Zuletzt aktualisiert am 03.06.2025
Nachhaltig innovative Unternehmensführung durch forschungsgeleitete Lehre
Universität für Bodenkultur Wien
Science for Future
Kurzzusammenfassung des Projekts
In der forschungsorientierten LV „Unternehmensführung 2“ kultivieren Studierende entscheidende Schlüsselkompetenzen zur evidenzbasierten Generierung von neuem Wissen und direkter Umsetzung in die wirtschaftliche Praxis im Sinne der Entrepreneurship Education, die wiederum in die Forschung einfließt. Dazu wird ein motivierendes Lernumfeld geschaffen, indem vielfältige mediendidaktische Elemente strukturiert verschmolzen werden, um flexibel und individuell die Talente der Studierenden zu fördern. Kollaborative Lernerfahrungen zur Entwicklung von Führungspersönlichkeiten reichen von realen Fallstudienprojekten mit Mentoring aus Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung, die in Kleingruppen bewältigt werden, über Notfallplanungsworkshops, in denen mittelgroße Teams, digitale, wissenschaftliche Simulationsmodelle zur datenbasierten Entscheidungsunterstützung einsetzen, bis hin zur kollektiven Teilnahme an einem weltweiten Wettbewerb führender Universitäten, indem sich Studierende in einer spielbasierten Online-Simulation messen. Dieser Fokus auf Praxisorientierung, Digitalisierung und kollaborativer Problemlösung ermöglicht es, synergetisch vorhandene Fähigkeiten und Kenntnisse der heterogenen Studierendengruppen zu verknüpfen sowie durch (Peer-) Feedback und ausgewogene Gewichtung von selbstverantworteter Lernautonomie und Lernprozesssteuerung individuelle und kollektive Lernerfolge zu erreichen, die bei hoher Motivation und positiver Emotion eine faire Studierbarkeit sicherstellen.
Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache
In the research-oriented course "Entrepreneurship 2", students develop key competences for the evidence-based acquisition of new knowledge and its direct implementation in the business world in the sense of an entrepreneurship education, which in return contributes to research. To achieve this, a motivating learning environment is created by fusing diverse media-didactic elements in a structured way to flexibly and individually enhance students' talents. Collaborative learning experiences to develop leadership skills range from real-life case study projects – with mentoring from academia, business and consulting, completed in small groups – to contingency planning workshops – in which medium-sized teams use digital, scientific simulation models for advanced data-based decision support – to participating collectively in a global competition among leading universities by letting students compete in a game-based online simulation. This focus on practical application, digitalization and collaborative problem solving enables to synergistically link existing skills and knowledge of heterogeneous student groups as well as achieve individual and collective learning successes through (peer) feedback and balanced allocation of learning independence and learning process control, which ensure a fair workload while maintaining a high level of motivation and positive emotion.
Nähere Beschreibung des Projekts
Der Ablauf der Lehrveranstaltung startet mit der Initiierung des für das Lernen notwendigen sozialen Prozesses in Form eines Kennenlernens, das entweder Online- oder in Präsenz stattfindet. Dieses umfasst einerseits einen Bewerbungsworkshop (Karriereplanung) sowie praxisnahe Übungen („Wie lernen Unternehmen/wissenschaftliche Institute neue Mitarbeitende kennen?) zur Selbstreflexion („Wer bin ich und was kann ich?“) und dem Erwartungsmanagement („Wohin möchte ich mich Weiterentwickeln und was kann die Lehrveranstaltung dazu beitragen?“) aus der Psychologie und Team-Buildingmethoden aus dem Managementcoaching (Vorbereitung auf Projektarbeit). Andererseits lernen die Studierenden den organisatorischen und inhaltlichen Lehrveranstaltungsablauf kennen, der anhand aktueller, wissenschaftlicher Forschungsfragen und konkreter wirtschaftlicher Herausforderungen aufgezeigt wird, wobei basierend auf den Lernzielen der angestrebte Kompetenzerwerb und die Benotungskriterien transparent dargelegt werden. Zusätzlich dient ein klar strukturierter Moodle-Kurs den Studierenden als digitaler Ankerpunkt und schafft die nötige Übersicht um den eigenen Lernfortschritt, die Kurs- und Abgabetermine, Zoom-Links und vielfältig zum Einsatz kommenden mediendidaktische Elemente jederzeit zu überblicken.
Im Bewerbungsworkshop werden durch die Analyse, der, von den Studierenden auf konkrete Stellenausschreibungen vorbereiteten, Bewerbungsunterlagen im Peer-Review Verfahren Bewerbungsgesprächssimulation in Teams durchgeführt und Erkenntnisse sowie aufgetretene Frage anschließend in der Gruppe gemeinsam mit externen Recruiting-Expert*innen diskutiert und reflektiert (zuletzt etwa mit Bildungsinitiative TeachForAustria, AFRY Unternehmensberatung, ehemaligen Studierenden in Leitungspositionen). Dieser Einstieg zeigt die wertvolle Heterogenität unterschiedlichen Vorerfahrungen der Studierenden sowie die Anwendbarkeit der im Kurs kultivierten Kompetenzen im (Berufs-) Leben und unterstützt Studierende verschiedene Karrierewege in Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung kennenzulernen.
In den folgenden Einheiten eignen sich die Studierenden, geleitet durch digitale Medien (u.a. Online-Lektionen, mehrstufigen Online-Peer-Reviews, Aufgaben und Tests mit Lernkontroll- und Reflexionsfragen) in asynchronen Selbstlerneinheiten, Grundlegende Inhalte aus dem Lehrbuch „Grundlagen des Managements“ von Schreyögg und Koch und vertiefende Inhalte aus aktueller Forschungsliteratur, etwa direkt vom Institut für Produktionswirtschaft und Logistik der BOKU, zu unterschiedlichen Themen (u.a., strategisches Management, Innovationsprozesse, Führung) an. Diese wenden sie in Kleingruppen (2–3 Personen) direkt auf konkrete Fallstudien an, deren Lösung sie in synchronen Einheiten (Online oder Präsenz) zusammen mit einer aktivierenden Challenge präsentieren. Diese wird in Präsenzsituationen, etwa durch Gruppendynamikübungen, Kahoot-Quizzes oder Mentimeter-Umfragen, ebenso wie in virtuellen Lernräumen, durch die Verwendung moderner digitale Tools wie GatherTown-Welten, Miro-Whiteboards, Ankiweb-Karteikarten, Mindmaps oder Online-Schnitzeljagden eingesetzt. Das dient zur Motivation von- und Interaktionen mit Zuhörenden, wobei sich die Studierenden bei ihrem selbstgewählte Methodeneinsatz beindruckend engagiert zeigen und sich mit den neusten Tools- und Formaten gegenseitig und spielerisch einen breiten Methodenwerkzeugkoffer aneignen.
Das individuelle Interesse, Vorwissen und die aktuelle Lebenssituation der Studierenden wird umfassend berücksichtigt, indem die Zuteilung von Themen und Fallstudien im Rahmen von Verhandlungsübungen erfolgt, in denen die Studierenden innerhalb einer limitierten Zeit, selbständig eine Kompromisslösung aushandeln, die stets bemerkenswert ausgewogene Teams ergibt. Dies motiviert besonders ehrgeizige Studierende, die gerne viel Anstrengung in ein komplexes Thema stecken, ebenso, wie es auf faire und sozial verträgliche Art die Interessen von zeitlich eingeschränkteren Studierenden berücksichtigt, die aufgrund eines fordernden Lebensmanagements (Kinder, Pflege, Beruf) effizient arbeiten wollen.
Abwechselnd zu diesen grundlegenden Einheiten finden zur Aktivierung und Motivation Trainingssettings für die „International Wood Supply Game Competition“ statt. Bei diesem Wettbewerb messen sich alle Studierenden gemeinsam als „BOKUcrew“ mit teilnehmenden Teams anderer führender Universitäten (in diesem Jahr etwa aus Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Sri Lanka, Schweden, Belgien, Frankreich und Finnland) in herausfordernden Managementszenarien einer Online-Lieferkettensimulation. Die hierbei zum Einsatz kommende, frei zugängliche Plattform (https://www.forac.ulaval.ca/en/transfer/wood_supply_game/description/) wurde vom kanadischen FORAC Forschungskonsortium basierend auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen (u.a. doi.org/10.1287/ited.2017.0174) entwickelt. In den Trainingseinheiten transferieren die Studierenden wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung in praxisnahe, selbst entwickelte Analysetools (z.B. Modelle zur Absatztrendprognose, Bestellmengenoptimierung, Ressourcenzuteilung) zur Entscheidungsunterstützung unter Unsicherheit. Darüber hinaus verbessern sie in Übungsszenarien ihre internen Kommunikationsprozesse, um beim Wettkampf unter Zeitdruck zu bestehen. Durch den Kontaktaufbau im Rahmen der Trainings sowie dem Wettkampf weitet sich der Horizont der Studierenden, die durch diese internationalisation@home internationale Kontakte zu Professor*innen und Studierenden ähnlicher Studienrichtungen sowie wertvolle Erfahrungen sammeln können und feststellen, dass sich ihre kultivierten Kompetenzen auch international bewähren.
Die Erarbeitung, kritische Diskussion, Reflexion und Präsentation relevanter Forschungsliteratur zieht sich über die gesamte Lehrveranstaltung und ermöglicht Studierenden vielfältige qualitative und quantitative Forschungsmethoden aus dem Operations-Research kennen zu lernen, die in eigenständig gestalteten Forschungsprozessen, etwa bei der Entwicklung der Analysetools für den Wettbewerb angewendet werden und dadurch wiederum aktive Forschungsbeiträge liefern. Eigene Forschungstätigkeiten werden darüber hinaus in den Semesterprojekten fokussiert vorangetrieben, die es Studierenden erneut, je nach persönlichem Interesse („Sie ahnen es bereits, es wird wieder verhandelt und konstruktiv um Kompromisse gerungen“), Kompetenzen und Talenten ermöglichen, in mittelgroßen Teams (5–7 Personen) an komplexen Aufgabenstellungen aus der Wissenschaft (basierend auf Forschungsprojekten des Institutes für Produktionswirtschaft und Logistik: zuletzt Digitalisierungspotentiale der Holzindustrie durch Blockchain, Digital Twins und Big Data), Unternehmensberatung (eingebracht von einer externen Unternehmensberatung: zuletzt AFRY mit einer Standortsuche für ein Großsägewerk in Polen) und Wirtschaft (zuletzt: Literature-Review zu SWOT Analysen entlang der Holzlieferkette) mit Expert*innen Mentoring zu arbeiten. Erkenntnisse verschriftlichen die Studierendengruppen in Seminararbeiten, die bewusst der Normstruktur wissenschaftlicher Publikationen folgen und von den Studierenden im Rahmen einer Abschlusspräsentation vorgestellt und gegen kritische Fragen von den auftraggebenden Expert*innen und anderen Studierendenteams verteidigt werden. Die jeweiligen Peer-, Expert*innen- und Lehrenden-Feedbacks zu jeder Präsentation stützen sich auf einen übersichtlichen Bewertungsbogen, der sowohl die Substanz des Inhaltes (Aufbau, Quantität, Sachwissen, Quellenauswahl, Kreativität) als auch die Qualität der Vermittlung (Medieneinsatz, Redefluss, Ausdrucksvermögen, Gestik) miteinbezieht.
Den Abschluss der Lehrveranstaltung bildet ein eigens entwickelter, von den Studierenden vielfach als Höhepunkt bezeichneter, Notfallplanungsworkshop, der noch einmal ganz gezielt die im Rahmen der Lehrveranstaltung neu gewonnen und vertiefend kultivierten Kompetenzen vor Augen führt. Der didaktische Aufbau und detaillierte Ablauf des Workshops ist durch die Open Access Veröffentlichung im renommierten „International Journal of Simulation Modelling“ unter doi.org/10.2507/IJSIMM19-3-526 (Kogler & Rauch 2020, 12 Zitate) jederzeit frei zugänglich und soll anderen als Anregung und Leitfaden für forschungsgeleitete Lehre und Wissenstransfer in die Praxis dienen. Aus diesem Grund wurde der Workshop auch bereits in abgewandelter Form mit Entscheidungsträger*innen entlang der Holzlieferkette und Wissenschaftler*innen durchgeführt sowie auf der „Winter Simulation Conference 2019“ in den USA, der wichtigsten wissenschaftlichen Konferenz für Simulationsmethoden, erstmals internationalen Expert*innen vorgestellt und von diesen begeistert aufgenommen. Im Rahmen des Notfallplanungsworkshops erhalten die Studierenden, dem selbstgesteuerten, problemorientierten Lernen entsprechend, praxisnahe Planungsprobleme (z.B. Notfallmanagement nach Windwurf durch Einsatz von nachhaltigem Zugtransport), die sie mit Hilfe von neuesten, unter doi.org/10.3390/f11040396 frei zugänglich publizierten Transportplanungstabellen (Kogler und Rauch 2020, 6 Zitate, dieser Artikel erhielt 2020 den Best-Paper Award des Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Universität der Bodenkultur Wien) und unter Einsatz von innovativen wissenschaftlichen Simulationsmodellen (Kogler und Rauch 2019, doi.org/10.1139/cjfr-2018-0542, 17 Zitate und Kogler et al. 2020, doi.org/10.3390/f11121245, 5 Zitate) lösen. Hierfür wurden auf Anregung der Studierenden, die Simulationsmodelle schrittweise mit intuitiv bedienbaren, grafisch aufgearbeiteten Benutzeroberflächen, Animationen und Kennzahlencockpits ausgestattet, womit seither der Wissenstransfer in die wirtschaftliche Praxis noch besser gelingt und ein wunderbares Beispiel von sich gegenseitig bereichernder, kompromisslos-forschungsgeleiteter Lehre aufzeigt, die den innovativen Charakter der Lehrveranstaltung unterstreicht.
Nutzen und Mehrwert
Der Mehrwert, der sich durch die forschungsgeleitete LV „Unternehmensführung 2“ ergibt, beruht maßgeblich auf deren nachhaltigen Innovation. Diese nachhaltige Innovation ist nur durch eine konsequente Forschungsorientierung der Lehre möglich, da nur so sichergestellt ist, ständig neuste Erkenntnisse, auch aus der eigenen Forschung, direkt zu vermitteln und die Studierenden dadurch zu selbigen zu motivieren und anzuleiten sowie durch wissenschaftliche Beobachtung dieses Prozesses erneut neues Wissen zu schaffen und dieses auch weiterzugeben und zu publizieren. Dadurch wir ein direkter und andauernder Feedback-Loop von Forschung zu Lehre und von Lehre zurück zur Forschung angestoßen und abgebildet, der für beide Seiten überaus bereichernd, konstruktiv und wertvoll ist.
Die Studierenden partizipativeren aktiv an Forschungsprojekten und kultivieren entscheidende Schlüsselkompetenzen wie u.a. das selbständige Erarbeiten relevanter Forschungsliteratur, die korrekte Anwendung von Forschungsmethoden in eigenständig gestalteten Forschungsprozessen oder die kritische Reflexion von Forschungsdiskursen, die sich allesamt auch in den Lernzielen der Lehrveranstaltung wiederfinden. Studierende profitieren u.a. bereits bei der Erstellung ihrer wissenschaftlichen Masterarbeiten (die vielfach im Anschluss an bzw. parallel mit der LV begonnen werden) von diesen Kompetenzen. Neben dem Einsatz und der Entwicklung von wissenschaftlichen Computersimulationsmodellen und digitalen Entscheidungsunterstützungstools, die direkten Einfluss auf die Digitalisierungskompetenzen der Studierenden haben, trägt indirekt auch der innovative mediendidaktischen Blended-Learning Ansatz zum Kompetenzerwerb bei und ermöglicht es gleichzeitig heterogene Studierende mit unterschiedlicher Vorbildung zu fördern sowie besonders motivierte Studierende zu fordern. Die zahlreichen Präsentationen, Diskussionen, Moderationen und Verhandlungen während der gesamten Lehrveranstaltung verbessern die Kommunikationskompetenz der Studierenden, die sowohl in der Wissenschaft (z.B. Posterpräsentation auf Konferenz mit anschließender Diskussion), Unternehmensberatung (z.B. Stakeholder-Interviews, Moderation eines Projekt-Kick-Offs) aber auch Wirtschaft (z.B. „Elivator Pitch“ vor oder Verhandlung mit Investor) von hohem Nutzen ist. Darüber hinaus steigern auch die Praxisorientierung, Internalisation@home sowie Führungskompetenzen und kollaborative Problemlösungskompetenzen maßgeblich die Employability der Studierenden. Die zahlreichen Einblicke in unterschiedliche Karrierewege in Wissenschaft, Wirtschaft oder Unternehmensberatung helfen den Studierenden auf Basis ihrer Fähigkeiten, Talente und Wünsche eine reflektierte Jobentscheidung zu treffen und sich hierfür erfolgreich zu qualifizieren/bewerben. Die forcierte Entrepreneurship Education zielt speziell auf die Kultivierung zentraler handlungs- und wertorientierter Kompetenzen für die erfolgreiche Bewältigung der globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zur Erreichung der Sustainable Development Goals ab. Hierbei steht die Förderung des „Sustainable Entrepreneurial Mindsets“ der Studierenden im Vordergrund, das Motive, Fähigkeiten und Denkprozesse beinhaltet, die Studierende in die Lage versetzen, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten indem ausgehend von eigenen Interessen sich bietende Chancen erkannt werden, die basierend auf eigenen Stärken genutzt werden um erfolgreich Ideen zu entwickeln, Projekte umzusetzen und neues Wissen zu schaffen.
Übertragbarkeit und Langlebigkeit
Das Projekt läuft seit 2020
Das laufend weiterentwickelte mediendidaktische Konzept der forschungsorientierte LV „Unternehmensführung 2“ integriert mit aktivierenden, motivierenden Methoden aus dem Managementcoaching abwechselnd grundlegende Kursbestandteile, die nach der Taxonomie von Bloom vornehmlich dem Wissens- und Verständniszuwachs sowie deren direkter, geleiteter Anwendung dienen, mit fortgeschrittenen Kurskomponenten, die vor allem der Analyse, Bewertung und Erschaffung zuzuordnen sind. Dabei wird für die grundlegende Einheiten im Rahmen des gesamten Blended-Learning Konzeptes, der Invented Classroom Ansatz angewandt, um mit asynchronen Selbstlerneinheiten flexible, unterschiedliches-Vorwissen-berücksichtigende, autonome Lernräume für individuelle Lernerfolge zu ermöglichen, die im Wechsel mit synchronen, je nach Studierendenpräferenzen (bzw. auch unbeeinflussbarer äußerlicher Umstände wie z.B. die aktuelle Pandemie) Online oder in Präsenz abgehaltenen Unterrichtseinheiten, eine gezielte Lernprozesssteuerung mit kollektiven Lernerfolgen sicherstellen. Die fortgeschrittenen Einheiten können im Rahmen des Blended-Learning Konzeptes, je nach Studierendenpräferenzen ebenso Online oder in Präsenz abgehaltenen werden, wobei mitunter ein möglichst großer Face-to-Face Kontakt gewünscht ist, der einerseits für die hier zum Einsatz kommende projekt- und workshopbasierte Lehre Vorteile bei Kommunikation und Erfahrungslernen mit sich bringt, andererseits aber durch die Online-Zusammenarbeit in Teams wertvolle zusätzliche Digitalisierungskompetenzen trainiert werden, die in einer globalisierten, vernetzten Welt eine Schlüsselqualifikation für eine breite Palette von Berufsbildern in der Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung darstellen.