmethode ergeben sich einige Vorteile für Lehrende und Studierende, insbesondere in Richtung Studienzentrierung, Umgang mit Diversität und Kompetenzorientierung. In dieser Einreichung werden der Prozess und die erwartbaren Ergebnisse von Videofeedback näher dargestellt.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

Giving written feedback on students’ texts is a tedious process that is prone to (communication) errors. A solution to increase feedback quality while also reducing effort/resources needed on the side of the teacher can be video feedback. For this purpose, a screencast is created in which the student's work is edited “live on camera“. The teacher thinks aloud while going through the text. This screencast is then sent directly to the students or stored in the learning management system (e.g. Moodle).

This innovative teaching method has several advantages for teachers and students, especially in terms of focusing on students’ individuality, dealing with diversity, and competence orientation. In this submission, the process and the expected results of video feedback are described in more detail.

Nähere Beschreibung des Projekts

WAS IST VIDEOFEEDBACK UND WARUM IST ES SO WICHTIG?

Gibt man schriftliches Feedback auf Texte ist der Feedback-Prozess anfällig für (Kommunikations-)Fehler. Das liegt daran, dass die Nachricht, die übermittelt werden soll, recht komplex ist. So muss zum Beispiel der Inhalt in einer Art und Weise übermittelt werden, die von den Studierenden auch angenommen wird. Da Feedback üblicherweise kritisch ist, muss sehr vorsichtig vorgegangen werden. Die Aussagen stehen nicht einfach für sich, sondern müssen immer mit einem bestimmten Kontext im Hintergrund interpretiert werden, da alles Gesagte sich auch auf etwas bezieht, das sich in der studentischen Arbeit befindet. Beide Aufgaben sind mit einem eindimensionalen Medium wie Text nicht leicht zu bewerkstelligen (und auch nicht mit nicht-medial unterstützen und flüchtigen mündlich gegebenen Feedback).

Ein zweites Problem beim schriftlichen Feedback ist der Zeitaufwand auf der Seite der Lehrenden (der sich langfristig in geringerer Qualität für die Studierenden niederschlagen kann). Der Prozess ist zeitintensiv, weil es sich um einen mehrphasigen Prozess handelt: Der Text wird gelesen, das Feedback wird gesammelt, priorisiert (und gefiltert) und schließlich niedergeschrieben. Eine Lösung, um das Feedback nicht nur qualitativ aufzuwerten, sondern auch für die Feedback-Gebenden ökonomischer zu gestalten, kann im Videofeedback liegen (Froehlich & Winter, 2019). Hierfür wird ein Screencast erstellt, bei dem auf der Bildspur die studentische Arbeit vorliegt und auf der Audiospur die eigenen Gedanken zum Text gesprochen werden. Dieser Screencast wird dann direkt an die Studierenden geschickt bzw. im Lernmanagementsystem (z.B. Moodle) bei der jeweiligen Aufgabe hinterlegt. Das ist natürlich nur eine generische Vorlage, die flexibel an die jeweilige Situation angepasst werden kann (so kann man z.B. Feedback auf Exposés oder kürzere Arbeiten in einem Durchlauf aufnehmen; bei langen Arbeiten empfiehlt es sich, die Aufnahme immer wieder zu pausieren um "vor zu lesen").

Aus diesem Prozess ergeben sich einige Vorteile für Lehrende und Studierende. Der Prozess des Feedback-Gebens wird vereinfacht, wodurch weniger Zeit benötigt und für mehr Klarheit gesorgt wird. Neben diesen administrativen Vorteilen, ergeben sich auch qualitative Unterschiede. Dadurch, dass das Geben von Feedback weniger Zeit benötigt (man denkt während des Lesens laut mit), steigt automatisch die Feedbackdichte. Die Verdichtung von allen möglichen Punkten, die genannt werden könnten, hin zu den wichtigsten Punkten - die dann am Schluss tatsächlich niedergeschrieben werden - fällt dadurch weg. Plötzlich hat man Ressourcen, all die Kleinigkeiten zu erwähnen, die sonst aus Zeitgründen unerwähnt blieben (das betrifft insbesondere auch lobende Worte, die meiner Erfahrung nach gerne "wegrationalisiert" werden). Mehr noch: Durch das laute Mitdenken, erfahren Studierende, wie die Arbeit gelesen wird. Damit wird es viel einfacher zu sagen, warum die eine oder andere Empfehlung abgegeben wird (z.B. kann so leicht erkannt werden, wenn der oder die Lehrende eine Aussage einfach nicht versteht, es sich also um ein Kommunikationsproblem und nicht um einen inhaltlichen Fehler handelt). Auch im Sinne des Decoding the Disciplines- Ansatzes in der Hochschuldidaktik ist diese Herangehensweise als sehr sinnvoll anzusehen (Middendorf & Pace, 2004).

Videofeedback hilft auch dabei, den Kontext von Aussagen zu klären. Bild- und Audiospur laufen synchron ab. Dadurch ist immer klar erkennbar, worauf man sich auf der Audiospur bezieht. Das Feedback wird präziser und Missverständnisse können vermieden werden. Wenn man zusätzlich zu dem Screencast auch noch sich selbst filmt, wird die Kommunikation noch weiter vereinfacht, da non- und paraverbale Signale die Botschaft verdeutlichen.

 

BEZUG ZU DEN AUSSCHREIBUNGSKRITERIEN

 

Innovative Hochschuldidaktik

Aus den hunderten von Videofeedbacks, die ich in den letzten Jahren gegeben habe, weiß ich, wie motivierend und aktivierend diese Art des Feedbacks auf die Studierenden wirkt. Per Video Feedback zu geben, bedeutet auch, sich (ganz "augenscheinlich" und transparent) Zeit für jede einzelne Studentin bzw. jeden einzelnen Studenten zu nehmen. Es ist keine Kommunikation von einem Lektor/einer Lektorin zu vielen Studierenden; es ist eine 1:1 Beziehung und das mit dem wohl reichsten digitalen Medium, dass uns zur Zeit zur Verfügung steht. Der Prozess des Feedback-Gebens ist sehr transparent und damit werden Dozierende auch angreifbar bzw. verletzlich; doch gerade das baut ein gewisses Vertrauen in der Feedback-Beziehung auf (Carless, 2012; Peterson & Behfar, 2003). Das wird von den Studierenden meiner Erfahrung sehr wertgeschätzt - weil es etwas Neues, Innovatives und gleichzeitig ein sehr persönlicher Akt ist.

Inhaltlich kann ich im Rahmen des Videofeedbacks sehr einfach auf meine zahlreichen anderen digitale (z.B. eigene Lehrvideos, ganze Online-Kurse oder mein Podcast) und analoge Ressourcen (Skripten, Lehrbücher) verweisen. Diese Verweise können direkt im Feedback dargestellt werden (z.B. indem die relevante Stelle des Skriptums "live" gezeigt wird). Kurz gesagt können durch das Videofeedback die verschiedenen Ressourcen, die im Rahmen des jeweiligen Kurses bzw. der Betreuung relevant sind, leicht und anschaulich referenziert werden, was zu einer in sich integrierten, "runden" Erfahrung aus Sicht der Studierenden führt.

 

Was Studierende sagen:

Ich habe das Videofeedback zum ersten Mal im Zuge meiner Masterarbeit kennen und sofort schätzen gelernt. Mein Betreuer hat mir konkret auf Textpassagen zugeschnittenes Feedback gegeben, wodurch es sehr gut nachvollziehbar und umsetzbar war. Schade, dass ich mit dieser Form des Feedbacks erst ganz zum Schluss meiner Studienzeit in Berührung gekommen bin. Statt bloß Noten als Rückmeldung auf Arbeiten zu bekommen, bietet es Lehrenden die Möglichkeit zeitsparend, aber dennoch individuelles Feedback zu geben. Den vermehrten Einsatz im Schul- und Universitätsbetrieb erachte ich als sinnvoll und wünschenswert, nachdem ich den professionellen Einsatz bei meinem Masterarbeitsbetreuer kennengelernt habe. – Nora Stöger-Haselböck

 

Es war das erste Mal, dass ich so Feedback bekommen habe und ich fand es sehr gut, dass ich gleichzeitig sehen konnte was genau mit dem Feedback gemeint war. - Iasmina Pop

 

Das Audio-/Video-Feedback kannte ich davor nicht, aber ich bin wirklich begeistert davon. Ich finde es sehr übersichtlich und hilfreich einerseits mündlich die Kommentare zu hören als auch direkt zu sehen, um welche Stelle es in meiner Arbeit geht. Darüber hinaus wirkt es viel persönlicher als lediglich ein schriftliches Feedback. -Mirijam Ogris

 

 

Studierendenzentrierung und Heterogenität

Feedback ist immer ein Dialog. Für Videofeedback, beispielsweise im Vergleich zum schriftlichen Feedback, gilt dies insbesondere aufgrund des Gefühls des Dabei-seins und der Verletzlichkeit des Feedback-Gebers. (NB: Als ich mit der Praxis des Videofeedbacks anfing, habe ich Stellen der persönlichen Unsicherheit - z.B. wenn ich mir bzgl. einer bestimmten Referenz oder Methode selbst nicht 100% sicher war - nachträglich rausgeschnitten. Das mache ich heute nicht mehr, weil ich erkannt habe, dass genau diese Unsicherheit, dieses Mensch-sein, Rapport erzeugt, der für den Effekt des Feedbacks viel wichtiger ist, als ein 100% souveräner Auftritt.) Unterschiedliches Vorwissen und heterogene Bildungsbiografien der Studierenden werden in diesem Betreuungskonzept nicht nur berücksichtigt, sondern sie stellen die Basis für das Gelingen des Konzepts dar. Das gegebene Feedback ist individuell auf die Studierenden zugeschnitten und es kann gut auf unterschiedliches Vorwissen und unterschiedliche Lebensrealitäten eingegangen werden, da es sehr einem persönlichen Gespräch ähnelt. Neben konkreten Verbesserungsvorschlägen, leitet dieses Feedback die Studierenden auch gegebenenfalls auf neue, gemeinsam mit den Studierenden definierte Lernpfade weiter.

Aus den evaluativen Kommentaren (siehe unten) wird deutlich, wie sehr die Studierenden das Feedback als hilfreich empfanden. Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass dieses Ergebnis (leider) nicht dem Standard ent-spricht (z.B. Weaver, 2006).

Bzgl. Inklusion ist hier noch anzumerken, dass die Vorteile in Hinblick auf Barrierefreiheit, die Videos generell gegenüber flüchtigen oder ausschließlich schriftlichen Formaten haben, auch für Videofeedback gelten.

 

Was Studierende sagen:

Sehr brauchbar und personalisiert, ich hatte wirklich das Gefühl, dass mein Text nicht nur "überflogen" sondern tatsächlich gelesen wurde und dass das Feedback kein "allgemeines" sondern sehr spezifisch war. - Kerstin Pozarek

 

Arbeite unbedingt weiter mit dieser Form des Feedbacks! Gerade als berufstätige Studentin war die Form der Rückmeldung genial. Individuell auf meine Arbeit zugeschnitten, persönlich, gut nachvollziehbar und zeitlich von mir immer und von überall abrufbar. Dadurch war ich weniger auf persönliche Treffen angewiesen, was als berufstätige Studentin eine enorme Erleichterung war. Gegenüber rein schriftlichen Feedbacks hatte es den Vorteil, dass ich den Gedanken meines Betreuers zu meiner Arbeit direkt beim Lesen der jeweiligen Textpassage folgen konnte, wodurch es sehr gut verständlich und umsetzbar war. – Nora Stöger-Haselböck

 

Im Laufe meines Studiums hatte ich noch nie zuvor ein Video bzw. Audio-Feedback erhalten, würde mir aber wünschen, dass ein Solches auch in anderen Kursen Verwendung findet. Auf Grund der damit verbundenen Vielfalt empfinde ich diese Methode als extrem hilfreich, angemessen und sehr gut: Das Exposé am Bildschirm eingeblendet, konnte man Verbesserungen beziehungsweise Vorschläge seitens Dominik einerseits visuell am Text selbst sehen, andererseits parallel dazu die verbalen Erklärungen mitverfolgen. Damit war das Feedback für mich wirklich transparent und nachvollziehbar. -Elisa Hauer

 

 

Kompetenzorientierung

Das Kriterium der Kompetenzorientierung ist insofern erfüllt, dass sich das Feedback natürlich strukturiert an den erhofften Lernergebnissen ausrichtet. Während diese Struktur sicherstellt, dass das Feedback grundsätzlich in die richtige Richtung zielt, erlaubt das Format des Videofeedbacks enorme Flexibilität für kurze Exkurse zu Randthemen. Das halte ich für besonders wichtig, um unterschiedliche Lerntypen anzusprechen bzw. auf unterschiedliche Kompetenzniveaus, Erwartungen und Lebensrealitäten der Studierenden sinnvoll einzugehen.

Im Rahmen der Kompetenzorientierung ist des Weiteren hervorzuheben, dass nicht nur inhaltliche Themen und Theorien sehr direkt und kontextualisiert reflektiert werden können. Das fördert die Nachvollziehbarkeit von Theorien und abstrakten Themen und hilft bei der Überführung zur praktischen Anwendung.

 

Was Studierende sagen:

Die Inhalte konnte ich nach meinen Vorstellungen gut umsetzen. - Marie Lopatka

 

Ja ich konnte sie direkt anwenden und sie waren hilfreich, in einem Gespräch/Video kann man Dinge oft besser verstehen und erklären als schriftlich. - Katharina Montes Suma

 

Die Verknüpfung des Feedbacks mit den betreffenden Textpassagen hat die Umsetzung wirklich vereinfacht, besser gehts nicht! – Nora Stöger-Haselböck

 

 

Europäische und internationale Ausrichtung

Das Videofeedback stellt eine professionelle, videobasierte Kommunikation dar. Diese Kommunikationsform ist für weitere internationale Arbeit praktisch unumgänglich; insofern trägt die Methode hier zu einer Stärkung relevanter digitaler Kompetenzen bei.

Gleichzeitig ist es mir wichtig, noch einmal zu betonen, dass Nachrichten via Videofeedback durch ihre Nähe zum persönlichen Gespräch viel mehr als Texte dazu geeignet sind, „Feedback basierend auf dem Text“ und nicht ausschließlich „Feedback auf den Text“ zu geben. Durch diesen gelockerten Fokus ist es leichter, auch andere Themenbereiche zu tangieren und so die Studierenden einzuladen, über den Tellerrand zu blicken.

 

LITERATUR

Carless, D. (2012). Trust and its role in facilitating dialogic feedback. In D. Boud & E. Molloy (Hrsg.), Feedback in higher and professional education (S. 100-113). London: Routledge.

Froehlich, D. E., & Winter, C. (2019). Mehr als Lernvideos. Der Einsatz von Video in der (digitalen) Lehre. Gehalten auf der 2. Online-Tagung Hochschule digital.innovativ, Eisenstadt.

Middendorf, J., & Pace, D. (2004). Decoding the disciplines: A model for helping students learn disciplinary ways of thinking. New directions for teaching and learning.

Peterson, R. S., & Behfar, K. J. (2003). The dynamic relationship between performance feedback, trust, and conflict in groups: A longitudinal study. Organizational Behavior and Human Decision Processes, 92(1-2), 102-112. doi.org/10.1016/S0749-5978(03)00090-6

Weaver, M. R. (2006). Do students value feedback? Student perceptions of tutors' written responses. Assessment & Evaluation in Higher Education, 31(3), 379-394. doi.org/10.1080/02602930500353061

Mehrwert

Lehrende:  Zeitersparnis, vereinfachter Prozess (Übersichtlichkeit)

Studierende: Lernerleichterung, „actionable“ Feedback, erhöhte Transparenz, schnelleres Feedback, höhere Feedbackdichte, klareres Feedback

Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit

Das Konzept ist auf praktisch alle Lehrveranstaltungstypen und Betreuungssituationen anwendbar und wurde in unterschiedlichsten Konexten erfolgreich getestet (Großlehrveranstaltungen/Vorlesungen, Vorlesungsübungen, Seminare, 1:1 Betreuung)

Akzeptanz

Das Feedback über den Einsatz von Videofeedback ist in allen Kontexten ausschließlich positiv.

 

Hier einige beispielhafte Aussagen von Studierenden:

Sehr brauchbar und personalisiert, ich hatte wirklich das Gefühl, dass mein Text nicht nur "überflogen" sondern tatsächlich gelesen wurde und dass das Feedback kein "allgemeines" sondern sehr spezifisch war. - Kerstin Pozarek

Arbeite unbedingt weiter mit dieser Form des Feedbacks! Gerade als berufstätige Studentin war die Form der Rückmeldung genial. Individuell auf meine Arbeit zugeschnitten, persönlich, gut nachvollziehbar und zeitlich von mir immer und von überall abrufbar. Dadurch war ich weniger auf persönliche Treffen angewiesen, was als berufstätige Studentin eine enorme Erleichterung war. Gegenüber rein schriftlichen Feedbacks hatte es den Vorteil, dass ich den Gedanken meines Betreuers zu meiner Arbeit direkt beim Lesen der jeweiligen Textpassage folgen konnte, wodurch es sehr gut verständlich und umsetzbar war. – Nora Stöger-Haselböck

Im Laufe meines Studiums hatte ich noch nie zuvor ein Video bzw. Audio-Feedback erhalten, würde mir aber wünschen, dass ein Solches auch in anderen Kursen Verwendung findet. Auf Grund der damit verbundenen Vielfalt empfinde ich diese Methode als extrem hilfreich, angemessen und sehr gut: Das Exposé am Bildschirm eingeblendet, konnte man Verbesserungen beziehungsweise Vorschläge seitens Dominik einerseits visuell am Text selbst sehen, andererseits parallel dazu die verbalen Erklärungen mitverfolgen. Damit war das Feedback für mich wirklich transparent und nachvollziehbar. -Elisa Hauer

Ich habe das Videofeedback zum ersten Mal im Zuge meiner Masterarbeit kennen und sofort schätzen gelernt. Mein Betreuer hat mir konkret auf Textpassagen zugeschnittenes Feedback gegeben, wodurch es sehr gut nachvollziehbar und umsetzbar war. Schade, dass ich mit dieser Form des Feedbacks erst ganz zum Schluss meiner Studienzeit in Berührung gekommen bin. Statt bloß Noten als Rückmeldung auf Arbeiten zu bekommen, bietet es Lehrenden die Möglichkeit zeitsparend, aber dennoch individuelles Feedback zu geben. Den vermehrten Einsatz im Schul- und Universitätsbetrieb erachte ich als sinnvoll und wünschenswert, nachdem ich den professionellen Einsatz bei meinem Masterarbeitsbetreuer kennengelernt habe. – Nora Stöger-Haselböck

Es war das erste Mal, dass ich so Feedback bekommen habe und ich fand es sehr gut, dass ich gleichzeitig sehen konnte was genau mit dem Feedback gemeint war. - Iasmina Pop

Das Audio-/Video-Feedback kannte ich davor nicht, aber ich bin wirklich begeistert davon. Ich finde es sehr übersichtlich und hilfreich einerseits mündlich die Kommentare zu hören als auch direkt zu sehen, um welche Stelle es in meiner Arbeit geht. Darüber hinaus wirkt es viel persönlicher als lediglich ein schriftliches Feedback. -Mirijam Ogris

 

Auch quantitative Ergebnisse von kleineren Gruppen (n=11) liegen vor, wobei Studierende die Praxis hinsichtlich verschiedener Dimensionen (wie Innovationsgrad, Studierendenzentrierung,...) bisher mit 5 von 5 Sternen bewerteten. Zusätzlich wird das Videofeedback oft in den qualitativen Kommentaren der regulären Lehreveranstaltungs-Evaluation positiv hervorgehoben.

Aufwand

Der Aufwand ist gering, wenn man generell mit Videos bzw. digitalen Medien guten Umgang hat.

Positionierung des Lehrangebots

In jedem Studienabschnitt möglich (inkl. Abschlussarbeiterstellung)

Links zu der/den Projektmitarbeiter/innen
Links zu Social Media-Kanälen
Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2020 nominiert.
Ars Docendi
2020
Kategorie: Digitale Transformation in der Lehre
Ansprechperson
Dominik E. Froehlich, PhD
Studienbereich Human Resources & Organization
0660 2 2345 25
Nominierte Person(en)
Dominik E. Froehlich, PhD
Studienbereich Human Resources & Organization
Themenfelder
  • Didaktische Methode
  • Erfahrungslernen
  • Kommunikation/Plattform
  • Neue Medien
  • Wissenschaftliche (Abschluss)Arbeiten
Fachbereiche
  • Wirtschaft und Recht