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Zuletzt aktualisiert am 30.05.2025

Photovoltaik und Constructive Alignment als Dream-Team

Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung

FH Technikum Wien , Manuel Trampert

Beispielhafte Vortragsfolie zum Thema Physik der Solarzelle.

Ars Docendi Kriterien

  • Innovative Hochschuldidaktik
  • Studierenden- und Kompetenzorientierung

Gruppengröße

50-150

Anreißer (Teaser)

Durch die Kombination aus einem Grundpfeiler der Energiewende und des Constructive Alignement der FH Technikum Wien ergibt sich für die Lehrveranstaltung Photovoltaik ein praktisch unschlagbares Dream-Team in Sachen "Ausgezeichnete Lehre".

Kurzzusammenfassung des Projekts

Die Lehrveranstaltung Photovoltaik an der FH Technikum Wien ist im 3. Semester des Bachelorstudiengangs Erneuerbare Energien angesiedelt und festigt elektrotechnische Grundlagen, während sie neue Inhalte zur Photovoltaik vermittelt. Diese Lehrveranstaltung ist die Basis für facheinschlägige Labore in den folgenden Semestern und ist aufgrund ihrer Relevanz hinsichtlich der Energiewende ein beliebtes Thema für Bachelorarbeiten. Der Lehrstoff wird durch praxisnahe Diskussionen und anschauliche Materialien vermittelt, bevor eine vertiefende Anwendung des Wissens erfolgt. Präsenzeinheiten sind nach dem Motto „Man kann über alles reden, aber nicht länger als 50 Minuten“ strukturiert, um Pausen zu integrieren und den Lernfluss zu fördern. Jede Einheit endet mit der Möglichkeit, unklare Punkte anonym zu benennen, was konstruktives Feedback ermöglicht. Abgehalten werden Einheiten von 3 Lektoren, Herrn Wittmann, Herrn Savic und der LV-Leitung Herrn Trampert. Die Prüfungsstruktur umfasst zwei Teilprüfungen mit einem Zeitlimit von jeweils 90 Minuten, wobei verschiedene Frageformate eingesetzt werden, um unterschiedliche Stärken der Studierenden abzubilden. Der „Gelbe Zettel“, ein erlaubter „Schummelzettel“, unterstützt die Studierenden in der Prüfungsvorbereitung und fördert das Bewusstsein für persönliche Wissenslücken. Diese Herangehensweisen garantieren, dass die Studierenden ein solides Grundwissen im Bereich Photovoltaik erwerben und stärkt die individuelle Entwicklung,

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The course Photovoltaics at FH Technikum Wien is positioned in the 3rd semester of the Bachelor program in Renewable Energies and reinforces basic electrical engineering principles while introducing new content related to photovoltaics. This course serves as the foundation for specialized laboratories in the following semesters and is a popular topic for bachelor theses due to its relevance to the energy transition. The course material is delivered through practical discussions and illustrative materials before delving into the application of knowledge. The presence sessions are structured around the motto, "You can talk about anything, but not longer than 50 minutes," to integrate breaks and enhance the learning flow. Each session concludes with the opportunity to anonymously highlight unclear points, allowing for constructive feedback. The sessions are conducted by three lecturers: Mr. Wittmann, Mr. Savic, and course coordinator Mr. Trampert. The exam structure consists of two parts, each with a time limit of 90 minutes, utilizing various question formats to reflect the diverse strengths of the students. The "Yellow Sheet," an allowed "cheat sheet," aids students in exam preparation and raises awareness of their personal knowledge gaps. These approaches ensure that students acquire a solid foundational knowledge in photovoltaics and promote their individual development.

Nähere Beschreibung des Projekts

Photovoltaik und Constructive Alignment als Dream-Team:

Um sicherzustellen, dass die Lehrveranstaltung Photovoltaik den höchsten Qualitätsansprüchen der Hochschuldidaktik gerecht wird, orientiert sich der Aufbau dieser Lehrveranstaltung stark am Constructive Alignement der FH. In diesem werden drei wesentliche Fragestellungen formuliert:

1. Welche Kompetenzen sollen die Lernenden nach der Veranstaltung haben? Bzw. Was sollen die Lerner*innen wozu wissen und können?

2. Welche Lehr-/Lernaktivität führt zum Erwerb der angestrebten Kompetenzen? Bzw. durch welche Handlungen können die Lernenden diese Lernergebnisse erreichen und…

3. Wie muss die Leistungsmessung gestaltet sein, um den Erwerb dieser Kompetenzen zu beurteilen? Bzw. wie kann sichergestellt werden, dass etwas erlernt wurde?

In nachstehenden Textpassagen wird dargestellt, wie die Lehrveranstaltung Photovoltaik diese Fragen aufgreift und möglichst zielführend beantwortet.

Wesentliche Inhalte der Photovoltaik Lehrveranstaltung:

Angesiedelt ist diese Lehrveranstaltung im 3 Semester des Bachelorstudiengangs Erneuerbare Energien. Somit werden nicht nur neue Inhalte, wie eben die Photovoltaik an sich, vermittelt, sondern auch elektrotechnische Grundlagen aus vorangegangenen Semestern gefestigt. Darüber hinaus baut ein signifikanter Teil des Bachelorstudiengangs auf dieser Lehrveranstaltung auf. So folgen im 4 und 5 Semester facheinschlägige Labore. Durch diese Relevanz ist die Photovoltaik für viele Studentinnen und Studenten ein beliebtes Themengebiet für deren Bachelorarbeiten.

Grundsätzlich ist die Lehrveranstaltung so gegliedert, dass im ersten von zwei Teilen notwendige Grundlagen vermittelt werden. Neben einer Mischung aus angeregten Diskussionen und aktuellen Präsentationsunterlagen werden in jeder Einheit themenspezifische Schauobjekte in den Vortragssaal mitgebracht um einen anschaulichen Praxisbezug herzustellen. Im zweiten Teil wird diese Basis durch einen gezielten Praxisbezug vertieft. Hierbei werden auch Anknüpfungspunkte zu anderen Lehrveranstaltungen hergestellt um ein gesamtheitliches Bild der aktuellen Energie-Strategie in Österreich aufzuzeigen.

Durch einen durchgezogenen „roten Faden“ sind Studierende nach erfolgreichem Abschluss der Lehrveranstaltung unter anderem in der Lage physikalische Grundlagen zur Globalstrahlung und Solarzelle wiederzugeben und Typen von Solarzellen zu identifizieren und deren Funktion und Aufbau zu beschreiben. Weiters können sie Modulkomponenten benennen, deren Einflüsse auf den Wirkungsgrad zu bewerten und passende Komponenten (Akkumulatoren, Wechselrichter, Laderegler) für eine Anlage auszuwählen. Außerdem können Sie sozioökonomische Folgen der Gewinnung von Kritischen Rohstoffen abschätzen und eine wirtschaftliche Bewertung von Photovoltaikanlagen durchführen.

Alle guten Dinge sind drei:

Hierbei sind die drei Vortragenden der Lehrveranstaltung Photovoltaik, Herr Maximilian Wittmann (externer Lektor der FHTW), Herr Stefan Savic (fix angestellter Lektor der FHTW) und Herr Manuel Trampert (Lehrveranstaltungsverantwortlicher, fix angestellter Lektor der FHTW), gemeint.

Durch diese Aufteilung ist es möglich, dass Studentinnen und Studenten ein möglichst allumfassender Einblick in das Themengebiet geliefert wird, welcher durch die jeweiligen praxisnahen Erfahrungen der Lektoren fachlich abgerundet wird.

Die Entscheidung drei Vortragende federführend in der Präsenzphase dieser Lehrveranstaltung mitwirken zu lassen wurde erstmals getroffen, als ein langdienender Lektor seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten ist. Folglich war eine Umstrukturierung und Nachbesetzung unumgänglich und zwei Konzepte wurden ausgiebig diskutiert: 1) weiter wie bisher, also 1 Vortragender, oder 2) Aufteilung auf mehrere Kollegen und Kolleginnen. Letztendlich haben einige Faktoren dazu beigetragen, sich auf ein 3er Team zu verlassen. Der wohl westlichste ist allerdings jener:

Die Photovoltaik ist ein immens umfangreiches Themengebiet welches sich in weitreichende Teilgebiete verzweigt. So könnte man beispielsweise allein zu physikalischen Hintergründen der Solarzelle eigene Lehrveranstaltungen abhalten ohne jemals auf andere Themenschwerpunkte wie die Anlagentechnik, oder die Einbindung ins Stromnetz einzugehen. Folgerichtig war es naheliegend mehrere Vortragende einzubinden, deren individuelle Schwerpunkte zielführend zu einer gesamtheitlichen Lehrveranstaltung beitragen können.

Im konkreten Fall der Photovoltaik Lehrveranstaltung erfolgte die Aufteilung folgendermaßen: Die ersten, auf 8 Präsenzeinheiten aufgeteilten, Inhalte werden von Herrn Trampert vorgetragen und dienen als Basis für den 2 Teil der Lehrveranstaltung. In diesem gehen Herr Wittmann und Herr Savic in 5 weiteren Einheiten auf relevante und zeitgemäße Themen wie Gebäudeintegration von Photovoltaikanlagen und aktuelle Klimaziele Österreichs ein. Durch den engen Kontakt zur Industrie gelingt es Herrn Wittmann aktuelle Projekte in die Lehre einzubinden, während Herr Savic interne Forschungsprojekte in seine Präsenzeinheiten integriert.

Gleichzeitig war es wichtig, drei Personen zu finden, die es schaffen grundlegende Zusammenhänge zwischen einzelnen Schwerpunkten sinnvoll verknüpfen zu können. Hier knüpft ein weiterer Faktor an: Oftmals kann es für das Verständnis einzelner Studenten und Studentinnen sinnvoll, oder sogar notwendig sein, einen Sachverhalt von mehreren Blickwinkeln zu beleuchten. Man kann also sagen, dass die individuellen fachlichen und didaktischen Stärken eines Vortragenden die Schwächen der anderen beiden ausgleichen können.

„Man kann über alles reden, aber nicht länger als 50 Minuten“:

Unter diesem Mantra wird jede Präsenzeinheit abgehalten. Somit ist garantiert, dass es in jeder 90-minütigen Präsenzeinheit zumindest eine Pause nach, eben nicht mehr als 50 Minuten, gibt. Eingeleitet wird diese 10-münitige Unterbrechung mit einer dementsprechenden Folie im Vortragsskript. Hierbei ist die Vorlesung natürlich so gestaltet, dass trotz planmäßigem „Zeitverlust“ alle Inhalte besprochen und diskutiert werden können, ohne dass es zu ungewünschten Zeitüberschreitung der planmäßigen Lehrveranstaltungsdauer kommt.

Der „Schwammigste Teil“:

Jede Präsenzeinheit wird mit dem Bild des prominenten TV-Schwamms „SpongeBob Schwammkopf“ beendet. Was auf den ersten Blick als „kindisches Meme“ abgetan werden kann, hat einen durchaus ernstzunehmenden Hintergrund. Diese Abschlussfolie ist das Zeichen, dass der „Schwammigste Teil“ abgefragt wird. Hierbei haben Studierende die Möglichkeit individuell und anonym jene Teile der Präsenzeinheit aufzuschreiben, die sie als „schwammig“, also mitunter als nicht optimal erklärt, wahrgenommen haben. Diese Punkte werden bis zur nächsten Einheit nochmals aufgearbeitet und besprochen, oder im Bedarfsfall als Fragensammlung in einem extra Dokument im Moodle-Kurs der Lehrveranstaltung veröffentlicht.

Da diese Methodik in der Präsenz abgehalten wird, werden Studenten und Studentinnen abschließend ermutigt die Lehrveranstaltung nochmals Revue passieren zu lassen. Sollten Studierende der Meinung sein, dass nicht „schwammig“ vorgetragen wurde, so werden sie alternativ gebeten, das aufzuschreiben was ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben ist. So, oder so, ergibt sich ein tendenziell konstruktives und vor allem zeitgerechtes Feedback zur Lehrveranstaltung, welches für folgende Semester eingearbeitet werden kann.

Prüfungsgestaltung:

Grundsätzlich gibt es für diese Lehrveranstaltung 2 Teilprüfungen, wobei jede Teilprüfung für sich gesehen positiv zu absolvieren ist. Prüfungen werden als schriftliche Prüfung abgehalten, für die ein Zeitlimit von 90 Minuten angedacht ist. In dieser Zeit sind unterschiedlich gestaltete Fragestellungen zu beantworten. Diese sind wie folgt aufbereitet: 1) offene Fragen zu einzelnen Themeninhalten, 2) Multiple- und Single-Choice Fragen zum ankreuzen und 3) technische Skizzen. Mit dieser Variation an Fragen und der dementsprechenden Gewichtung (jeweils rund 1/3 der Gesamtpunkte) ist es möglich die Prüfung positiv zu absolvieren, auch wenn man ein einschlägige Schwäche (z.B. Schreibschwäche) aufweist. Andererseits ergibt sich durch diese Aufteilung ein umfangreicher Fragenpool, der die gesamte Lehrveranstaltung abdeckt.

Durch diese Vielfalt an Fragetypen können nicht nur unterschiedliche Stärken und Schwächen der Studierenden abgedeckt werden, es ergeben sich auch direkte Synergien zum Constructive Alignement der FH Technikum Wien. Dieses bildet unter anderem ab, welche Kompetenzen in welchem Ausmaß erlangt wurden. So kann mittels offener Fragestellung geprüft werden, ob grundlegende Inhalte wiedergegeben werden können, während Multiple- und Single-Choice-Fragen das Verständnis einzelnen Studierender abverlangen. Zu guter Letzt ergibt sich durch Anfertigung von technischen Skizzen die Möglichkeit einzuschätzen, ob Fachwissen nicht nur verstanden wurde, sondern auch angewendet werden kann.

Neben diesem „Standardablauf“ werden im Bedarfsfall selbstverständlich weitere Prüfungsmodi parat gestellt um gegebenenfalls auf Bedürfnisse einzelner Studentinnen oder Studenten eingehen zu können. So werden unter anderem, wenn nötig, verlängerte Prüfungsdauern, oder sogar mündliche Prüfungen vereinbart.

Der „Gelbe Zettel“:

In einem Bachelor-Studiengang, in dem mehrere, sehr vielseitige Themenschwerpunkte – angefangen bei naturwissenschaftlichen Grundlagen, über die Funktionsweise thermischer und elektrischer Energieerzeugungsanlagen, bis hin zu Energieeffizienz im Gebäudesektor – gelehrt werden stellt sich immer wieder die Frage: „Kann man für alles Expertin, oder Experte sein?“ In dieser Lehrveranstaltung wird diese Frage ganz klar mit „Nein“ beantwortet. Bei rund 60 Studierenden im dritten Semester werden sich selbstverständlich nicht alle in der Photovoltaik-Branche wiederfinden und folgerichtig keine gefestigte Expertise im Schwerpunkt Photovoltaik aufbauen müssen.

Da diese Vorlesung allerdings einen integraler Part im Lehrplan darstellt, ergibt sich zwangsläufig folgende Fragestellung:

„Wo liegt die Grenze zwischen einem Mindestmaß an Grundlagenwissen und fundiertem Fachwissen und wie ist es möglich beides sinnvoll in einer Prüfung zu vereinen?“

Da für diese Frage eine klare Antwort unmöglich zu finden ist wurde der „Gelbe Zettel“ eingeführt.

Hierbei handelt es sich um einen A5 Zettel der von jedem Studenten, jeder Studentin beidseitig individuell mit jenen Inhalten befüllt werden kann, die als besonders „schwierig“ eingeschätzt werden. In anderen Worten: Auf diesem Zettel darf all das verewigt werden, was man sich einfach nicht merkt, egal ob Theorie, Formeln, technische Skizzen oder sonstige Inhalte. Die gelbe Farbe hat hierbei keine tiefgründige Bedeutung, sie dient vielmehr als Signalfarbe. Dies ist insofern notwendig, da dieser Zettel bei der schriftlichen Prüfung als „offizieller Schummelzettel“ mitgeführt werden darf.

Den Studierenden wird also einerseits klar gezeigt, dass es in Ordnung ist, nicht alles Wissen zu können, solange man weiß, wo man nachlesen kann. Andererseits werden sie sich im Zuge der Prüfungsvorbereitung, also dem Ausfüllen des „Gelben Zettels“, über ihre eigenen Schwächen und Stärken bewusst und können sich so individuell auf die Prüfung vorbereiten. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Tendenz zu „unerlaubten Hilfsmitteln“ zu greifen deutlich reduziert wird. Folglich ergibt sich eine subjektiv angenehmere Prüfungssituation für Studierende und Prüfungsaufsicht.

Akzeptanz und Resonanz

Ausgewähltes Feedback der LV Evaluierung vom Wintersemester 2024/25

"Vor allem im ersten Teil der LV wurde die trockene Theorie recht interessant näher gebracht, auch praxisnah mit realen Bauteilen zum ansehen."

"Alle Lektoren haben gut Vorgetragen und sind auf Fragen eingegangen. Die Skripten und Foliensätze sind mal besser, mal schlechter, aber insgesamt kann man gut mit den Unterlagen arbeiten. Die Prüfungsmodalität macht auch Sinn."

"Ich bin zufrieden mit Herrn Trampert. Er erklärt gut und verständlich. Er gestaltet die VO ziemlich spannend und die Prüfungen sind gut auf die Lehrinhalte abgestimmt"

"Die Lehrinhalte waren super spannend und informativ. Man kann sehr gut mitkommen und man hat sich aus dem Unterricht einiges mitnehmen können. Die Prüfung gleicht sich sehr gut auf die Inhalte der Präsenz ab. Es wurde bei der Hälfte immer eine Pause gemacht, die sehr gut ist, weil man sonst nicht immer ganz aufnahmefähig ist. Ich finde, dass praktische Beispiele und Theorie sehr gut aufgeteilt wurden. Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich bei dieser LV nichts zum Aussetzen habe und alles (Moodle Kurs, Verschiebungen, Prüfungsstoff,...) sehr gut funktioniert hat."

"Im Grunde ist es eine der besten LVs die ich bisher an der FHTW besucht habe. Lehrpersonen die nicht nur ein Skript runterrattern, sondern auf den aktuellen Wissensstand der Studierenden eingehen, oftmals auch um Fragen bitten (auch anonym wie im "schwammigsten Teil") und selbst komplexe Themen wie die physikalischen Hintergründe eines PV-Moduls auf eine verständliche Weise runterbrechen und dann auch auf eine "faire" Weise bei der Prüfung abfragen. Alles in Allem eine enorm gelungene Veranstaltung die ein qualitatives Maß für andere LVs bilden kann."

"Im schwammigsten Teil alle offenen Fragen aufgegriffen und super erklärt. Unterricht super aufgeteilt (Pausen). A5 Zettel tragen dazu bei, sich einfacher auf die Prüfung vorzubereiten und den Stoff besser zu verstehen."

"Der Lektor war sehr verständnissvoll und man hat wirklich gesehen, dass er sich Mühe gegeben hat. Er war sehr sympathisch und nett."

"Sie als Lektor gestalten die LV sehr nett und interessant. Es macht Spaß zuzuhören und mitzunehmen. Fragen werden immer ausführlich behandelt und versucht zu beantworten."

Nutzen und Mehrwert

Die Tatsache, dass bei der Prüfung ein "erlaubter" Schummler zum Einsatz kommt ist in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal dieser LV

Durch diesen geling es Studierenden sich bewusst auf ihre Stärken zu konzentrieren, da "Schwächen" über den "Gelben Zettel" abgesichert werden könnne. Dadurch entsteht eine entspannte Vorbereitungsphase und ein verbesserter Erfolg bei Prüfungen.

Der Schwammiste Teil resultiert über mehrere Semester in einer Sammlung von FAQs, gibt also langfristig Aufschluss darüber, welche Inhalte als kompliziert, oder unverständlich empfunden werden. Somit kann gezielt nach Verbesserungspotentialen gesucht werden. Außerdem können über diese Fragen Inhalte abgedeckt werden, die aus zeitlichen Gründen in der Präsenz keinen Platz finden. Weiters bekommen die Studierenden eine gesmmelte Antworten-Liste auf ihre Fragen und haben somit zusätzliches Wissen in einem praktischen Format zur Verfügung

Übertragbarkeit und Langlebigkeit

Das Projekt läuft seit 2023

Gegebenenfalls geplanter Endzeitpunkt: -

Langfristig dient das Konzept zur kontinuierlichenVerbesserung der Didaktik und Methodik für Lektor:innen. Aus Student:innen Sicht ergibt sich durch die Möglichkeit (anonym) Fragen zu stellen eine angenehme Lehrnumgebung ein gewisses Gefühl von Sicherheit für die Prüfung

Institutionelle Unterstützung

Seitens TLC (Teaching und Learning Center) der Fachhochschule werden regelmäßige Weiterbildungen angeboten. Diese umfassen Inhalte wie Hochschuldidaktik, Moodle, Prüfungsgestaltung etc. Weiters wird an der FH das Constructive Alignement der FH. In diesem werden drei wesentliche Fragestellungen formuliert:

1. Welche Kompetenzen sollen die Lernenden nach der Veranstaltung haben? Bzw. Was sollen die Lerner*innen wozu wissen und können?

2. Welche Lehr-/Lernaktivität führt zum Erwerb der angestrebten Kompetenzen? Bzw. durch welche Handlungen können die Lernenden diese Lernergebnisse erreichen und…

3. Wie muss die Leistungsmessung gestaltet sein, um den Erwerb dieser Kompetenzen zu beurteilen? Bzw. wie kann sichergestellt werden, dass etwas erlernt wurde?

Darüber hinaus gibt es ausreichend Spielraum eigene Ideen in die Lehre einzubringen

Durch LV Evaluierungen wird einerseits direktes Feedback der Studierenden entgegengenommen. Andererseits lassen sich aus diesen Evaluierungen FH Weite Ziele hinsichtlich guter Lehre ableiten. Weiters liefern Studiengangsleitungen und direkte Vorgesetzte Verbesserungsvorschläge durch einen laufenden KVP.