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Zuletzt aktualisiert am 30.05.2025

Die Komplexität der Nachhaltigkeit entschlüsseln. Ein niederschwelliger, interdisziplinärer Ansatz für nachhaltige Bildung

Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung

Ars Docendi Kriterien

  • Innovative Hochschuldidaktik
  • Studierenden- und Kompetenzorientierung

Gruppengröße

50-150

Anreißer (Teaser)

Nachhaltigkeit greifbar machen – interdisziplinär und praxisnah. Unsere Workshopreihe bietet einen niederschwelligen Zugang zum komplexen Thema Nachhaltigkeit und fördert interdisziplinäres, praxisnahes Lernen.

Kurzzusammenfassung des Projekts

Im Rahmen einer 2022 erstmalig ins Leben gerufenen institutsübergreifenden Veranstaltungsreihe am Department Bauen, Umwelt und Gesellschaft soll das Bewusstsein der Studierenden aus den Bachelorstudiengängen für die Bedeutung der Nachhaltigkeit und der zugehörigen Ziele in einer Workshopreihe geschärft werden. Dabei werden insbesondere Studienanfänger:innen auf ihrem Kompetenz- und Interessenniveau abgeholt, um effektives Lernen und einen niederschwelligen Zugang zum komplexen Themengebiet der Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung bilden die verbindende Klammer für drei interdisziplinäre Workshops unter Einbeziehung der Studierenden und ermöglichen die Bearbeitung komplexer Themen auf innovative und praxisorientierte Weise.

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

Within the framework of a cross-departmental series of events at the Department of Building, Environment and Society, which was launched for the first time in 2022, students from the bachelor’s degree programmes will be made more aware of the importance of sustainability and the associated goals in a series of workshops. Firstyear students in particular will be addressed at their level of expertise and interest in order to enable eNective learning and low-threshold access to the complex subject area of sustainability. The Sustainable Development Goals form the unifying framework for three interdisciplinary workshops that actively involve students, enabling the innovative and practice-oriented exploration of the complex issues surrounding environmental protection and sustainability

Nähere Beschreibung des Projekts

Hintergrund

Am Department für Bauen, Umwelt und Gesellschaft (kurz: BUG), bestehend aus den Instituten für Architektur und Bauingenieurwesen, Energie- und Umweltmanagement und Soziale Arbeit, wurde 2020 eine Arbeitsgruppe installiert, die eine Nachhaltigkeitsstrategie für das Departement zur Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Marketing ausgearbeitet hat. Dabei wurden Lehrveranstaltungen aller im Department angebotenen Studiengänge, Ergebnisse und Inhalte laufender und abgeschlossener Forschungsprojekte mit Nachhaltigkeitsthemen identifiziert und den entsprechenden Sustainable Development Goals (SDGs) zugeordnet. Ergebnis dieses Prozesses war das Herausarbeiten jener fünf zentralen Nachhaltigkeitsziele, die für Lehre und Forschung am Department die höchste Relevanz haben. Dabei wurden auch die Katalysatorwirkung dieser SDGs für zukünftige interdisziplinäre Forschungsprojekte und die Einbettung der Forschungsergebnisse in die Lehre berücksichtigt.

Eine Empfehlung der Arbeitsgruppe in dieser Nachhaltigkeitsstrategie für den Bereich der Lehre war eine gemeinsame, institutsübergreifende Lehrveranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit. Im Oktober 2022 fand diese gemeinsame Lehrveranstaltung erstmals unter dem Titel “SDG – Sustainable Department Get-together in " in Form eines Workshops für alle Studierenden in den ersten Semestern der Bachelorstudiengänge des Departments statt. Der Erfolg dieses ersten Workshops führte zur Entwicklung einer Reihe von aufeinander aufbauenden Veranstaltungen, die das Thema Nachhaltigkeit auf innovative und interdisziplinäre Weise in die Curricula aller Institute des Departments einführt und integriert. Im Oktober 2023 wurde das Programm um eine weitere Veranstaltung im dritten Semester, dem Klimakino, ergänzt. 2024 fand eine dritte gemeinsame Veranstaltung im fünften Semester, das Klima Puzzle, statt. Diese dreistufige Workshopreihe erstreckt sich also über das gesamte Bachelorstudium. Durch diese Initiative wird es den Studierenden ermöglicht, sich dem komplexen Thema der Nachhaltigkeit auf leicht verständliche Weise interdisziplinär zu nähern.

Interdisziplinäre Ansätze in der Hochschulbildung

Traditionell wird akademisches Wissen in getrennte Disziplinen unterteilt, was jedoch die Komplexität der realen Welt nicht adäquat widerspiegelt (vgl. Annan-Diab & Molinari, 2017, S. 75). Diese Fragmentierung erweist sich insbesondere bei der Bewältigung globaler Herausforderungen, wie sie durch die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) formuliert sind, als problematisch. Die SDGs erfordern einen ganzheitlichen Ansatz, der die Grenzen einzelner Disziplinen überschreitet (vgl. Annan-Diab & Molinari, 2017, S. 77; DeFries et al., 2012, S. 603). Interdisziplinäre Bildung reagiert auf dieses Bedürfnis, indem sie mehrere Disziplinen integriert, um komplexe Probleme zu lösen und Erkenntnisse zu gewinnen, die aus der Perspektive einer einzelnen Disziplin nicht vollständig erfasst werden können.

Durch die Kombination von Perspektiven, Methoden und Wissen aus verschiedenen Bereichen, beispielsweise in Form von institutsübergreifenden Gruppenarbeiten, -diskussionen und -aktivitäten entwickeln Studierende ein tieferes und umfassenderes Verständnis der behandelten Themen. Dieser Ansatz fördert die Synthese und Anwendung von Wissen über verschiedene Fachgebiete hinweg und begünstigt Innovation sowie neue Perspektiven (vgl. Klaarsen, 2018). Wir haben die Struktur und das Format unseres Ansatzes bewusst niederschwellig, leicht umsetzbar und übertragbar gestaltet, um den Einstieg in die komplexe Themenstellung der Nachhaltigkeit zu erleichtern.

Ziele und Inhalte der Veranstaltungsreihe

Event 1 – Sustainable Department Get-together (SDG)

In einer gemeinsamen, departmentübergreifenden Lehrveranstaltung geben Lehrende der Institute des Departments nach einer kurzen Einführung in die Thematik der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG) einen Einblick in ihre Forschungsziele und Forschungsergebnisse als Beiträge zur Erreichung dieser Nachhaltigkeitsziele und bringen so den Erstsemestrigen aller Bachelorstudiengänge des Departments die UN-Nachhaltigkeitsziele näher. Anschließend werden in Gruppenworkshops von den Studierenden Ideen und Maßnahmen aus dem Blickwinkel der vorgestellten Themenschwerpunkte diskutiert und innovative Vorschläge für die Einbindung der SDGs an der FH JOANNEUM und im eigenen Umfeld ausgearbeitet. Dabei geht es vor allem um die Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit in interdisziplinären Teams. Denn zur Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen haben gerade die interdisziplinär verknüpften Themen des gesamten Departments große Bedeutung. Zukunftsfähiges und inklusives Bauen, umweltschonender und gerechter Umgang mit Energie und eine resiliente Gesellschaft können beispielsweise nicht voneinander isoliert betrachtet werden.

Auf den Vorarbeiten und der gemeinsamen Lehrveranstaltung aufbauend werden die Nachhaltigkeitsthemen in den unterschiedlichsten Lehrveranstaltungen auf Institutsebene einbezogen und auf ihre Umsetzung in Projektarbeiten wird geachtet. Die Koordination in Bezug auf die Curricula-Entwicklung wird im Kollegium der jeweiligen Institute vorgenommen.

Das SDG-Event findet seit 2022 jedes Jahr im Oktober statt. Der Fokus der Veranstaltung liegt neben der Sensibilisierung für das breite Feld der Nachhaltigkeit auch auf den sozialen Interaktionen zwischen den Studierenden aller Studiengänge, sowie der gegenseitigen Wertschätzung der jeweils anderen Fachbereiche, wozu die Nachhaltigkeitsziele als roter Faden für eine interdisziplinäre Diskussion genutzt werden. Die nachstehende Abbildung zeigt exemplarisch Studierende während dem SDG-Workshop bei der Ideensammlung für Nachhaltigkeit an der FH JOANNEUM.

Die im Rahmen des Workshops durchgeführten Mentimeter-Umfragen unterstrichen den Bedarf an der Lehrveranstaltung und zeigten die positive Wahrnehmung dieses interdisziplinären Formats. Auf die einleitende Frage „Haben Sie von der UN-Agenda 2030 oder den SDGs" gehört?“ antworteten 61% mit NEIN. 83% der Teilnehmer:innen bewerteten bei der Befragung am Ende die Veranstaltung gut oder sehr gut.

Event 2 – Klimakino

Im dritten Semester trafen sich die Studierenden aller Studiengänge am Department erneut zum zweiten Event, dem Klimakino. Dafür wurde die erste Episode der Serie Extrapolations gewählt, die in der englischen Originalfassung gezeigt wurde. Sehr plastisch wird im Film vor Augen geführt, mit welchen katastrophalen Folgen für unseren Planeten zu rechnen sein könnte, sollten wir nicht entschlossener gegen den Klimawandel vorgehen. Der Film thematisiert insbesondere die Erderwärmung, sowie die daraus resultierenden Hungersnöte, Waldbrände und Naturkatastrophen. Sehr überspitzt und pointiert wird das kapitalistische System, das selbst vor Lösungsansätzen beim Klimaschutz nicht Halt macht, angeprangert. Sozialkritisch werden zudem Aktivismus, Machtausübung und die ungleiche Wohlstandsverteilungen beleuchtet.

Der Film diente als Impuls für weitere Reflexionen und Diskussionen, die in interdisziplinären Gruppen stattfanden. Die anschließende Gruppendiskussion orientierte sich an Leitfragen, die unter anderem die Bedeutung der im Film aufgeworfenen Aussagen zu Neutralität und Krisenmanagement, die komplexen Zusammenhänge zwischen Kapitalismus und Klimawandel sowie mögliche Alternativen zum bestehenden Wirtschaftssystem beleuchteten. Zudem wurde der Aktivismus – seine Wirksamkeit, Grenzen und ethischen Implikationen, wie beispielsweise die Reaktionen auf extreme Protestformen – kritisch diskutiert. Auch ethische Fragestellungen, wie die moralische Vertretbarkeit des Kinderkriegens in der heutigen Welt, und die Problematik, wichtige Themen wie den Klimawandel als Unterhaltungsformat aufzubereiten, fanden Eingang in die Diskussion. Darüber hinaus setzten sich die Studierenden mit der Suche nach verlässlichen Informationsquellen auseinander und stellten die Verbindung der thematisierten Aspekte zu den relevanten Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) her.

Die Leitfragen wurden den Studierenden wie der Film in englischer Sprache präsentiert. Beispielsweise wurden als Diskussionsgrundlage unter anderen folgende Fragen gestellt:

  • Is climate change a symptom of capitalism? Is capitalism a cure for climate change? Are there alternatives to capitalism?
  • What do you think about activism? Is it important/necessary/counter-productive? Is every action permissible if the cause is admirable? Are there things that you would not do even for a cause you are passionate about? What was your reaction to the activist who burns themselves alive?
  • Which SDGs are connected with the issues/topics in this film?

Eine Plenumsdiskussion, in der jede Gruppe ihre Gespräche zusammenfassen konnte, beendete den formellen Teil der Veranstaltung.

Event 3 – Klima Puzzle

Das Klima Puzzle bildet im fünften Semester den Abschluss der Workshopreihe und zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für den Klimawandel und seine Auswirkungen zu entwickeln. Es bietet zugleich eine Möglichkeit zur interdisziplinären Bewältigung der globalen Herausforderungen im Themenbereich Nachhaltigkeit. Dabei handelt es sich um ein kollaboratives, interaktives Lernwerkzeug, das Teilnehmer:innen hilft, die komplexen Zusammenhänge und Ursachen des Klimawandels zu visualisieren und zu begreifen. Die Zahlen und Fakten des Klima Puzzles stammen aus wissenschaftlichen Quellen, wie beispielsweise den Berichten des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change).

Das Klima Puzzle besteht aus einer Reihe von Karten, die verschiedene Aspekte des Klimawandels darstellen, wie beispielsweise Treibhausgase, ihre Quellen, die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft und mögliche Lösungsansätze. Die Teilnehmer:innen arbeiten gemeinsam daran, diese Karten in eine logische Reihenfolge zu bringen und die Verbindungen zwischen den verschiedenen Elementen herzustellen. Der Zweck dieses Bildungsansatzes ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ursachen und Folgen des Klimawandels zu entwickeln, das Bewusstsein für die Dringlichkeit von Maßnahmen zu schärfen und die Diskussion über mögliche Handlungsstrategien zu fördern. Durch die interaktive und visuelle Natur des Klima Puzzles können komplexe wissenschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge auf eine verständliche Weise vermittelt werden.

Nutzen und Mehrwert

Das Lehrkonzept bietet einen signifikanten Mehrwert, indem es einen niederschwelligen und interdisziplinären Zugang zu komplexen Nachhaltigkeitsthemen ermöglicht. Es verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Elementen und fördert so nicht nur das Verständnis der UN-Nachhaltigkeitsziele, sondern auch wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, kritisches Denken und kreative Problemlösung. Durch die aktive Einbindung der Studierenden und den intensiven interdisziplinären Austausch wird zudem eine nachhaltige Verankerung von Umwelt- und Sozialthemen in der Hochschullehre erzielt, was langfristig zur Entwicklung einer resilienten und zukunftsfähigen Gesellschaft beiträgt.

Fazit

Die institutsübergreifende Workshopreihe schärft das Bewusstsein der Studierenden für Nachhaltigkeit und ihre Bedeutung. Die nachhaltigen Entwicklungsziele dienen als verbindendes Element für interdisziplinäre Kooperationen. Veranstaltungen wie das SDG – Sustainable Department Get-together, das Klimakino und das Klima Puzzle ermöglichen Studierenden, komplexe Themen praxisnah und innovativ zu bearbeiten. Sie stärken sowohl das Verständnis für globale Herausforderungen als auch den Austausch zwischen Fachbereichen.

Der niederschwellige, übertragbare Ansatz erleichtert die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Lehre und fördert langfristig eine bewusstere, nachhaltigere Gesellschaft. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Initiativen zeigt, dass interdisziplinäre Ansätze in der Hochschulbildung nicht nur machbar, sondern essenziell für die Lösung globaler Probleme sind.

Akzeptanz und Resonanz

Das Lehrprojekt wird von den Studierenden sehr positiv aufgenommen, was sich in den Rückmeldungen aus Evaluationen, interaktiven Umfragen und direktem Feedback zeigt.

  • Mentimeter-Umfragen während des Sustainable Department Get-together haben gezeigt, dass 61 % der Teilnehmenden vor der Veranstaltung keine Kenntnisse über die UN-Agenda 2030 und die SDGs hatten, was den hohen Bedarf an dieser Lehrveranstaltung unterstreicht. Am Ende bewerteten 83 % der Studierenden die Veranstaltung als gut oder sehr gut.
  • Freie Rückmeldungen der Studierenden heben insbesondere hervor, dass die interaktive und interdisziplinäre Gestaltung der Veranstaltungen den Zugang zum komplexen Thema Nachhaltigkeit erleichtert und zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema motiviert.
  • Das Klimakino wird als besonders eindrucksvoll wahrgenommen, da es emotionale und kritische Reflexionen zu Klimawandel, Kapitalismus und Aktivismus anregt. Die anschließenden Diskussionen werden von den Studierenden als wertvoller interdisziplinärer Austausch beschrieben.
  • Das Klima Puzzle wird von den Studierenden als spielerischer und zugleich tiefgehender Zugang zur Thematik gelobt. Die Gruppenarbeit fördert laut Feedback kollaboratives Denken und Problemlösungskompetenz.
  • Langfristige Wirkung: Viele Studierende äußern den Wunsch, das Thema Nachhaltigkeit weiter in ihr Studium einzubinden. Zudem wird das Format als motivierende Alternative zu klassischen Lehrveranstaltungen geschätzt.

Diese Ergebnisse zeigen, dass das Projekt nicht nur gut angenommen wird, sondern auch einen nachhaltigen Lerneffekt erzielt und interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie kritische Reflexion stärkt.

Nutzen und Mehrwert

Das Lehrkonzept bietet einen signifikanten Mehrwert, indem es einen niederschwelligen und interdisziplinären Zugang zu komplexen Nachhaltigkeitsthemen ermöglicht. Es verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Elementen und fördert so nicht nur das Verständnis der UN-Nachhaltigkeitsziele, sondern auch wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, kritisches Denken und kreative Problemlösung. Durch die aktive Einbindung der Studierenden und den intensiven interdisziplinären Austausch wird zudem eine nachhaltige Verankerung von Umwelt- und Sozialthemen in der Hochschullehre erzielt, was langfristig zur Entwicklung einer resilienten und zukunftsfähigen Gesellschaft beiträgt.

Übertragbarkeit und Langlebigkeit

Das Projekt läuft seit 2022

Längerfristiger Einsatz und Weiterentwicklung des Lehrprojekts:

Das Lehrprojekt ist als dauerhaftes, fest etabliertes Format angelegt und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Seit 2022 wird die Veranstaltungsreihe jährlich für alle neuen Studierenden der Bachelorstudiengänge am Department für Bauen, Umwelt und Gesellschaft durchgeführt. Die bestehende dreistufige Struktur (Sustainable Department Get-together, Klimakino und Klima Puzzle) wird regelmäßig evaluiert und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse, didaktische Methoden und gesellschaftliche Entwicklungen angepasst.

Langfristig ist geplant, die Veranstaltungen weiter zu verfeinern und um zusätzliche interaktive Elemente zu ergänzen. Zudem wird die Möglichkeit geprüft, die Reihe auch für höhere Semester sowie für Studierende anderer Fachbereiche zu öffnen, um interdisziplinäre Synergien noch stärker zu nutzen.

Übertragbarkeit auf andere Lehrveranstaltungen und Lehrsituationen:

Das Konzept ist bewusst niederschwellig, interdisziplinär und praxisnah gestaltet, sodass es sich leicht auf andere Lehrveranstaltungen und Hochschulen übertragen lässt. Die methodische Herangehensweise – interaktive Workshops, filmgestützte Reflexion und spielerisches Lernen durch das Klima Puzzle – kann flexibel an unterschiedliche Fachrichtungen angepasst werden.

Auch außerhalb der Hochschule ist das Konzept übertragbar, insbesondere in schulischen und außerschulischen Bildungssettings. Die verwendeten Methoden und Materialien bieten eine gute Grundlage für Weiterbildungen, Fachseminare oder Schulprojekte zur Nachhaltigkeitsbildung.

Institutionelle Unterstützung

Unterstützung des Projekts durch die Hochschule:

Das Lehrprojekt wird von der Hochschule in mehreren Bereichen aktiv unterstützt:

  • Infrastrukturelle Unterstützung: Die Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der Hochschule statt, wobei moderne Seminar- und Vorlesungsräume, technische Ausstattung sowie digitale Tools (z. B. Mentimeter für interaktive Umfragen) genutzt werden.
  • Organisatorische Unterstützung: Die beteiligten Institute (Architektur und Bauingenieurwesen, Energie- und Umweltmanagement, Soziale Arbeit) koordinieren die Durchführung der Veranstaltungsreihe gemeinsam. Zudem ist das Projekt in die hochschulweite Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden, was eine stärkere institutionelle Verankerung ermöglicht.
  • Personelle Ressourcen: Das Projekt wird von Lehrenden aus verschiedenen Fachbereichen getragen, die interdisziplinär zusammenarbeiten. Zusätzlich wird es durch administrative Mitarbeitende unterstützt, etwa bei der Organisation der Workshops und der technischen Umsetzung.
  • Finanzielle Unterstützung: Die Hochschule stellt Mittel für die Umsetzung der Veranstaltungen bereit, insbesondere für Materialien (z. B. das Klima Puzzle), externe Referent:innen oder besondere Veranstaltungsformate wie das Klimakino.

Die umfassende Unterstützung durch die Hochschule ermöglicht es, das Projekt langfristig zu etablieren und weiterzuentwickeln, um die interdisziplinäre Nachhaltigkeitsbildung kontinuierlich zu stärken.

Rückbindung an das hochschulinterne Qualitätsmanagement und Nutzung von Feedback:

Die Veranstaltungsreihe ist in das hochschulinterne Qualitätsmanagement eingebunden und wird regelmäßig evaluiert. Studierendenfeedback wird systematisch durch Mentimeter-Umfragen, Evaluationen nach jeder Veranstaltung sowie direkte Rückmeldungen in Plenumsdiskussionen erhoben. Die Ergebnisse dieser Feedbackprozesse fließen in die kontinuierliche Weiterentwicklung des Formats ein.

Zusätzlich werden die Erkenntnisse aus den Veranstaltungen im Kollegium des Departments für Bauen, Umwelt und Gesellschaft sowie in den beteiligten Instituten reflektiert und diskutiert. Dies ermöglicht eine gezielte Anpassung von Inhalten, Methoden und didaktischen Ansätzen, um die Wirksamkeit und Relevanz der Lehrveranstaltungen weiter zu steigern.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die interne Vernetzung mit anderen Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekten. Ergebnisse aus den Workshops fließen in weiterführende Lehrveranstaltungen ein und werden für die hochschulweite Nachhaltigkeitsstrategie genutzt. Dadurch trägt das Projekt langfristig zur Verankerung von Nachhaltigkeit in der Hochschullehre und zur Qualitätssteigerung interdisziplinärer Bildungsangebote bei.