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Zuletzt aktualisiert am 12.09.2025

BIP Design Innovative Urban Concepts

Bei dem Projekt handelt es sich um ein neues Projekt / eine wiederholte Einreichung

FH BFI Wien

Gruppenfoto

Ars Docendi Kategorie

Gesellschafts- und Nachhaltigkeitsorientierte Lehre

Ars Docendi Kriterien

  • Digitale Transformation
  • Innovative Hochschuldidaktik
  • Studierenden- und Kompetenzorientierung
  • Perspektivenerweiterung und Internationalisierung
  • Partizipation und Mitgestaltung

Gruppengröße

50-150

Anreißer (Teaser)

Internationale und interdisziplinäre Studierendenteams entwickeln in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber innovative Lösungen für die aktuellen Herausforderungen von urbaner Mobilität in Wien. Die Studierenden arbeiten in einem hybriden Setting

Kurzzusammenfassung des Projekts

Aus der seit 2017 Zusammenarbeit zwischen der FH BFI Wien und der Copenhagen Business Academy hat sich ein hybrides Innovationsprojekt mit 4 internationalen Hochschulpartnern und einem lokalen Auftraggeber und Erasmus+ Förderung (Blended Intensive Programme - BIP) entwickelt. Im Oktober-November 2023 wurde das Projekt "BIP Design Innovative Urban Concepts" von 129 Studierenden und 9 Lektoren und Lektorinnen erstmals für die Innovationsagentur der Stadt Wien (Urban Innovation Vienna) zum Thema "Rethinking Parking" umgesetzt. Die Planungen für Herbst 2024 laufen bereits. Die Studierenden bringen unterschiedliche Fachkompetenzen aus ihren Studiengängen (Design-, Projekt-, Risiko-, Transportmanagement, IT, Technik) sowie regionales Wissen zu Best Practices aus ihrer Heimat ein, um innovative Lösungen für die aktuellen Herausforderungen der urbanen Mobilität zu identifizieren. Nach einem Präsenz-Kickoff in Wien bekommen die Studierendenteams in der OnlineProjektphase in 2wöchigen Sprints Feedback vom Kunden und den Lektoren und Lektorinnen, um ihre Idee weiterzuentwickeln. Die Studierenden erwerben Future Skills (interdisziplinäre Problemlösung, Kreativität, Eigenständigkeit, digitale Kompetenz) in einem herausfordernden internationalen und hybriden Projektkontext. Darüber hinaus entwickeln Sie eine Leidenschaft, in einer globalen, vernetzten Welt etwas Positives zu bewirken, indem sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten für neue Ideen zur urbanen Mobilität zusammenführen.

Video zum Projekt "BIP DIUC: Rethinking Parking"

Kurzzusammenfassung des Projekts in englischer Sprache

The bilateral cooperation between the FH BFI Vienna and the Copenhagen Business Academy since 2017 has developed into a hybrid project with 4 international university partners, a local client and with Erasmus+ funding (Blended Intensive Programme - BIP). The project "BIP Design Innovative Urban Concepts" was implemented for the first time in October-November 2023 by 129 students and 9 lecturers for the Innovation Agency of the City of Vienna with the topic "Rethinking Parking". Planning for autumn 2024 is already underway.

The students contribute various specialist skills from their degree programmes (design/project/risk/transport management, IT, Engineering) as well as regional knowledge of best practices from their home countries in order to identify innovative solutions for the current challenges of urban mobility. After a face-to-face kick-off in Vienna, students teams continue working online together, in 2-week sprints they get feedback from the client and the lecturers to further develop their idea. The students have not only acquired future skills (problem-solving, creativity, work independently, digital skills) in a challenging international and hybrid project context, but have also cultivated a passion for making a positive impact in a global, interconnected world by joining their knowledge and skills to come up with innovative ideas on urban mobility.

Nähere Beschreibung des Projekts

Aus der seit 2017 bestehenden bilateralen Zusammenarbeit zwischen der FH BFI Wien und der Copenhagen Business Academy hat sich ein hybrides Projekt mit 4 Hochschulpartner:innen, einem lokalen Auftraggeber und einer Erasmus+ Förderung (Blended Intensive Programme - BIP) entwickelt und die Prinzipien des europäischen Hochschulraums ("From teaching inputs to learning outcomes") verwirklicht. Im Oktober-November 2023 wurde das vom Kunden Urban Innovation Vienna beauftragte Projekt von 129 Studierenden und begleitet von 9 Lektor:innen umgesetzt. Die Planungen für Herbst 2024 laufen bereits.

Lernziele und Kompetenzerwerb

Die Studierenden arbeiten in internationalen Teams und bringen unterschiedliche Fachkompetenzen aus ihren jeweiligen Studiengängen mit: FH BFI Wien (Projekt-, Transportmanagement, IT), Copenhagen Business Academy (Market Research, eCommerce), FH Südwestfalen (Projekt-, Designmanagement, Technik) und The Hague University of Applied Sciences (Risikomanagement).

Da der Kunde/die Kundin sehr an Best Practice-Beispielen aus den unterschiedlichen Ländern interessiert ist, ist jede:r Teilnehmer:in auch gleichzeitig ein:e regionale:r Experte/Expertin und kann Beispiele aus der Heimat einbringen. Diese Kompetenzen wurden bei der innerhalb der Studierendenteams autonom erfolgten Aufgabenverteilung berücksichtigt. Von Lektor/innenseite gab es keine Vorgabe, wer welche Rolle einnehmen sollte (Leitprinzip des selbstorganisierten und selbstgesteuerten Lernens).

Da dieses Studierendenprojekt in unterschiedlichen Lehrveranstaltungen an den jeweiligen Hochschulen integriert ist, sind die Lernziele teilweise abweichend bzw. bringen die Studierenden jeweils unterschiedliche Fachkompetenzen aus ihren Studiengängen mit. Folgende gemeinsame Lernziele wurden von den Hochschulpartnern erarbeitet und in der Teilnahmebestätigung, die alle Studierenden erhalten, festgehalten (deutsche Übersetzung):

Folgende Fähigkeiten wurden von den Studierenden unter Beweis gestellt:

KREATIVE ZUSAMMENARBEIT - Während des intensiven Hybridprojekts zeigten die Studierenden eine außergewöhnliche Fähigkeit, sich in vielfältigen und interkulturellen Umgebungen anzupassen und weiterzuentwickeln. - Ihr unerschütterliches Engagement für Teamarbeit und Zusammenarbeit, das sich in jedem Aspekt des Projekts zeigt und ihren starken Kooperationsgeist unter Beweis stellt. - Während des Projekts haben sie nicht nur ihre vorhandenen Fähigkeiten verfeinert, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Bedeutung von interdisziplinärer Teamarbeit entwickelt. PROJEKTMANAGEMENT IM REALEN KONTEXT - Sie meisterten professionell die Herausforderungen realer Kundenbesprechungen an und bewiesen dabei bemerkenswerte Fähigkeiten zur Problemlösung. - Ihre Fähigkeit, komplexe, interdisziplinäre Aufgaben zu bewältigen und Ergebnisse mit Präzision zu liefern, war wirklich lobenswert. GLOBALE FÜHRUNG - Ihr Enthusiasmus und die Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen, verheißen Gutes für ihre Zukunft als Führungspersönlichkeiten in internationalen und interdisziplinären Herausforderungen. - Die Studierenden haben nicht nur praktische Fähigkeiten erworben, sondern auch die Leidenschaft entwickelt, in einer globalen, vernetzten Welt einen positiven Einfluss zu nehmen. (2) Didaktische Methode Das vorliegende LV-Projekt liefert einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der hochschuldidaktischen Lehre und befolgt dabei die Leitprinzipien für gute Lehre: Lernergebnis- und Kompetenzortientierung (siehe weiter oben) Basierend auf dem Constructive Alignment Approach wurden folgende kompetenzorientierten Beurteilungskriterien aus den Lernzielen abgeleitet: • Projektarbeit zur Umsetzung des Kundenauftrags (max. 30 Punkte) • Gestaltung und aktive Mitarbeit bei den Teambesprechungen – (max. 15 Punkte) (kompetenzbasiert) • Zwischenpräsentation – aktiver Beitrag – (max. 10 Punkte) • Abschlusspräsentation – aktiver Beitrag – (max. 10 Punkte) • Lerntagebucheinträge (25 Punkte) - Meine Erwartungen an die Zusammenarbeit mit internationalen Studierenden – Projektstart – 5 Punkte (kompetenzbasiert) - Was ist anders als erwartet? Wie sehe ich nun die Zusammenarbeit? – nach dem Projekt Kickoff – 10 Punkte (kompetenzbasiert) - Welche Herausforderungen gab es für mich während des Projekts? Wie bin ich damit umgegangen? – nach der Abschlusspräsentation – 10 Punkte (kompetenzbasiert) • Transfer – Lessons learned – aktiver Beitrag (max. 10 Punkte) Bonuspunkte (max. 10): Außerordentlicher Beitrag, der die Erwartungen an die jeweilige Teamrolle übersteigt Neben der Beurteilung der Studierendenteams durch den/die Lektor/in werden im Rahmen einer 360 Grad-Betrachtung auch Feedback des Kunden/der Kundin an die Studierendenteams sowie gegenseitiges Feedback innerhalb des Studierendenteams (siehe Akzeptanz/Evaluierung weiter unten) gegeben. Durch den Projektcharakter der Lehrveranstaltung werden die weiteren Leitprinzipien für gute Lehre umgesetzt: Studierendenzentriertes Lernen: • Der Schwerpunkt liegt auf aktivem, eigenverantwortlichem Lernen. Während die Projektphasen aufgrund der begrenzten Dauer (6 Wochen) mit drei Sprints und konkreten Aufgabenstellungen klar strukturiert ist, übernehmen Studierende innerhalb ihrer internationalen Teams Eigenverantwortung für Lernprozesse und Lernergebnisse in unterschiedlichen Dimensionen: methodisch (z.B. autonome Projektrollenverteilung, Wahl der Kommunikationskanäle), sozial (Teambuilding im internationalen hybriden Setting) und natürlich auch fachlich (eigenständige Erarbeitung des Projektauftrags) • Im Sprint 1 stehen kritisches, analytisches Lernen und in den Sprints 2 und 3 kreative Ideenentwicklung und eigenständige Wissensproduktion im Vordergrund • Es gibt am Ende der Projekt Kickoff-Woche in Präsenz und danach am Ende jedes Sprints in Online-Treffen Feedback zu den Zwischenergebnissen. Darüber hinaus reflektiert jede/r Studierende in einem Lerntagebuch konkrete Fragen betreffend der Teamarbeit. Durch die oben angeführten Rahmenbedingungen wird selbstorganisiertes und -gesteuertes Lernen ermöglicht, Lektor/innen agieren verstärkt als Coaches ("From teaching inputs to learning outcomes"). (3) Praktische Umsetzung des LV-Projekts Für die virtuelle Zusammenarbeit ist ein Moodle-Kurs für alle Studierenden und Lehrenden zugänglich. Alle relevanten Informationen (z.B. zu den vom Kunden definierten Projektthemen, Workshop-Unterlagen) wurden dort zur Verfügung gestellt bzw. mussten alle (Zwischen-)Ergebnisse dort von den Teams hochgeladen werden. Das Studierendenprojekt wurde vom 9.10. bis 21.11. in 3 Sprints durchgeführt: Sprint 1: Project Kickoff & Analysis Phase (09.-24.10.) Sprint 2: Concept Phase (25.10.-08.11.) Sprint 3: Report & Video Preparation (09.-19.11.) Präsentation der Ergebnisse bei den Digital Days der Stadt Wien (Technisches Museum 20.11.2023) & interne Teamreflexion (online 21.11.2023) Die 129 Studierenden wurden in 10 Teams eingeteilt, wobei die Präferenz der Studierenden bei der Themenzuteilung berücksichtigt wurde. In der Projekt Kickoff-Woche (9.-14.10.) waren 73 Studierende in Wien. Die anderen 66 Studierenden nahmen 100% online am Projekt teil, da eine maximale Teilnehmer:innenanzahl von 15 Incoming-Studierenden pro Hochschule aus Kapazitäts- und Erasmus-Förderungsgründen festgelegt wurde. Bei den Workshops im Plenum wurden die Online-Studierende live zugeschaltet, bei den Gruppenarbeiten haben die Teams die Online-Studierenden in hybriden Besprechungen eingebunden. Am Ende jedes Sprints wurden die Zwischenergebnisse in einer Online-Besprechung dem Kunden präsentiert und wertvolles Feedback eingeholt. Am 20.11. wurden die Ergebnisse an einem Projektstand bei den Digital Days der Stadt Wien im Technischen Museum präsentiert. Die österreichischen Studierenden präsentierten jeweils in 20min-Zeitfenstern am Vormittag und am Nachmittag ihr Projektvideo, das vom internationalen Projektteam erstellt wurde, und standen für Fragen der Besucher:innen zur Verfügung. (4) Innovationsgehalt Der Innovationsgehalt dieses LV-Projekts liegt in der konsequenten Umsetzung von studierendenzentrierten und selbstorganisierten Lernprozessen. Dies verlangt die Zusammenführung unterschiedlicher Stakeholder/inneninteressen: jede Hochschule hat dieses Projekt in einer anderen Lehrveranstaltung integriert und somit auch unterschiedliche Lernziele. Dazu kommen die Interessen des Kunden, die bei der Umsetzung besonders zu berücksichtigen sind. Dies erfordert klar kommunizierte Strukturen und Prozesse bei der Durchführung, damit diese inhaltliche Flexibilität von den Studierendenteams sinnvoll umgesetzt werden kann. Die Integration von interdisziplinärer, interkultureller und hybrider Zusammenarbeit für einen konkreten Kunden ist für die Studierenden eine große Herausforderung. Gleichzeitig dürfen die Lektor/innen nicht den Fehler machen, in traditionelle Rollen zurückzufallen und zu stark das Ruder selbst in die Hand zu nehmen, sondern müssen in der Coaching-Rolle bleiben. Das ist in der ersten BIP-Projektdurchführung bereits gut gelungen. Während bei anderen BIP-Projekten der Schwerpunkt auf die Präsenzwoche gelegt wird, wird bei diesem BIP-Projekt die Präsenzphase als Kickoff mit dem Kunden genutzt, der Hauptteil der Arbeit erfolgt aber im Online-Setting, wodurch die dafür notwendige digitale Medienkompetenz eine besondere Bedeutung einnimmt. Neben den 73 Studierenden, die in Wien zusammenkamen, waren auch 66 Studierende online involviert. Somit wurde Studierenden, die aus beruflichen oder sonstigen Gründen nicht nach Wien kommen konnten, die Projektteilnahme ermöglicht. Dieses synchrone hybride Setting war eine große Herausforderung, ebenso die große Zahl an Online-Studierenden im Verhältnis zu den Studierenden beim Präsenz Kickoff in Wien. Als Lesson Learned wird bei der nächsten Projektdurchführung dieses Verhältnis reduziert (von 1:1 auf 1:2). (5) Ergebnisse Die Ergebnisse der 10 Studierendenteams waren jeweils ein detaillierter Bericht und ein Video zur entwickelten Idee für den externen Kunden. Auf dem Weg dorthin wurden am Ende jedes Sprints Zwischenergebnisse dem Kunden präsentiert, damit erfolgte eine Qualitätssicherung. Am Projektstand bei den Digital Days (Technisches Museum, 20.11.2023) hatte jedes Studierendenteam am Vormittag und am Nachmittag jeweils ein 20minütiges Zeitfenster, um das Video zu zeigen und auf Fragen der Besucher/innen zu antworten.

Akzeptanz und Resonanz

Die diesjährige erstmalige hybride BIP-Projektdurchführung erfolgte mit den Erfahrungen von COIL-Projekten (100% online) seit 2017. Durch die Erasmus+ geförderte Präsenzphase des Projekt Kickoffs und die Erweiterung auf 4 Partnerhochschulen mit 129 Studierenden haben sich die Rahmenbedingungen so deutlich verändert, dass frühere LV-Evaluierungen nur eingeschränkt vergleichbar sind. Es konnten aber wichtige Lessons Learned abgeleitet werden (z.B. zeitliche Strukturierung der Online-Projektphase in 2wöchige Sprints mit klaren Aufträgen für eine überschaubare Zeitspanne und zeitnahes Feedback vom Kunden und Lektor:innen zur Weiterarbeit im nächsten Sprint).

Aufgrund der erstmaligen Durchführung wurde gleich am 20.11.2023, einen Tag nach der Präsentation der Projektergebnisse bei den Digital Days der Stadt Wien im Technischen Museum mit allen Studierenden ein Online-Reflexions- und Transferworkshop durchgeführt. Die Studierendenteams erhielten dafür ein einfaches Themenschema zur Orientierung. Der Reflexionsprozess wurde zeitgleich in den 10 internationalen Teams durchgeführt. Um diesen Prozess nicht zu beeinflussen, wurden die Teamergebnisse dazu nicht schriftlich gesammelt. In Form eines Miro-Boards wurde im Anschluss ein Blitzlicht an Meinungen von allen 10 Teams erhoben, wobei man sehr gut die Bandbreite an unterschiedlichen Erfahrungen in den einzelnen Teams sieht. Hier ist in den Antworten zu „I like…“ die durchgängige Begeisterung zum internationalen Projektsetting und zum Thema ersichtlich. Die Antworten bei „I wish…“ und „I wonder…“ fließen bereits in die Planung der erneuten Projektdurchführung ein. Darüber hinaus wurde vom International Office eine Online-Evaluierung an alle Studierenden geschickt, die jedoch aufgrund des bereits durchgeführten Reflexionstermins nur einen geringen Rücklauf hatte.

Das zu Projektende mündlich eingeholte Feedback von den Partnerhochschulen ist durchwegs positiv, alle werden auch im Herbst 2024 wieder mitarbeiten. Der Kunde (Urban Innovation Vienna) ist ebenfalls im Herbst 2024 erneut dabei.

Nutzen und Mehrwert

Der Mehrwert dieses LV-Projekts ist für die Partnerhochschulen unterschiedlich, da die Curricula unterschiedlich sind. Alle Studierenden bringen Kompetenzbausteine für das anspruchsvolle Projektsetting mit, aber kein Studiengang könnte allein den Projektauftrag umsetzen. Diese Notwendigkeit der Zusammenarbeit innerhalb der internationalen Teams ist eine große Herausforderung für die Studierenden, ihre Komfortzone zu verlassen und aktiv voneinander zu lernen. Für alle Hochschulen ist dieses Projekt ein Baustein im Rahmen der Internationalisierungsstrategie. Für den BA-Studiengang Projektmanagement & IT ist dieses Projekt eine wichtige Visitenkarte, um die internationalen Kompetenzen der Absolvent:innen zu zeigen, für den MA-Studiengang Logistik und strategisches Management erweiterte es die Branchenkontakte im Bereich urbane Mobilität. Die FH des BFI Wien wurde in vielen Bereichen der Stadt Wien sichtbar, die für zukünftige Kooperationen wertvoll sein werden. Darüber hinaus liefert dieses BIP-Projekt einen Beitrag zur Erreichung folgender Sustainable Development Goals: SDG 4 Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung sichern und die Möglichkeit für lebenslanges Lernen für alle fördern; SDG 10 Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern verringern; SDG11: Städte und Siedlungen inklusiver, sicherer, widerstandsfähiger und nachhaltiger gestalten.

Die Studierenden selbst haben nicht nur Future Skills in einem anspruchsvollen internationalen Projektkontext erworben, sondern auch eine Leidenschaft dafür entwickelt, in einer globalen, vernetzten Welt etwas Positives zu bewirken, indem sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zusammenführen, um innovative Ideen zur urbanen Mobilität zu entwickeln.

Übertragbarkeit und Langlebigkeit

Das Projekt läuft seit 2023

Die Vorbereitung für die erneute Umsetzung im Herbst 2024 laufen bereits. Für eine langfristige Nutzung bedarf es einer im Curriculum integrierten Lehrveranstaltung, wie es im BA-Studiengang Projektmanagement & IT mit der LV Management of Virtual & International Projects der Fall ist. Diese LV im 5. Semester leitet sich aus dem Qualifikationsprofil ab, da Projektmanagement ein internationales und interdisziplinäres Business ist und immer stärker Medienkompetenz für hybride Zusammenarbeit im Berufsalltag gefordert werden. Die Zusammenarbeit mit anderen Studiengängen und Fachbereichen ist durch die Flexibilität beim Projektinhalt jederzeit möglich, jedoch vom konkreten Kundenauftrag abhängig. Beim erstmaligen BIP DIUC Rethinking Parking-Projekt (2023) wurde nach Festlegung mit dem Kunden der Master-Studiengang Logistik und strategisches Management ins Projekt integriert. Durch die Fortführung des Themenschwerpunkts Urbane Mobilität wird das auch 2024 fortgeführt. Für zukünftige BIP-Projekte sind Kooperationen mit anderen Studiengängen und Fachbereichen erwünscht, da dadurch das interdisziplinäre Arbeiten in Projektteams erreicht wird.

Institutionelle Unterstützung

Für die Umsetzung dieses LV-Projekts sind neben dem Lehrpersonal in den Lehrveranstaltungen der teilnehmenden Hochschulen die Erasmus+ Förderungen Blended Intensive Programme und Teaching Mobility unerlässlich. Damit können die Reisekosten der Studierenden und Lehrenden sowie wesentliche Kosten der Gastgeber gedeckt werden. Weiters gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Teaching und Learning Center und dem International Office der FH BFI Wien, um das internationale hybride Projektsetting technisch umzusetzen. Der Wissenstransfer der Lessons Learned für andere FHBFI-Lehrende erfolgt in regelmäßigen Diskussionsforen, die das International Office organisiert.

Wie bereits weiter oben unter "Akzeptanz" beschrieben, gab es zum Projektabschluss ein Online-Reflexionstreffen mit allen 129 Studierenden. Darüber hinaus gibt es an jeder Partnerhochschule noch einen definierten Evaluierungsprozess für Lehrveranstaltungen, an der FH des BFI gibt es eine Online-Evaluierung. Zusätzlich führt das International Office der FH BFI Wien eine Online-Studierendenevaluierung mit spezifischen Fragestellungen zum hybriden Projektsetting durch.

Mit diesen unterschiedlichen Blickwinkeln (internationale Zusammenarbeit, individueller lokaler Fokus) konnten einige Lessons Learned abgeleitet werden, die bei den Online-Koordinationstreffen zur Planung für Herbst 2024 berücksichtigt werden. Ein Beispiel: Bei der Online-Evaluierung vom International Office wurde zwischen den Studierenden, die beim Projekt Kickoff in Wien waren, und den 100% Online-Studierenden unterschieden. Es konnten somit Unterschiede in der Zufriedenheit festgestellt werden. Die 66 Online-Studierenden hatten größere Schwierigkeiten, sich im Projektteam zu integrieren. Darauf basierend wurde von den Hochschulen gemeinsam beschlossen, dass das Verhältnis von 100% Online-Studierenden zu jenen, die beim Projekt Kickoff persönlich teilnehmen können, von 1:1 auf 1:2 verändert wird. Für Herbst 2024 planen wir somit mit 60 Studierenden beim Projekt Kickoff in Wien und mit 30 Online-Studierenden. Das reduziert auch die Größe der internationalen Studierendenteams, die ein weiterer Kritikpunkt war.